

Westfalen - Land der Pferde Der lange Weg zur Weltspitze Von Werner Stürenburg Westfalen trägt, ebenso wie Niedersachsen, ein springendes Pferd in seinem Wappen (siehe Foto von Hengst Damenstolz vor den Toren des Landgestüts). Offenbar war den Westfalen das Pferd seit alters sehr wichtig. Wie sieht es heute aus mit dem Verhältnis zwischen den Westfalen und den Pferden? Wer aufmerksam den Spitzensport verfolgt, stößt immer wieder auf berühmte westfälische Pferde wie z.B. - Ahlerich
- Rembrandt Borbet
oder noch weiter zurück: die legendäre Springstute, der in Warendorf sogar ein Denkmal errichtet wurde. |  Ahlerich mit Dr. Klimke |  Rembrandt Borbet mit Nicole Uphoff, dekoriert mit Goldmedaillen | Diese Pferdenamen sind in der Öffentlichkeit fast so bekannt wie die der Reiter: Westfalen ist auch ein Land der Reiter. Warendorf ist nicht nur Sitz des Landgestüts, sondern auch der Deutschen Reitschule und des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei. |
Westfalen - Land der Pferde Der lange Weg zur Weltspitze Von Werner Stürenburg Westfalen trägt, ebenso wie Niedersachsen, ein springendes Pferd in seinem Wappen (siehe Foto von Hengst Damenstolz vor den Toren des Landgestüts). Offenbar war den Westfalen das Pferd seit alters sehr wichtig. Wie sieht es heute aus mit dem Verhältnis zwischen den Westfalen und den Pferden? Wer aufmerksam den Spitzensport verfolgt, stößt immer wieder auf berühmte westfälische Pferde wie z.B. - Ahlerich
- Rembrandt Borbet
oder noch weiter zurück: die legendäre Springstute, der in Warendorf sogar ein Denkmal errichtet wurde. |  Ahlerich mit Dr. Klimke |  Rembrandt Borbet mit Nicole Uphoff, dekoriert mit Goldmedaillen | Diese Pferdenamen sind in der Öffentlichkeit fast so bekannt wie die der Reiter: Westfalen ist auch ein Land der Reiter. Warendorf ist nicht nur Sitz des Landgestüts, sondern auch der Deutschen Reitschule und des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei. |
Geschichte Es ist kaum bekannt, daß es an verschiedenen Stellen in Westfalen noch im letzten Jahrhundert mehrere wilde Pferdeherden gab, unter anderem in der Senne südlich von Bielefeld. Mit dem Beginn der Industrialisierung sind diese Rassen bis auf eine Ausnahme verschwunden. Noch heute gibt es, Herzog von Croy sei Dank, eine auf sich gestellte Pferdeherde von etwa 300 Tieren, die Dülmener im Merfelder Bruch (siehe Rasseportrait Dülmener), die eine eigene, ziemlich urtümliche Rasse bilden, mit Aalstrich und Zebrastreifen an den Beinen.
Natürlich gab es schon zu Zeiten der Römer reichlich Pferde in der Gegend, die heute Westfalen heißt. Die damaligen Bewohner hatten bereits einen besonderes Verhältnis zu Pferden. In den letzten hundert Jahren sind viele Gräber entdeckt worden, die Pferdeskelette sowie Überreste von Zaum- und Sattelzeug enthalten. Offensichtlich wurden die Pferde mit ihren toten Besitzern beerdigt; auch Opferungen kamen vor. Noch heute gibt es Spuren dieser alten Strukturen.
 In der Gegend von Enger bei Herford, also ganz bei uns in der Nähe, gibt es große Höfe, die Sattelmeier genannt werden. In Enger soll Widukind begraben sein, der die Sachsen gegen die Franken um Karl den Großen geführt hat und letztlich unterlegen ist. In Herford steht ein Denkmal mit Widukind auf dem Pferd.
Die Sattelmeier hatten zu Kriegszeiten und bei Durchreisen des Königs Pferde zu stellen. Wenn der Sattelmeier starb, folgte sein Pferd gesattelt und durfte während des Gottesdienstes durch die Tür der Kirche schauen. Das letzte Begräbnis dieser Art hat während des Zweiten Weltkrieges stattgefunden.
Die offizielle Geschichte westfälischer Pferde beginnt im Jahre 1826. Damals wurde das Landgestüt Warendorf vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. gegründet.
Dieser Gründung waren 10 lange Jahre politischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten vorausgegangen. Die Absicht war klar: den Bauern sollte durch kostengünstige Bereitstellung von Deckhengsten ein Anreiz gegeben werden, die Qualität der Nachzucht zu verbessern.
Fast 100 Jahre früher, 1732, hatte ein anderer preußischer König (Friedrich Wilhelm I.) bereits in Trakehnen ein Gestüt gegründet, das sehr erfolgreich war (Trakehner sind noch heute äußerst gefragt). 1735 gründete der Englische König und Hannoversche Kurfürst Georg II. das Landgestüt Celle, das ebenfalls heute noch eine große Rolle spielt.
Das westfälische Landgestüt hatte es in den ersten hundert Jahren sehr schwer. Erst in diesem Jahrhundert wurden große Erfolge gefeiert, die meisten davon sogar erst in den letzten 30 Jahren. Die Gründe dafür sind gut dokumentiert in einem Buch, das der Landwirtschaftsverlag in Münster 1995 herausgegeben hat (Stoffregen-Büller: Westfalen - Land der Pferde). Die bäuerlichen Stuten waren zu schlecht, die Anzahl preußischer Beschäler nicht ausreichend, das Ergebnis für die Bauern zu schwach und für das Militär nicht schön genug.
