Wir sind dann öfter und regelmäßig dort hin, haben uns sogar einen Roller gekauft, da das mit dem Fahrrad doch etwas weit war und wir ein Auto noch nicht hatten. Das Ganze machte mir zunehmend Spaß und irgendwann hieß es, die nette schwarze Stute (die übrigens Temsa heißt!) soll verkauft werden � und zur Überraschung aller kaufte ich diese Stute ... (auch zu meiner eigenen Überraschung). Den Preis konnte ich mir leisten, das Reiten machte Spaß, sie war ganz mein Typ, und wegen dem Unterhalt musste ich mir auch keine Sorgen machen, da ich gerade mit dem Studium fertig war und mit der Arbeit begann � ja und Karin freute sich natürlich auch � was auch wieder mich freute. Diese Stute hatte dann überraschenderweise Papiere und stellte sich als Kabardiner heraus. Tja, wenn man schon Papiere hat, dann sucht man auch mal, was das denn ist. Die Suche nach Infos über diese Rasse stellte sich aber als äußerst schwierig heraus. Nach langer Suche fanden wir ein Buch, in dem die Rasse erwähnt wurde � ganz kurz mit einem Foto � nicht viel aber immerhin. Ich suchte dann per Internet weiter, sowie über Newsgroups (vor allem de.rec.tiere.pferde) und fand immerhin eine Internetseite in Amerika, auf der die Pferde auch erwähnt waren und als selten und schützenswert herausgestellt wurden. Über die Newsgroup fand ich dann auch noch eine Frau an der Nordsee, die einen Hengst hatte, und ich begann mir zu überlegen, ob ich nicht vielleicht ein Fohlen ziehen will � wenn die Rasse schon so selten ist ?! Karin hatte mittlerweile beschlossen, dass sie auch ein Pferd will. Barock � vielleicht ein Friese sollte es sein. Da kam es gerade richtig, dass uns eine barocke Stute vorgestellt wurde � vermutlich Lipizzaner, mit Bränden, aber ohne Papiere, mit tollem Gangwerk und gesund � bis auf eine abklingende Bronchitis (nicht ganz korrekt wie sich herausstellte).
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