Leserbrief › 1382 16.09.04
AW: AW: &body= Probleme beim Öffnen der Pferdezeitung
Lieber Herr Popken,
ich glaube, wir haben uns mit den Cookies gründlich mißverstanden, ich kläre das einfach mal auf.
Grundsätzlich dulde ich Cookies nicht oder nicht lange auf meinem Rechner. Auf manchen Seiten muß ich mich daher mit Paßwort authentifizieren, zumindest dann, wenn ich etwas machen will, z.B. bei Amazon ein Buch bestellen.
Bei der PZ gehe ich jedoch anders vor: ich goutiere das Internetmedium tatsächlich wie eine Zeitschrift, i.e. ich gehe auf die Webseite & fange an zu lesen, das mache ich bei der PZ genauso wie bei den Online-Seiten des "Spiegel". Ihr Server soll mich also garnicht erkennen, da ich ihr Angebot ja primär passiv konsumiere, der Server soll mich nur lesen lassen. Für ein Cookie habe ich daher nur Bedarf, wenn ich etwas machen möchte, z.B. eine Anzeige schalten. Als Pressesprecherin des örtlichen Reitvereins inseriere ich zB unser großes Turnier im Früjahr. Das hat bisher tadellos geklappt (mit Paßwort), sonst hätte ich mich ja auch gemeldet ;-)
Mit dem Mangel an Lob haben Sie leider recht, das ist ein Massenphänomen. Meist läuft das nach dem Motto "wenn ich nichts sage, war das okay"; ich halte diese Einstellung für kontraproduktiv & lobe überaus gern. Aus meiner Erfahrung als Verhaltens- & Kommunikationstrainer weiß ich, wie ein ehrliches Lob motivieren kann & teile daher auch gern & großzügig aus. Als Studentin habe ich meinen Lebensunterhalt mit Fremdsprachenunterricht verdient, wenn man da alles kritisieren wollte, was ein Anfänger falsch macht, würde man sich den Mund fusselig reden & dem Lerner wenig weiterhelfen.
Leider kennen auch die wenigsten Reitlehrer die Grundzüge der Erwachsenendidaktik, ich habe mir daher meine Reitlehrer entsprechend erzogen: ich erkläre ihnen, auf welche Weise ich lerne (oder eben nicht), daß ich nicht 30 Korrekturen auf einmal verarbeiten kann, welche Anweisungen ich einfach nicht verstehe & wenn ich Lob brauche, hole ich mir das nötigenfalls explizit ab.
Wenn ein Trainer verstanden hat, daß ich ihn respektiere & von ihm lernen möchte, klappt das hervorragend & ich profitiere davon besonders. Außerdem wäre ich ja doof, wenn ich Sie nicht lobte, Sie offerieren mir kostenlos - bis auf die Verbindungskosten - eine gut gemachte, informative Zeitschrift, Sie arbeiten ständig an Verbesserungen & optimieren Ihr Angebot & ganz nebenbei nehmen Sie sich auch noch die Zeit, auf persönliche Probleme & Anfragen zu reagieren. Das ist ja auch wirklich extrem lobenswert!
Auch Ihre Tips am Rande haben mir schon oft weitergeholfen, ihre Anleitung zum Verkleiner elektronischer Bilder habe ich mir runterkopiert & kann endlich Bilder auf meine Webseite laden oder Bilddateien ohne Gezicke verschicken.
Alles in allem, machen Sie bitte unbedingt so weiter!
Ganz herzlich, Susanne Brefort
PS: Auch bei uns in Bottrop findet 2x jährlich, jeweils am 1. Samstag im Mai & im September, ein Pferdemarkt statt, der eine erzlange Tradition hat, es gibt auch immer einiges an Rahmenprogramm. Wenn Sie das mal interessiert, mehlen Sie mir oder fonen Sie mich an, ich würde mich freuen. Anbei ein Bild von der Voltigegruppe des Reitvereins Bottrop bei ihrem Schlußbild ("Stern") auf dem letzten Pferdemarkt.
Susanne Brefort M.A. [email protected]Liebe Frau Brefort, herzlichen Dank für Ihre Erläuterungen! Es hat lange gedauert, bis ich Zeit gefunden habe, Ihren Brief zu beantworten - auch hier gehen die negativen Dinge vor. Wenn es brennt, muß eben gelöscht werden! Ich sehe Cookies ganz nüchtern als Informationen, die der Kommunikation zwischen Client und Server dienen, also zwischen dem Besucher, der an seinem PC sitzt, und dem Rechner, der die Webseiten bereithält, die der Besucher sehen möchte. Deshalb mußten die Cookies erfunden werden. Im ursprünglichen Internetprotokoll, wie es die Physiker am CERN in Genf konzipiert haben, war eine solche Kommunikation nicht vorgesehen, weil sie nicht gebraucht wurde. Sie haben recht: für die passive Konsumhaltung sind Cookies nicht notwendig. Wenn man aber einen Cookie hat, muß man ihn nicht unbedingt wieder loswerden. Ein Cookie schadet nicht. Sie ersparen sich das spätere erneute Einloggen. Grundsätzlich muß die Pferdezeitung aber immer wie gewünscht funktionieren, ob mit oder ohne Cookies. Mir muß es egal sein, ob ein Leser Cookies zuläßt oder nicht. Die in Ihrer Signatur aufgeführte E-Mail-Adresse ließ mich darauf schließen, daß Sie eine eigene Internetpräsenz haben. Wunderbar, nun sind Sie nicht nur ein Name für mich, sondern haben auch ein Gesicht, und ich weiß sogar, was Sie tun. Die Inhalte Ihrer Seminare klingen sehr interessant! Schön, daß auch meine ungefragten Belehrungen zum Thema Computer auf fruchtbaren Boden fallen. Irgendwie müssen wir uns ja alle in diese neuen Techniken einarbeiten, ob wir wollen oder nicht, und ganz kann ich den Pädagogen in mir eben auch nicht verleugnen. Natürlich interessiert mich der Pferdemarkt in Bottrop. Ich vermute, er wäre einen Bericht wert. Wenn ich den Markt besuchen und darüber berichten würde, wäre es der Bericht eines Außenstehenden. Wenn Sie darüber berichten würden, wäre es wahrscheinlich der Bericht eines Insiders. Hätten Sie daran Interesse? Mit freundlichen Grüßen Gerd Hebrang
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