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Editorial zu Ausgabe 468

 
W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
16.03.2008

Hörfehler

Alexander Kronsteiner hat mir nicht übelgenommen, es noch nicht einmal erwähnt, daß meine Rezension von Hörfehlern wimmelte; ich habe sie offensichtlich nicht sorgfältig korrigiert und keiner meiner Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Beim Wiederlesen sind mir diese Fehler natürlich sofort aufgefallen, und zwar unangenehm. Warum sagt mir das keiner? Dem Autor war es vielleicht peinlich, und außer diesem (und irgendwelchen Suchmaschinen) hat vielleicht niemand die Rezension gelesen - diese Annahme liegt nahe.

Auf jeden Fall sind diese Rechtschreibfehler signifikant und typisch. Folgende Fehler habe ich in der erwähnten Rezension gefunden:

  geschrieben gesprochen

1

zulaufen zu laufen

2

sollen Säulen

3

des Sängers des Hängers

4

gegangen haben Gangarten

5

eine Art von frei Arbeit einer Art von Freiarbeit

6

somit Pferden spielen zu können so mit Pferden spielen zu können

7

mit Ihnen in ihrer Sprache zu kommunizieren mit ihnen in ihrer Sprache zu kommunizieren

8

Handling Hempfling

9

Nachdem fahren Nach dem Fahren

Es sind keine Tippfehler, sondern Hörfehler. Ich tippe meine Texte nicht, ich spreche sie. Damit gehöre ich zu einer kleinen Minderheit, die sich mit dieser Technik angefreundet hat und sich so mit neuen Problemen konfrontiert sieht. Wenn man sich die Hörfehler anschaut, fällt auf, daß sich die Schreibweise in einigen Fällen unterscheidet, obwohl die Aussprache identisch ist. Die Maschine muß also eine Auswahl treffen und hat vermutlich in diesen Fällen wenig Anhaltsmöglichkeiten und tippt zuweilen blind daneben.



Fehleranalyse

Im ersten Beispiel liegt die Betonung anders; meine Software ist jetzt schon ein paar Jahre alt, möglicherweise kann die neueste Version auf Betonungen reagieren. Hinzukommt, daß ich mit zunehmender Erschöpfung undeutlicher spreche - darauf läßt sich vielleicht der zweite Fehler zurückführen. Der dritte Fehler ist ein Beispiel für Fehler, die sich durch den natürlichen Sprachfluß ergeben. Bei den ersten brauchbaren Versionen vor 15 Jahren mußte man zwischen zwei Wörtern jeweils eine Pause einlegen, was das Diktieren sehr mühsam und anstrengend machte. Das ist glücklicherweise seit zehn Jahren nicht mehr nötig, kann aber in Ausnahmefällen zu Interpretationsfehlern führen, wie man sieht.

Der vierte Fehler ist darauf zurückzuführen, daß die Software das Wort nicht kannte und deshalb etwas vorschlug, was dem Gehörten nahekommen könnte. Nun ist es für jemanden, der seit Jahren einen Spezialwortschatz pflegt, ungewöhnlich, daß ein Wort aus diesem Bereich nicht erkannt wird. Vermutlich habe ich damals eine neue Version der Spracherkennungs-Software installiert und mußte wieder von Neuem anfangen. Man sollte doch erwarten, daß eine solche teure Software die Möglichkeit bietet, den gelernten Wortschatz zu exportieren - aber nein, man schikaniert lieber die Kunden und zwingt sie, den Wortschatz aus bereits vorhandenen Texten mühsam zu importieren, wenn eine neue Version installiert wird. Im Grunde eine Unverschämtheit!

