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Bericht Zu den Themen Ausbildung, Beratung, Vermittlung, Vollblut · Gesamttext
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 420.07 der Pferdezeitung vom 15.04.07
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Jockey P.J. Werning, Gelsenkirchen 2002 · © 2007
 
Jockey P.J. Werning, Gelsenkirchen 2002
K.J. Spengemann führt Hedgehog
 ©   Kl& x61;us& x2d;Jö& x72;g & x54;uc& x68;el · © 2007
 
K.J. Spengemann führt Hedgehog
© © 2007  Klaus-Jörg Tuchel

    Ein Mann kämpft sich voran   
    Der systematische und zähe Aufstieg des Vollblut-Experten Spengemann   
von © 2007  Werner Popken

Teil 1:  Ein Partner - nicht nur für Vollblut
Teil 2:  Ein Herz für Vollblüter und Menschen


Zu den Themen Ausbildung, Beratung, Vermittlung, Vollblut


Der Traum der Freiheit der Berufswahl, über den ich in der letzten Woche berichtet habe, wird vielleicht noch eine Weile Traum bleiben. So lange wird man nicht warten wollen, wenn man sich umorientieren muß, freiwillig oder unfreiwillig. Der Mediziner » Dr. med. Eckart von Hirschhausen, den ich in der letzten Woche zum Thema "Glück" zitiert habe, nutzte seine Chance, als seine Stelle in der Klinik wegrationalisiert wurde: Die Umstände als Entscheidungshilfe. So ein Sprung in unbekannte Gewässer ist aber nicht einfach. Man fängt praktisch wieder von vorne an.

Bei Kai Jasper Spengemann war es der Besuch der Rennbahn, der ihm deutlich machte, wo seine wirklichen Leidenschaften liegen. Zwar hatte er jahrelang um Pferde einen großen Bogen gemacht, was nach den großen Hoffnungen und Chancen, die durch seine gesundheitlichen Probleme zerstört wurden, durchaus verständlich war, aber dann hat es ihn wieder gepackt: die Pferdeleidenschaft. Man bot ihm am Telefon einen günstigen Vollblüter an, der an Chips leiden sollte, und er schlug zu. Als er dann sein Pferd holen wollte, frohlockte er ein ums andere Mal ob der schönen Rennpferde, die vorbeigeführt wurden, aber die waren es alle nicht. Es war ein enttäuschendes Erlebnis, als sein Pferd um die Ecke kam. Aber gekauft ist gekauft, auch unbesehen.

So ließ er das Pferd zunächst gesundheitlich überprüfen. Es hatte keine Chips, sondern einen Bruch im Karpalgelenk. Und dieser heilte durch die richtige Unterstützung vollständig aus. Das Pferd konnte wieder auf die Rennbahn und sich dort bewähren. Dies könnte man nun als einen Zufallstreffer werten und als nette Episode; eine berufliche Neuausrichtung mußte ein solcher Erfolg keineswegs bedeuten. Spengemann hatte aber begriffen, daß für ihn in der Arbeit mit Pferden die größte Befriedigung liegt. Und damit stellte sich die Frage, wie man diese Einsicht in eine Karriere ummünzt, wie man aus einer Berufung einen Beruf macht, wie man eine Existenz gründet.

Denn Pferdeleute gibt es überall reichlich, und viele haben bereits die richtigen Voraussetzungen. Spengemanns Vater war Starter auf der Rennbahn und züchtete Trakehner. Es hätte nahegelegen, diesen Betrieb zu übernehmen. Leider war er nur gepachtet, zwar auf 99 Jahre und eigentlich unkündbar, wie das so üblich ist, aber eine Klausel gab es doch in diesem Vertrag, die eine Kündigung ermöglichte, nämlich dann, wenn der Verpächter in Konkurs ging. Und genau das passierte. Damit konnte Spengemann sich nicht ins gemachte Nest seiner Eltern zurückziehen, was ja naheliegend gewesen wäre.

