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Bericht Zu den Themen  Lebensgeschichte,  Zucht · Gesamttext
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 269.04 der Pferdezeitung vom 23.05.04
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Der Schimmel
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Der Braune und der Grauschimmel

    Besuch auf dem Funkenhof   
    Vollblutaraberzucht in Südniedersachsen   
von   Gerd Hebrang


» Farisha Arabians - schon der Name zaubert eine Atmosphäre wie aus Tausendundeiner Nacht! Immer wieder einmal war mir dieser Name über den Weg gelaufen, und nun machten wir uns auf den Weg zum Vollblutarabergestüt Farisha Arabians.

Von der Straße aus hatten wir schon einen Grauschimmel gesehen. Vom Hof aus schaute ich nach rechts und sah einen Schimmel, dann einen Braunen, dann den Grauschimmel, den wir von der Straße ausgesehen hatten - alle drei allein auf ihrer eigenen Weide. Ich schloß daraus, daß es sich um Hengste handeln müsse. Dann schweifte mein Blick nach links und ich bemerkte einen Mann auf der Weide. Da entdeckte er uns auch schon und winkte; das mußte Werner Sißmann sein. Genau. Er hatte uns schon erwartet.

Mittlerweile hatten wir uns besser orientieren können. Die Weide, auf der wir uns trafen, gehörte einer Stute und ihrem jungen Fohlen. Später erfuhren wir, daß es sich um Dieone und Dhimaar handelt, gerade einen Monat alt geworden. Dahinter eine Weide mit einer Vielzahl von Pferden: die Stutenherde. Gegenüber eine Weide mit zwei Junghengsten oder besser gesagt Jungwallachen, denn sie waren gerade kastriert worden.

Diese beiden sind Pensionspferde und als Absetzer auf den Hof gekommen. In Kürze werden sie von ihren Besitzern abgeholt und in Beritt genommen. "Das wird natürlich ein schmerzhafter Abschied werden, denn wir haben die beiden ins Herz geschlossen." Aber bei etwa 1000 eingetragenen Zuchthengsten und 2000 eingetragenen Zuchtstuten wäre es sehr unvernünftig, Hengste in die Zucht zu nehmen, die keine Hengstqualitäten aufweisen.

"Hengste können sich ja hundertfach vermehren, da muß man eine strenge Auslese treiben." In den Warmblutzuchten ist man ganz andere Verhältnisse gewohnt. Ein Verhältnis von 1:2 ist ziemlich extrem. Aus älteren Verbandsberichten wußte ich, daß der Verband selbst diese Situation als problematisch ansieht. Anscheinend ist es nicht einfach, eine gewachsene Struktur umzustellen.

Anschließend auf weiteren Weiden noch zwei Hengste. "Die Hengste sind außen. Die bewachen die Stuten. Die passen den ganzen Tag auf ihre Stuten auf, sind aufmerksam, interessiert, beschäftigt. An denen ist kein Gramm Fett. Alle sind zufrieden. So einfach ist das." Donnerwetter! Da hatte ich in wenigen Worten ein komplettes, gut funktionierendes Aufzuchtsystem erläutert bekommen und sofort verstanden.

"Sie sehen das an den ausgetretenen Pfaden auf den Hengstweiden." Und ich sah das am Verhalten der Hengste selbst, die nicht nur wegen der Besucher neugierig und aufmerksam am Geschehen teilnahmen. "Und warum ist die Stute mit ihrem Fohlen allein?" "Die anderen Stuten, besonders die Jungstuten, wären zu aufdringlich. So haben die ihre Ruhe." Und weil alle Weiden aneinandergrenzen, haben die Pferde auch genug Sozialkontakte.


Ostenfelde


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Copyright wie angegeben
Euben, Originalfoto
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Camerton, Gestütsprospekt Ostenfelde
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Euben auf der Ostenfelder Allee
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Eubens Ankunft: Erkennen Camertons
"Das System haben wir von den Thörners übernommen, und die haben es von den Polen. Thörners haben sich bei » Janow Podlaski alles genau angeschaut und sogar die Boxen ausgemessen. Hier und im Stall ist alles wie bei den Polen." Der Funkenhof ist nämlich die ehemalige Hengstaufzuchtstation des Gestüts Ostenfelde. Und dieses war die Lebensleistung der Thörners.

Das Gestüt Ostenfelde lag jenseits des Waldes. Heute gehört der Hof einem Arzt, der für seine Tochter einen Reitstall eingerichtet hat. Dieser Mann hatte kein Verständnis dafür, daß die hochberühmten und verdienten Spitzenvererber des Gestüts Ostenfelde in ihrem hohen Alter nicht mehr verpflanzt werden sollten. Die Thörners hatten zwar das Eigentum an Euben und Camerton auf die Sißmanns übertragen, diese wollten die alten Herrschaften jedoch ursprünglich nicht auf den Funkenhof holen, sondern sie in ihren angestammten Häusern belassen.

"Das waren eigentlich Hütten, nicht besonders komfortabel, aber vollkommen ausreichend. Die beiden lebten dort Sommers wie Winters im Freien. Euben hatte in seiner Jugend einen Boxenbrand erlebt und war dadurch extrem eigen." Euben und Camerton. Das sind offenbar Persönlichkeiten, die einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Werner Sißmann spricht mit großem Respekt von diesen beiden Pferden.

"Der neue Besitzer war ungeduldig. Die Pferde mußten weg. Wir haben überlegt, wie wir sie hierher kriegen. Sollten wir versuchen, sie zu verladen? Ohne Sedierung wäre das nicht gegangen. Und wie hätten sie darauf reagiert?" Beide Pferde waren polnisch gezogen, von Janow Podlaski, 1972 bzw. 1973 geboren, und seit 1977 bis zur Auflösung des Gestüts 1998 Hauptbeschäler auf Ostenfelde ( Ostenfelder Erbe).

"Wir haben uns dann entschlossen, sie über die Felder hierher zu führen. Auch das war nicht einfach, sie waren ja nie getrennt. Erst haben wir Camerton geführt, dann Euben, und alles wurde fotografisch dokumentiert. Beide haben sich auf der großen Allee, die zu Ostenfelde führt, umgeschaut, als wollten sie sagen: 'Wir kehren nie zurück'. Euben ist in dem Moment fotografiert worden, als er Camerton auf dem Funkenhof entdeckte. Ein bewegendes Foto, das um die ganze Welt gegangen ist!"

Man sieht ihm sein Alter an, er ist mit 26 Jahren abgemagert. Der Vergleich mit dem Starfoto spricht Bände. Es ging ihm aber bis zuletzt noch gut. Die beiden haben die Offenställe bezogen, die jetzt von den beiden Pensionspferden und einem Hengst bewohnt werden.

So haben sie ihren Lebensabend in der gleichen Weise verbringen können, wie sie 20 Jahre zuvor gelebt hatten: Seite an Seite. "Aber irgendwann hat Euben das Alter eingeholt. Er ist 29 Jahre alt geworden. Und ein paar Monate später ist Camerton ihm gefolgt." Auch Camerton ist 29 Jahre alt geworden; nicht ganz, zwei Tage fehlten ihm.

Euben hat ungefähr 600 Fohlen gezeugt; seine Nachkommen sind auf der ganzen Welt zu finden. Camerton und Euben sind nachträglich vom Verband der Züchter des Arabischen Pferdes (» VZAP) aufgrund ihrer Verdienste zu Elitehengsten ernannt worden. Werner Sißmann beeilte sich, hinzuzufügen: "Den Titel haben andere auch bekommen."

Es wäre ja legitim und in Ordnung gewesen, lediglich auf den Titel des Elitehengstes hinzuweisen. Der Nachsatz war eigentlich überflüssig und relativierte die Auszeichnung. Aber er zeigte, daß die Sißmanns sich nicht überschätzen, sich nicht als den Nabel der Welt sehen, als diejenigen, die die Welt beglücken müssen, wie das so häufig der Fall ist. Sie wissen, was sie tun, sind auch gerne bereit, darüber zu reden, aber sie wissen auch, daß die Welt groß ist und sie selbst nur ein kleiner Teil.

Wie sehen sich die Sißmanns im Vergleich mit den anderen Züchtern, wie gehen die Züchter miteinander um? Sie haben gemeinsame Interessen, sind aber auch Konkurrenten. Das ist eine schwierige Situation. In vielen Zuchtverbänden oder Interessengemeinschaften kommt es deshalb zu Streitereien und Spaltungen.

"Wir haben ein gutes Verhältnis untereinander, aber es ist nicht besonders eng. Jeder bleibt überwiegend für sich. Wir nehmen gegenseitig Hengste in Anspruch." Damit sind wir beim nächsten Thema. Die Ismers, so hatte ich seinerzeit ausgeführt, züchten polnisch ( Vollblutaraber in Niedersachsen,  Die große Gestütsschau). Da gab es dann noch die "asilen"; eine Woche nach meinem Besuch in Marbach ( Araber) hatte es dort ein großes Fest unter diesem Zeichen gegeben (» Asil Cup International).