So ging der Streit über das Zuchtziel jahrzehntelang hin und her, alle möglichen Rassen wurden eingekreuzt, natürlich auch englische Vollblüter, schließlich setzten sich (verkürzt gesagt) die Bauern durch: für die Landwirtschaft und den Bergbau wurden Kaltblüter gezogen. Kaltblüter spielen heute noch eine große Rolle im Landgestüt Warendorf, obwohl kaum noch Nachfrage besteht.
Erst Anfang dieses Jahrhunderts und verstärkt nach dem Ersten Weltkrieg wurden Hannoveraner Hengste eingesetzt. Nach wie vor war das Zuchtziel ein "kräftiges, breites, gut gebautes und gängiges Arbeits-, Reit- und Wagenpferd", also ungefähr die eierlegende Wollmilchsau.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zunächst wieder Arbeitspferde gefragt. Im Laufe der fünfziger Jahre ergab sich dann mit der Mechanisierung der Landwirtschaft sehr schnell eine völlig andere Situation: das Überleben des Pferdes überhaupt war in Frage gestellt.
Mitte März 1963 fand in der überfüllten Dortmunder Westfalenhalle eine Großveranstaltung unter dem Motto "Das Pferd muß bleiben" statt, dessen Programm mich stark an die Hop-Top-Show der Equitana erinnert. Damit begann schließlich der Aufstieg der westfälischen Pferdezucht mit spektakulären sportlichen Erfolgen in den achtziger und neunziger Jahren. | |
Verwendung
 Westfalens Pferde glänzen heute in der Dressur und im Springen. Zusammen mit den Hannoveranern, Oldenburgern und Holsteinern bilden sie die Spitze im Sport und werden in die ganze Welt exportiert. - Seit 1982 ist Nordrhein-Westfalen in der Dressur bei Championaten an allen Goldmedaillen beteiligt.
- Etwa gleichzeitig schafften Westfalen-Pferde auch den Einstieg in den internationalen Springsport.
Natürlich werden, wie immer bei Spitzenleistungen, auch Spitzenpreise erzielt. Das dürfte die Garantie dafür bieten, daß Westfalens Pferde eine glänzende Zukunft haben.
Westfalens Pferde werden heute in Richtung Dressur und Springen gezogen. Leistungsprüfungen sowohl für Hengste als auch für Stuten, Ranglisten und penible Aufstellungen über Gewinnsummen der Abkömmlinge machen deutlich, daß der Spitzensport die Zucht der Warmblüter Westfalens dominiert.
Die sportlichen Erfolge sind zwar der Motor der Entwicklung, aber die Spitze hat leider die Eigenschaft, wenig Platz zu bieten. Es wäre vermutlich nicht möglich, eine Rasse am Leben zu erhalten, wenn der Unterbau fehlte.
Das Landgestüt und die privaten Hengsthalter stellen etwa 300 Hengste, die Mitglieder des westfälischen und rheinischen Pferdestammbuchs etwa 13.500 Stuten. Im ganzen Land werden Turniere auf jeder Leistungsstufe abgehalten und regen die Konkurrenz an.
Man schätzt, daß es heute wieder über 100.000 Pferde in Nordrhein-Westfalen gibt. Die meisten Reiter nehmen nicht an Turnieren teil, sind aber gleichwohl an guten Pferden interessiert. Auch die Pferdezucht ist Trends unterworfen, und nachdem eine zeitlang vor allem Übergrößen bevorzugt wurden, geht der Trend heute wieder zum handlichen Pferd.
Die Freizeitreiterei wird als sogenannter Breitensport gefördert, und mehr und mehr Bauern stellen ihre Betriebe auf Pferdehaltung um. Man muß heute nicht mehr reich sein, um sich ein Pferd halten zu können. | |
Aussehen
Unter Westfalen-Pferden versteht die Öffentlichkeit, wie wir oben gesehen haben, weitgehend die Warmblutzucht auf Hannoverscher Basis mit gelegentlicher Einmischung von Vollblut oder auch anderen Linien, z. B. aus Frankreich. Dieses Bild entspricht jedoch nicht ganz der Wahrheit. Das Landgestüt in Warendorf betreut insgesamt 4 Rassen:
Die Warmblüter unterscheiden sich im Aussehen für mich nicht von Hannoveranern, Oldenburgern oder Holsteinern. Das ist vermutlich aufgrund der Blutlinien und Zuchtziele auch nicht verwunderlich.
Die Kaltblüter spielten sowohl in der Landwirtschaft als auch im Bergbau eine bedeutende Rolle.
Das Land Nordrhein-Westfalen fühlt sich deshalb dieser Rasse auch besonders verpflichtet und legt Wert auf die Erhaltung, obwohl sich zunächst, abgesehen von spektakulären Auftritten bei den Hengstparaden, keinerlei Verwendung abzeichnete (links der populäre Hengst "Nippes"). Inzwischen werden Kaltblüter wieder im Wald zum Holzrücken eingesetzt.
Aus welchen Gründen in Warendorf neben Warmblut und Kaltblut Haflinger und Ponies gepflegt werden, ist mir unbekannt geblieben.
Die Haflinger stehen heute durch Einkreuzung von Arabern ganz im leichten Typ, so daß Puristen von einer neuen Rasse sprechen. In der Tat haben diese modernen Haflinger mit denen des alten Typs wenig gemein (siehe auch Rasseportrait Haflinger).
Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands größtes Ponyland. Bei den Ponies werden die Rassen "Deutsches Reitpony", " Shetland Pony", "Shetland Pony Mini", "New Forrest", " Connemara" und " Welsh Pony" der verschiedenen Typen gepflegt. Im Vergleich zum Warmblut gibt es im Land etwa halb so viele Pony-Stuten, jedoch mehr als doppelt so viele Pony-Hengste. | |
Haltung und Charakter
Das westfälische Warmblut unterscheidet sich vermutlich auch hinsichtlich Haltung und Charakter ebenso wenig von verwandten Rassen. Selbstverständlich wünscht jeder Pferdebesitzer ein umgängliches, verläßliches, nervenstarkes, leistungsbereites Pferd, das sogenannte Verlaßpferd. Die Realität sieht leider anders aus.