Die Kontakte zur Vollblut-Szene hatten dazu geführt, daß er wieder zu den Pferden zurückfand, und so bot es sich an, daß er diese Kontakte nutzte und daraus ein Konzept entwickelte. Sein Leben lang hatte er keineswegs nur mit Vollblütern zu tun gehabt. Wer ein Olympia-Pferd wie » Rembrandt von » Nicole Uphoff zwei Jahre erfolgreich geritten hat, kann nicht auf das Vollblut reduziert werden. Trotzdem: Er verstand, daß er ein Konzept entwickeln mußte, das sich möglichst von dem aller anderen Pferdeleute unterscheiden sollte. Was war seine besondere Begabung, was konnte er besser, als andere, welche Erfahrungen hatte er anderen voraus, wofür würde er sich engagieren können?

Mit diesen Fragen entwickelte er sich aus der Phase der Selbstfindung in die der Existenzgründung. Er wollte sich ja nicht nur selbst verwirklichen, sondern auch seinen Lebensunterhalt mit seiner Tätigkeit finanzieren. Nun kam ihm die Erfahrung aus seiner kaufmännischen Tätigkeit zugute. Er wußte, daß er ein ganz eigenes Profil entwickeln mußte, wenn er sich erfolgreich etablieren wollte. Er mußte sich selbst neu erfinden und am Markt positionieren. Wie sollte er das anstellen?

Spengemann hat Erfahrungen aus Rennsport und klassischer Dressur, er ist in beiden Welten zu Hause, was nicht selbstverständlich ist, und er sah daher eine Lücke, die er mit seinem Unternehmen füllen wollte. "Vollblut-Partner" sollte sein Unternehmen heißen, aber der Freund und Experte, der sich um die Werbung und Internetpräsenz kümmern sollte, machte » Partner Vollblut daraus, was im Grunde sogar besser klingt und besser ausdrückt, worum es ihm gehen sollte: Den Ruf der Vollblüter in der Welt der Warmblüter und Freizeitreiter zu verbessern.

Der "VOLLBLÜTER" soll wieder gleichberechtigter Partner in allen Sparten des Pferdesportes und in der Zucht werden.
» Philosophie





Marketing


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Spengemann mit Heiligenschein,<br>Rennbahn Köln · © 2007
 
Spengemann mit Heiligenschein,
Rennbahn Köln
Spengemann mit Frank Ostholt auf der Equitana 2007, Reiter-Revue-Thementalk · © 2007
 
Spengemann mit Frank Ostholt auf der Equitana 2007, Reiter-Revue-Thementalk
Dieses Ziel ist hochgestochen und relativ abstrakt. Wie kann ein einzelner Mann eine zwar hochangesehene, jedoch verrufene Rasse in allen Sparten des Pferdesportes und der Zucht rehabilitieren? So kann man natürlich nicht anfangen. Aber wer zu Anfang nicht das Ende ins Visier nimmt, greift womöglich viel zu kurz. Die spezielle Mischung aus Rennbahn und Dressursport eröffnet Möglichkeiten - was kann dabei letzten Endes erreicht werden? Was ist das Ziel am Ende eines möglicherweise langen Weges?

Kai Jasper Spengemann sieht sich in seiner Rolle als Mittler zwischen verschiedenen Welten als ultimatives Kompetenzzentrum, als "Vollblut-Papst". Da will er hin. Die Einladung der » Reiter-Revue zum Thementalk "Wieviel Blut tut gut?" ist bereits ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Die Ausbildung und Körung dreier Vollbluthengste für die Warmblutzucht im letzten Jahr ebenfalls (Oldenburg: » Desirao xx, » Ruffian Reef xx, Holstein: » My Happy Guest xx). Und die Umschulung von zahlreichen Exgaloppern zu verläßlichen Freizeit- und Sportpferden ebenfalls. Er hat also schon einen Teil der Wegesstrecke zielstrebig hinter sich gebracht.

Wie kann aus einer Vision ein Unternehmenskonzept werden? Als erstes braucht man einen Firmennamen, der alle Möglichkeiten offenläßt. Zugleich sollte dieser jedoch auch eine Richtung weisen. Beispielsweise hätte "Spengemann-Pferdeausbildung" eine Festlegung bedeutet und wäre somit eine Einengung gewesen, die ein falsches Signal gesetzt hätte.

