Pferdezeitung - Die Welt der Pferde

Online-Pferdemagazin - wöchentlich
Online-Pferdemesse - Wo die Pferdeleute sind

Artikel, Rezensionen, Tips, Inserate, Infos

Informationen, Produkte und Dienstleistungen

 Wochenmagazin Â· Die ganze Welt der Pferde
13. Jahrgang Â· aktuell  Ausgabe 652

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv
» EquiVoX Magazin

 Pferd verkaufen
» EquiVoX Pferde

 Anzeige aufgeben
» EquiVoX Anzeigen

 Mediadaten
» EquiVoX Messe

   Textwerbung 

  Keppel: Wöchentlich neu erscheinende Fachartikel
Haltung und Korrektur von Problempferden Bei meinen Ausführungen hier auf dieser Messeseite möchte ich als Problempferde [...]

 
10:51  Gala Nacht der Pferde: Jetzt Tickets sichern für Europas ...

 News: FN-aktuell vom 14.09.11
 Presse-Info: Turniervorschau Turniervorschau ...
 Voltigieren, z.B. ... Gold fürs Rheinland
 Mähler: geändert seit 25.09.

neu: jetzt auch unter
EquiVoX EquiVoX.de
Dieselben Daten, neues Design:
einfacher, komfortabler, schöner.
Neu:   CENTAURON - Hebeltechnik
Verantwortlich reiten: Beizäumung, Gewichtshilfe, Diagonale Hilfengebung, Gewichtsweichen, Geraderichten, Natürliche Schiefe

   

 ›RSS     Menü    Hilfe-FAQ   Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine    Leserbrief 

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
  Archiv 
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Anzeige aufgeben
 Kontaktformular
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Ãœbersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Bericht Zu den Themen  Gifte,  Pferdeweide,  Vergiftungen · Biologie und Therapie
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 602.10 der Pferdezeitung vom 10.10.10
 Menü Archiv
 Vergiftungen auf der Weide  Saatgutindustrie  Krank durch die Weide
 Biologie und Therapie 
 Therapie  Fortschritt
  Westphalen
 Editorial: Wissenschaft  Rezension: Pferdekardiologie
 Tip: Private Pferdehaltung XX  Poster: Bundeschampionate 2010
  Reiterhotel
 Leserbriefe  Angebot der Woche
  Hufklinik
 Gesuche  Angebote  Pferdemarkt
  Ansorena
 Termine  Mitteilungen  Links
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext
  Druckversion
  Lesezeichen
  Magazin
  Magazin


Noch überraschender finde ich, dass die Wissenschaftler all diese Mechanismen zweifelsfrei aufgeklärt haben. Diese existieren aber zweifellos schon sehr lange, vermutlich viel länger als es Menschen gibt. Warum ergeben sich neuerdings Probleme?

Pflanzenzucht, Patente, Tierzucht

In der Zucht von Rasen- und Futtergräsern spiegeln Resistenzen gegen Dürre, Nährstoffenmangel, Überweidung oder Insektenfraß eine große Rolle [7,28]. Diese gewünschten Resistenzen sind häufig Folge sekundärer Pflanzenstoffe, zu denen auch die giftigen Wirkstoffe der Gräserendophyten gehören. In natürlichen Grasländern findet sich ein unglaubliche genetische Vielfalt nicht nur zwischen den Arten, sondern auch innerhalb einer Grasart und ihren Endophyten. Indem jedes Individuum anders ist und anders reagiert, bleiben derart artenreiche Wildweiden in der Summe des Aufwuchses ungiftig [8,35] - solange keine einseitige Selektion z.B. durch gnadenlose Überweidung bei Dürre einsetzt.

Zuchtgrünland

Ganz anders sieht es im artenarmen Zuchtgrünland aus. Hier finden sich unter bestimmtem Weidemanagement besonders ertragreiche Zuchtsorten mit sehr einheitlicher Genetik und ebenso einheitlichen Endophyten. Im Gegensatz zu Wildgräsern, die durch ihre Endophyten oft geschwächt oder geschädigt werden, kann die Beziehung zwischen Zuchtgras und (Zucht-)Endophyt meist klar als Symbiose definiert werden [8,35]. In einer Monokultur besteht keine Elastizität mehr in der Reaktion auf äußere Einflüsse: Alle Individuen reagieren in ähnlicher Weise in die gleiche Richtung. Dadurch können erhebliche Giftgehalt dem Aufbruchs entstehen. Die Pflanzenzucht hat versucht hierauf zu reagieren, indem sie weltweit nach wilden Endophyten suchte, die zwar erwünschte Resistenzen, nicht aber Vergiftungen erwarten ließen. Diese sog. "freundlichen" beziehungsweise "neuen" Endophyten [sieben] wurden patentiert, ebenso wie das Infektionsverfahren (z.B. U.S. Patent 6815591 vom 9.11.2004) nicht infizierter Zuchtgräser. Bei dem ausgesäten Zuchtgras, das in Australien die Lolin-Vergiftung (equine fescue oedema, [6]) verursachte, handelte es sich um mediterrane Zucht-Rohrschwingel [sieben], die mit dem Endophyten Max P (Neotyphodium coenophialum AR452, Trademark von Grasslanz Technology-PGG-Wrightson Seeds, U.S: Patent Nr. 6111170 vom 29.8.2000 - der ursprüngliche Wild-Endophyt stammt aus Marokko) infiziert worden waren.

a.a.O., Seite 132 (» Literaturverzeichnis)

Tja, so entwickelt sich der Fortschritt: Man probiert etwas, es hat Nebenwirkungen, also korrigiert man, und wenn man Glück hat, klappt es eines Tages so, wie man es möchte.

