Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 490

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 

  News : FN-aktuell vom 20.08.08
 Presse-Info: Springen
 Voltigieren, z.B. DJM Hohenhameln: Die ...
 Kühnle: geändert seit 18.08.

Mit   Abo   jeden Montag neu
Neu! Werden Sie   Abonnent!
Neu:   Schmerz und Lust
16 Pferde seit  gestern
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
  Archiv 
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Abonnieren
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Bericht Zum Thema Wanderreiten · Galerie: Merians Pferde
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 248.03 der Pferdezeitung vom 28.12.03
 Menü Archiv  Bad Doberan das Ziel  Spektrum der Rastplätze  Reihenfolge  Oranienburg
 Panik um Rucksack  Handpferd  Aufholaktion  Vereinigung  Rezension: Wenn Pferde ...
 Tip: Gute Vorsätze
 Galerie: Merians Pferde 
 Poster: Klassisch  Leserbriefe  Forum
 Gesuche  Angebote  Pferdeanzeigen  Termine  Mitteilungen
 Links
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin

  voriger Galeriebeitrag   Übersicht Kunstgalerie   nächster Galeriebeitrag

Merians Pferde

 
   
 
Matthäus Merian, Deutschland
Die Schöpfung, Ausschnitt
Seite 11, Illustration zu 1. Mose 1,1-25, ca. 8,7x12,3 cm
Das Originalformat ist vermutlich wesentlich größer.
aus: Die Bibel in der deutschen Übersetzung von D. Martin Luther mit Kupferstichen von Matthäus Merian

In der Weihnachtsausgabe vor einem Jahr hatte ich die beiden Merian-Illustrationen von Christi Geburt herangezogen, wie sie in der Reproduktion der Luther-Bibel von 1545 wiedergegeben sind ( Der Esel und der Heiland).

Für die heutige Ausgabe wollte ich herausfinden, ob Merian auch Pferde dargestellt hat. Schon das erste Blatt, die Schöpfung, bringt zwei Pferde: einen Schimmel, der frißt, und einen Braunen.

Alle dargestellten Tiere treten als Paare auf. Bei den Löwen im Vordergrund links und bei den Hirschen kann man erkennen, daß ein weibliches und ein männliches Tier gezeigt werden. So wird es sich bei den Pferden wohl auch um einen Hengst und eine Stute handeln.


Matthäus Merian, 1593-1650,
wurde am 22. September 1593 in Basel als Sohn eines Ratsherrn und Sägemühlenbesitzers geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums 1606 ging Merian bei einem Glasmaler in die Lehre. Vermutlich im Jahr darauf übersiedelte er nach Zürich. Dort erlernte er beim Kupferstecher Dietrich Meyer die hohe Kunst des Radierens. Merian entwickelte darin im Lauf der Zeit eine große Meisterschaft. Zunächst wurde er durch Radierungen bekannt, die Städtebilder und Landschaften zeigten. Seit 1610 war Merian in Straßburg beschäftigt, von dort zog er 1612/13 über Nancy nach Paris, wo er bei verschiedenen Verlegern arbeitete und studierte.

1615 kehrte er nach Basel zurück. Dort gestaltete er seinen großen Basler Stadtplan. Doch blieb Merian nur kurz in seiner Heimatstadt, schon bald zog es ihn in die Niederlande, der Hochburg der Kunst. Schließlich kam er 1616 nach Oppenheim und nach Frankfurt am Main. Dort arbeitete er für den Verleger Theodor de Bry und heiratete schließlich dessen Tochter Maria Magdalena. Immer wieder unternahm er Reisen in die Niederlande. In dieser Zeit lernte Merian den Schriftsteller Johann Ludwig Gottfried kennen, dessen Werke er später in einem eigenen Verlag verlegte.

1620 zog Merian nach Basel und erwarb dort das Zunftrecht und konnte sich daraufhin als Meister selbstständig machen. Hier schuf er einen wichtigen Teil seines Werkes, zum Beispiel über 250 kleinformatige Landschaftsansichten der Basler Region. Nach dem Tod seines Schwiegervaters im Jahr 1623 kehrte er nach Frankfurt zurück und übernahm dessen Verlag. Das Frankfurter Bürgerrecht erhielt er 1626. Von da an war er selbstständiger Verleger. In den folgenden Jahren schuf Merian wichtige Werke und hatte großen Erfolg mit der "Merianbibel", die 1630 erschien, und Johann Ludwig Gottfrieds "Weltchronik" und "Theatrum Europaeum" (1629–34).

