| Kapitel 3, Abschnitt 2 aus dem Buch
Erfolgreich arbeiten mit Pferden | | |
Spannungsbogen, Dehnungshaltung und "Oberlinie" Teil 4
Die schädliche Hohlstellung unter dem Reitergewicht � "über dem Zügel"
Der Hals � und in der Folge der Rücken � werden in der Hohlstellung nach unten durchgebogen. Die Halsoberlinie verkürzt sich, das Genick, die Schädelbasis, bewegt sich nach hinten-unten, die Nase wird steif nach vorn-oben gestreckt. Das ist prinzipiell die Haltung "über dem Zügel".
Um jetzt das Maul geschlossen zu halten, muss das Pferd die Kiefernmuskeln anspannen. Es beißt die Zähne zusammen.
Der Spannungsbogen kehrt sich um, der Rücken fällt nach unten durch. Dadurch wird die schwingende Verbindung zwischen Vorhand und Hinterhand unterbrochen. Bewegungsenergie aus der Hinterhand bleibt teilweise im Pferderücken stecken, kommt also nicht vorne (in der Vorhand und schließlich in der Hand des Reiters) an.
Der Mensch, der seine Aufrichtung in der Brustwirbelsäule übertreibt, die Schultern nach hinten überstreckt und den Kopf in den Nacken legt, hat eine ähnliche Haltung (Hohlkreuz). Sie können leicht ausprobieren, wie unbeweglich Sie mit dieser überstreckten Haltung werden.
(Haben Sie von Natur aus ein Hohlkreuz, so sieht die Sache wieder etwas anders aus, genauso beim Senkrücken des Pferdes. Beide müssen nämlich in dem Fall erst einmal als Normal- bzw. Mittelstellung angenommen werden.)
siehe auch Rezension · Buch bestellen
|