| |  | | Lover Boy und Mecox in Friedrichshagen |  |  |  |
| Schweren Herzens beschlossen wir nun, zurück Richtung Oranienburg zu reiten, wo in weiterer Entfernung eine Brücke zu erkennen war. Gar nicht so einfach, da uns auf dem Weg noch ein großer Hafen/Lagerplatz für Baustoffe im Weg lag.
Zum Glück kamen wir heil da drum rum und ein noch größeres Glück, daß es noch vor 16 Uhr war, da sonst das ganze Gelände abgesperrt worden wäre, wie wir an der Schranke lasen, durch die wir hindurch mußten.
Und dann waren wir wieder an einem Punkt, wo wir eigentlich gar nicht hinwollten. Oranienburg! Die einzige Chance war, durch die Stadt und auf der Bundesstraße über die große Schleusenbrücke.
Im letzten Drittel bekam ich dann doch leichte Unruhe, da der Boden aus Betonplatten bestand und die Hufe der Pferde darauf laut und hohl klangen, auch meiner drehte den Kopf verdächtig zur Seite und sah ins Wasser. Wenn der da jetzt runterspringt, laß ich ihn los und dann kann er schwimmen -dachte ich nur. Drinski streifte mit dem Arsch kurz einen der dicken blauen Eisenpfeiler, erschrak sich kurz, aber alles ging gut. Vertrauensvoll liefen alle Pferde hinter uns her.
Man hat aber bestimmt die Erschütterung gespürt, als die Felsbrocken von unseren Herzen gefallen sind, als wir alle heil auf der anderen Seite ankamen. Super dickes Lob an alle Vierbeiner!
Und weiter gings. Ein neues Quartier war schon für uns ausgemacht. Durch das Verreiten hinter Bernau und die fehlende Brücke hatten wir nun fast 2 Tage verloren, so daß an ein Einhalten des ursprünglichen Zeitplanes gar nicht mehr zu denken war. Nächste Station wurde daher Friedrichshagen.
Daß die Angaben auf den Karten und der Hinweis von unserem Troß - die nächste links oder rechts - mit der Realität oft nicht übereinstimmte, sorgte wiederum für einige kleinere Umwege, aber alles in allem erreichten wir am Abend den vorgesehene Stall. Mitten im Wohngebiet gelegen, direkt an einer Straßenkreuzung.
Erst mal die Pferde versorgend, brachten wir einige Unruhe und Chaos auf den Hof. Rasch tauchten auch einige Mädchen neugierig auf und sofort hatte Mecox und Black&White wieder die meisten Fans um sich versammelt - wie überall wo wir hinkamen.
Die vorhandenen Boxen waren alle leer, jedoch zogen Birgit und ich es vor, unsere Pferde über Nacht draußen auf dem Reitplatz zu lassen. Mit Litze teilten wir den Platz in 3 Teile und ließen Drinski, Mecox und Lover Boy dort frei. Für Mecox wurde der Zaun jedoch bald enger abgesteckt, da er die Rosen als fressbar einstufte und kaum davon abzuhalten war, den großen Strauch am Rande erheblich zu reduzieren.
Black&White und Neuburg wurden in Boxen untergebracht, während wir den Gasthof gegenüber entdeckten und uns dort günstig durch die Speisekarte fra......upps, sorry, aßen. Durchs Fenster konnten wir Mecox Versuche, an die Rosen zu kommen, im Auge behalten.
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