 |  | | Groninger Hengst Ramires (1995) |  |  |  | Daher wurden einige wenige klassische Oldenburger Hengste aus Oldenburg, Polen und Ostdeutschland importiert, dazu ein Cleveland Bay aus England, Holsteiner und Halbblut-Hengste (gezeugt von Vollblütern) aus Groninger Stuten.
Wegen dieser neuen Zuchtstrategie bekam das Groninger Pferd eine zu große Breite der Blutlinien. Die Bewertung der neuen Hengste ist im allgemein niedriger als diejenige der Hengste aus der originalen Baldewijn-Linie.
Aufgrund der früheren Ergebnisse bei der Nutzung Holsteiner Blutlinien kann man ausgezeichnete Resultate bei der Kreuzung mit Holsteiner Hengsten erwarten.
Der Einsatz eines Cleveland Bay-Hengstes (Maningford Hermes) kann in etwa beurteilt werden, wenn man weiß, daß sowohl die Holsteiner als auch die Oldenburger Rasse sich ursprünglich sehr intensiv auf Cleveland Bay gestützt hat.
Über den Sport wurde der 75% Groninger, 25% Holsteiner Hengst Loek, 1970 geboren, wiederentdeckt, und sein Nachwuchs zeigt vielversprechende Resultate für die Zukunft dieser seltenen Rasse. Loek ist vom KWPN auch für die Gelderländer Zucht gekört, nicht jedoch für die Reitpferdezucht.
Loek war für seine ausgezeichneten Ergebnisse im Sport bekannt; er war erfolgreich sowohl in der Dressur als auch im Fahrsport. Sowohl für seinen wunderbaren Charakter als auch für seine gute Gesundheit war er berühmt.
In seinem ersten Jahr in Dressursport wurde er Sieger in der Klasse M (zweite Stufe) in Gelderland. Im Alter von 27 Jahren wurde Loek immer noch als Schulpferd eingesetzt. Er starb 1997.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß Groninger Pferde bevorzugt mit hochblütigen Partnern gekreuzt werden sollten, zum Beispiel mit Vollblütern und Trakehnern, eine Kreuzung, die bei Spitzenreitern sehr nachgefragt wird.
Der Erfolg der Kreuzung kann erklärt werden durch den "heterosis effect", wobei das Ergebnis zweier vollkommen fremder Rassen die Qualität der beiden Elterntiere übersteigt.
Man versucht, durch Konzentration auf die vorhandenen Blutlinien die wenigen ursprünglichen Groninger Anteile zu fördern und diese als eine solide Grundlage für zukünftige Zuchtbemühungen zu nutzen. Zur Zeit besitzt die Groninger Zucht 13 Hengste und 200 Stuten. Es ist noch offen, ob dies ausreicht, die Rasse wieder zu beleben.
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