 |  | |  | | Schnappschuß vom Gestütsfest |  |  |  |
| Es konnte uns nämlich keiner sagen, was für ein Dokument benötigt wird, um mit einem Pferd nach Tschechien einreisen und danach wieder ausreisen zu können, geschweige denn uns dieses Dokument, welches offensichtlich existierte, zur Verfügung stellen.
Letztendlich half uns ein freundlicher Amtstierarzt aus dem Bayrischen. Dieser faxte uns als Muster ganz unbürokratisch ein bereits ausgefülltes dreiseitiges Dokument eines anderen Pferdes.
Glücklich kopierten wir das Dokument, löschten die Angaben des fremden Pferdes und füllten unsere ein. Dann faxten wir dieses Dokument unserem Amtstierarzt, um gleich darauf die nächste ernüchternde Nachricht zu erhalten:
Er kann kein Tschechisch und Englisch und das Dokument war nur in tschechischer und englischer Sprache. Somit bestand er auf einem Dokument in deutscher Sprache.
Also haben wir die ganze Nacht damit verbracht, ihm diese drei Seiten zu übersetzen. Zum Glück bestand er nicht noch darauf, die Übersetzung amtlich beglaubigen zu lassen, sondern setzte uns den ersehnten Stempel darauf.
Jetzt konnte das Abenteuer losgehen. Mitten in der Nacht weckten wir Kiara, die ruhig und gelassen auf den Anhänger stieg und während der Fahrt erwartungsvoll aus dem Fenster schaute. Früh um sechs waren wir in Waidhaus an der deutsch/tschechischen Grenze.
Glücklicherweise hat der tschechische Veterinär, im Gegensatz zum deutschen Veterinär, durchgehend Dienst am Grenzübergang. Recht schnell erhielten wir unsere Stempel zur Einreise, und nachdem wir mit einem sprichwörtlichen Laufzettel von deutschem Zoll zu tschechischem Zoll und deutscher Polizei zur tschechischen Polizei und zurück geeilt waren, konnten wir endlich weiterfahren.
Zweieinhalb Stunden später waren wir im Gestüt und konnten unsere Kir Royal ausladen. Allen vorweg bewunderte Fam. Pulpan die schicke großrahmige Stute, man empfahl uns sogleich die Anpaarung mit ihrem Hengst Ondras und zeigte uns ihre Gastbox für die nächsten zwei Tage.
Zum Glück hatte Kir Royal eine dicke Decke dabei, denn der sogenannte Sommerstall hat seinen Namen zu Recht. Normalerweise wird er nur im Sommer genutzt, da man aber zu wenig Platz hatte und Boxen brauchte, wurden diesmal auch noch im Herbst in diesem Stall und den Boxen Pferde untergebracht.
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