 |  | | Smokey mag den Schlauch ebenfalls... |  |  |  |
| Natürlich spielte in unserer Entscheidung auch unser eigenes Unwohlsein eine Rolle. Im Nachhinein überlege ich, ob die Umstände, dass es sowohl Leevke und mir als auch unseren Pferden in der Stallgemeinschaft immer schlechter ging, nicht in Zusammenhang standen.
Wir setzten unseren Plan auch in die Tat um. Zwar hatten wir noch keine Ahnung, wie und wo wir den nächsten Winter verbringen wollten, aber wir vertrauten auf unser Glück. Für den Sommer zumindest hatten wir usere große Weide an der Blutwiese. Notfalls wollten wir sie dort in Offenstallhaltung überwintern lassen. Erst einmal fühlten wir einfach nur eine große Erleichterung.
Wir hatten mündlich gekündigt und sattelten eines schönen Frühlingstages unsere Pferde wie zu einem Ausritt. Diesmal ritten wir jedoch zu unserer Weide. Pit und Smoky schienen ihr Glück kaum fassen zu können.
Ein Moment ist mir sehr stark in Erinnerung geblieben: Pit erkundete unseren kleinen Offenstall, in dem mein Vater ihn einst arg gebeutelt gefunden hatte ( Krankheit und Neuzugang). Er ging hinein, schnupperte einmal in die Runde, schien zu registrieren, dass er sich in einem Stall befand, machte auf dem Absatz kehrt und lief sofort wieder hinaus.
Ich hatte das Gefühl, dass er seine gerade wiedergewonnene Freiheit auf keinen Fall wieder verlieren wollte. So ging es auch mir. Nun war ein neuer Abschnitt zu Ende. Wir hatten etwas erfahren und gelernt, aber noch nicht verarbeitet.
Quellen
Abbildungen © Werner Popken | |