"Partner Vollblut" hingegen ist Titel und Aushängeschild und weist eine Richtung, stellt eine (Wort-)Marke dar, weckt die richtigen Assoziationen. Der Name Spengemann fehlt. Das mag zunächst verwundern bei jemandem, der sich als Experte profilieren möchte, ist aber ein kluger Schachzug, denn der Name Spengemann würden ja zunächst keinerlei Zugkraft haben und müßte selber erst als Marke etabliert werden. Die Kombination der Worte "Partner" und "Vollblut" ist hingegen einprägsam und aussagekräftig. "Partner" klingt vertrauenerweckend, stellt die Vermittlerfunktion heraus, "Vollblut" spezifiziert und prägt die Richtung.

Mit "Partner Vollblut" kann man lange leben und viel bewirken. Hinter diesem Begriff könnte sich eines Tages ein ganzes Team verbergen, dessen Kopf der Gründer ist. Mehrere Geschäftsfelder könnten sich unabhängig voneinander entwickeln und von unterschiedlichen Experten betreut werden, die Spengemanns Vision im Tagesgeschäft umsetzen. Der Begriff "Partner Vollblut" deckt möglicherweise noch mehr Dienstleistungen ab, als heute angeboten werden, ist also offen für alles mögliche, das sich vielleicht erst noch entwickeln wird. Eine glückliche Wahl.

Das aktuelle Leistungsangebot umfaßt laut Flyer Partner-Vollblut

  • Ausbildung von Vollblütern

  • Professionelle Umschulung und Beritt

  • Korrekturarbeit von Vollblütern

  • Vorbereitung von Hengsten für die Körung

  • Vorstellung von Hengsten bei Körungen

  • Unterstützung beim Kauf bzw. Verkauf von Vollblütern

  • Beantwortung von Fragen zum Kauf von Vollblütern

  • Durchführung von Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitslehrgängen speziell für Vollblüter

  • Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt Partner-Vollblut (Veranstaltungen, Presse, TV)



Renngeschäft


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Logo Partner-Vollblut · © 2007
 
Logo Partner-Vollblut
Hedgehog, Gelsenkirchen 2002,<br>Jockey P.J. Werning · © 2007
 
Hedgehog, Gelsenkirchen 2002,
Jockey P.J. Werning
Das Logo ist der nächste Schritt im Aufbau einer unverwechselbaren Unternehmensmarke: Es soll einprägsam sein, ohne weiteres verständlich, und natürlich die Philosophie des Unternehmens zum Ausdruck bringen. So etwas entwickelt man nicht selbst. Dem Künstler » Andre P. ist es gelungen, drei der sportlichen Spitzendisziplinen unmißverständlich darzustellen, und zwar von links: Rennsport, Springen, Dressur. Daß Vollblüter sich in allen drei Disziplinen immer wieder auszeichnen, haben wir bereits im ersten Teil dieser Reihe herausgestellt. Und selbstverständlich eignen sich Pferde, die für Spitzenleistungen gut sind, auch für weniger anspruchsvolle Aufgaben.

Die Belastung der Vollblüter beim Rennen ist unglaublich hoch. Üblicherweise werden Geschwindigkeiten nicht gemessen, aber da Rennpferde den Kilometer aus dem Stand in weniger als einer Minute zurücklegen, dürften Spitzengeschwindigkeiten um 70 km/h erreicht werden. Bei einem Gewicht von 500 bis 600 Kilogramm ergeben sich erhebliche Belastungen für Skelett, Muskeln und Bänder. Laut Spengemann ist diese Belastung wesentlich höher als bei Springpferden, die ja immerhin ihr Gewicht (und das des Reiters) nach dem Sprung auffangen müssen, zehnmal so groß.

Bei einer Rasse, die auf solche Leistung über Jahrhunderte hin durchgezüchtet ist, darf man eine entsprechende Robustheit erwarten. Aber auch kleinere gesundheitliche Probleme, die zum Ende der Rennkarriere führen, müssen nicht unbedingt heißen, daß das Pferd für den Rest seines Lebens mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Ein Beispiel für eine komplette Wiederherstellung habe ich eingangs schon genannt, von vielen weiteren habe ich mir erzählen lassen.

Bei meinem Besuch stand ein Pferd im Stall, das sich beide Vorderbeine gebrochen hatte. Spengemann zeigte mir Röntgenaufnahmen, die den Haarriß deutlich zeigten, und eine weitere, die die fast vollständige Heilung belegten. Bisher war ich davon ausgegangen, daß Knochenbrüche bei Pferden grundsätzlich einem Todesurteil gleichkommen. Das ist offenbar längst nicht mehr der Fall.