Viele Sportpferde verbringen heute ihr Leben zwischen Box und Reithalle. Noch in den fünfziger Jahren haben westfälische Olympiateilnehmer wochentags mit ihren Pferden auf dem Acker gearbeitet und am Wochenende mit denselben Pferden Turniere bestritten.
Heute spielt zwar die bäuerliche Bevölkerung im Reitsport noch eine große Rolle, aber die Städter haben eindeutig aufgeholt. Letztere besitzen üblicherweise keinerlei Weiden und müssen ihre Pferde in Reitställen unterbringen. Aber auch die Bauern (und das Landgestüt) haben sich wenig Gedanken über die Bedürfnisse von Pferden gemacht.
Früher mußten die Pferde jeden Tag arbeiten, kamen an die frische Luft und wurden körperlich stark beansprucht. Wenn man sich alte Fotos anguckt, sieht man ausschließlich ausgeglichene Pferde, die ohne Probleme von Frauen und Kindern beherrscht werden konnten.
Heute ist es eher umgekehrt. Die Pferde stehen den ganzen Tag in der Box, werden selten, aber auf jeden Fall kurzzeitig beansprucht und bereiten jede Menge Probleme. Viele Pferde sind oft krank, schwierig, manchmal sogar "gefährlich".
Als Herdentiere, die natürlicherweise ständig in Bewegung sind und als Überlebensmittel fast ausschließlich das Fluchtverhalten kennen, sind sie heute überwiegend in Gitterboxen untergebracht, die fatal an altertümliche Gefängnisse mit Einzelhaft-Folter erinnern.
Das Landgestüt betreibt daneben sogar noch Ständerhaltung, und bei näherer Betrachtung wird deutlich, daß die berühmten Deckhengste ein eher trauriges Leben haben. Im Herbst werden sie für die Hengstparaden trainiert und treten vielfach in Showprogrammen bei Turnieren und Messen auf, in der Decksaison stehen sie in der Box auf den einzelnen Stationen im Lande und müssen auf Befehl ohne weitere Umstände jede Stute bespringen, die vorgeführt wird.
Zwar gibt es seit vielen Jahren laute Stimmen, die diese Zustände in der modernen Pferdehaltung deutlich als Tierquälerei anprangern, aber bisher sind diese in die Kreise der Züchter, Reitvereine, Landgestüte und FN offenbar nicht vorgedrungen.
Natürlich spielt das Geld auch hier eine große Rolle. Jeder Besitzer, ob Züchter, Landgestüt, Turnier- oder Freizeitreiter, hat erhebliches Kapital in seine Pferde gesteckt. Würde man die Pferde in einer Herde halten, käme es sicherlich zuweilen zu leichten oder auch schwereren Verletzungen, die man sich nicht leisten kann.
Aber schon Einzelhaltung mit Paddock (nicht viel besser, aber zweifellos besser als gar nichts) ist zu teuer und risikoreich. Deshalb stehen die Chancen schlecht, daß sich an diesen Zuständen in absehbarer Zukunft etwas ändern wird.
Persönlichkeiten wie Pat Parelli, Monty Roberts oder Klaus Ferdinand Hempfling (und andere mehr) zeigen eindrucksvoll, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd aussehen soll und kann: das Pferd folgt dem Mensch auf Schritt und Tritt wie ein gut erzogener Hund (und ist glücklich dabei). Es fällt auf, daß seit etwa 20 Jahren gleichzeitig verschiedene Personen ähnliche neue Botschaften verkünden. Obwohl sie sich im einzelnen zum Teil erheblich unterscheiden, stehen die Gemeinsamkeiten in starkem Kontrast zu herkömmlichen Methoden und Anschauungsweisen.
In krassem Gegensatz dazu kann man auf jeder Vorführung traditioneller Züchterkreise erleben, wie die Pferde die Menschen hinter sich herschleifen. Bildhaft gesprochen "hängt an jedem Pferd ein Gestütsoberwärter". Das Pferd schleift den Menschen quer durch die Bahn, und das Publikum applaudiert auch noch dazu.
Diese Bilder sind schlicht skandalös. Pferde erscheinen dann nicht nur als gefährliche Wesen, sie sind tatsächlich gefährlich, weil sie nicht verstanden und damit mißhandelt werden.
Immerhin hat die Queen Anfang der achtziger Jahre Monty Roberts als Berater engagiert. Er schildert in seinem Buch sehr plastisch, daß die Gestütsbeamten sich bedroht fühlten und sogar vor Sabotage nicht zurückschreckten.
Die Botschaften der "Pferdeflüsterer" fallen vor allem bei Freizeitreitern auf fruchtbaren Boden. Es steht zu hoffen, daß die Spezialisten in den Landgestüten (und der FN), die bisher zur Freizeitreiterei ein eher gespanntes Verhältnis hatten, ähnlich wie die Queen bemerken, daß unsere Zeit ganz neue Erkenntnisse zu Pferden hervorbringt, die das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd völlig neu definieren. | |
Zuchtverband
In Nordrhein-Westfalen, einem der Bindestrich-Bundesländer, ist auch die Pferdezucht aufgeteilt. Es gibt das Westfälische Pferdestammbuch in Münster und das Rheinische Pferdestammbuch in Bonn, beides eingetragene Vereine mit eigenen Brandzeichen. Westfälisches Pferdestammbuch e.V. Postfach 460107 48072 Münster Telefon 0251/32809-81 Fax 0251/32809-24 | Rheinisches Pferdestammbuch e.V. Endenicher Allee 60 53115 Bonn Telefon 0228/703364 Fax 0228/766 |
Im Pferdezentrum Handorf (Münster) bzw. in Aachen finden mehrmals jährlich Auktionen und Verkaufswochen statt.
