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Bericht Zum Thema Landgestüt · Hadban Enzahi
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 229.03 der Pferdezeitung vom 17.08.03
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Wilhelm I. auf einem Hengst aus der Familie des Bairactar vor der Staatsgalerie in Stuttgart · Copyright wie angegeben
Wilhelm I. auf einem Hengst aus der Familie des Bairactar vor der Staatsgalerie in Stuttgart
Skelett des Bairactar im Gestütsmuseum aus dem Besitz der Universität Hohenheim · Copyright wie angegeben
Skelett des Bairactar im Gestütsmuseum aus dem Besitz der Universität Hohenheim
Hadban Enzahi hinter dem Zwerchstall · Copyright wie angegeben
Hadban Enzahi hinter dem Zwerchstall
Am Ende des Ersten Weltkriegs verlor der deutsche Adel seine Privilegien. Das hatte auch Folgen für die deutsche Pferdezucht. So mußte zum Beispiel das Sennergestüt in Lippe aufgelöst werden.

Diese politische und besitzrechtliche Umwälzung betraf aber nicht das Gestüt in Weil bzw. Scharnhausen, weil es sich im Privatbesitz der Königsfamilie befand. Schon Wilhelm I. hat enorme Summen aus seinem Privatvermögen in das Gestüt gesteckt.

Das verstehe ich nicht ganz - wieso befand sich das Gestüt im Privatbesitz? Wenn er die Araber zur Verbesserung der Pferde im Lande, insbesondere der Militärpferde einsetzen wollte, handelte es sich doch eindeutig um eine staatliche Angelegenheit.

Wilhelm hat bei seinem Amtsantritt die Funktionen von Marbach entzerrt: Marbach wurde reines Landgestüt, das Hofgestüt wurde nach Weil verlegt. Dem Landgestüt wurden bei dieser Gelegenheit die Gestütshöfe Marbach, Offenhausen, St. Johann und Güterstein zugeteilt.

Ein Hofgestüt ist meines Erachtens ebenfalls eine staatliche Angelegenheit und sollte nicht aus der Privatschatulle des Königs bezahlt werden müssen. Möglicherweise hat Wilhelm aber so gehandelt, weil infolge der napoleonischen Kriege eine Hungersnot im Lande herrschte und er den Landesetat nicht zusätzlich belasten wollte.

Dr. Raue zeigt sich von den Leistungen dieses König beeindruckt. "Er war sehr populär, was sich auch darin ausdrückte, daß er Rex Agricolorum genannt wurde, also König der Bauern. Er hat sehr viel für die Landwirtschaft getan, unter anderem die Agrarmesse in Hohenheim gegründet und vielfältige Zuchtversuche angestellt, zum Beispiel mit Buckelrindern." (Siehe dazu auch » Wilhelm I. und der Weg zum modernen Württemberg.)

Die Sache mit dem von Wilhelm abgebrochenen Feldzug und der Ruhr, die indirekt Anlaß zur Araberzucht gab, hat eine interessante Vorgeschichte. Ich muß dazu etwas ausholen.

Der Vater Wilhelms, der spätere Herzog Friedrich II., besuchte als Prinz 1789 Paris und wurde dadurch unfreiwillig Zeuge der französischen Revolution. Damals entlud sich der Zorn des Volkes gegen den Adel, der in der Regel einen Kopf kürzer gemacht wurde.

Napoleon hat diesen Wirren bekanntlich ein Ende bereitet und sich selbst zum Kaiser gekrönt. In der Folge hat Napoleon ganz Europa mit Kriegen überzogen. Selbstverständlich fühlte sich auch das Herzogtum Württemberg bedroht.

Herzog Friedrich II. versuchte zunächst, Napoleon gegenüber Distanz zu wahren, konnte aber schließlich der französischen Übermacht nichts entgegensetzen und schlug sich anläßlich des Blitzkriegs Napoleons gegen Österreich und Rußland auf dessen Seite.

Als Folge dieses gewonnenen Kriegs bekam Friedrich erheblichen Gebietszuwachs; mehr noch: Napoleon machte Herzog Friedrich II. zum König Friedrich I. (Fredericus Rex, FR) und erwartete die Eheschließung zwischen Wilhelms Schwester Pauline und seinem Bruder Jerôme, den er zum König von Westfalen gemacht hatte. Friedrich mußte wohl zustimmen.

Sein Sohn hatte wie die Untertanen ebenfalls die Konsequenzen zu tragen. Württemberg mußte für den Rußlandfeldzug etwa 15.000 Soldaten stellen, der Kronprinz, der spätere König Wilhelm I., befehligte das Kontingent.

Die vorzeitige Rückkehr des an der Ruhr erkrankten Kronprinzen galt als eigenmächtiger Abbruch des Feldzuges (Wilhelm I., König von Württemberg). Bekanntlich endete dieser Feldzug in einer Katastrophe; von den 15.000 Württembergern kehrten nur 500 zurück (» Das Königreich Württemberg (1806 - 1918)). Angesichts dieses entsetzlichen Ausgangs kann man froh sein, daß der Kronprinz erkrankte und "Fahnenflucht" beging.

Jetzt erscheint die Gründung des Arabergestüts in einem etwas anderen Licht. Die Araber sind vermutlich infolge des Ägyptenfeldzugs Napoleons für das Militär wieder interessant geworden und haben daher erneut Eingang in die europäische Zuchtgeschichte gefunden.

Die letzte Erbin des Gestüts, Fürstin zu Wied, Tochter König Wilhelms II., konnte infolge der Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts das Gestüt nicht mehr erhalten (Hintergründe zur Dynastienfolge siehe » Könige von Württemberg).

Nun hatte Wilhelm I. testamentarisch verfügt, daß die Araber nicht verkauft werden durften. Aha, hier haben wir den Grund dafür, daß die Araber heute noch in Marbach gepflegt werden.

In dieser Situation erklärte sich 1932 die Regierung von Baden-Württemberg bereit, den größeren Teil der Pferde zu übernehmen. 4 Hengste und Hengstfohlen, 13 Stuten und Stutfohlen kamen in den Besitz des Staates und wurden nach Marbach verlegt, was sich als unproblematisch herausstellte.

Leider fand man sich 1948 ohne Hengst wieder, da dieser nur geliehen war. Erst 1955 konnte der Original-Araber Hadban Enzahi aus Ägypten importiert werden. Und damit hatte man einen ausgesprochenen Glücksgriff getan.

Dieser Hengst ist 23 Jahre alt geworden und hat bis an sein Lebensende seinen Dienst erfüllt. Nachkommen dieses Hengstes finden sich heute auf der ganzen Welt. Kein Wunder, daß er wiederholt als Kunstwerk verewigt worden ist.

"Zu Zeiten von Dr. Cranz konnte man 25.000 DM für einen Absetzer bekommen. Damals hat Amerika ganz Ägypten aufgekauft. Aber der Markt in den USA ist zusammengebrochen. Wir sehen die Sache ganz nüchtern: Der Araber ist für uns ein Reitpferd." kommentiert Dr. Raue die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre.





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