|  | Die Autorin inmitten ihrer Pferde |  |  |  |
Telepathie mit Pferden Gedanken zur energetischen Prozessen von Pia Rennollet |
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Vorsicht! Warnung! Nun folgt Obskures. Wer hier weiterliest, dem sollte bewußt sein, daß wir alsbald die Ebenen der normalen Realität verlassen werden und in Gebiete vordringen, die noch ungewohnt sind, jedoch, Gott sei Dank, das Interesse einer immer größer werdenden Bevölkerungsschicht erreichen. Unser Thema ist Telepathie, spezielle Telepathie mit Pferden - also Gedankenübertragung, Energieübertragung. Manchem Pferdehalter und Reiter mag das gar nicht so fern und abgehoben erscheinen. Gelingt es, eine harmonische Beziehung zu dem Pferd aufzubauen, so kann der Gedanke an eine bestimmte Gangart schon das angestrebte Ziel auslösen: Das Pferd trabt zum Beispiel an. Und so mancher Reiter hat sich den Kopf darüber zerbrochen, woran - um Himmels willen - das Pferd den Wechsel der Gangart im voraus erkannte.Telepathie etwa? Ganz so einfach machen wir es uns nun doch nicht, obgleich ich eine telepathische Verbindung von Roß und Reiter diesbezüglich nicht ausschließen möchte. Der Reiterfrage: "Woran erkennt das Pferd den Gangartenwechsel, die Richtungsänderung?" bin ich schon als Teenager nachgegangen. Damals hatte ich eine wundervolle und phantastische Beziehung zu meinem ersten eigenen Pony. Nach großen anfänglichen Schwierigkeiten, die wir gemeinsam bewältigen mußten, waren Maruschka und ich ein einzigartiges Team. An unseren guten Tagen waren unserer Ausritte die Erfüllung von Träumen. Ein Gedanke - und das Pferd reagiert. Das Einswerden von Mensch und Pferd, das Verschmelzen zu einer Einheit. Meine Gedanken über diesen Tatbestand brachten mich zu folgendem Ergebnis: Ich sitze auf meinem Pferd. Ich denke an die Gangart Galopp. Ich spanne unbewußt bestimmte Muskeln an, um die Hilfengebung zum Galopp einzuleiten. Das Pferd aber bemerkt eben diese Muskelanspannung des Reiters. Und das Pferd weiß, als nächstes folgt die Verstärkung. (Obgleich der Reiter glaubt, diese Verstärkung sei die eigentliche Hilfe.) So nimmt das Pferd die Hilfe an und galoppiert. Aber machen wir nun gemeinsam einen Zeitsprung von ca. 25 Jahren. Dann sind wir im heute, und wenn ich zurückdenke, sehe ich viele Ereignisse mit anderen Augen. Heute glaube ich, daß ich eine starke telepathisch Verbindung zu Maruschka hatte. Ich sehe viele Dinge in einem anderen Licht und aus einer anderen Sicht. Ich glaube nicht, daß ich mich zwischenzeitlich zu einem abgehobenen Esoteriker entwickelt habe, der irgendwo am Firmament schwebt. Vielmehr fühle ich mich tief verwurzelt in der Erde, ohne die Anbindung an den Himmel dabei zu vergessen, in dem manche Menschen so gern herumfliegen. Dafür sorgen schon die über 20 Pferde, die unter meiner Obhut leben. Das ist viel Management, viel Verantwortung und harte körperliche Arbeit jeden Tag. Aber gerade wieder jene Pferde - die in jeglicher Mythologie die Mittler zwischen den Welten darstellen - sind zum Mitverursacher für mein Studium gewisser esoterischer Themen. Und Telepathie ist nichts weiter als eine bestimmte Formen des Energieaustausches oder der Energieübertragung zwischen zwei Wesen. Im Umgang mit Pferden ist die richtige Energie an der richtigen Stelle von großer Bedeutung. Gleichgültig ob bei der Bodenarbeit oder beim Reiten, wir setzen Energie ein, um vom Pferd Energie zu erhalten.
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