Außerdem vermittelt das Westfälische Pferdestammbuch an jedem letzten Montag im Monat ab 18 Uhr zwischen Züchtern und Käufern. In der beheizten Reithalle können die Pferde je nach Ausbildungsstand im Freispringen oder unter dem Reiter begutachtet und in der zweiten Halle ausprobiert werden.
Die Palette der angebotenen Pferde ist breit gestreut, Provisionen fallen nicht an. Das Team des Pferdestammbuchs steht auf Wunsch beratend zur Verfügung. Ansprechpartnerin: Nicole Biermann, Telefon 0251/32809-64, E-Mail WestfalenPferde@t-online.de, Online www.westfalenpferde.de; dort auch die Termine für die Auktionen und Verkaufswochen sowie Informationen über die angebotenen Pferde und die erzielten Ergebnisse.
Nachbar
In der nächsten Woche berichte ich über einen Züchter aus Bad Oeynhausen, der erst als Rentner über seine Enkelin wieder zu Pferden kam und mir vor zwei Jahren mit 89 Jahren einen Jährling aus westfälischer Zucht verkauft hat.
Er stellte mir den Hengst als Piquet-Sohn und Pilot-Enkel vor, was mir absolut nichts sagte. Inzwischen habe ich mich schlau gemacht und weiß, daß Pilot der Spitzenverdiener der westfälischen Zucht war. Heute sehen wir, daß Pit nicht nur schön, sondern auch aufmerksam, gelehrig, lernbereit und leicht gelangweilt ist. Es ist meiner Tochter Merle eine Freude, mit ihm zu arbeiten. | |
| Sorry, diese Ausgabe ist veraltet. Die Inserate haben keine Gültigkeit mehr. |
| Sorry, diese Ausgabe ist veraltet. Die Inserate haben keine Gültigkeit mehr. |
Geschichte
Es ist kaum bekannt, daß
es an verschiedenen Stellen in Westfalen noch im letzten Jahrhundert mehrere
wilde Pferdeherden gab, unter anderem in der Senne südlich von
Bielefeld. Mit dem Beginn der Industrialisierung sind diese Rassen bis auf
eine Ausnahme verschwunden. Noch
heute gibt es, Herzog von Croy sei Dank, eine auf sich gestellte Pferdeherde
von etwa 300 Tieren, die Dülmener im Merfelder Bruch (siehe Rasseportrait Dülmener), die eine
eigene, ziemlich urtümliche Rasse bilden, mit Aalstrich und Zebrastreifen
an den Beinen.
Natürlich gab es schon zu Zeiten
der Römer reichlich Pferde in der Gegend, die heute Westfalen heißt.
Die damaligen Bewohner hatten bereits einen besonderes Verhältnis zu
Pferden. In den letzten hundert Jahren sind viele Gräber entdeckt worden,
die Pferdeskelette sowie Überreste von Zaum- und Sattelzeug
enthalten. Offensichtlich wurden die Pferde mit ihren toten Besitzern beerdigt;
auch Opferungen kamen vor. Noch heute gibt es Spuren dieser alten
Strukturen.
In der Gegend von Enger
bei Herford, also ganz bei uns in der Nähe, gibt es große Höfe, die Sattelmeier genannt
werden. In Enger soll Widukind begraben sein, der die Sachsen gegen die Franken
um Karl den Großen geführt hat und letztlich unterlegen ist. In
Herford steht ein Denkmal mit Widukind auf dem Pferd.
Die Sattelmeier hatten zu Kriegszeiten
und bei Durchreisen des Königs Pferde zu stellen. Wenn der Sattelmeier
starb, folgte sein Pferd gesattelt und durfte während des Gottesdienstes
durch die Tür der Kirche schauen. Das letzte Begräbnis dieser Art
hat während des Zweiten Weltkrieges stattgefunden.
Die offizielle Geschichte
westfälischer Pferde beginnt im Jahre 1826. Damals wurde das
Landgestüt Warendorf vom preußischen König Friedrich
Wilhelm III. gegründet.
Dieser Gründung waren 10 lange
Jahre politischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten vorausgegangen. Die
Absicht war klar: den Bauern sollte durch kostengünstige Bereitstellung
von Deckhengsten ein Anreiz gegeben werden, die Qualität der Nachzucht
zu verbessern.
Fast 100 Jahre früher, 1732, hatte
ein anderer preußischer König (Friedrich Wilhelm I.) bereits in
Trakehnen ein Gestüt gegründet, das sehr erfolgreich war
(Trakehner sind noch heute äußerst gefragt). 1735 gründete
der Englische König und Hannoversche Kurfürst Georg II. das
Landgestüt Celle, das ebenfalls heute noch eine große Rolle
spielt.
Das westfälische Landgestüt
hatte es in den ersten hundert Jahren sehr schwer. Erst in diesem Jahrhundert
wurden große Erfolge gefeiert, die meisten davon sogar erst in den
letzten 30 Jahren. Die Gründe dafür sind gut dokumentiert in einem
Buch, das der Landwirtschaftsverlag in Münster 1995 herausgegeben hat
(Stoffregen-Büller:
Westfalen -
Land der Pferde). Die bäuerlichen Stuten waren zu schlecht,
die Anzahl preußischer Beschäler nicht ausreichend, das Ergebnis
für die Bauern zu schwach und für das Militär nicht schön
genug.
So ging der Streit über das Zuchtziel
jahrzehntelang hin und her, alle möglichen Rassen wurden eingekreuzt,
natürlich auch englische Vollblüter, schließlich setzten
sich (verkürzt gesagt) die Bauern durch: für die Landwirtschaft
und den Bergbau wurden Kaltblüter gezogen. Kaltblüter spielen heute
noch eine große Rolle im Landgestüt Warendorf, obwohl kaum noch
Nachfrage besteht.
