In den letzten Jahren hat neben dem Trend zur Barockreiterei und klassischen Dressur vor allem auch das Reiten auf Gangpferden unterschiedlichster Rassen einen deutlichen Aufschwung erfahren.
Pferde aus aller Herren Länder mit verschiedenen Spezialgangarten fanden ihren Weg nach Deutschland und wurden hierzulande bekannt. Eine der faszinierendsten und vielseitigsten Gangpferderassen überhaupt ist der Paso Fino.
"Paso Fino" bedeutet wörtlich übersetzt nichts anderes "feiner Gang" und als solche sind diese Pferde auch bekannt geworden: "los caballos con el paso fino" - die Pferde mit dem feinen Gang.
Die ersten Paso Finos wurden zusammen mit einigen peruanischen Pasos bereits Mitte der siebziger Jahre von Jean-Claude Dysli und weiteren Gangpferdefreunden nach Europa importiert.
Die im Gegensatz zu den damals bekannten Islandpferden sehr exotisch wirkenden Pasopferde fanden schnell ihre Liebhaber. Engagierte und ambitionierte Freizeitreiter beschäftigten sich intensiv mit den Besonderheiten und speziellen Gangveranlagung der Paso Finos und machten diese in Europa und inbesondere in Deutschland bekannt.
Seit Anfang der neunziger Jahre ist das Interesse an den heißblütigen Südamerikanern enorm gewachsen. Der Pferdebestand hat sich durch eigene Nachzucht und Importe, vorzugsweise aus den USA, vervielfacht.
Inzwischen gibt es in Europa um die 500 registrierte Paso Finos. Es ist eine enorm steigende Nachfrage - vor allem an gut ausgebildeten und gerittenen Pferden - vorhanden, und da die Nachzucht der hiesigen Züchter den Bedarf noch nicht decken kann, müssen immer wieder Pferde aus den USA importiert werden. mehr ...
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