Die Rennszene ist eine Welt für sich und hat so gut wie nichts mit der Dressurszene, der Springszene oder dem Freizeitreiten zu tun. Wer dort nicht zu Hause ist, wird sich schwertun. Spengemann zitierte einen Spruch, der von » Churchill stammen soll: "Alle Gauner sind auf der Rennbahn, aber nicht alle auf der Rennbahn sind Gauner." Damit spielte er auf die Finanzierung durch Wetten an, die wiederum die Versuchung produziert, dem Glück ein wenig nachzuhelfen.

Das ist anscheinend nicht das Hauptproblem der heutigen Rennsportszene. Der Bestand an Galopprennpferden hat sich vor 1999 bis 2005 um mehr als 20% verringert. In etwa dem gleichen Maße sind die Umsätze zurückgegangen (» Pferderennbahn Niederrad). Die Attraktivität läßt offenbar zu wünschen übrig, es gibt genug andere Sportarten, für die die Menschen sich begeistern können, und damit entsteht eine negative Spirale, an deren Ende das Ende des Galoppsports und der Vollblutzucht stehen würde. Das kann eigentlich niemand wollen.

Die Verwertung der Vollblüter, die sich für die Rennbahn nicht eignen, ist dabei bestimmt das geringste Problem. Wenn Kai Jasper Spengemann die Vollblüter als Sportpferde oder Freizeitpferde anpreist, hat er also sicher nicht die Gesundung des Rennsports im Sinn. Er glaubt einfach an die Vollblüter, weil er sie kennt und liebt. Dabei weiß er natürlich genau, daß Vollblüter auch nur Pferde sind, oder anders gesagt: Warmblüter und Ponies und alle anderen Pferde haben ebenfalls ihre Vorzüge, und wer etwas von Vollblütern versteht, kann auch mit diesen Rassen umgehen. Mit dieser Erkenntnis kann man aber keinen Alleinstellungsanspruch begründen. Weil es ohne Marketing nicht geht, wird das Vollblut bei ihm deshalb immer an erster Stelle stehen. Partner-Vollblut eben.

Das bedeutet für Sie, daß Sie bei Kai Jasper Spengemann immer ein offenes Ohr finden, wenn Sie sich für Vollblüter interessieren. "Manche Leute schreiben irrsinnig lange E-Mails, und ich antworte darauf immer: Rufen Sie mich an! Und dann kommt nichts", wundert sich Spengemann über die ach so große Wißbegierde mancher Pferdefreunde. "Schreiben kann man viel, man muß miteinander reden", ist seine Devise. Daß das funktioniert, kann man sogar im Internet nachlesen:

Tips und Tricks hatte ich per Telefon ja immer schon von dem Vollblutausbilder Kai Jasper Spengemann erhalten, der hat es wirklich drauf, aber leider zu weit weg. Allerdings würde er für Wochenendseminare auch fahren, mal sehen, vielleicht kommen ja einige EX-Galopper Besitzer im Rhein-Main Gebiet zusammen.
» Hilferuf an Vollblutfans !!

Spengemann hält sich also alle Möglichkeiten offen und wartet ab, in welcher Richtung seine Dienste besonders gefragt sind.



Ausbildung


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Es sind aber nicht nur die Pferde, um die Spengemann sich kümmert, sondern auch die Menschen. "Mit den Pferden ist es ja einfach, mit den Menschen ist es schwierig", meint Spengemann. "Heutzutage haben wir es oft mit einem neuen Art von Pferdefreunden zu tun. Noch nie auf einem Pferd gesessen, aber zehn Bücher gelesen - so geht es nicht. Es ist wie mit dem Autofahren - aus Büchern allein kann man das nicht lernen." Bei den Vollblütern kommt noch hinzu, daß es sich um besonders intelligente Pferde handelt, die schwierig erscheinen, weil die Menschen mit den Problemen nicht umgehen können, wodurch diese sich potenzieren. Einen guten Eindruck bekommen Sie vielleicht durch folgenden Beitrag in einem Forum:

hallo zusammen und zwar habe ich seit ca ein halbes jahr eine vollblut stute die kommt zwar von der rennbahn aber sie ist nie gelaufen nun mein problem egal was ich mit diesem pferd anstelle ob beim ausreiten oder beim spazierengehn sogar in der halle fängt sie an total nervös und hibelig zu werden und so schlimm das man sie dan nur noch auf die weide bringen kann sie ist so vervös man kann sie nicht alleine von der weide holen und putzen das ist unmöglich ich spiele schon mit dem gedanken sie wieder abzugeben aber ich weiß genau das sie eingehen wird bei der alten besitzerin kann mir jemand tipps oder einen rat geben ich bin für jede antwort dankbar selbst das longieren ist nicht zu schafen sie rennt und rennt bis es nicht mehr geht auch wenn man sie rennen läßt steigt sie also bitte HILFE katja
» problem mit vollblut stute

Auf diesen Hilfeschrei melden sich einige Leidensgenossen mit guten Tips, von denen einige probierenswert erscheinen, andere bereits erfolglos erprobt sind. Zum Schluß meldet sich "Sonja" von » Pferdesport-TV:

HI Kathi,

die Tipps du hier bekommen hast sind alle super, vom Magnesium angefangen bis hin zum Spazieren gehen usw.
Wenn du Hilfe brauchst, kann ich dir Kai Jasper Spengemann empfehlen. Der kümmert sich um genau solche Pflegefälle und ist genau auf die Vollblüter spezialisiert. Er hat seinen Stall in Rheda Wiedenbrück und hat wirklich ein händchen für solche Pferde. MEine Vollblutstute habe ich auch von ihm. Er bekam sie weil sie auch so (angeblich) durchgeknallt war. Er hatte Sie dann ein paar Wochen und Sie ist absolut cool geworden. Vielleicht kannst du auch einfach-wenn du magst- dich erstmal telefonisch mit ihm kurzschließen. Vielleicht kann er dir ja auch so helfen. ICh kann ihn nur weiter empfehlen. Bei unseren Videos ist auch ein Film von Ihm dabei "PArtner Vollblut". So lautet auch seine Webadresse. Er ist wirklich ein absoluter Fachmann auf dem Gebiet Vollblut.

Viele GRüße
Sonja
» problem mit vollblut stute

Hier erscheint Spengemann als Zauberer für Pferde. Aber die Pferde sind ja nur die eine Seite der Medaille, die Menschen müssen genauso ausgebildet werden, und da dauert es vielleicht etwas länger. Das Problem ist dabei natürlich die Entfernung. Bei der Ausbildung ist Kontinuität wichtig, und da kann Spengemann natürlich nur in einem recht engen Radius helfen. Das folgende Tagebuch über die Ausbildung von Simone und ihrem Pferd Olympia zeigt sehr anschaulich, wie vor allem der Mensch lernt, daß aber gemäß Spengemanns Vorgaben auch die Gesundheit und die Ausrüstung stimmen muß:

13.03.2006
Meine Tierärztin hat mir Kai Jasper Spengemann für Unterricht empfohlen. Da war ich am Donnerstag. Es war super Klasse und ich denke, er kann mir bei Olympias Ausbildung weiterhelfen.

28.04.2006
Ich reite nun seit knapp 6 Wochen bei Herrn Spengemann. Wir haben schon ordentliche Fortschritte gemacht. Am Montag wurde Olympia von einem Osteopathen gerichtet. 3 Nackenwirbel, 2 Rückenwirbel (der Biß vom Mai 2005) und ein Beckenschiefstand. Jetzt darf ich Morgen wieder reiten und bin schon ganz gespannt. Der neue Sattel passt super!

08.05.2006
Juhu, unser erster Turniererfolg. Jetzt zeigen sich langsam die Früchte der harten Arbeit. Ich bin Herrn Spengemann so dankbar, alleine hätte ich das nie (und vor allem nicht so schnell) geschafft.

11.07.2006
Lange nichts mehr in News geschrieben :-)
Die letzten Turnierstarts vor unserem Urlaub waren gut (s.Turnierergebnisse) und unser Urlaub in Kroatien war auch sehr schön. Wie haben uns bei super Wetter sehr gut erholen können. Herr Spengemann gibt jetzt ab Donnerstag einmal wöchentlich in Grastrup Unterricht, so dass ich da reiten kann und ersteinmal nicht so weit fahren muß. Aber da die nächsten Turniere genannt sind und auch die Dressurpferde-L- bald ist, werde ich mit einmal wöchentlich Unterricht nicht hinkommen.