Erst Anfang dieses Jahrhunderts und
verstärkt nach dem Ersten Weltkrieg wurden Hannoveraner Hengste
eingesetzt. Nach wie vor war das Zuchtziel ein "kräftiges, breites,
gut gebautes und gängiges Arbeits-, Reit- und Wagenpferd", also
ungefähr die eierlegende Wollmilchsau.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren
zunächst wieder Arbeitspferde gefragt. Im Laufe der fünfziger Jahre
ergab sich dann mit der Mechanisierung der Landwirtschaft sehr schnell eine
völlig andere Situation: das Überleben des Pferdes überhaupt
war in Frage gestellt.
Mitte März 1963 fand in der
überfüllten Dortmunder Westfalenhalle eine Großveranstaltung
unter dem Motto "Das Pferd muß bleiben" statt, dessen Programm
mich stark an die Hop-Top-Show der Equitana erinnert. Damit begann
schließlich der Aufstieg der westfälischen Pferdezucht mit
spektakulären sportlichen Erfolgen in den achtziger und neunziger
Jahren.
Verwendung
Westfalens Pferde
glänzen heute in der Dressur und im Springen. Zusammen mit den
Hannoveranern, Oldenburgern und Holsteinern bilden sie die Spitze im Sport
und werden in die ganze Welt exportiert.
-
Seit 1982 ist Nordrhein-Westfalen in
der Dressur bei Championaten an allen Goldmedaillen beteiligt.
-
Etwa gleichzeitig schafften
Westfalen-Pferde auch den Einstieg in den internationalen Springsport.
Natürlich werden, wie immer bei
Spitzenleistungen, auch Spitzenpreise erzielt. Das dürfte die Garantie
dafür bieten, daß Westfalens Pferde eine glänzende Zukunft
haben.
Westfalens Pferde werden heute in
Richtung Dressur und Springen gezogen. Leistungsprüfungen sowohl für
Hengste als auch für Stuten, Ranglisten und penible Aufstellungen über
Gewinnsummen der Abkömmlinge machen deutlich, daß der Spitzensport
die Zucht der Warmblüter Westfalens dominiert.
Die sportlichen Erfolge sind zwar der
Motor der Entwicklung, aber die Spitze hat leider die Eigenschaft, wenig
Platz zu bieten. Es wäre vermutlich nicht möglich, eine Rasse am
Leben zu erhalten, wenn der Unterbau fehlte.
Das Landgestüt und die privaten
Hengsthalter stellen etwa 300 Hengste, die Mitglieder des westfälischen
und rheinischen Pferdestammbuchs etwa 13.500 Stuten. Im ganzen Land werden
Turniere auf jeder Leistungsstufe abgehalten und regen die Konkurrenz
an.
Man schätzt, daß es heute
wieder über 100.000 Pferde in Nordrhein-Westfalen gibt. Die meisten
Reiter nehmen nicht an Turnieren teil, sind aber gleichwohl an guten Pferden
interessiert. Auch die Pferdezucht ist Trends unterworfen, und nachdem eine
zeitlang vor allem Übergrößen bevorzugt wurden, geht der
Trend heute wieder zum handlichen Pferd.
Die Freizeitreiterei wird als sogenannter
Breitensport gefördert, und mehr und mehr Bauern stellen ihre Betriebe
auf Pferdehaltung um. Man muß heute nicht mehr reich sein, um sich
ein Pferd halten zu können.
Aussehen
Unter Westfalen-Pferden versteht die
Öffentlichkeit, wie wir oben gesehen haben, weitgehend die Warmblutzucht
auf Hannoverscher Basis mit gelegentlicher Einmischung von Vollblut oder
auch anderen Linien, z. B. aus Frankreich. Dieses Bild entspricht jedoch
nicht ganz der Wahrheit. Das Landgestüt in Warendorf betreut insgesamt
4 Rassen:
Die Warmblüter unterscheiden
sich im Aussehen für mich nicht von Hannoveranern, Oldenburgern oder
Holsteinern. Das ist vermutlich aufgrund der Blutlinien und Zuchtziele auch
nicht verwunderlich.
Die Kaltblüter spielten
sowohl in der Landwirtschaft als auch im Bergbau eine bedeutende Rolle.
Das Land Nordrhein-Westfalen fühlt
sich deshalb dieser Rasse auch besonders verpflichtet und legt Wert auf die
Erhaltung, obwohl sich zunächst, abgesehen von spektakulären Auftritten
bei den Hengstparaden, keinerlei Verwendung abzeichnete (links der
populäre Hengst "Nippes"). Inzwischen werden Kaltblüter wieder
im Wald zum Holzrücken eingesetzt.
Aus welchen Gründen in Warendorf
neben Warmblut und Kaltblut Haflinger und Ponies gepflegt werden,
ist mir unbekannt geblieben.
Die Haflinger stehen heute durch
Einkreuzung von Arabern ganz im leichten Typ, so daß Puristen von einer
neuen Rasse sprechen. In der Tat haben diese modernen Haflinger mit denen
des alten Typs wenig gemein (siehe auch Rasseportrait Haflinger).
Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands
größtes Ponyland. Bei den Ponies werden die Rassen "Deutsches
Reitpony", "Shetland Pony", "Shetland Pony Mini", "New
Forrest", "Connemara" und "Welsh Pony" der verschiedenen
Typen gepflegt. Im Vergleich zum Warmblut gibt es im Land etwa halb so viele
Pony-Stuten, jedoch mehr als doppelt so viele Pony-Hengste.
Haltung und Charakter
Das westfälische Warmblut
unterscheidet sich vermutlich auch hinsichtlich Haltung und Charakter ebenso
wenig von verwandten Rassen. Selbstverständlich wünscht jeder
Pferdebesitzer ein umgängliches, verläßliches, nervenstarkes,
leistungsbereites Pferd, das sogenannte Verlaßpferd. Die
Realität sieht leider anders aus.
