 | | | Nadine wird Wünschdirwas-Botschafterin |  |  |  |
| Charity ist schick: Man zeigt nicht nur, daß man Erfolg hat, man beweist auch, daß man vermögend ist und helfen kann. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, im Gegenteil; vielfach wird beklagt, daß die Gemeinnützigkeit von Privatleuten und Unternehmen bei uns nicht so gepflegt wird wie in den USA, die in dieser Hinsicht Vorbildfunktion haben sollen.
Dabei wird allerdings leicht übersehen, daß es drüben mit der sozialen Sicherheit extrem schlecht bestellt ist und der Einzelne deshalb auf die Hilfe von Verwandten und Nachbarn, Mitgliedern seiner religiösen Gemeinschaft oder seines sozialen Zirkels unbedingt angewiesen ist. Diese Art von Gemeinnützigkeit ist hierzulande im allgemeinen nicht nötig, obwohl sich die Verhältnisse mehr und mehr den amerikanischen annähern und deshalb auch überall Institutionen wie die » Tafel entstehen, die aus diesem Grunde auch in der Kritik stehen.
Der Einsatz von Prominenten für wohltätige Zwecke hat dagegen auch bei uns schon eine längere Tradition und wird unstreitig stets begrüßt. Die » Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung ist ein Beispiel aus dem Pferdesport; Nadine Capellmann engagiert sich neuerdings für » wünschdirwas:
| Der Kölner Verein wünschdirwas e.V., dessen Ziel es ist, schwer kranken Kindern Wunschträume zu erfüllen, um so den Lebensmut der Kinder zu stärken und in den Kindern die Energien neu zu mobilisieren, freut sich sehr über seine neue Botschafterin Nadine Capellmann.
Nadine Capellmann ist seit Jahren eine der erfolgreichsten Dressurreiterinnen der Welt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends gehörte sie mit Farbenfroh zur siegreichen deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Sydney. Die zierliche Reiterin und der bunte Fuchs waren ein Traumpaar, dem nicht nur die Herzen des Publikums zuflogen, sondern auch die Wertschätzung der Juroren. 2002 krönten die beiden ihre gemeinsame Karriere mit dem Gewinn des Mannschafts- und Einzeltitels bei der WM im spanischen Jerez de la Frontera. Vier Jahre später erfüllte sie sich im Sattel des Hannoveraners Elvis einen großen Traum: die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in ihrer Heimatstadt Aachen. Auch hier gewann sie Mannschaftsgold. Doch nicht nur im Reitsport engagiert sich Nadine Capellmann zielstrebig und mit Elan.
Medizinisch sind die Kinder, die von wünschdirwas betreut werden, bestens versorgt. Doch auch Glück und Lebensmut spielen eine große Rolle auf dem Weg zum Gesundwerden. Der Ansatz, über die ärztliche Versorgung hinaus die nötige Lebensfreude zu spenden, spiegelt Nadine Capellmanns eigene ganzheitliche Lebensphilosophie wieder. Daher widmet sie sich mit besonderer Freude ihrer neuen Aufgabe, wünschdirwas zu mehr Öffentlichkeit zu verhelfen � und hoffentlich auch selbst den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen zu können.
» International erfolgreiche Dressurreiterin Nadine Capellmann ist Botschafterin für wünschdirwas e.V. | | |
| Erstmals konnte Nadine Capellmann Ende April in ihrer Aufgabe als Wünschdirwas-Botschafterin aktiv werden.
Schon fast zwei Jahre lang hatte sich die an Lymphdrüsenkrebs erkrankte, inzwischen 16jährige Christina aus der Nähe von Bayreuth gewünscht, einmal Monty Roberts persönlich zu begegnen. Jetzt war es endlich so weit: Monty Roberts war auf Tournee in Deutschland, und Nadine erzählte Ullrich Kasselmann, dem Gastgeber von "Horses and Dreams" in Hagen a.T.W., von Christinas Wunsch. Dieser machte den Namen seines Turniers zum Programm -- da er mit dem "Pferdeflüsterer" gut befreundet ist, zog man gemeinsam an einem Strang, und Christina war einen Tag lang ein ganz besonderer Gast in Hagen.
Monty Roberts nahm sich in aller Ruhe Zeit für sie und signierte nicht nur ihre Bücher, sondern sie konnte sogar in den Sattel eines Therapiepferds steigen und sich ein paar Tips von ihm abholen. Zum Abschluss des Tages konnte Christina, die selbst begeisterte Dressurreiterin ist, Nadine und Elvis noch einen Besuch im Stallzelt abstatten und schließlich nach einem langen, anstrengenden, aber beglückenden Tag die Heimreise antreten.
"Ich finde es beeindruckend, welche Energie Christina aus diesem einen Wunsch geschöpft hat, einmal Monty Roberts zu begegnen", so Nadine nach dem Treffen mit dem Teenager. "Es sieht ja jetzt so aus, als hätte sie die Krankheit überwunden -- dabei hat sie die ganze Zeit auch auf das Ziel dieser Begegnung hingekämpft. Wer Christina heute sieht, kann kaum glauben, was sie hinter sich hat. Sie in Hagen zu erleben, war mir inmitten der Anspannung des Turniers nicht nur eine persönliche Freude, sondern es war auch ein Beweis für den Stellenwert der Arbeit von 'Wünschdirwas'. Während die Medizin ihr Bestes gegeben hat, um Christinas Körper beim Kampf gegen die Krankheit zu helfen, hat der Einsatz von 'Wünschdirwas' ihren Lebensmut gestärkt. Hut ab, Christina; danke, 'Wünschdirwas'."
» Premiere als Wünschdirwas-Botschafterin, dort auch Fotos | | |
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