1645 starb Merians Frau. Ein Jahr später heiratete er Johanna Sybilla Heim. Aus dieser Verbindung ging eine Tochter hervor, die berühmte Kupferstecherin und Naturforscherin Maria Sybilla Merian (1647–1717). Nach längerer Krankheit starb Matthäus Merian am 19. Juni 1650 in Bad Schwalbach. Sein ältester Sohn, Matthäus Merian der Jüngere, führte den Verlag weiter. (» Zum Jahr der Bibel 2003)


Kommentar
Von   Werner Stürenburg

Gesamtansicht · © 2008
 
Gesamtansicht
Das Jahr 2003 war das Jahr der Bibel. In dieser letzten Ausgabe des Jahres beginne ich eine kleine Serie zu Pferden in Bibelinstallationen von Matthäus Merian; ein später Beitrag zum Bibeljahr.

In der Weihnachtsausgabe 2002 hatte ich behauptet, daß der Esel im Neuen Testament nur einmal vorkommt. Heute habe ich dank Internet direkt in der Bibel recherchiert (» Bibleserver).

Mir wurden 13 Verweise auf das Stichwort Esel im Neuen Testament ausgewiesen, 175 in der Bibel insgesamt. Diese Suche lieferte allerdings Resultate bei "Kiesel", " Wiesel", "dieselbe", "zugesellt" usw., d. h. auch dann, wenn lediglich die Buchstabenfolge e-s-e-l Bestandteil des Wortes ist.

Im Alten Testament kommt der Esel als Besitz und Lasttier häufig vor. Er wird aber auch im Gleichnis verwendet. Und so stellt sich heraus, daß im Neuen Testament tatsächlich nur ein Esel wirklich vorkommt.

Das Stichwort Pferd hingegen liefert insgesamt lediglich 34 Fundstellen (darunter "Opferdienst", "Opferduft"); davon zwar 11 im Neuen Testament, aber die stehen sämtlich nur in der Offenbarung. Daraus ergibt sich zweifelsfrei, daß Pferde im täglichen Leben der biblischen Zeiten keine bedeutende Rolle gespielt haben. Selbstverständlich wurden sie militärisch eingesetzt (» Pferde in der Bibel).

Demgegenüber kommen Pferde bei Merian recht häufig vor, zum Beispiel schon im ersten Blatt, der Erschaffung der Welt und der Tiere. Interessanterweise kommen auch Einhörner vor, die hier im Zentrum des Bildes angesiedelt sind. Soll man daraus schließen, daß Merian an die Existenz von Einhörnern geglaubt hat? Zumindest waren Einhörner für Merian ganz normale Tiere, da auch sie paarweise auftreten. Ich hatte immer angenommen, daß es nur ein einziges Einhorn gibt, welches unsterblich ist und definitiv kein sexuelles Wesen.


Die Bibelausgabe

Eine Erklärung für die verhältnismäßig häufige Darstellung von Pferden bei Merian finde ich in der Würdigung der Merianschen Bibel der Neuapostolischen Kirche (» Zum Jahr der Bibel 2003):

Seit dem frühen Mittelalter zeigen die Bilder in den Bibeln nicht Menschen und Lebensumstände im biblischen Israel sondern in der jeweiligen Lebenswelt der Leser. Damit erschienen die biblischen Gestalten als Zeitgenossen der Menschen. Jedem Leser wurde so verdeutlicht, dass die biblischen Erzählungen nicht nur Geschehnisse einer vergangenen Zeit sind, sondern unmittelbar in das gegenwärtige Leben jedes Gläubigen hineingehören.