"Asil heißt ja 'rein', das ist also die ägyptische Reinzucht. Dann gibt es die polnischen, die spanischen, die russischen Blutlinien, die Shagyas, die Angloaraber usw. Die sind alle in der » WAHO zusammengefaßt, der World Arabian Horse Organisation, 50 Zuchtverbände. Was bei der WAHO eingetragen ist, ist arabisch. Damit kann man züchten, der Rest ist dem Züchter überlassen."


Gemogelt


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Asilaraber Mathreb, Original
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Fälschung: So sieht man erst die Schönheit
Der Fohlenwiese gegenüber steht der asil gezogene Vollblutaraberhengst Mathreb, Beweis für die Offenheit des Züchterehepaars Sißmann. Zwar bevorzugen sie generell die polnischen Linien, aber das hindert sie nicht daran, an Mathreb Gefallen zu finden.

Es ist Vatertag, Radfahrer kommen des Wegs, und Mathreb reagiert sofort, stellt sich in Positur, und der Fotograf ergreift seine Chance. Leider ist der Standpunkt ungünstig, der Zaun ist dazwischen. Dem Retuscheur ist nichts zu schwer, schon gar nicht, wenn digital bearbeitet wird. Meine Frau lästert natürlich wieder, wie immer, wenn ich "schummele", und das ist für sie schon dann der Fall, wenn ich ein Teleobjektiv einsetze.

Ich gebe ja zu, daß eine Brennweite von 420 Millimetern die Perspektive eines Fernglases verleiht und nicht so recht dem Augeneindruck entspricht, aber auch ein Weitwinkel zeigt etwas, das das Auge so nicht wahrnimmt. Wo fängt also die Lüge an? Das Auge ist in der Lage, zu abstrahieren. Wir nehmen die Schönheit des Pferdes insgesamt wahr und blenden die Existenz des Zaunes aus. Der Zaun verschwindet.

Insofern fühle ich mich gerechtfertigt. Das fertige Foto klebt den Zaun wieder vor das Pferd, das Auge ist nicht mehr in der Lage, jedenfalls nicht mehr so leicht, den Zaun auszufiltern. Also nehme ich den elektronischen Pinsel zu Hilfe. Nun kommt das Pferd in seiner ganzen Schönheit auch im Foto zur Geltung!

Ich hatte befürchtet, daß ich ein Problem bekommen würde, weil ja nun der Zaunpfosten hinter dem Pferd steht, wo er sich doch in Wirklichkeit vor dem Pferd befindet. Das Auge läßt sich aber täuschen, vermutlich durch den Löwenzahn. Beide Bilder sind gleichermaßen glaubhaft. Wer hätte das gedacht?

Für diejenigen unter Ihnen, die solches ebenfalls versuchen wollen: Mein Bildbearbeitungsprogramm, Paint Shop Pro, hat einen sogenannten Clone Brush. Damit kann man die Textur einer bestimmten Stelle auf eine andere übertragen. Man nimmt zum Beispiel leicht unterhalb des Elektrobandes eine Probe und wischt nach oben. Damit wird das Elektroband durch die Textur unterhalb des Bandes ersetzt.

Das Verfahren ist dort idiotensicher, wo die Textur sich kaum ändert oder so unregelmäßig und kleinteilig, daß der Ersatz nicht auffällt. Die Fellfärbung ändert sich natürlich ständig, weil dadurch der Körper und die Muskeln des Pferdes gezeichnet werden. Mit den Ersatz von anderer Stelle ist es also nicht getan. Man müßte das Fell unterhalb des Elektrobandes rekonstruieren, aber wie?

Es hilft nichts: Man muß doch schummeln. Der unpassende Fellersatz wird durch Überwischen angeglichen, wobei in diesem Fall der Pinsel sehr groß und grob eingestellt ist, d. h. Dichte (Density) und Deckung (Opacity) so um 60, 70%. Man könnte nun vermuten, daß der Unterschied nur in der Verkleinerung nicht sichtbar wird, aber das ist nicht der Fall. Auch in der Originalgröße müßte man schon sehr scharfsinnig sein, wenn man die Täuschung entdecken wollte.

Die ganze Operation hat etwa zehn Minuten gedauert. Das wichtigste war der Entschluß. Wenn ich jetzt konsequent wäre, würde ich den Pfosten auch noch entfernen und dann noch den Baum und sämtliche Elektrobänder. Dann hätten wir einen hochedlen Araber frei inmitten deutscher Kulturlandschaft - komplett gelogen, wer's glaubt, wird selig.


Fotografentricks


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Eine Frage des richtigen Augenblicks
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Fotografieren müßte man können!
Glauben Sie nur nicht, daß die professionellen Fotografen auf Tricks verzichten! Werner Sißmann wußte Bescheid. Die Sißmanns lassen sich auch teure Fotos von Profis machen. Selbstverständlich möchte der Kunde äußerst schicke Fotos von seinen Pferden haben, wenn diese schon viel Geld kosten, und sie müssen viel Geld kosten, weil der Fotograf leben muß und Aufwand treibt.

Also muß sich er überlegen, wie er mit vernünftigem Aufwand seine Kunden zufriedenstellen kann. Ich hatte den Zufall ausgenutzt, aber dazu muß man Glück haben. Das ist für einen Profi zu unsicher. Deshalb muß er die Aufmerksamkeit der Modelle mit anderen Mitteln sicherstellen. Er braucht eine Trickkiste und viel Erfahrung.

Hengste kann man relativ leicht zu ausdrucksvollen Haltungen bewegen. Man braucht lediglich eine Stute, mit der man ein wenig "herumwedelt". Entsprechende Lautäußerungen vom Tonband verfehlen ebenfalls nicht ihre Wirkung.

Werner Sißmann lieh sich die Jacke seiner Frau aus. Mit dieser spielte er ein wenig Torero, und schon ging der Hengst ab. Nun war ich am Zuge und mußte versuchen, die richtigen Schnappschüsse einzufangen.

Zwar bin ich von meiner Digitalkamera sehr angetan, aber einige Beschränkungen hat sie schon. Zum Beispiel ist alles automatisch, auch die Scharfeinstellung. Da nun so ein galoppierender Hengst sehr schnell näherkommt und sich wieder entfernt, hat die Kamera in dieser Hinsicht gewisse Probleme.

Natürlich habe ich die Serienschaltung genutzt; aber auch die ist nicht unproblematisch, denn nach einigen Schüssen bin ich außer Gefecht gesetzt, weil die Kamera die Daten erst einmal speichern muß - und das dauert. Inzwischen ist der Hengst schon ganz woanders. Ich hatte außerdem versäumt, das Kontrollbild auszuschalten; infolgedessen war ich für die Dauer von einer Sekunde "blind". Ach ja, ich muß noch viel lernen.

Zufällig habe ich vor einigen Wochen in einer Fachzeitschrift gelesen, daß es eine Kamera auf dem Markt gibt, die Serienbilder in Echtzeit speichern kann, so lange, bis das Speichermedium voll ist. Phantastisch! Vermutlich hat diese Kamera wiederum nicht die Optik, die ich brauche. Aber man sieht, wohin der Fortschritt geht. Das inzwischen vorgestellte Schwestermodell meiner Kamera hat die Möglichkeit der manuellen Scharfeinstellung. Na also!

Trotzdem, ich bin ganz zufrieden mit meiner Ausbeute. Und weil es so schön war, haben wir die Sache mit einem anderen Hengst wiederholt. Auch dieser tat uns den Gefallen und brachte sich vorzüglich in Positur; leider auf einer wunderschönen Obstwiese - ich hatte also ständig irgendwelche Bäume und Äste im Bild. Werner Sißmann kannte die Probleme. "36 Bilder sind im Nu durch. Unter 100 Filmen ist einer gut."

Wenn ich zufrieden bin, heißt das aber noch gar nichts für die Züchter. Da gelten ganz andere Maßstäbe. Wenn der professionelle Fotograf kommt, werden die Pferde gestriegelt und geputzt, in Positur gestellt, bei Laune gehalten - das ist höchst anstrengend. So ein paar Schnappschüsse, wie ich sie zustandebringe, kann jeder machen. Ob der Züchter solche Fotos veröffentlicht sehen will, ist eine ganz andere Frage.

In der nächsten Woche werde ich ein paar Fragen untersuchen, die auf der Hand liegen. Die Sißmanns engagieren sich für das arabische Pferd, das ist klar, aber sie sind auch Architekten. Wie paßt das zusammen? Wie wurden aus Architekten Züchter? Oder war es genau andersherum? Welche Ziele verfolgen die Züchter? Wer soll die produzierten Pferde kaufen? Was ist Hobby, was ist Beruf? Beeinflußt der Architekt den Züchter und umgekehrt? Wie ist das Verhältnis des Gestüts Farisha Arabians zum Gestüt Ostenfelde? Antworten auf diese Fragen will ich in der nächsten Woche versuchen.



