Leserbrief › 1952 zu Ausgabe › 398 18.11.06
Sodomie
Lieber Werner!
Mit Interesse habe ich dein aktuelles Thema gelesen und muss feststellen, dass du es wirklich von allen Seiten beleuchtest. Da ich selbst schon des öfteren mit Sodomie (sexuelle Handlungen an Tieren) in ihren schlimmsten Auswüchsen konfrontiert wurde, finde ich deine Betrachtungsweise (zumindest so wie du es stellenweise darstellst) allerdings etwas zu verharmlosend, denn in den meisten Fällen sind sexuelle Handlungen mit Tieren für diese Lebewesen mit körperlichen und seelischen Qualen verbunden. Gegenseitige sexuelle Befriedigung oder Vergnügen wird wohl nur in Einzelfällen anzutreffen sein.
Traurig stimmt es mich, dass so viele Menschen offenbar keinerlei ethisches Empfinden mehr haben und nur noch nach der eigenen Triebbefriedigung trachten, egal wie abartig sich diese äußert und welches Leid sie dem jeweiligen Gegenüber zufügt. Beobachtet man Tiere untereinander, wird man feststellen, dass ein derartiges Verhalten nur äußerst selten anzutreffen ist. Am ehesten kann man es noch bei Affen finden, die ja dem Menschen am nächsten stehen, und da stellt sich einem schon die Frage, ob die "höhere Entwicklungsstufe" tatsächlich die Krone der Schöpfung darstellt.
Sehr verwundert bin ich übrigens auch darüber, dass dein Artikel so gar keine Reaktion bei den Lesern hervorgerufen hat. Ist dieses Thema wirklich tabu, oder gibt es tatsächlich so viele Menschen mit solchen Neigungen, die sich dazu nicht äußern wollen? Ich möchte dieses Thema jedenfalls nicht einfach kommentarlos hinnehmen und plane deshalb, dazu auch einen eigenen Artikel zu verfassen, den ich dann auf meiner Messeseite veröffentlichen werde.
Liebe Grüße Heidi
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