Die Welt sieht schon gleich bei der Erschaffung recht vertraut aus - es fehlt nur noch der Mensch und seine Zivilisation. Im Hintergrund sieht man den Elefanten mit seiner Frau und das Kamelpaar. Beide Paare sind auf diesem Bild recht klein. Auf anderen Bildern muß Merian sich deutlicher äußern, und dann verrät sich, daß er noch nie einen Elefanten oder ein Kamel gesehen hatte. Beide Tierarten sind etwas verunglückt.

Bei genauer Betrachtung kommen nicht alle Tiere paarig vor. Der Wal zum Beispiel ist allein. Das könnte man damit erklären, daß die Paare sich durchweg verschieden verhalten. Meistens hält eines der Tiere Wache, während das andere grast oder säuft. So könnte der Partner des Wals gerade tief im Wasser untergetaucht sein.

Oben links im Baum sitzt jedoch ein Affe, und dieser Affe ist definitiv allein. Wenn ich mich nicht täusche, ist dieser Affe traurig. Die Theorie der Abstammung des Menschen vom Affen war zu Merians Zeiten noch nicht erfunden, das dauerte noch ein paar Jahrhunderte, insofern kann man den Affen nicht auf den Menschen beziehen. Vielleicht muß man dem Künstler auch ein paar Schnitzer zugestehen. Wo alles so schön paarig ist, sollte eigentlich auch der Affe nicht allein durchs Leben gehen.

Der Ausschnitt mit dem Affen zeigt die Sonne sehr schön, die wie bei Kindern ein Gesicht hat und mit Wohlgefallen auf die Schöpfung hinunterschaut. Rechts im Bilde ist der Nachthimmel mit Sternen und dem abnehmenden Mond dargestellt. Als Sichel ist der Mond unverkennbar. Sterne, Wolken, Himmel, Mond erinnern an van Gogh und dessen unschuldige Naivität (Nachtcafé in Arles).

Diese Malerei stammt nicht von Merian - der war bekanntlich Radierer und Kupferstecher.

Die einzelnen Tafeln wurden von Merian seit 1625 zunächst als "Icones Biblica" herausgegeben und stellten Einzelwerke dar, die dann 1630 als Illustration zu einer dreibändigen Bibelausgabe in Straßburg verwendet wurden. Dazu fertigte Merian jeweils hochformatige Titelblätter an, während die Illustrationen selbst anscheinend alle im selben Querformat gestaltet sind. 1645 hat Luther, ein Jahr vor seinem Tod, noch einmal eine Bibel herausgebracht und dafür ebenfalls die Illustrationen von Merian verwendet.

Drei Exemplare der Merian-Bibel sind später koloriert worden. Von einem Exemplar kennt man nur das Titelblatt; es ist 1990 auf einer Auktion in Berlin in eine Privatsammlung verkauft worden (» Titelblatt einer handkolorierten MERIAN-BIBEL von 1630 in Privatbesitz). Das zweite Exemplar ist unvollständig; der erste Band fehlt seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Der dritte Band ist koloriert; man nimmt an, daß der erste ebenfalls koloriert war (» Beispielseite aus der Stuttgarter MERIAN-BIBEL von 1630).

Dieses Exemplar wird in Stuttgart aufbewahrt (Württembergische Landesbibliothek). Die Staatsbibliothek besitzt 14.000 Bibelausgaben, neben der kolorierten Originalausgabe von 1630 noch eine zweite in einem Band, die auf mehreren Seiten handkolorierte Randfiguren aufweist.

Die beiden Kolorierungen könnten stilistisch kaum weiter voneinander entfernt sein (» Titelblätter der handkolorierten MERIAN-BIBELN von 1630, Altes Testament und Neues Testament). Auch die dritte Ausgabe, die in Frankfurt in der Stadt- und Universitätsbibliothek aufbewahrt wird, ist von einem anderen Künstler gestaltet worden. Die Namen dieser Künstler und die Entstehungszeit sind unbekannt.

1704 erschien in Frankfurt eine Neuausgabe der Lutherbibel von 1645 nach den Original-Kupferplatten von Merian. Das Frankfurter Exemplar ist eine Kolorierung dieser Ausgabe. Sie ist vollständig erhalten (Vollbibel) und wurde in der mir vorliegenden Ausgabe reproduziert und vermutlich verkleinert. Das Vorsatzblatt formuliert: "Der unbekannte Künstler steigerte die feine Linienführung Merians zu kostbaren Miniaturgemälden, die hier erstmalig einem breiten Leserkreis vorgestellt werden."