Quellen


  1. » Farisha Arabians
  2. » Janow Podlaski, polnisches Staatsgestüt
  3.  Ostenfelder Erbe, Messeseite
  4. » VZAP, Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes - VZAP e.V. Deutschland
  5.  Vollblutaraber in Niedersachsen, Hauptartikel aus Ausgabe 163
  6.  Die große Gestütsschau, Hauptartikel aus Ausgabe 164
  7.  Araber, Hauptartikel Ausgabe 229
  8. » Asil Cup International
  9. » WAHO, World Arabian Horse Organisation



Fotos

©  Gerd Hebrang
» Farisha Arabians


Leserresonanz


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1 Leserresonanz zu Ausgabe 269 vom 23.05.04


Leserbrief  1288 zu Ausgabe  269
27.05.04


Farisha-Arabians Porträt in der Pferdezeitung

Sehr geehrter Herr Dr. Popken,

als freiberufliche Journalistin und passionierte Pferdefrau habe ich in meinen Jahren in Amerika eine Menge Gestüte und Züchter besucht und gelegentlich darüber geschrieben.

Nun wieder in Deutschland bin ich wieder in Sachen Pferdezucht auf Reisen und hatte das Glück, am Samstag den Funkenhof besuchen zu dürfen. Ich war tief beeindruckt und freute mich sehr, als die Sissmanns mir erzählten, dass Sie am Donnerstag dort zu Besuch waren, um ein Porträt über Farisha-Arabians zu schreiben. Voll Vorfreude und Ungeduld wartete ich auf Ihren Artikel und war dann zutiefst enttäuscht. Nichts von dem, was ich dort gesehen und gefühlt hatte, fand ich in Ihrem Bericht wieder, dafür eine meiner Meinung nach völlig deplazierte endlos lange Abhandlung über Pferdefotografie und Bildbearbeitung. Kann es wirklich sein, dass Sie nichts von dem, was den Funkenhof wirklich ausmacht, mitbekommen haben?

Nun ja, ich jedenfalls habe dies zum Anlass genommen, einen eigenen Artikel über Farisha-Arabians zu schreiben, den Sie hier als Anlage finden und den sie, wenn Sie möchten, gern veröffentlichen dürfen. Ich hoffe Sie verzeihen mir, dass ich den ersten Satz (den ich super finde) von Ihnen kopiert habe.

Mit kollegialen und freundlichen Grüssen

A. Deness

Farisha-Arabians - ein Märchen aus 1001 Nacht?

Auf den ersten Blick erscheint es dem Besucher des Funkenhofes tatsächlich so. Auf satten grünen Weiden so weit das Auge reicht grasen die insgesamt 16 vierbeinigen Bewohner des Funkenhofes in friedlicher Eintracht. Wunderschöne Pferde mit edlen Araberköpfen, großen Augen und herrlichem Behang erfreuen den Betrachter bei einem Rundgang über die Weiden. Auf der einen Seite die feurigen, stolzen Hengste, jeder auf einer eigenen Weide, immer mit einem wachsamen Blick auf die auf der anderen Seite grasende Stutenherde und in der Mitte die Prinzessin des Funkenhofes, Dieone, Tochter des legendären Euben mit ihrem jüngsten Hengstfohlen Dhimaar.

Gerade mal einen Monat alt ist der kleine Kerl, der sich dem Kenner schon jetzt als späterer Traumhengst präsentiert.

Vertrauensvoll und angstfrei galoppiert er dem Besucher entgegen, lässt sich berühren und scheint dies sichtbar zu geniessen. Kein Wunder, er wurde wie jeder neue Zögling des Funkenhofes liebevoll von den Sissmanns auf dieser Welt willkommen geheissen.

1991 ging für Barbara und Werner Sissmann ein Traum in Erfüllung. Nach langer Suche war der Funkenhof als neues Zuhause für die beiden ambitionierten und erfolgreichen Architekten und ihre 3 Pferde gefunden und gekauft worden. Der ehemalige Hengstaufzuchtsstall der Thörners, mit denen die Sissmanns noch heute eine innige, respektvolle Freundschaft verbindet, wurde neues zu Hause und Grundstein für die kleine, aber feine Araberzucht, die seitdem dort entstanden ist. Begeistert von den polnischen Arabern der Thörners starteten die Sissmanns ihre eigene Zucht zunächst mit Stammstute Farisha, Cetalia und Mantilla. Später kam die lang umworbene Dieone dazu. Der Name Farisha-Arabians entstand jedoch durch Shems el Farisha, das erste Pferd von Barbara Sissmann, das durch Charakter und Schönheit auch mit ihren heute 20 Jahren immer noch besticht. Zwei herrliche Fohlen, Farah und Favor, schenkte Farisha das Leben. Auch sie beide bis heute fester Bestandteil des Funkenhofs. Favor hat sich inzwischen zu einem wunderschönen, rittigen Hengst entwickelt, charakterlich wie seine Mutter, sanft und feurig zugleich. Farah führt als Zuchtstute ein herrliches Leben.

Ja, und da sind wir wieder bei dem Märchen aus 1001 Nacht. Für die Pferde und Hunde (drei wunderschöne Australian Shepherds!) des Funkenhofs stimmt das sicher, für die zweibeinigen Bewohner jedoch bedeutet der Funkenhof auch Verzicht, klare Zielsetzung, Kraft und Hingabe. Hier wird nicht "produziert" sondern mit Herz und Verstand auf Klasse statt Masse gesetzt. Hier geht es nicht um Profit und Kommerz, sondern um Passion und Lebenseinstellung, die verwirklicht werden will. Um dem enormen finanziellen und arbeitsmäßigem Aufwand gerecht zu werden, wurden hier die Aufgaben geteilt. Barbara Sissmann, die "Außenministerin", bringt ihre architektonischen Kenntnisse in das Bauamt einer nahegelegenen Stadt ein, während Werner Sissmann, der "Innenminister" die tägliche Arbeit auf dem Hof bewältigt und freiberuflich mit Leidenschaft vor allem landwirtschaftliche Projekte plant und durchführt. So ist u.a. so manche Reitanlage im deutschen Land unter seiner kompetenten Leitung entstanden.

Zucht, Aufzucht und Pflege der Pferde teilen sich die beiden. Viel Wissen wird benötigt um die richtigen Anpaarungen zu schaffen und aus gesunden Stuten gesunde Fohlen zu ziehen. Charakterlich einwandfreie, rittige, dem Menschen zugewandte Araber mit Leistungsbereitschaft und robuster Gesundheit sind das Ziel der Zucht. Fleiss und 24-Stunden Bereitschaft gehören für die Sissmanns zum täglich Alltag. Dass sie dies mit Liebe tun, davon kann sich jeder überzeugen, der die auf dem Funkenhof gezüchteten Pferde genau beobachtet. Nicht nur schön sind sie, auch vertrauensvoll, neugierig, sensibel und sanft im Umgang mit den Menschen. Und ein gewaltiges Gangwerk haben sie! Traumhafte, ausdauernde Reitpferde wie Magnifico, Divina, Majon usw. haben hier das Licht der Welt erblickt.

Glücklich der, der hier ein Pferd nach kompetenter Aufzucht erwerben darf. Auf Herz und Nieren prüfen Barbara und Werner Sissmann die künftigen Besitzer ihrer liebevoll gezogenen Araber. Arbeit und Hingabe, die in einem 3-4 jährigen Jungpferd der Sissmanns stecken können ohnehin nicht mit Geld bezahlt werden, aber ein gutes Zuhause in fördernde Hände und artgerechte Haltung ist Grundvoraussetzung für jeden Farisha-Arabian, der den Hof verlässt. Davon überzeugen sich Barbara und Werner Sissmann im Vorfeld und bieten auch für das Danach ihre kompetente Hilfe an: Wer ein Pferd bei den Sissmanns erwirbt, der bekommt auch lebenslange Betreuung und Rat kostenlos dazu.

Auf der jährlichen Gestütsfeier zu Farishas Geburtstag treffen sich dann alle glücklichen Pferdebesitzer wieder, tauschen Erfahrungen aus, zeigen stolz ihre Fotos, erzählen von erfolgreichen Distanzritten oder der Teilnahme an einem Martinsritt, bei dem das Pferd durch die Kirche bis an den Altar geritten wurde, ohne mit der Wimper zu zucken. Auf dem Funkenhof geht es halt um mehr als nur die Zucht von reinblütigen Arabern, um mehr als Profit, hier geht es um eine Lebensphilosophie, die zwei Menschen sich verwirklicht haben und Gleichgesinnte herzlich dazu einladen, daran teilzuhaben.

Farisha-Arabians - ein Märchen aus 1001 Nacht? Nein, gott sei Dank kein Märchen, sondern herrlich gelebte Realität!
Sehr geehrte Frau Deness,

herzlichen Dank für Ihre Zuschrift! Den Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Er erinnerte mich ein bißchen an die Art meiner Kollegin Sylvia Frevert. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden. So schreibt die Mehrzahl der professionellen Journalisten, was ich in keiner Weise abwertend meine.

Bei der Gründung der Pferdezeitung war es jedoch nicht meine Absicht, noch ein weiteres Magazin zu gründen, in dem man Artikel lesen kann, wie sie auch anderweitig zu finden sind. Die Pferdezeitung sollte ein eigenes Gesicht bekommen. Das ist gelungen.

