So wurde empfohlen, Gelderländer/Groninger Stuten mit Vollblütern zu paaren und den Nachwuchs (F1-Produkt) wiederum mit fremden Hengsten zu kreuzen, um die erworbenen Reitpferde-Eigenschaften zu stabilisieren und zu erhalten.
Ursprünglich mußte ein Gelderländer mindestens 75% Gelderländer Blut haben, um als Gelderländer gelten zu können. Das wurde 1990 geändert auf 87,5%, 1998 jedoch wurde diese Bedingung vollkommen fallengelassen. Man wollte auf diese Weise die Zahl der Gelderländer erhöhen und Inzucht vermeiden.
Das Groninger Pferd wurde vollständig ausgeschlossen, alle Groninger Hengste wurden entlassen. Der letzte Hengst, dem dies widerfuhr, war der Hengst Baldewijn.
Das Kutschpferd erlebte eine dramatische Umgestaltung durch den Einsatz von Hackney-Blut, wodurch das Original Gelderländer Kutschpferd so gut wie nicht mehr vorhanden war.
Der Hackney hat einen sehr negativen Einfluß auf den Charakter gehabt, so daß die entsprechende Nachzucht nur von sehr wenigen Sportlern eingesetzt werden kann. Der Einfluß auf den Bewegungsablauf war hingegen positiv. Wegen des negativen Effekts versuchen die Züchter zur Zeit, das Hackney-Blut durch American Saddlebred zu ersetzen.
Das KWPN-Magazin "In De Strengen" publizierte 1976 eine dringende Bitte durch den Vorsitzenden der KWPN-Körkommission, Herrn A. Vermond, zugunsten des Gelderländer Hengstes Dirigent. Ein Jahr später wurde Dirigent bereits wieder aus der Hengstliste gestrichen und als überflüssig erklärt.
Ebenso wurden die Linien von Amor, Farn und anderen nicht mehr empfohlen. In den ersten zehn Jahren der KWPN wurde nur ein einziger Gelderländer Hengstes für Reitpferde gekört, der Welt bekannte Nimmerdor.
Erst als sich der Erfolg der Nachkommen der älteren Hengste im Sport herausstellte, wurden einige ihrer Söhne wieder zur Zucht zugelassen und gekört. Sie wurden allerdings niemals sehr gefördert und deshalb lange Zeit von den Züchter vernachlässigt.
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