Der fünfte Fehler entsteht dadurch, daß man im Deutschen so ziemlich beliebig vorhandene Worte zu neuen Worten zusammensetzen kann. Damit ist der Wortschatz im Prinzip unglaublich groß. Eine Spracherkennungs-Software muß deshalb bei der deutschen Sprache diese Regel berücksichtigen. Hätte ich den Fehler bemerkt, der ja kein Erkennungsfehler ist, und das Korrekturmenü aufgerufen, hätte die Software vermutlich die korrekte Variante vorgeschlagen. Es gibt natürlich auch noch die umgekehrte Variante, wo zusammen geschriebene Wörter getrennt werden müssen. Für eine Software ist das unglaublich schwierig.

Beim sechsten und siebten Fehler liegt der Fall ähnlich. Beide Varianten sind möglich, beide unterscheiden sich in der Aussprache im Grunde nicht, und deshalb muß das System eine Auswahl treffen. Beim achten Fehler handelt es sich wiederum ein unbekanntes Wort, beim neunten Fehler um eine Kombination des Getrennt-/Zusammenschreibens und der Groß-/Kleinschreibung, ebenfalls eine Spezialität der deutschen Sprache.



Spracherkennung

Trotzdem könnte ich auf diese Technik nicht verzichten, auch wenn es neue Schwierigkeiten gibt und alles noch besser gehen könnte, denn im Grunde schreibt das System so schnell, wie ich spreche - das kriege ich aber nicht hin. Wenn ich mir einen neuen Text ausdenke, spreche ich bei weitem nicht so schnell wie im Zwiegespräch, das ist auffällig. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, etwa am Telefon, muß ich nicht nachdenken, mache ich keine Sprechpausen, sondern rede einfach fröhlich vor mich hin. So aber blicke ich auf den Bildschirm und halte immer wieder inne, kontrolliere den bisherigen Text, formuliere im Geiste den Fortgang und spreche dann den neuen Gedanken aus oder redigiere im Text herum, füge hier etwas ein, nehme da etwas weg, stelle dort etwas um.

Diese zersplitterte Tätigkeit erklärt vielleicht, warum die Arbeit mit dem Diktiersystem bisher nicht populär werden konnte. Ich verstehe nicht viel von der Arbeit des Gehirns, aber ich vermute, daß ich immer wieder von der linken in die rechte und von der rechten in die linke Gehirnhälfte wechseln muß, ganz im Gegensatz zum natürlichen Redefluß, wo ich mich weder auf das Sprechen noch irgend etwas anderes konzentrieren muß. Freilich kann ich den Unterschied zum Tippen nicht so recht erkennen; und auch die Benutzung eines Diktiergerätes erfordert ja ähnliche Kontrolltätigkeiten - aber damit habe ich gar keine Erfahrung.



Korrektur

Die oben genannten Fehler treten vor allem dann auf, wenn ich mich mehr auf das Diktieren konzentrieren muß oder kann und die Kontrolle demgegenüber das Nachsehen hat, etwa wenn ich aus einem Buch ganze Passagen abdiktiere. Damit wird die Diktierarbeit natürlich leichter; vermutlich neige ich auch bei größerer Erschöpfung dazu, die Kontrolle zu vernachlässigen oder übersehe vielleicht vieles leichter. Das Diktiertempo wird beim Abdiktieren natürlich erheblich gesteigert. Konnte ich vorher sehr viel schneller diktieren, als ich tippen kann, diktiere ich jetzt fast so schnell, wie ich sprechen kann.

Infolgedessen muß ich anschließend korrekturlesen - das wiederum ist bekanntlich sehr schwierig, insbesondere wenn man die eigenen Texte bearbeiten muß. Denn selbst wenn man fremde Texte korrekturliest, neigt man dazu, offensichtliche Fehler zu überlesen, weil das Lesen mehr ganzheitlich funktioniert als Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort. Mit gehörigem Abstand wird es dann wieder leichter. Deshalb konnte ich diese Fehler jetzt sofort entdecken, sie sprangen mir gewissermaßen direkt ins Auge.

Sollten Sie also unverständliche Passagen entdecken, üben Sie bitte Nachricht und weisen mich darauf hin, ich werde diese Fehler sofort korrigieren. Vielen Dank!

 
Chefredakteur und Herausgeber
 
 




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