Sie haben recht mit der Bemerkung, daß der Abschnitt über die Fotografie eigentlich nicht in so einem Bericht erwartet wird. Meine Leser fotografieren aber, wie jeder heutzutage, selbst. Deshalb gebe ich meine Erfahrungen und Kenntnisse gerne weiter, und genau das wird von den Lesern sehr geschätzt.

Überhaupt zeichnet sich die Pferdezeitung dadurch aus, daß die Artikel eben nicht so sind, wie in den anderen Magazinen. Besonders Leser, die alle anderen Magazine kennen, freuen sich immer wieder über den frischen Ton und die ungewöhnlichen Themen und Betrachtungen.

Ich persönlich hole auch gerne aus und schweife ab, und zwar ganz bewußt. In meinem Rasseporträt über die Kabardiner zum Beispiel erlaube ich mir einen Rückblick in die Geschichte und Kultur des Volkes, das diese Pferde züchtet. Mein Rasseporträt über die Vollblutaraber erstreckt sich über viele Ausgaben. So etwas wäre in einem Printmagazin gar nicht möglich. Auch das ist ein Kennzeichen der Pferdezeitung: die Möglichkeiten des Internet zu nutzen.

Unser Besuch bei den Sißmanns war sehr eindrucksvoll und inhaltsreich. Der Artikel, auf den Sie sich beziehen, ist lediglich der erste Teil, der mit einem Ausblick auf den zweiten Teil endet. Dieser zweite Teil ist noch nicht geschrieben; möglicherweise gibt es noch einen dritten Teil, vielleicht sogar einen vierten, das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall habe ich vor, die vielfältigen Eindrücke, Erzählungen und Erfahrungen ausführlich zu würdigen.

Ihr Artikel umfaßt etwa 5.400 Zeichen. Artikel in Printmedien haben meistens etwa 10.000 Zeichen. Die Leser der Pferdezeitung erwarten mehr. Die Artikel der Pferdezeitung sind in der Regel mindestens 15.000 Zeichen, meistens zwischen 20.000 und 25.000 lang. Die begonnene Artikelreihe über das Vollblutarabergestüt Farisha Arabians wird sehr umfangreich und mit Sicherheit sehr informativ. Ich hoffe, daß ich den Sißmanns gerecht werde, und lade wie immer die Leser zur Korrektur ein, falls diese Einwände haben. Sie haben sich bereits zu Wort gemeldet, und ich danke Ihnen dafür.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Hebrang


Messeseite: Kühn


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W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
23.05.2004

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Deshalb arbeitet die Pferdezeitung anders. Wenn man das erste Mal die Pferdezeitung benutzt und dabei die Adreßdaten eingibt, wird automatisch ein Passwort generiert. Dieses Passwort wird zwar in der Bestätigungs-E-Mail mitgeteilt, aber im Normalfall nicht benötigt. Denn gleichzeitig wird auf der Festplatte des Benutzers das Passwort in verschlüsselter Form abgelegt, und zwar als Cookie.

Als die Pferdezeitung im Januar 1999 startete, galten Cookies noch als böse und manche Leute haben Cookies nicht zugelassen. Diese Zeiten sind erfreulicherweise längst vorbei. Wer Böses anrichten will, kann dies auch ohne Cookies tun. Cookies sind weder gut noch böse, sondern ein angemessenes Hilfsmittel, so wie ein Küchenmesser, auf das man keinesfalls verzichten kann, obwohl man damit auch Unfug anrichten könnte.

Wenn der Benutzer die Pferdezeitung wieder anwählt, schickt der Browser des Benutzers diesen Cookie mit. Der Server der Pferdezeitung kann das Passwort heraussuchen, verschlüsseln und mit dem Cookie vergleichen. Ohne Zutun des Benutzers wird dieser also legitimiert und kann auf seine Daten zugreifen.

Sollte der Leser von einer anderen Maschine aus auf seine Daten zugreifen wollen, kann dieser Mechanismus natürlich nicht funktionieren, weil die andere Maschine kein Cookie hat. In diesem Fall wird das Passwort benötigt. Da sich der Kunde das Passwort im Normalfall nicht gemerkt hat, muß er es sich zuschicken lassen. Diesen Mechanismus kennt heutzutage jeder. Wenn man an seine E-Mails herankommt, kann man also auch von fremden Maschinen aus auf seine Daten zugreifen.

Das hat bis vor kurzem einwandfrei funktioniert. Neuerdings häufen sich die Probleme. Wie kommt das? Wir hatten eben gesehen, daß die Legitimierung an die Maschine gekoppelt ist. Wenn ich normalerweise vom Büro aus auf die Pferdezeitung zugreife und dort legitimiert bin und dies ausnahmsweise von Zuhause aus tun will, schadet es nicht, wenn ich auch von dort aus automatisch legitimiert bin.

Sollte ich im Urlaub sein und von einem Internetcafé aus zugreifen wollen, funktioniert die Sache mit dem Cookie nicht. Oder besser gesagt: sie sollte nicht funktionieren. Denn nicht nur die Pferdezeitung arbeitet mit Cookies, und wenn die Maschine als solche legitimiert ist, kann jeder, der anschließend an dieser Maschine arbeitet, auf meine Daten zugreifen, was immer es ist.

Deshalb funktioniert die Pferdezeitung auch ohne Cookies durch sogenannte Sessions. Solange man sich innerhalb der Pferdezeitung bewegt, wird die Legitimierung mitgeschleppt. Wenn man die Pferdezeitung verläßt, ist die Legitimierung verloren. Man kann also auch im Internetcafé bequem mit der Pferdezeitung arbeiten, muß sich in diesem Falle aber das Passwort merken und jedesmal einloggen.

Nun häufen sich aber die Berichte, daß fremde Personen mit vorhandenen Identitäten gearbeitet haben. Es ist dabei kein Schaden entstanden. Die Leute haben einfach die Pferdezeitung benutzt und nicht bemerkt, daß sie eine fremde Identität genutzt haben. Sie haben z. B. auf eine Kleinanzeige geantwortet. Der Besitzer der Identität bekommt dann automatisch eine Kopie des entsprechenden Schreibens und wundert sich.

Die Erklärung ist einfach. In jedem Fall hat diese Person eine öffentlich zugängliche Maschine benutzt, bei der Cookies funktionieren. Es sind mir Fälle bekanntgeworden, wo dies in einer Firma passierte oder in einer Universität. Von einem Internetcafé habe ich noch nicht gehört; wie man dort inzwischen mit Cookies umgeht, weiß ich nicht.

In Universitäten hat man sich gezwungen gesehen, Cookies zu ermöglichen, weil die Studenten z.B. E-Mail-Accounts benutzen, die Cookies voraussetzen. Und nun ist die logische Konsequenz die, daß der Benutzer anschließend die Identität wieder löschen muß: Logout.

Ich habe also einen entsprechenden Menüeintrag hinzugefügt und meine Hilfetexte beim Versand von E-Mails entsprechend angepaßt. Ich hoffe, daß damit jeder zufrieden ist. Wer den Komfort genießen kann, braucht nichts zu tun, wer auf fremden Maschinen arbeitet, kann sich anschließend ausloggen. Allerdings muß er sich beim nächsten Mal wieder einloggen - sorry, es geht nicht anders.

Falls das auf die Dauer nicht funktionieren sollte - der Benutzer muß etwas tun! - müßte ich einen Mechanismus einbauen, der die Legitimierung nach einer gewissen Zeit automatisch beendet, wie man das etwa vom Onlinebanking kennt. Damit wäre natürlich der gesamte Komfort futsch. Das möchte ich vermeiden.

Werbung

Vor ein paar Tagen habe ich mich vollkommen in die Irre führen lassen. Eine aufmerksame Leserin beschwerte sich über unangemessene Werbung. Ich wußte nicht, worüber sie redet, und habe sie mißverstanden.

Dieses Mißverständnis war verständlich, denn am Abend zuvor hatte ich eine Änderung eingebaut und konnte mir nichts anderes vorstellen, als daß diese Änderung der Stein des Anstoßes sein müsse. Wortreich habe ich den Leserin versucht zu erklären, warum ich diese Änderung vorgenommen habe und was der Sinn der ganzen Geschichte ist - alles voll daneben!

Erfreulicherweise hat sich die Leserin durch meinen Roman nicht verschrecken lassen und noch einmal geantwortet. Immer noch war ich verwirrt, wußte nicht, was gemeint war, aber sie hatte mir einen Hinweis gegeben, der mir endlich ein Licht aufsteckte. Eine bestimmte Anzeige war gemeint, und weil noch zwei weitere, ähnliche geschaltet worden waren, hatte die Leserin Alarm geschlagen.