Viele Sportpferde verbringen heute
ihr Leben zwischen Box und Reithalle. Noch in den fünfziger Jahren haben
westfälische Olympiateilnehmer wochentags mit ihren Pferden auf dem
Acker gearbeitet und am Wochenende mit denselben Pferden Turniere bestritten.
Heute spielt zwar die bäuerliche
Bevölkerung im Reitsport noch eine große Rolle, aber die Städter
haben eindeutig aufgeholt. Letztere besitzen üblicherweise keinerlei
Weiden und müssen ihre Pferde in Reitställen unterbringen. Aber
auch die Bauern (und das Landgestüt) haben sich wenig Gedanken über
die Bedürfnisse von Pferden gemacht.
Früher mußten die Pferde
jeden Tag arbeiten, kamen an die frische Luft und wurden körperlich
stark beansprucht. Wenn man sich alte Fotos anguckt, sieht man
ausschließlich ausgeglichene Pferde, die ohne Probleme von Frauen
und Kindern beherrscht werden konnten.
Heute ist es eher umgekehrt. Die Pferde
stehen den ganzen Tag in der Box, werden selten, aber auf jeden Fall kurzzeitig
beansprucht und bereiten jede Menge Probleme. Viele Pferde sind oft
krank, schwierig, manchmal sogar "gefährlich".
Als Herdentiere, die natürlicherweise
ständig in Bewegung sind und als Überlebensmittel fast
ausschließlich das Fluchtverhalten kennen, sind sie heute überwiegend
in Gitterboxen untergebracht, die fatal an altertümliche Gefängnisse
mit Einzelhaft-Folter erinnern.
Das Landgestüt betreibt daneben
sogar noch Ständerhaltung, und bei näherer Betrachtung wird deutlich,
daß die berühmten Deckhengste ein eher trauriges Leben haben.
Im Herbst werden sie für die Hengstparaden trainiert und treten vielfach
in Showprogrammen bei Turnieren und Messen auf, in der Decksaison stehen
sie in der Box auf den einzelnen Stationen im Lande und müssen auf Befehl
ohne weitere Umstände jede Stute bespringen, die vorgeführt wird.
Zwar gibt es seit vielen Jahren laute
Stimmen, die diese Zustände in der modernen Pferdehaltung deutlich als
Tierquälerei anprangern, aber bisher sind diese in die Kreise
der Züchter, Reitvereine, Landgestüte und FN offenbar nicht
vorgedrungen.
Natürlich spielt das Geld auch
hier eine große Rolle. Jeder Besitzer, ob Züchter, Landgestüt,
Turnier- oder Freizeitreiter, hat erhebliches Kapital in seine Pferde
gesteckt. Würde man die Pferde in einer Herde halten, käme es
sicherlich zuweilen zu leichten oder auch schwereren Verletzungen, die man
sich nicht leisten kann.
Aber schon Einzelhaltung mit Paddock
(nicht viel besser, aber zweifellos besser als gar nichts) ist zu teuer und
risikoreich. Deshalb stehen die Chancen schlecht, daß sich an diesen
Zuständen in absehbarer Zukunft etwas ändern wird.
Persönlichkeiten wie
Pat Parelli,
Monty Roberts oder Klaus
Ferdinand Hempfling (und andere mehr) zeigen eindrucksvoll, wie das
Verhältnis zwischen Mensch und Pferd aussehen soll und kann: das Pferd
folgt dem Mensch auf Schritt und Tritt wie ein gut erzogener Hund (und ist
glücklich dabei). Es fällt auf, daß seit etwa 20 Jahren
gleichzeitig verschiedene Personen ähnliche neue Botschaften
verkünden. Obwohl sie sich im einzelnen zum Teil erheblich unterscheiden,
stehen die Gemeinsamkeiten in starkem Kontrast zu herkömmlichen Methoden
und Anschauungsweisen.
In krassem Gegensatz dazu kann man
auf jeder Vorführung traditioneller Züchterkreise erleben, wie
die Pferde die Menschen hinter sich herschleifen. Bildhaft gesprochen
"hängt an jedem Pferd ein Gestütsoberwärter". Das Pferd
schleift den Menschen quer durch die Bahn, und das Publikum applaudiert auch
noch dazu.
Diese Bilder sind schlicht
skandalös. Pferde erscheinen dann nicht nur als gefährliche
Wesen, sie sind tatsächlich gefährlich, weil sie nicht verstanden
und damit mißhandelt werden.
Immerhin hat die Queen Anfang
der achtziger Jahre Monty Roberts als Berater engagiert. Er schildert in
seinem Buch sehr plastisch, daß die Gestütsbeamten sich bedroht
fühlten und sogar vor Sabotage nicht zurückschreckten.
Die Botschaften der
"Pferdeflüsterer" fallen vor allem bei Freizeitreitern auf
fruchtbaren Boden. Es steht zu hoffen, daß die Spezialisten in den
Landgestüten (und der FN), die bisher zur Freizeitreiterei ein eher
gespanntes Verhältnis hatten, ähnlich wie die Queen bemerken, daß
unsere Zeit ganz neue Erkenntnisse zu Pferden hervorbringt, die das
Verhältnis zwischen Mensch und Pferd völlig neu definieren.
Zuchtverband
In Nordrhein-Westfalen, einem der
Bindestrich-Bundesländer, ist auch die Pferdezucht aufgeteilt. Es gibt
das Westfälische Pferdestammbuch in Münster und das
Rheinische Pferdestammbuch in Bonn, beides eingetragene Vereine mit
eigenen Brandzeichen.
Westfälisches Pferdestammbuch
e.V.
Postfach 460107
48072 Münster
Telefon 0251/32809-81
Fax 0251/32809-24 |
Rheinisches Pferdestammbuch e.V.
Endenicher Allee 60
53115 Bonn
Telefon 0228/703364
Fax 0228/766 |
Im Pferdezentrum Handorf (Münster)
bzw. in Aachen finden mehrmals jährlich Auktionen und Verkaufswochen
statt.
