Deshalb stellt sich mir die Frage, warum hier die Emotionen so aufgebauscht werden. Immerhin werden Politiker durch Kampagnen erfolgreich unter Druck gesetzt, und zwar sowohl im europ�ischen Ausland (� Aktives Ausland) als auch auf Bundesebene (� B�NDNIS 90/DIE GR�NEN) und in den deutschen Bundesl�ndern: | Pressemitteilung vom 10.02.05 Schluss mit Sexobjekt Tier! "Wir sind sehr betroffen, wie stark sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren in unserer Gesellschaft verbreitet sind, und dass dies grunds�tzlich erlaubt ist. Davon sind nicht nur Tiere, sondern auch Menschen � besonders Jugendliche und Kinder � betroffen. Deshalb hat das Tierschutzb�ndnis Schleswig-Holstein eine Initiative ergriffen. Sie richtet sich zun�chst an alle, die mit der Erziehung oder Beaufsichtigung von Jugendlichen und Kindern zu tun haben und damit zu ihrem Schutz verpflichtet. Sie fordert zum Schutz von Mensch und Tier das Verbot sexueller Handlungen mit Tieren." Das erkl�rte f�r das Tierschutzb�ndnis Bianka Nagorny vom Verband "Menschen f�r Tierrechte e.V. � Tierversuchsgegner Schleswig-Holstein". Als einen "Wahlpr�fstein" hatte das Tierschutzb�ndnis die Frage nach dem Sodomieverbot aufgenommen. Alle der im schleswig-holsteinischen Landtag vertretenen Parteien haben nun dem beabsichtigten Verbot zugestimmt. �ber die Landtagswahl hinaus wird das Tierschutzb�ndnis den Bund, die L�nder und die im Bundestag vertretenen Parteien zum gesetzgeberischen Handeln auffordern. [...] Das Tierschutzb�ndnis Schleswig-Holstein ist ein Zusammenschluss von z.Z. 14 Tierschutzverb�nden. � Tierschutzb�ndnis Schleswig-Holstein | | | Die Emotionalisierung deutet darauf hin, da� hier eigentlich andere Probleme zugrundeliegen. Denn Fakten gibt es kaum. Das wird immer wieder betont. Also mu� man sich fragen, was hier wirklich gespielt wird. Welches Problem liegt nun bei unserem Thema vor? Die Antwort ist meines Erachtens einfach und naheliegend und ergibt sich auch schon aus der Auswahl meiner Texte: Es handelt sich um die � Sexualit�t an sich, die den �berwiegenden Teil des � Lebens kennzeichnet. Nicht nur wir Menschen sind sexuelle Wesen, sondern auch die Haustiere, �berhaupt alle h�heren und komplexeren Lebewesen. Und diese Sexualit�t ist eine B�rde, ein Problem, eine Last und manchmal auch Lust. Die Diffamierung zielt nach meiner Einsch�tzung auch auf die Sexualit�t selbst. Die Sexualit�t ist n�mlich au�erorderntlich suspekt. Manchmal hat man den Eindruck, alles drehe sich um sie, dann wiederum scheint es, als sei sie die Ursache alles Leidens und aller Not auf dieser Welt. Dabei ist die Sexualit�t ein Bestandteil des Lebens und h�chst vielf�ltig. In den letzten f�nfzig Jahren hat man im Westen gewaltige Fortschritte darin gemacht, diese Sexualit�t genauer kennenzulernen. Die Wissenschaftler gehen einhellig heute davon aus, da� wir das Ergebnis einer wie auch immer geartete � Evolution sind. Die Einzelheiten sind immer noch nicht klar, werden aber durch st�ndige Forschung zunehmend deutlicher. So hat es anscheinend auf dieser Erde einmal eine Zeit gegeben, als von Leben noch keine Rede sein konnte. Und dann traten Strukturen auf den Plan, die man als lebendig bezeichnen mu�te. Noch heute gibt es diese Grauzone von � Organismen, von denen man nicht genau wei�, ob sie nun als lebendig zu bezeichnen sind oder nicht (� Viroid, � Viren). Von vielen Erscheinungen kann man aber eindeutig behaupten, da� es sich um � Lebewesen handelt. Lebewesen sterben, das ist zumindest bei komplexeren Lebewesen anscheinend notwendig. Es gibt lebendige Strukturen, bei denen man sich nicht sicher ist, was da als Organismus zu bezeichnen ist, ob solche Organismen sterben oder ob man hier �berhaupt solche Kategorien anwenden kann (� Schleimpilze). Und selbst solche primitiven Organismen besitzen eine Intelligenz, die R�tsel aufgibt und Computern �berlegen ist (� Schleimpilzroboter, � Der Schleimpilz kennt den Weg).
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