Jemand hatte unter Pferdeanzeigen ein Gebiß inseriert. Das ist ganz klar ein Mißbrauch, nämlich ein Mißbrauch der Zeit des Lesers, der ein Pferd sucht. Er wird belästigt und beschwert sich zu Recht. Das war der Inserentin nicht bewußt. Sie hatte es nicht bös gemeint. Zwar bietet sie Reitartikel in einem Shop an, aber in diesem Falle handelte es sich nicht um irgendeinen beliebigen Reitartikel, sondern um ein spezielles Gebiß, nach dem sie selbst lange gesucht hatte. Sie war der Meinung, daß andere Leute sich freuen müßten, wenn sie erfahren könnten, wo man ein solches Gebiß kaufen kann.

In dieser Annahme geht sie sicher nicht fehl. Eine solche Anzeige gehört nur an eine andere Stelle. Tatsächlich hatte sie dieses Gebiß auch zweimal in anderen Rubriken geschaltet, die durchaus angemessen sind. Es geht bei Handel und Wandel um Austausch. Der eine hat etwas, was der andere gerne hätte. Bevor dieser Austausch stattfinden kann, muß die Nachfrage das Angebot finden. Dazu betreibt der Anbieter Werbung. Kein Problem.

Und wenn die herkömmlichen Möglichkeiten nicht den gewünschten Erfolg bringen, muß man sich etwas anderes einfallen lassen. Die Pferdezeitung bietet dazu die Pferdemesse. In der Pferdemesse können professionelle Anbieter sich angemessen darstellen. Gerade in der Verbindung mit Kleinanzeigen, Pferdeanzeigen, Deckanzeigen, Terminkalender und Presseerklärungen kann das Onlinemedium seine Stärken ausspielen. Und mit dem "Angebot der Woche" kann der Anbieter aktiv an die Leser der Pferdezeitung herantreten. Das muß sich nur noch herumsprechen.

 
Chefredakteur und Herausgeber
 
 




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Rezension: Ponys


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Frevert, Sylvia / Vogel, Thomas

Ponys
... einfach klasse
Kleine Pferde im Filmportrait

40 Min; Video-Artikel-Nr.: 488500, 19,90 EUR
Langwedel, Oktober/November 2003 · TV-Produktion und Video Verlag Thomas Vogel

25,-  EUR ·  Bestellen


Der Verlag sagt über das Buch:

Ponys - die Kleinen in der großen bunten Pferdewelt werden immer beliebter. In einer Rasseshow stellen sich bekannte und ausgefallene Ponyrassen vor - vom Mini-Shetty bis zum Highlandpony. Unter dem Sattel, vor der Kutsche und in einmaligen Schaubildern beweisen sie ihre Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit und überzeugen schließlich jeden, dass "Ponys - einfach klasse" sind.

Text: Sylvia Frevert
Kamera, Schnitt, Produktion: Thomas Vogel, TV-Produktion

Klappentext

Ponys - die erste große Liebe aller Pferdebegeisterten!

Sie begleiten die Jüngsten bei ihren ersten Reitversuchen, sind leistungsfähige Sportkameraden und machen als charakterstarker und ausgeglichener Freizeitpartner Freude, ein ganzes Reiter- und Fahrerleben lang.

So vielseitig wie ihr Einsatz in Sport und Freizeit, beim Spring-, Dressur-, Western- und Therapeutischen Reiten, beim Fahren oder im Showprogramm - so vielseitig sind auch die unterschiedlichen Ponyrassen.

Bekannte und ausgefallene Ponyrassen stellen sich auf der Weide, dem Turnierplatz, beim Weltrekordversuch und als Freizeitpartner vor.

Von den ganz kleinen Mini-Shetties über die beliebten Haflinger und Isländer bis hin zum Welsh Cob und Highlandpony zeigen Ponys ihre Rasse und Klasse.



 
W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
Meine Meinung zu dem Buch:
von   Werner Popken

Ponies - ein großes Thema! Wo soll man anfangen? Bei den ganz Kleinen, die eigentlich gar nicht zum Reiten taugen, höchstens zum Ziehen, oder bei den Großen, die sogar Erwachsene tragen können? Und dazwischen eine unübersehbare Vielfalt, nicht nur an Rassen, sondern auch an Aktivitäten. Was kann man nicht alles mit Ponies machen!

Genau das ist das Thema des Films: diese Spannweite aufzuzeigen. Gleich zu Anfang sieht man Bilder des auf dem Klappentext erwähnten Weltrekordversuchs. Was ein Tandem ist, weiß jeder, wie es heißt, wenn 3, 4, 5 Pferde voreinander laufen, ist schon nicht mehr jedermann geläufig, und wie viele Pferde es in diesem Fall waren, konnte ich so schnell gar nicht zählen, aber es waren mindestens 8.

Nach dem Vorspann eine Idylle: 20-30 Stuten mit Fohlen galoppieren über eine riesige Wiese mit Ausblick in das weite Land. Dazu interessante Informationen: Wußten Sie, daß es weltweit mehr Ponies als Pferde gibt?

Das Pony wird als das für den Menschen nützlichste Tier bezeichnet, das den überwiegenden Teil der anfallenden Arbeiten erledigt hat. Die Redewendung "auf dem hohen Roß sitzen" wird dahingehend interpretiert, daß nur die Mächtigen sich ein Pferd leisten konnten, während die Arbeit ansonsten von Ponies verrichtet wurde, also von Pferden, auf denen man nicht so hoch sitzt.

So hat man denn merkwürdigerweise die Marke von 148 Zentimeter festgelegt, um Ponies von Pferden zu unterscheiden. Natürlich gibt es Pferde, die kleiner sind, und Ponies, die größer werden, aber das versucht man durch geeignete Zucht zu vermeiden. Wie später erwähnt wird, ist die Sache noch ein bißchen komplizierter, weil nach dieser Definition die Islandpferde eindeutig Ponies sind und deshalb auch in diesem Film gewürdigt werden, andererseits aber von Liebhabern stets als Pferde bezeichnet werden und tatsächlich auch so gut wie alles tragen können, was auch ein Pferd tragen kann, insbesondere normalschwere erwachsene Menschen.

Freundschaft und Freude - auf diese beiden Substantiva kann man das Verhältnis des Menschen zum Pony reduzieren. Als Leitfigur dient ein reizvoller Junge mit rötlichem Wuschelkopf und Sommersprossen, der sich sozusagen die Frage stellt, welches Pony für ihn das richtige ist und was er damit machen kann. Nun darf also der Reigen anfangen; die einzelnen Rassen können Revue passieren, die Liebhaber dürfen zeigen, was in ihren Kleinpferden steckt.

Den Anfang machen - natürlich - die Shettys. Auch für diese gibt es eine Größenbeschränkung: 108 cm ist die Grenze. Obwohl es so klein ist, leistet es doch im Vergleich zur Größe mehr als jedes andere Pferd und kann daher mit Recht als das vergleichsweise stärkste Pferd der Welt gelten. Angeblich sollen die Kelten und Wikinger diese Ponies auf die Shetland-Inseln gebracht haben, wo sie wegen des rauhen Klimas diese spezifische Form entwickelt haben sollen.

Das Verbot der Frauen- und Kinderarbeit soll dann den massiven Einsatz von Shetland Ponies im Bergbau zur Folge gehabt haben. Um 1900 sollen Shetland Ponies in Deutschland eingeführt worden sein, um 1930 in den Niederlanden. Heute gibt es dort mehr Shetland Ponies als in Großbritannien.

Neben den klassischen Shetland Ponies werden natürlich auch die modernen sportlichen Typen gezeigt, außerdem die Tigerschecken, die in Großbritannien nicht anerkannt werden. Die aus den USA stammende sportliche Richtung wurde 1999 in Deutschland als das Deutsche Classic Pony anerkannt. Ein Züchter, der sich in dieser Richtung besonders hervorgetan hat, die Familie Gruber aus Bad Gandersheim, führte diesen Typ im Zehnerzug vor.

Ein Züchter aus Michelstadt, Gauter, wenn ich richtig mitgeschrieben habe, versuchte auf einem Turnier den erwähnten Weltrekord mit neun Ponies. Die genauen Bedingungen wurden nicht beschrieben, aber auch so war es höchst eindrucksvoll zu sehen, wie sauber die neun Pferdchen voreinander herliefen und ihre Figuren demonstrierten.

Am anderen Ende der Skala findet man die Welsh Cobs, die mit bis zu 159 Zentimetern sogar Pferdemaß erreichen können. Die Welsh gibt es in verschiedenen Größen, von A über B zu C und D, was dann die Cobs sind; außerdem dann auch noch die Partbreds. Mit den Welsh kann man sozusagen wachsen.

Die Haflinger waren früher einmal sehr stämmig, sind heute sehr elegant und in über 40 Ländern vertreten. In Deutschland stellen sie fast 50% aller Ponies. Als Bergpony gelten die Haflinger als ausgeglichen und werden deshalb sowohl im Westernsport als auch in der Therapie eingesetzt.

Eine in Deutschland nicht sehr häufige Spezialrasse ist der Hackney, der auch als Zwerghackney vorgestellt wurde.