Es gibt davon auch Faksimiles auf dem Markt, die dem Original soweit wie möglich nahekommen wollen; diesen Anspruch hat meine Ausgabe nicht, aber für meine Zwecke genügt sie durchaus. Merkwürdig finde ich, daß die Illustration, die die Stuttgarter Bibliothek als Beispiel veröffentlicht hat, in der Frankfurter Ausgabe nicht vorkommt. Merian soll über 200 Blätter gefertigt haben. Möglicherweise gibt es auch noch Unterschiede in den Ausgaben hinsichtlich der verwendeten Tafeln.


Adam

Die Erschaffung des Menschen <br>Seite 15, 1. Mose 2,1-8 · © 2008
 
Die Erschaffung des Menschen
Seite 15, 1. Mose 2,1-8
Gesamtansicht · © 2008
 
Gesamtansicht
Das zweite Bild zeigt ebenfalls Pferde - es muß sich um dieselben Pferde handeln, denn gerade ist Adam erschaffen worden, der noch unpaarig auftritt. Der Schimmel, der jetzt allerdings eine schwarze Mähne hat und sich hengstmäßig präsentiert, wirkt sehr barock. So ungefähr stelle ich mir einen Neapolitaner vor.

Zumindest wirkt dieser Neapolitaner wesentlich glaubhafter und pferdemäßiger als andere zeitgenössische Darstellungen, bei denen die Pferde häufig etwas drachenhaftes, Loch-Ness-mäßiges an sich haben. Diese Anmutung finde ich bei Merians Kamelen. Auf den ersten beiden Bildern wird das noch nicht recht deutlich, dazu sind die Kamele zu klein.

Da fällt mir etwas auf. Die Frage liegt nahe, aber trotzdem habe ich keine Antwort.

Bekanntlich sind Adam und seine unter etwas merkwürdigen Umständen später geschaffene Frau Eva aus der Gegend vertrieben worden, in der es ihnen so gut ging. Diese Gegend ist als das Paradies bekannt.

Das Paradies war, wie Merian sehr schön zeigt, mit allerlei Tieren bevölkert. Gott hatte diese gerade geschaffen und seinen Schöpfungsakt bekanntlich mit höchster Befriedigung abgeschlossen. Seither sind also keine neuen Tierarten entstanden.

Ursprünglich waren die Menschen und vermutlich auch die Tiere unsterblich. Die Vermehrung und die Sterblichkeit waren Folge der Vertreibung und eine Strafe, die laut Bibel vor allen Dingen die Frauen auszubaden hatten, aber auch die Männer, indem sie fortan im Schweiß ihres Angesichts ihren Lebensunterhalt verdienen mußten.

Auch das stellt Merian dar, in Blatt 4; Blatt 3 zeigt den Sündenfall selbst. Beide Blätter sind allerliebst und müssen einer gesonderten Betrachtung vorbehalten bleiben. Vorwegnehmen kann ich aber schon, daß auch Blatt 3 und 4 Pferde zeigen; in Blatt 4 zieht das Pferd einen Pflug. Das Pferd zumindest hat also ebenfalls unmittelbar unter dem Sündenfall zu leiden, denn vordem war Arbeit unbekannt.

Wie ist es aber mit der Fortpflanzung? Haben sich die Tiere im Paradies sexuell betätigt? Von Adam und Eva wissen wir, daß sie sich nach dem Genuß des Apfels ihrer Nacktheit schämten. Schon der Anblick war also Anlaß zu negativen Gefühlen - womit ich suggeriere, daß Sexualität negatives Erleben bedeutet. Können wir daraus schließen, daß Adam und Eva vorher unschuldig waren wie die Kinder, die gar nicht wissen, was Sexualität ist? Oder haben sie ihre Sexualität freudig und liebevoll, unschuldig, herzlich und folgenlos ausgelebt?