21.08.2006
Unser Umzug wird sich wohl auf Mitte bis Ende Oktober verschieben. Heute geht es das erste Mal zum Unterricht, bei Herrn Spengemann, nach Wiedenbrück. Aber da Olympia Reisen mittlerweile gut mitmacht und ich ständig alleine mit ihr unterwegs bin, wird das auch gut klappen.

02.03.2007
Olympia und ich haben jetzt mit dem Springen angefangen, da wir Ende Mai das Reit- abzeichen anstreben. Wir fahren dazu nach Gütersloh zu "Pit" Homrighausen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil ich blockiert habe, hat es letztes Mal schon recht gut mit dem Springen geklappt. Olympia war beim ersten Mal springen vor der Mauer stehen geblieben, weil es mir unheimlich war und danach sind wir über gar keinen Sprung mehr gekommen. Unter Herrn Spengemann sprang sie natürlich wieder richtig gut :-)
» Olympia News

"In den letzten Jahren hat sich viel geändert", gibt Spengemann zu bedenken. "Früher reichte es aus, wenn der Sattel dem Reiter paßte. Heute muß er vor allem dem Pferd passen."



Hufeisen


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Spezialzange für Hufnägel · © 2007
 
Spezialzange für Hufnägel
Renneisen aus Aluminium · © 2007
 
Renneisen aus Aluminium
Huflehre · © 2007
 
Huflehre
Kai Jasper Spengemann ist unermüdlich, wenn es darum geht, Geschichten über Pferde zu erzählen, denen er geholfen hat. Im erwähnten Film (» Film ab) wird ein krasser Fall vorgestellt; ein Fohlen war auf der Weide in einen Pfosten gerannt und hatte sich so verletzt, daß eine Wiederherstellung aussichtslos schien. Spengemann nahm sich des Falls an und brachte es fertig, das Fohlen zu heilen. Dazu mußte er sich etwas einfallen lassen. Da das eine Bein extrem verkrüppelt schien, animierte er das Fohlen, dieses Bein nicht grundsätzlich zu schonen, womit die Fehlstellung sich verfestigt hätte, sondern vorsichtig wieder einzusetzen und damit die Behinderung allmählich aufzulösen. Um dies zu erreichen, erfand er unter anderem den Spaziergang über den Misthaufen - ungewöhnlich, aber es half.

Zum Schluß bekam das Fohlen noch einen Beschlag. Das wiederum machte mich stutzig; schließlich habe ich ausführlich über Sinn und Unsinn von Beschlag geschrieben. Ich wollte wissen, wie Spengemann grundsätzlich zum Beschlag steht und welche Argumente er mir für den Beschlag liefern kann. Es dauerte eine Weile, bis wir uns verstanden. Im Grunde ist auch er der Meinung, daß Pferde am besten ohne Beschlag laufen. Ich konnte dann miterleben, wie pragmatisch er vorgeht. "Was für das Pferd am besten ist" - das ist seine Devise.

Gleich eingangs hatte Spengemann einem Vollblut ein Eisen abnehmen müssen, weil es sich gelockert hatte. Dazu benutzte er eine spezielle Zange, mit der man die Hufnägel greifen und herausziehen kann. Seine Mitarbeiterin hielt den Hengst derweilen und beruhigte ihn. Anschließend rief er seinen Hufschmied an, er müsse noch vorbeikommen.

Es dauerte nicht sehr lange, dann war er da. Und nun erwartete ich, daß wir unser Gespräch wieder unterbrechen würden, damit er den Hengst festhalten könne. Das war aber nicht nötig. Der Schmied Wojciech Gutowski aus Herford nagelte dem Hengst ohne jede Hilfe ein neues Eisen auf. Ich war verblüfft. Anschließend mußte Spengemann dann doch noch helfen und eine Stute halten und beruhigen, der die Eisen abgenommen werden sollten; entsprechende Fotos habe ich in der letzten Woche schon verwendet. Bei einem weiteren Vollblüter wurde dann diskutiert, wie die Hufe einzuschätzen sind. Die beiden einigten sich darauf, zunächst nichts zu unternehmen und die Hufe weiter zu beobachten. In spätestens einer Woche würden sie dann wieder beratschlagen, ob und gegebenenfalls was zu unternehmen ist.