Sehr viel länger beschäftigt sich der Film mit den Islandpferden, was sowohl der Verbreitung in Deutschland als auch der Aktivität der Islandreiter entspricht. Islandpferde streuen in der Größe ziemlich stark, von 130-145 Zentimeter, und sind natürlich vor allem für ihre besonderen Gänge berühmt. Der im Film als "Islandpferdepapst" titulierte Walter Feldmann demonstriert sowohl Tölt als auch Rennpass und zeigt die Islandpferde auch vor dem Sulky.

Ein weiterer Höhepunkt bildet die Vorstellung des Deutschen Reitponys, das als verkleinerte Form des Deutschen Reitpferds konzipiert wurde und sich im Turniersport bewähren muß. Die Zuchtauslese erfolgt konsequenterweise über Hengstleistungsprüfungen und hat in sehr wenigen Jahren zu ausgezeichneten Ergebnissen geführt. Erfunden wurde diese Zuchtrichtung allerdings in Großbritannien.

Das Deutsche Reitpony wird auch im Fahrsport eingesetzt. Im Jahr 2003, dem Entstehungsjahr des Films, hat die deutsche Mannschaft bei den Weltmeisterschaften in jeder Klasse abgeräumt, einspännig, zweispännig und vierspännig. Wenn das kein Erfolg ist!

England, das klassische Land der Ponies, hat noch viel mehr zu bieten. New Forest, Connemara, Highland sind Stichworte. Diese Rassen wurden entsprechend ihrer Bedeutung relativ kurz abgehandelt. Auch die Fjordpferde spielen keine große Rolle mehr, die Liebhaber kämpfen darum, daß die Zucht wieder stabilisiert wird. Besonders im Distanzsport und im Wanderreiten haben sich die Fjordpferde bewährt.

Den Abschluß bilden Berichte über Ponyspiele, die zeigen, daß man auch außerhalb des eigentlichen Turniersports wettkampfmäßig antreten kann. Der sympathische Junge hat es wirklich schwer. Welche Rasse, welche Aktivität soll es denn nun sein?

Für die Frage, ob man als Eltern für die Kinder Ponies anschaffen soll, kann dieser Film nur ein Aufhänger sein. Wesentliche Fragen wie Kosten oder Unterbringung, Pflege und Ausrüstung werden gar nicht oder nur am Rande gestreift. Das sind aber auch Themen, die in einem Film schlecht behandelt werden können. Bevor man sich diesen Fragen widmet, sollte man wissen, was man will. Um diese Frage zu klären, kann der Film sehr nützlich sein.


erschienen 23.05.04




Siehe auch die folgenden Rezensionen:
Ausgabe 263, Frevert, Sylvia / Tönsfeuerborn, Brigitte:  Westernreiten - Das Praxisbuch, 13 Übungen für Einsteiger
Ausgabe 270, Frevert, Sylvia / Vogel, Thomas:  PferdeStark, Kaltblutpferde in ihrer ganzen Vielfalt, Eine internationale Veranstaltung mit schweren Pferden




Frevert, Sylvia / Vogel, Thomas

Ponys
... einfach klasse
Kleine Pferde im Filmportrait

40 Min; Video-Artikel-Nr.: 488500, 19,90 EUR
Langwedel, Oktober/November 2003 · TV-Produktion und Video Verlag Thomas Vogel

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Tip: Narzissen und Hirtentäschel


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W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
Narzissen und Hirtentäschel
Von   Werner Popken

In der vergangenen Woche erreichte mich die Zuschrift einer Leserin. Sie hatte auf ihrer Pferdeweide einen großen Bestand Narzissen, den sie mit Hilfe von Vernichtungsmitteln und Ausgrabungen drastisch verringert hat. Zwei Jahre später stehen aber immer noch so viele auf der Weide, daß sie sich fragt, ob das Narzissenkraut im Heu sich schädlich für die Pferde auswirken kann. Bisher wurde das Kraut nach der Blüte abgemäht, aber das gestaltet sich wohl als schwierig.

Außerdem steht in diesem Jahr sehr viel Hirtentäschel auf der Weide. Darüber hat sie in der Literatur noch gar nichts gefunden und macht sich deshalb ebenfalls Sorgen.

Da ich auf beide Fragen keine Antwort wußte, fragte ich eine Biologin, die sich mit Giftpflanzen auskennt. Freundlicherweise hat sie geantwortet.

Leider wissen wir nicht, ob es sich um wilde Narzissen oder Narzissenarten handelt oder um Kulturpflanzen. Falls es sich um Wildpflanzen handelt (die in Deutschland im Hunsrück und in der Eifel vorkommen), hätte sich die Leserin strafbar gemacht, da diese Pflanzen unter Naturschutz stehen. Die Biologin empfand das Verhalten der Leserin als grob rücksichtslos der Umwelt gegenüber und empfahl deshalb, die Weide ganz aufzugeben.

Narzissen gelten als giftig und verursachen zumindest eine "Narzissendermatitis", Koliken und weitere Beschwerden. Die Zwiebeln gelten als giftig, aber die Biologin wußte auch, daß ein 4jähriges Mädchen durch Blütenstielsaft und eine 85jährige Frau durch den Verzehr eines Straußes zu Tode gekommen sind. Über das Verhalten in Heu und Silage lagen ihr keine Informationen vor, aber vorsichtshalber würde sie von der Fütterung absehen.

Hirtentäschel ist anscheinend unbedenklich, ihr ist keine Giftigkeit bekannt. Aus Magenuntersuchungen von Moorleichen weiß man, daß Hirtentäschel als Nahrungsmittel verwendet worden ist. Es hat blutstillende Wirkung. Auf der anderen Seite gibt sie zu bedenken, daß es nichts gibt, womit man sich nicht umbringen kann. Alles ist eine Frage der Dosis, wobei diese bei einem Pferd und Hirtentäschel wohl sehr hoch liegen müßte.

Da fällt mir ein, daß es doch vor ein paar Monaten in Amerika den Fall gegeben hat, wo Studenten ein Wetttrinken mit Wasser veranstalteten. Einer ist anschließend ins Koma gefallen, und alle ärztliche Kunst konnte ihn nicht retten. Man kann sich also gegebenenfalls auch mit Trinkwasser umbringen!


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Galerie: Hochzeit


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Hochzeit

 
   
 
Unbekannt, Thrakien
Einer von vier Zierbeschl�gen, Ausschnitt
Silber, vergoldeten, H�he 5 cm
Schatzfund von Letniza, Bezirk Lowetsch
400 -350 v. Chr.
Historisches Bezirksmuseum Lowetsch
(Gold der Thraker, Arch�ologische Sch�tze aus Bulgarien)

Hochzeit habe ich den Galeriebeitrag dieser Woche betitelt; das zeitliche Zusammentreffen mit der gestrigen Hochzeit des spanischen Thronfolgers ist rein zuf�llig. Im Galeriebeitrag der letzten Woche ( Thrakische Quadriga) haben wir bereits von Zierappliken geh�rt, die das Halfter der Pferde auf der Vase schm�ckten.

Der Katalog ist voll von Zierappliken f�r Halfter und Geschirre; es war mir klar, da� ich diese kunsthandwerklichen Arbeiten in dieser Reihe w�rdigen mu�. Auf der Hansepferd wurde ich Zeuge, wie jemand anhand einer Zeichnung eine solche Verzierung suchte.

Der H�ndler hatte zwar vieles, aber so etwas nicht. Ich wu�te jemanden, der solche Teile machen kann. Auch heute noch sind Schmuckverzierungen an Geschirren gefragt, vor allen Dingen in Fahrerkreisen; in diesem Fall handelte es sich allerdings um einen Reiter, und die Vorlage stammte von englischen Paradegeschirren.

Diese Zierappliken sind sicherlich nicht f�r den t�glichen Gebrauch bestimmt und haben vor �ber 2000 Jahren ebenfalls der �berh�hung der Pferde und des Besitzers gedient. In historischen Zeiten hat man �berwiegend Symbole verwendet, aber dieses hier sind Bildwerke, Reliefs, die eine Geschichte erz�hlen.




Kommentar
Von   Werner Popken

Gesamtansicht, eines von vier Teilen · © 2010
 
Gesamtansicht, eines von vier Teilen
Die Andeutung der Zierappliken auf der Kanne hat eine gro�e �hnlichkeit mit den Formen, die auf diesem Reliefs ganz eindeutig die Br�ste der beiden Frauen kennzeichnen sollen. Rechts sitzt ein Mann, der bis auf die nackten Beine und F��e bekleidet ist.

Zun�chst hatte ich vermutet, da� er ein Kettenhemd, also eine R�stung, tr�gt, aber ein Blick auf den Oberk�rper der links stehenden Frau lie� meine �berzeugung wanken. M�glicherweise hat der K�nstler mit seiner Oberfl�chengestaltung lediglich andeuten wollen, da� es sich um gewebte Kleidung handelt.

Die Gestaltung der Nase k�nnte man als Teil eines Helmes lesen, der die Nase sch�tzen soll. Andererseits deutet der Rest nicht unbedingt auf einen Helm hin. Die links stehenden Frau scheint etwas zu rufen oder zu singen. Sie vollf�hrt gleichzeitig deutliche Gesten mit den Armen, die m�glicherweise segnend gelesen werden k�nnen.