Der Hengst scheint einen Aalstrich zu haben; allerdings ist dieser so dick aufgetragen, daß es sich fast um eine Art Stoppelmähne handeln könnte. Aus dem Vordergrund läuft links ein Tier heraus, das ich nicht einordnen kann. Es hat jedenfalls ganz deutlich eine durchgehende Mähne. Ich habe keine Ahnung, welches Tier Merian hier gemeint haben könnte.

Eine weitere Einzelheit ist rätselhaft: Im Himmel schwebt eine Art gestreifter Trichter mit den Tentakeln. Als religiöses Symbol ist mir so etwas noch nicht untergekommen, als Tierart ebenfalls nicht. Schade, daß wir die Künstler nicht befragen können. Vielleicht weiß ein Spezialist etwas darüber. Frühere Zeiten haben viel mehr über Bildzeichen gewußt als wir Heutigen. In Bildern wurde viel ausgedrückt, was jedermann verstand. Dieses Wissen ist inzwischen verlorengegangen.

Das klingt auf den ersten Blick fatal, ist aber nicht so dramatisch. Wir können heutige Bilder auf Anhieb interpretieren, mit denen der gute alte Merian so seine Probleme hätte. Hans Magnus Enzensberger hat einmal eine Glosse verfaßt, in der er diese scheinbare Diskrepanz vergnüglich aufgelöst hat. Wenn damals jemand mit 14 Jahren auf die Universität ging und mit 19 bereits Professor war, lag das schlicht daran, daß es erstens extrem wenig Ablenkung gab und zweitens sehr viel weniger zu lernen.

Der heutige Mensch muß demgegenüber ein Vielfaches an Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten pflegen und beherrschen. Wir wissen heute, daß wir nicht alles wissen können und uns auf Spezialgebiete konzentrieren müssen. Wenn wir uns für Neues interessieren, müssen wir uns möglichst schnell das geforderte Spezialwissen aneignen und können das bei Nichtgebrauch auch ebenso schnell wieder vergessen.



Quellen / Verweise


  1. Die Bibel in der deutschen Übersetzung von D. Martin Luther mit Kupferstichen von Matthäus Merian
    Dreieich 1986, ISBN 3-570-09943-1
  2.  Der Esel und der Heiland, Hauptbeitrag
  3. » Zum Jahr der Bibel 2003, Die Merian-Bibel
  4. » Bibleserver
  5. » Pferde in der Bibel
  6. » Titelblatt einer handkolorierten MERIAN-BIBEL von 1630 in Privatbesitz
  7. » Beispielseite aus der Stuttgarter MERIAN-BIBEL von 1630
  8. » Titelblätter der handkolorierten MERIAN-BIBELN von 1630


Fotos
©  Werner Popken





nächster Abschnitt:   Poster: Klassisch     Gesamttext     Druckversion   nur      Hauptartikel




AddThis Social Bookmark Button


Bericht Zum Thema Wanderreiten · Galerie: Merians Pferde
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 248.03 der Pferdezeitung vom 28.12.03
 Menü Archiv  Bad Doberan das Ziel  Spektrum der Rastplätze  Reihenfolge  Oranienburg
 Panik um Rucksack  Handpferd  Aufholaktion  Vereinigung  Rezension: Wenn Pferde ...
 Tip: Gute Vorsätze
 Galerie: Merians Pferde 
 Poster: Klassisch  Leserbriefe  Forum
 Gesuche  Angebote  Pferdeanzeigen  Termine  Mitteilungen
 Links
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» » Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» » Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/248.03/Galerie:_Merians_Pferde
Es ist jetzt der 20.08.2008, 21:49, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Kühnle

 

  Weltmeister fahren KÜHNLE.

 
 
 

Mähler

 

  Malerei und Zeichnung

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2003 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)172-938 0238
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  Aus Ausgabe 490 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-34
z.B.   Westphalen/08-34: Tipp der Woche Wer zahlt die Ankaufsuntersuchung? Auf den ersten Blick erscheint diese ...

  Versicherung · Tierhalterhaftpflicht
 Informationen zur Tierhalterhaftpflicht Themen · Die Grundlagen · Leistungsumfang · Extraleistungen Ihre Haftpflicht als TierhalterAls Pferdebesitzer ...