Auf der Rennbahn sind spezielle "Renneisen" aus Aluminium üblich, die in der Mitte eine Vertiefung haben und dadurch auf der Grasbahn besser greifen sollen. Im übrigen setzt Spengemann Hufbeschlag gezielt zu therapeutischen Zwecken ein. Die Hufe sind, wen wundert es, auch für ihn ganz wesentlich und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und Pflege. Und wenn sich Probleme ergeben, sei es mit der Stellung oder mit der Substanz, dann fragt er sich: "Braucht der Eisen?"

Leider wurde er in dieser Hinsicht ebenfalls erst durch Schaden klug. Er wollte nämlich bei den Deutschen Meisterschaften der Military mitmischen, aber sein Hufschmied machte einen Strich durch die Rechnung. "Vorne zu kurz, hinten zu lang genagelt, ins Leben, mit sieben Grad zu flach - da war die Meisterschaft gestorben. Und ich habe mir eine Huflehre besorgt." So etwas hatte ich noch nie gesehen und mußte es gleich fotografieren. Das Bild erklärt das Gerät.

Und wie war das nun mit dem Fohlen? Warum brauchte das ein Eisen? "Es half dem Fohlen, den Fuß aufzusetzen. Es war einfach ein Trick. Durch das erhöhte Gewicht habe ich es überlistet. Und allmählich traute es sich, das Bein wirklich zu belasten."

Demnächst macht Spengemann eine Akupunktur-Ausbildung. Er will es wirklich wissen. Wenn Akupunktur hilft, desto besser. Klassische ärztliche Kunst, Osteopathie, Magnetfeld-Therapie, Homöopathie, Bioresonanz - auf der Suche nach der Ursache bedient er sich sämtlicher Mittel, bis er Erfolg hat. Für eine Vollblut-Lobbyarbeit wäre das alles nicht nötig. Spengemann ist eben doch ein Pferde-Liebhaber, der allem auf den Grund gehen will. Wenn das Pferd dann auch noch ein Vollblut ist, kann er strahlen - und er strahlt auf beeindruckende Weise. Auf manchen Fotos kommt das gut zum Ausdruck.

Sollten Sie Hilfe brauchen, sprechen Sie ihn ruhig an - schaden kann es ja nicht. Es muß auch nicht unbedingt ein Vollblut sein, um das es geht. Wenn Sie lieber eine lange E-Mail schreiben wollen, spricht nichts dagegen, aber wundern Sie sich nicht, wenn die Antwort kurz und bündig lautet: "Rufen Sie mich an!" Seine Kontaktdaten finden Sie unter » Partner Vollblut.



Quellen / Verweise


  1. » Dr. med. Eckart von Hirschhausen
  2. » Rembrandt
  3. » Nicole Uphoff
  4. » Partner Vollblut
  5. » Philosophie
  6. » Reiter-Revue
  7. » Desirao xx, Oldenburger Hengstverteilungsplan 2007
  8. » Ruffian Reef xx
  9. » My Happy Guest xx
  10. Flyer Partner-Vollblut
  11. » Andre P.
  12. » Churchill
  13. » Pferderennbahn Niederrad
  14. » Hilferuf an Vollblutfans !!
  15. » problem mit vollblut stute
  16. » Pferdesport-TV
  17. » Olympia News
  18. » Film ab
  19. » Rennstall Reiner Werning
  20.  Ein Partner - nicht nur für Vollblut, Kai Jasper Spengemann - die zweite Karriere eines Pferdemanns
      Ausgabe 418 · Teil 1
  21.  Ein Herz für Vollblüter und Menschen, Überlegungen zur Selbstfindung am Beispiel Spengemann
      Ausgabe 419 · Teil 2



Fotos

© 2007  Klaus-Jörg Tuchel, © 2007  Werner Popken




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  Aus Ausgabe 505 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-49
z.B.   Reiterhotel/08-49: Restlos begeistert Liebe große und kleine Leser, das Reiterhotel Vox eignet sich auch ...