 |  | | Amor ist ein Gelderländer Hengst, im Alter von 3 Jahren von der Sgldt aus Holstein importiert. |  |  |  | Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Faktoren die Arbeit der Pferde in der Landwirtschaft, und gleichzeitig entwickelte sich der Pferdesport sehr stark. Deshalb wurden Reitpferdeigenschaften immer mehr gewünscht.
Die Stutbücher versuchten diese Anforderungen durch geeignete Selektion innerhalb der Zucht zu erfüllen, wodurch das leichte Kutschpferd, das es immer noch im NWP und dem Sgrt gab, wieder mehr an Bedeutung gewann. Das Sgldt spielte hierbei eine besondere Rolle, weil es dort mir leichteren Pferde gab.
Weil aber die Typveränderung zu langsam vonstatten ging, wurden Pferde importiert, um die Entwicklung zu beschleunigen. Die Holsteiner Rasse war dabei sehr wichtig. Möglicherweise spielt dabei das Gerücht eine Rolle, daß in früheren Zeiten niederländische Züchter mit ihren Pferden nach Holstein gezogen sein sollen, was die nahe Verwandtschaft der ursprünglichen niederländischen Pferde und der Holsteiner erklären würde.
Das NWP importierte mehrerer Holsteiner Stuten, die mit eigenen Hengsten gepaart wurden. Die Stute Morgenster von Godin aus dem Holsteiner Stamm 1907 (Gabriel - Lorentin - Makart - Friedland - Artillerist) ist besonders berühmt. Sie ging in die Geschichte ein als Mutter des Groninger Hengstes Präferent Sinaeda (Morgenster x Cambinus), der eine Linie der KWPN-Springpferde begründete und in mehreren europäischen Stutbüchern gefunden werden kann.
Sinaeda war ein beeindruckender Hengst, sowohl in Bezug auf seinen Nachwuchs als auch auf seine Erscheinung. Er hinterließ 16 gekörte Söhne.
Die NWP körte auch einige Gelderländer Hengste, zum Beispiel Tamboer, ursprünglich 100% Groninger, und sein Enkel Baldewijn, der immer noch zur Grundlage der heutigen Groninger Zucht gehört.
In den fünfziger Jahren wurden vier fremde Hengste importiert, um die Nachfrage der VLN-Mitglieder nach Reitpferd-Eigenschaften zu befriedigen. Allerdings haben nur der Selle Francais-Hengst L'Invasion (von Pre Sale) und der Holsteiner Hengst Normann (von Heidelberg) Spuren hinterlassen.
Um 1960 wurden ungefähr zehn weitere Hengste durch VLN und NWP importiert, um die Entwicklung eines Reitpferdes für die Landwirtschaft zu fördern. Man meinte damit ein Pferd, was sowohl für die landwirtschaftliche Arbeit als auch für den Reitsport eingesetzt werden konnte.
In Erinnerung bleiben sollten Farn (von Fax I, Holsteiner), Porter (vom Trakehner Polarfürst, Holsteiner), Polaris (vom Trakehner Polarfürst, Holsteiner), Rigoletto (von Ramzes, Holsteiner), alle NWP, und Amor (von Herrscher, Holsteiner), Cavalerist (Holsteiner), Eclatant (von Duellant, Hannoveraner) und der Furioso-Großenkel Artilleur (SF), alle Sgldt, die viele ausgezeichnete Hochleistungspferde produzierten.
Notiz Amor (1959-1991) im Pedigree ist so gut wie eine Garantie für Dressurleistung, aber darüber hinaus sind viele seiner Nachkommen auch ausgezeichnete Springer und Fahrpferde. Der Einfluß von Amor macht sich bei Niederländischen Hochleistungspferden immer noch bemerkbar.
Amors berühmtester Sohn war der Gelderländer Springhengst Gondelier, der ebenfalls sein Talent vererbt. Amor kann im Pedigree vieler internationaler Dressurpferde gefunden werden, unter anderem beim internationalen Dressurstar Aktion, der Amors Blut zweimal führt, einmal durch den Gelderländer Hengst Präferent Epigoon und einmal durch den Groninger internationalen Springhengst Akteur.
Amor wurde wie andere Gelderländer Hengste billig verkauft, weil man dachte, daß er nicht mehr in das moderne KWPN-Zuchtprogramm paßt. Nachdem sich die Qualität seines Nachwuchses herausgestellt hatte, wurden mehrere seiner Söhne gekört. | |
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