So überträgt man Endophyten auf andere Wirtspflanzen, um zu überprüfen, ob man damit Fortschritte erzielen kann. Man könnte natürlich auch am anderen Ende anfangen, und genau das hat man auch getan, nämlich Impfungen für Weidetiere entwickelt, damit diese die Gifte vertragen können. Selbstverständlich wurden auch diese Ergebnisse patentiert, aber, wie die Autorin vermutet, nicht angewendet. Statt dessen versucht man mit herkömmlicher Zuchtselektion Tiere zu erzeugen, die mit dem Giftgehalten der Monokulturen auskommen können. Irgendwie wird man die Sache wohl in den Griff bekommen, irgendwann.

Bis dahin muss man damit rechnen, dass weiterhin Tiere erkranken und Tierärzte sich mit dieser Problematik auseinandersetzen müssen. Die Biologie der Pflanzen gehört nun aber nicht gerade zu deren Studienfach. Umso wichtiger ist es, dass eine Biologin, die ihrerseits Bezug insbesondere zu Pferden hat, sich als Vermittlerin engagiert. Nicht nur sind die Mechanismen außerordentlich kompliziert, sie sind auch keineswegs gleichmäßig, sondern im Gegenteil sehr abhängig von den Wachstumszyklen und der Nutzung. Ein Beispiel aus dem Aufsatz in Bezug auf eine der genannten fünf Giftklassen soll dies illustrieren:

Lolitreme

"Im basalen Teil der Graspflanze, in den Blattscheiden, finden sich die höchsten Konzentrationen an Lolitrem B (Gallagher et al. 1987; van Heeswijck u. McDonald 1992). Aus diesem Grunde ist "ryegrass staggers" (Anm. d. Autorin: Weidelgrastaumelkrankheit) auch eine typische Erkrankung auf intensiv genutzten L.-perenne- Weiden. Niedrig geschnittene und/oder intensiv beweidete Weiden sind wesentlich toxischer als hochgewachsene (Cheeke 1995)" (Zitat aus [44]).

Die höchsten Lolitrem-Gehalte finden sich witterungsbedingt zu Beginn des Herbstes mit einem Maximum häufig im August, der Höchstwert kann aber auch z.B. Im Oktober liegen [44]. Bei geringer Nutzung des Grünlands wird der Lolitrem-Gehalt durch Stickstoffdünger erhöht, bei sehr intensiver Nutzung wirkt Stickstoff Dünger dagegen erniedrigend auf den Lolitrem-Gehalt [44]. Die Vergiftungsgefahr ist in den ersten Regen reichen Tagen nach langer Dürre, wenn zuvor kurz genagte Gräser das Wachstum wieder aufnehmen, offenbar besonders hoch [9].

a.a.O., Seite 132 (» Literaturverzeichnis)






nächster Abschnitt:   Therapie     Gesamttext     Druckversion   nur      Hauptartikel


6   Poster zu Ausgabe 602
  Bundeschampionate 2010 Alois Pollmann- Schweckhorst
  Johannes Ehning Im Zenit
  Peppi Dahlmann Levade
  Dahlmann in seinem Element In der Waagrechten
  Philipp Weishaupt Urmel 86
  Stefan Engbers Noch im Steilflug


AddThis Social Bookmark Button


Bericht Zu den Themen  Gifte,  Pferdeweide,  Vergiftungen · Biologie und Therapie
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 602.10 der Pferdezeitung vom 10.10.10
 Menü Archiv
 Vergiftungen auf der Weide  Saatgutindustrie  Krank durch die Weide
 Biologie und Therapie 
 Therapie  Fortschritt
  Westphalen
 Editorial: Wissenschaft  Rezension: Pferdekardiologie
 Tip: Private Pferdehaltung XX  Poster: Bundeschampionate 2010
  Reiterhotel
 Leserbriefe  Angebot der Woche
  Hufklinik
 Gesuche  Angebote  Pferdemarkt
  Ansorena
 Termine  Mitteilungen  Links
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext
  Druckversion
  Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv
» EquiVoX Magazin

 Pferd verkaufen
» EquiVoX Pferde

 Anzeige aufgeben
» EquiVoX Anzeigen

 Mediadaten
» EquiVoX Messe


 Anfang  ›Autorenhinweise  Mediadaten  ›Kontakt   ›Impressum  ›RSS  ›Konditionen     Leserbrief an die Redaktion  
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/602.10/Biologie_und_Therapie
Es ist jetzt der 28.09.2011, 01:59, GMT +01:00
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Fremdsprachen-Lexikon: » dict.cc · Ãœbersetzungen: » Google-Ãœbersetzung


   

Versicherungen vergleichen und sparen

   

  Versicherungen vergleichen und sparen

   
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Gerd Hebrang
Copyright © Gerd Hebrang, Rathausstraße 37 · 12105 Berlin, DE
+49 30 86436672 


  Aus Ausgabe 652 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 11-39
z.B.   Hufklinik/11-39: Links weltweit http://www.vdhp.de/ Verband der Hufpfleger und Hufheilpraktiker nach Dr. Strasser e.V. http://www.missouri-foxtrotter.net ...

  ... für alle Reitböden
Gründliche Dauerpflege für alle Reitböden ...