Außerdem vermittelt das
Westfälische Pferdestammbuch an jedem letzten Montag im Monat ab 18
Uhr zwischen Züchtern und Käufern. In der beheizten Reithalle
können die Pferde je nach Ausbildungsstand im Freispringen oder unter
dem Reiter begutachtet und in der zweiten Halle ausprobiert werden.
Die Palette der angebotenen Pferde
ist breit gestreut, Provisionen fallen nicht an. Das Team des Pferdestammbuchs
steht auf Wunsch beratend zur Verfügung. Ansprechpartnerin: Nicole Biermann,
Telefon 0251/32809-64, E-Mail
WestfalenPferde@t-online.de,
Online
www.westfalenpferde.de;
dort auch die Termine für die Auktionen und Verkaufswochen sowie
Informationen über die angebotenen Pferde und die erzielten Ergebnisse.
Nachbar
In der nächsten Woche berichte
ich über einen Züchter aus Bad Oeynhausen, der erst als Rentner
über seine Enkelin wieder
zu Pferden kam und mir vor zwei Jahren mit 89 Jahren
einen Jährling aus westfälischer Zucht verkauft hat.
Er stellte mir den Hengst als Piquet-Sohn
und Pilot-Enkel vor, was mir absolut nichts sagte. Inzwischen habe ich
mich schlau gemacht und weiß, daß Pilot der Spitzenverdiener der
westfälischen Zucht war.
Heute sehen wir, daß Pit nicht
nur schön, sondern auch aufmerksam, gelehrig, lernbereit und leicht
gelangweilt ist. Es ist meiner Tochter Merle
eine Freude, mit ihm zu arbeiten.
Kleinanzeigen
Neu diese Woche:
Schwarzwälder
Füchse
Siehe auch das
Rasseportrait in
der Kühnle-Hauszeitung No.1!
Maritime |
Geschlecht |
Alter |
Stockmaß |
Farbe |
| Hengst |
4/98 |
150-160 |
Dunkelfuchs, weißes
Langhaar |
| Vater |
Mutter |
Ausbildungsstand |
| Merlan |
Mona |
|
| Preis |
Tel. |
Name,
Ort |
| DM 3.000,- |
0(049)7552/6797 |
Siegfried Mattes,
Aach-Linz |
| Maritime ist ein artgerecht
gehaltenes Hengstfohlen, brav, menschenbezogen und umgänglich. Er
wächst im Herdenverband auf. Seine Mutter Mona wird geritten und sowohl
ein- als auch mehrspännig gefahren. Sie läuft, selbst als Fahrpferd,
barfuß. Der Muttervater ist Merian. |
Neu diese Woche:
Bayern
Caprita |
Geschlecht |
Alter |
Stockmaß |
Farbe |
| Stute |
2 |
162 z.Zt. |
dunkelbraun |
| Vater |
Muttervater |
Ausbildungsstand |
| De Niro |
Cardinal xx |
|
| Preis |
Tel. |
Name,
Ort |
| VHB |
0(049)3076/704156 |
Tanja Bauer, Berlin |
| Caprita ist eine
bildhübsche Stute mit herausragenden Grundgangarten. Sie ist
hannoveranisch/oldenburgisch gezogen und bayrisch gebrannt. Endstockmaß
ca. 170 cm. Vater De Niro, Sohn des berühmten Dressurhengstes Donnerhall,
Reserve- und Rittigkeitssieger der HLP Adelheitsdorf, Hauptprämiensieger
1997 in Oldenburg. Mutter, eine der letzten Töchter von Cardinal xx,
selbst Dressur bis Kl. M hochplaziert, bis Kl. S gestartet. |
-
außerdem finden Sie
-
Kutsche
-
Buggy zu verkaufen
dunkelgrün mit weißer Linierung, luftbereift, Scheibenbremsen,
Bockkeil (verstellbar), Holzkotflügel (abnehmbar),
Zweispännerdeichsel,
Einspännerschere, alle Verschraubungen Edelstahl, Stockmaß 1.20
-1.50
Bernd Hofmeister, 38712 Wendeburg, Tel. 0(049)5303/3424,
neuwertig VB 4.800 DM
Wenn Sie selbst Kleinanzeigen aufgeben
möchten: Das sind unsere Rubriken:
Schreiben Sie an
mailto:kleinanzeigen@Pferdezeitung.com
und beachten Sie unsere
Bedingungen.
Bis auf weiteres ist dieser Dienst
kostenlos.
Termine
| Datum |
Titel |
Veranstalter |
Telefon |
| März |
|
|
|
| 20.03.-21.03.99 |
National Shire Horse Show |
Peterborough, England |
0(049)228/346311 |
| 19.03.-27.03.99 |
Trekkingreiter- &
-führerkurs |
Marburg |
0(049)6421/66015 |
| 20.03.-21.03.99 |
Westernreitkurs mit Rindern |
Peppy's Tino Ranch |
0(049)5446/2240 |
| 22.03.-27.03.99 |
Fahrlehrgang Intensiv, 6 Tage m.
Prüfung |
Peter Tischer |
0(049)6102/733734 |
| 27.03.99 |
Pferdeverkaufstag
Mecklenburger |
Gadebusch |
0(049)38828/28241 |
| 27.03.-01.04.99 |
Westerntrainings-Woche für
Jugendliche |
Peppy's Tino Ranch |
0(049)5446/2240 |
| 27.03.-28.03.99 |
Hausmesse
Kühnle Schweiz |
Bösch/Witterswil |
0(041)61/7218525 |
| 27.03.-28.03.99 |
Reining-Kurs für
Turniereinsteiger |
White House Ranch |
0(049)2553/993210 |
| 29.03.-03.04.99 |
Fahrlehrgang Intensiv, 6 Tage m.