Die mittlere Frau sitzt rittlings auf den Oberschenkeln des Mannes, ist ebenfalls bis auf die Unterschenkel und F��e bekleidet und k�nnte eventuell an den Kn�cheln Schmuck tragen. Die Frau umarmt die Schulter des Mannes mit Ihrem linken Arm, w�hrend die rechte Hand z�rtlich seine Brust ber�hrt.

Seine rechte Hand ist hinter der auf ihm sitzenden Frau in Richtung auf die "S�ngerin" ausgestreckt, seine linke Hand ist nicht auszumachen. Anatomisch etwas ungl�cklich, von der Bildgestaltung her aber deutlich vorgetragen ist die Sicht auf seine Geschlechtsteile. Seine linke Hand k�nnte sich darum bem�hen, diesen etwas zu helfen. Sein Glied dringt n�mlich in die Scheide der auf ihm sitzenden Frau ein, die dazu vermutlich ihr Kleid ein wenig hochgeschoben hat. Was sagt die Wissenschaft dazu?


Der Fund

Frau mit dreiköpfiger Schlange · © 2010
 
Frau mit dreik�pfiger Schlange
Nereide auf Seepferd · © 2010
 
Nereide auf Seepferd
Dieser Schatz, der sich in einem Bronzegef�� befand, ist ein Zufallsfund. Au�er der Trense und dem Stirnschmuck enthielt er kleine, durchbrochene Silberpl�ttchen, die auch zum Schmuck des Pferdegeschirrs geh�ren k�nnen. Jedes Zierpl�ttchen hat an der R�ckseite eine �se, mit der es am Riemenzeug befestigt wurde.

Die durchbrochenen Zierplatten erinnern an �hnliche St�cke aus anderen Funden. Neu sind hier die vielen quadratischen und rechteckigen Pl�ttchen, auf denen Szenen aus der Mythologie oder phantastische Tiere dargestellt sind. Sie sind das Werk eines zweiten Meisters. Sie zeigen starken �stlichen Einflu�, sie zeichnen sich aber vor allem durch ihren originellen Realismus aus.

Die auf einigen der rechteckigen Pl�ttchen dargestellten Szenen unterrichten uns �ber die mythologischen Vorstellungen der Thraker. Die Menschen- und Pferdek�pfe hinter dem Helden-Ritter sind vielleicht als Wesen zu deuten, die ihm geopfert werden, damit er sie unter seinen Schutz nimmt.

Antike Autoren berichten von Menschen- und Pferdeopfern zu Ehren des thrakischen Kriegsgottes. Man k�nnte daraus schlie�en, da� diese Werke gerade die verschiedenen Aspekte des thrakischen Ares widerspiegeln. Auf einem Zierpl�ttchen �berreicht der Held eine Phiale - das Attribut seiner k�niglichen W�rde, auf einer weiteren k�mpfte er gegen einen aufrecht stehenden B�ren.

Besonders interessant ist eine Gruppe von vier Pl�ttchen, auf denen verschiedene Episoden aus einem indoeurop�ischen Hauptmythos dargestellt sind. Der dreik�pfige Drache hat die Gew�sser ausgetrocknet und die Frauen eingesperrt (ein M�dchen mit Spiegel - Eheattribut - steht vor einer Schlange mit drei Tierk�pfen). Infolge der Trockenheit h�ren die Menschen auf, sich zu vermehren.

Ein mutiger Held, der das Ungeheuer im Zweikampf t�tet (diese Applike ist verloren), rettet das Leben und die Menschen. Die Gew�sser �berfluten den durstigen Boden (die Periode des Hippokampos), der Sieger wird Ehemann der befreiten Frauen und dadurch zum Stammvater des neuen Volkes. Seine Heldentaten berechtigen ihn auch, der erste K�nig zu werden (er reitet mit dem Bogen auf dem R�cken). Hier scheint zum erstenmal in der thrakischen Kunst der ganze Mythos folgerichtig wiedergegeben zu sein.

[...]

Zierbeschlag

In einem rechteckigen Rahmen ist ein 'hieros gamos', die Vereinigung zweier Gottheiten, dargestellt. Der Gott, mit auf dem Kopf zusammengebundenem Haar und Bart, umarmt mit seiner Rechten die auf seinem Scho� sitzende G�ttin. Mit der Linken streift er ihr Gewand zur�ck. Links neben dem sich umarmenden Paar steht eine langgewandete Frau mit einem langen Zweig in der Linken und einer Kanne in der Rechten. Beide Attribute sind offenbar Fruchtbarkeitssymbole.
Seite 139-141

Die heilige Hochzeit wird griechisch bezeichnet und soll damit nicht etwa einen profanen Geschlechtsverkehr, sondern einen religi�sen Akt darstellen. Ich habe zu diesem Terminus ein wenig recherchiert. Soweit ich herausfinden konnte, gab sich die G�ttin dem K�nig hin, stellvertretend vollzogen durch die Oberpriesterin, wobei allerdings der K�nig dann wiederum Stellvertreter f�r den g�ttlichen Geliebten der G�ttin war.

Die Angelegenheit war �u�erst wichtig, weil dadurch die Fruchtbarkeit f�r das kommende Jahr beschworen wurde. Es handelt sich damit um ein religi�ses Ritual von Ackerbauern, die darauf angewiesen waren, da� das Jahr ohne St�rungen verlief und eine gute Ernte eingebracht werden konnte. Ein letzter Rest dieser Feierlichkeiten ist selbst nach 2000 Jahren Christentum in unseren Maibr�uchen nachweisbar (� Die Birke - Symbol des Neubeginns).

Der Hippokampos ist ein Mischwesen aus Pferd und Fisch; ich war darauf schon einmal gesto�en ( Rothkreuz) und hatte sp�ter einen  Hippokamposbrunnen in Salzburg vor der Kathedrale entdeckt.


Der Held

Reiter mit Lanze · © 2010
 
Reiter mit Lanze
© 2010  
Details · © 2010
 
Details
Nun bin ich endlich zu einem der vielen thrakischen Reiter gekommen. �ber diese Reiter wei� man offenbar sehr wenig. Es gibt sie auch in Stein, Tausende davon:

Seit langem versuchen Wissenschaftler die Bedeutung von thrakischen Heiligenbildern zu entschl�sseln. In Steinplatten, die an heiligen St�tten der Thraker gefunden wurden, ist das Bild eines Reiters gemei�elt. Die g�ngige Forschung vermutet einen Reiter-Gott als h�chste Gottheit der Thraker. Aber die antiken Autoren schweigen dazu, und literarische Quellen der Thraker sind bisher nicht bekannt. Dr. Dilyana Boteva von der St.-Climent-Ohridski-Universit�t in Sofia, will als Humboldt-Stipendiatin in Berlin dem Nachweis f�r ihre eigene Theorie n�her kommen.

Dilyana Boteva ist bereits seit fast zwanzig Jahren der Bedeutung der Weihedenkm�ler des Thrakischen Reiters auf der Spur. Die bulgarische Wissenschaftlerin hofft, auf den Votiv-Platten der Reiter den Schl�ssel zur thrakischen Religion zu finden. Die Althistorikerin hat in den letzten Jahren die Motive von rund 3000 Platten in einer Datenbank erfasst. Die meisten Votiv-Platten stammen aus der Zeit r�mischer Herrschaft vom ersten bis ins dritte Jahrhundert. Die Anordnung der Symbole ist nicht zuf�llig, ist die Wissenschaftlerin �berzeugt.

Neben dem Reiter sind oft auch andere Figuren in den Stein gemei�elt. Eine Schlange ringelt sich dem Reiter entgegen, oder eine Frau steht vor ihm. Auch Reh, Eber und andere Figuren tauchen auf. Dilyana Boteva hat ihre eigene Hypothese zur thrakischen Religion. M�glicherweise symbolisiert die Schlange die wichtigste Gottheit der Thraker, und nicht der Reiter.
� Mysteri�se steinerne Reiter und Schlangen, Dezember 2002

Der Katalog zeigt sehr viele dieser Reiter als Zierbeschl�ge f�r Geschirre; unser Beschlag ist typisch, wird aber als Teil eines Mythos gesehen, wie wir gerade geh�rt haben. Der Katalog sagt:

Zierbeschlag
Silber, vergoldet, H�he 4,5 cm
Rechteckig; ein Reiter mit auf dem Kopf zusammengebundem Haar und Panzerhemd, auf einem Hengst, mit der rechten Hand eine Lanze schwingend, die Z�gel in der linken haltend. Hinter ihm ein Bogen, Symbol der K�nigsmacht. Die Eierstabumrandung wird von der Lanze, den Hufen, dem Bogen, dem Pferdeschwanz und dem Kopf des Reiters unterbrochen, die alle �ber den Rand hinausragen.

Soweit ich das �berblicken kann, sind viele Einzelheiten stereotyp, so z. B. das Geschlecht des Hengstes, das eher dem eines Mannes �hnelt und �berdeutlich hervorgehoben ist. Besonders merkw�rdig sind die Applikationen an den Beinen des Pferdes, die ebenfalls regelm��ig wiederkehren. Der Katalog schweigt sich dazu aus, wenn ich nichts �bersehen habe.

Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, da� der saudische K�nig 5000 Nachkommen besitzt. So �hnlich wird das wohl damals bei unserem Helden auch gewesen sein. Wenn man ein bi�chen rechnet, ist die Sache schon merkw�rdig. Nehmen wir der Einfachheit halber einmal an, da� der Held 50 Jahre zeugt, dann sind das 100 Schwangerschaften im Jahr.

Nun soll es vorkommen, da� ein einziger Geschlechtsakt schon den gew�nschten Erfolg bringt, aber das wird nicht die Regel sein. So ein Held und K�nig mu� also enorm r�stig sein, und in der Tat wurde der K�nig aufs Altenteil geschickt, wenn es mit seiner Zeugungskraft nicht mehr so weit her war. "So endete Davids Herrschaft, nachdem er altersbedingt lendenlahm geworden war (1.K�nige 1ff.)." (� Danae).

Das Gedeihen des ganzen Landes hing vom K�nig ab. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, da� die Hochzeit des zuk�nftigen K�nigs von Spanien nach wie vor symbolische Bedeutung hat und deshalb mit allem erforderlichen Aufwand gefeiert werden mu�te.

Dazu zwei Anmerkungen von meiner Frau: Zun�chst bin ich einem Denkfehler unterlegen. Nachkommen sind die eigenen Kinder, die Enkel und die Urenkel usw. So sehr mu�te sich der saudische K�nig also nicht anstrengen, seine Nachkommen haben mitgeholfen.

Zum anderen ist der Bezug der Maibr�uche zu den Fruchtbarkeitsriten teilweise noch viel deutlicher sichtbar. Um Ulm herum soll es den Brauch geben, da� die jungen M�nner ihrer Angebeteten am 1. Mai Birkenreiser aufs Dach stecken, die sogenannten Maien. Hier wird also symbolisch etwas gesteckt, was in alten Zeiten praktisch vollzogen wurde.

Irgendwo in Deutschland gibt es auch den Brauch, einem jungen verheirateten Ehepaar, bei dem sich kein Nachwuchs ank�ndigt, nach einem Jahr einen Maibaum in den Garten zu stellen, als Fruchtbarkeitssymbol. Die Nachbarn treiben sozusagen helfende Magie.



Quellen / Verweise


  1. Gold der Thraker, Arch�ologische Sch�tze aus Bulgarien, Romer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, 1. Mai-3. August 1980
    Ausstellung anl��lich der 1300 Jahr Feier des Bulgarischen Staates
  2.  Thrakische Quadriga, Galeriebeitrag Ausgabe 269
  3. � Die Birke - Symbol des Neubeginns, Bayerische Landesanstalt f�r Wald und Forstwirtschaft
  4.  Rothkreuz, Galeriebeitrag Ausgabe 212
  5.  Hippokamposbrunnen, Poster zu Ausgabe 236
  6. � Mysteri�se steinerne Reiter und Schlangen, Dilyana Boteva will an der TU Berlin der Religion der Thraker auf die Spur kommen
  7. � Danae


Fotos
  Werner Popken



Poster: Bezaubernde Anmut


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zu  Ausgabe 269


Rank und schlank und offen


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und frei wie der Vogel


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Raumgreifende Schritte
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und schwebende Eleganz


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ein Glücksstrahl der Schönheit


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Bezaubernde Anmut
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und unnahbare Beseeltheit


siehe  Ausgabe 269

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Messeseite: ElPotro


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Willkommen bei El Potro!!



Bei uns finden Sie ein breites Sortiment an Reitartikeln. Der Schwerpunkt unseres Sortiments liegt auf Sätteln und Zubehör.

Außerdem arbeiten wir direkt mit einem Verkaufsstall aus Andalusien zusammen, der einen sehr guten Ruf genießt. Alle Pferde werden von einem Tierarzt kontrolliert.

Unser Sortiment an Sätteln ist riesig:

  • Spanische Sättel
  • Vaqueras Sättel
  • Portugiesische Sättel
  • Alta Escuela Sättel
  • Englische Sättel
  • Distanzsättel
  • Westernsättel
  • Damensättel
  • Gebrauchte Sättel
 

   
 


Als Zubehör bieten wir:

  • Trensen und Serretas
  • Gamaschen und Bandagen
  • Mosqueros und Atacrines
  • Halfter und Gebisse
  • Biothanen Produkte


Wir bieten Ihnen alles, was das Perde- und Reiterherz begehrt.

Stöbern Sie einfach weiter oder lassen Sie sich zu unserem » Shop führen, um mehr über unsere Produkte für Pferd und Reiter zu erfahren.

Wir sind stolz darauf, Ihnen neben Pferdeartikeln diese Pferde anbieten zu können:
  • PRE (auch von der Cartujano Linie)
  • Andalusier
  • PRE Mischlinge




:: AB SOFORT ist der Versand von SÄTTELN nach ganz Europa kostenlos! ::


Falls Sie eine Frage oder einen speziellen Wunsch haben sollten, zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt
Daniela Rubio  
Calle Alta 5 Spanien Campillos
E-Mail   Daniela Rubio  
Tel. 0034 609260518

 

 
Messeseite » ElPotro · ElPotro - Sättel und Zubehör
Sättel für alle Disziplinen - über 20 Iberische Sättel! Direktverkauf Spanische Pferde!
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Messeseite: Reiterhotel


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Unser schönes Haus im Grünen · © 2010  
Unser schönes Haus im Grünen
Der festlich gedeckte Speisesaal · © 2010  
Der festlich gedeckte Speisesaal
Brave Pferde in allen Größen · © 2010  
Brave Pferde in allen Größen
Voltigieren in der lichten Halle · © 2010  
Voltigieren in der lichten Halle
Unser Motto: "Reiten bis zum Schlafen gehen"
Bei uns werden eure Träume wahr!
Stellt euch vor: 130 Pferde in allen Größen warten auf euch!

  • Shetlandponys
  • Reitponys
  • Isländer
  • Norweger
  • Haflinger
  • Pintos
  • Appaloosa
  • Palaminos
  • Tinker
  • Knabstrupper
  • Warmblüter aller Rassen
  • Kaltblüter
  • und einige interessante Kreuzungen

Wir aber haben nicht nur Ponys und Pferde für Euch. Bei uns gibt es noch jede Menge Federvieh, viele süße Kätzchen und Hunde und dann sind da noch unsere Maultiere "Muletta" "Jule".


Nun zum Wichtigsten!

Nach Eurer Ankunft suchen wir gemeinsam mit Euch Euer Pflegepferd aus. Dieses Pflegepferd bleibt bis zu Eurer Abreise unter Eurer ganz persönlichen Obhut! Ihr dürft es putzen, satteln (natürlich ist immer jemand da, der Euch hilft und betreut), liebhaben und sooft auf ihm reiten, wie Ihr möchtet. Und dazu gibt es wirklich genügend Gelegenheit. Wir bieten Reitstunden in unseren tollen Reithallen oder auf dem Außenplatz. (selbstverständlich unter Anleitung) Und den ganzen Tag gibt es geführte Ausritte in unser traumhaftes Gelände. (Eure eigenen Ponys oder Pferde könnt Ihr natürlich auch mitbringen).

Kontakt
Familie Vox Reiterhotel Vox
Bockradener Schulstr. 2 49577 Eggermühlen
E-Mail   Familie Vox » www.reiterhotel-vox.de
Tel. 05435/443 Fax 05435/1381

 

 
Messeseite » Reiterhotel · Reiterhotel Vox
Tolle Angebote für Schulklassen, Reitvereine, Jugendgruppen etc.
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Messeseite: Eitenmüller


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Seit 45 Jahren werden auf dem Hof Eitenmüller Fjordpferde gezüchtet. In den ersten Jahren wurden unsere Fjords als treue Wegbegleiter und harte, ausdauernde Arbeitspferde in unserer Landwirtschaft eingesetzt.

Schon vor 40 Jahren konnte man im herrlichen Ostertal neben der traditionellen Rinderzucht immer wieder kleine Fjordfohlengruppen entdecken. Wegen des gutmütigen Charakters, der Robustheit und Härte fanden die norwegischen Fjordpferde im Odenwald und um den Hof Eitenmüller eine neue Heimat und stellen bis heute eine Hochburg mit zur Zeit ca. 300 Stuten dar.

Kontakt
Fjordgestüte Eitenmüller  
Mösselbachweg 6 64756 Mossautal-Güttersbach
E-Mail   Fjordgestüte Eitenmüller » www.fjordpferde-eitenmueller.de
Tel. 0(049)6062/5659 Mobil 0171-2654880

 

 
Messeseite » Eitenmüller · Fjord- = Familienpferde
Der Hof Eitenmüller stellt eine Hochburg der Zucht mit zur Zeit ca. 300 Stuten dar.
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Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


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Ansorena

 

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Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerd Hebrang
©1999-2004 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
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