Prüfung |
Peter Tischer |
0(049)6102/733734 |
| April |
|
|
|
| 03.04.99 |
Akupressur mit Lilo Buhle |
Peppy's Tino Ranch |
0(049)5446/2240 |
| 05.04.-11.04.99 |
Westerntrainings-Woche |
Peppy's Tino Ranch |
0(049)5446/2240 |
| 05.04.-09.04.99 |
Western-Wochenk.
Anfänger+Umsteiger |
White House Ranch |
0(049)2553/993210 |
| 10.04.99 |
6. Country-Night ohne
Alkohol |
Mülheim a.d. Ruhr |
0(049)208/489120 |
| 10.04.-11.04.99 |
Trakehner Elite-Auktion |
Bad Bevensen |
0(049)5821/98680 |
| 10.04.-11.04.99 |
Western-Rinderarbeit
Einführung |
White House Ranch |
0(049)2553/993210 |
| 10.04.-30.04.99 |
Fahrlehrer- und
Fahrwart-Lehrgang |
Fahrschule Gärtner |
0(049)581/73459 |
| 16.04.-18.04.99 |
Messe Nord Pferd '99 |
Neumünster |
0(049)4881/930140 |
| 17.04.-18.04.99 |
Western-Einsteigerkurs |
Peppy's Tino Ranch |
0(049)5446/2240 |
| 17.04.-18.04.99 |
Rinderarbeit in Werdum/Ostfr.
ausgebucht! |
White House Ranch |
0(049)2553/993210 |
| 19.04.-24.04.99 |
Fahrlehrgang Intensiv, 6 Tage m.
Prüfung |
Peter Tischer |
0(049)6102/733734 |
| 24.04.-25.04.99 |
Western-Einsteigerkurs |
White House Ranch |
0(049)2553/993210 |
| 29.04.-02.05.99 |
Messe Straubinger Hippo |
Straubing |
0(049)9421/82960 |
Weitere Termine
online. Schicken Sie
uns Ihre Termine! |
Links
Haben Sie schon bemerkt? Wir haben
das Menü geändert. Es gibt eine neue Rubrik "Links" mit
folgender (vorläufiger) Unterteilung:
Rubriken Links
Wie vieles, ist auch dieses eine
Fleißarbeit. Wir haben bereits Hunderte von Links gesammelt und werden
diese entsprechend sortieren und aufbereiten. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.
Stehenbleiben
Ein Pferd, das so gelassen stehen bleibt
inmitten von anderen Pferden, Menschen, Trubel und Aufregung - Traum eines
jeden Pferdebesitzers. Wie kann man das erreichen?
Mit nur einer halben Minute Training
pro Tag kann man Schritt für Schritt daran arbeiten, dem Pferd das
ruhige Stehenbleiben beizubringen.
Die erste Stufe der Ausbildung
beginnt in einem für das Pferd bekannten und sicheren Rahmen, seinem
Stall. Wir stellen das Pferd in die geöffnete Boxentür, halb noch
im Stall und halb auf der Stallgasse und sagen ihm, daß es stehenbleiben
soll. Es hat unweigerlich den Drang aus der Box herauszugehen, denn insbesondere
an dieser Übergangsstelle ist es für das Pferd ganz ungewohnt,
stehenzubleiben. Viele Pferde haben den Drang in Durchgängen auf einmal
ganz schnell zu werden und zu drängeln.
Ich habe das selbst einmal bei einer
Schimmelstute erlebt, die ich von der Weide geholt habe und auf die Deele
bringen wollte. Wir beide hatten nebeneinander in dem sehr breiten Deelentor
an sich genug Platz, aber Ricka wurde unter der Tür auf einmal unheimlich
flott und drängelte mich zur Seite. Pferd in der Deele, Pferdeführer
klebt vor der Wand. Den Trick hatte sie schon bei einigen erfolgreich angewandt.
Auch für dieses Pferd wäre die kleine Übung unter der
Boxentüre Gold wert.
Also, unser Pferd steht nun halb auf
der Stallgasse und halb in seiner Box und versucht, aus der Box zu treten.
Wir wiederholen das Wort "Steh" und drücken gleichzeitig die
Sohle unseres Schuhs gegen sein Bein, am besten am Kronrand kurz oberhalb
des Hufs. Nimmt das Pferd daraufhin sein Bein zurück und steht für
kurze Zeit still, erhält es eine Belohnung. Dies reicht für den
ersten Tag.
Diese Übung wiederholen wir so
lange, bis das Pferd zuverlässig steht und wir uns sogar ein Stück
weit von ihm entfernen können. Aber, da das Pferd ein
Gewohnheitstier ist, sollten wir es vermeiden, diese Übung immer
zur gleichen Zeit zu machen und wir sollten sie auch nicht jeden Tag stumpfsinnig
wiederholen. Denn dann lernt das Pferd nur: vor dem Reiten einmal in der
Boxentür stehenzubleiben, aber wir wollen es ja auch noch an anderen
Stellen stehenlassen.
Also bringen wir ein bißchen
Abwechslung rein. Einmal muß das Pferd beim Rausgehen stehen,
einmal beim Reingehen, einmal in der Box, wenn schon Futter in der Krippe
ist oder auf der Stallgasse kurz vor der Box. All dies sind noch sichere
bekannte Orte für das Pferd.
Die nächste Stufe bringt schon
etwas mehr Spannung rein, denn sie findet auf dem Hof statt und dort laufen
vielleicht Menschen, Hunde und andere Pferde rum. Die Ablenkung ist also
größer.
Wir stellen das Pferd auf den Hof,
noch in Sichtweite seiner Box mit Blick in Richtung seines Stalls und sagen
ihm wieder "Steh". Es wird natürlich versuchen, in die Box zu gehen
oder unruhig nach links und nach rechts trippeln. Wenn es das tut, nehmen
wir die Backenstücke des Halftes in beide Hände und bringen das
Pferd so dazu, uns anzusehen und wiederholen das Wort "Steh". Das Pferd soll
sich auf uns konzentrieren. Wir versuchen, das Pferd u