Die Sowjetunion war aufgrund der Teilnehmersituation �berlegener Gesamtsieger, gefolgt von der DDR - der Rest der Nationen war weit abgeschlagen (� Olympische Sommerspiele 1980). Welche Bedeutung der Sport f�r die DDR hatte, welche grandiosen Erfolge erzielt wurden und wie wenig die gewaltigen Anstrengungen letzten Endes gebracht haben, zeigt folgendes Zitat: | Die Deutsche Demokratische Republik mit ihren knapp 17 Millionen Einwohnern brachte �ber zwei Jahrzehnte sportliche H�chstleistungen hervor, die in keinem Verh�ltnis zur politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Bedeutung des Landes standen. Zwischen 1956 und 1988 gewannen Sportlerinnen und Sportler der DDR neben zahlreichen Welt- und Europameistertiteln nicht weniger als 578 olympische Medaillen, davon 203 Goldene (vgl. Seifert, Anhang). Auch wenn nach dem politischen Bankrott der DDR Enth�llungen �ber zweifelhafte Praktiken bei der Auswahl der Elitesportler, den Trainingsmethoden und vor allem der sportmedizinischen Betreuung viele Kehrseiten der Medaillen offenlegten, waren die Leistungen ihrer Sportlerinnen und Sportler bemerkenswert. [...] Diese Anstrengungen zahlten sich aus: Zu den Spielen der XX. Olympiade in M�nchen pr�sentierte die DDR eine bestens vorbereitete und hoch motivierte Olympiamannschaft. Die Athleten erf�llten alle in sie gesetzten Erwartungen. DDR-Sportlerinnen und Sportler standen 66mal auf dem Siegerpodest, und -- was den Funktion�ren und Politikern zu Hause noch wichtiger war -- 20mal erklang die Nationalhymne der DDR bei der Ehrung der Olympiasieger, ebensooft wurde die schwarz-rot-goldene Flagge mit dem Staatsemblem der DDR gehi�t. Was jedoch nach Meinung von Politikern und Medien ein gewaltiger Schlag ins Gesicht des "Klassenfeindes" war, wurde in der bundesdeutschen �ffentlichkeit eher beil�ufig zur Kenntnis genommen. Das "Sportwunder DDR" konnte die �berwiegend an anderen Werten orientierten Bundesb�rger nicht in dem gew�nschten Ma�e beeindrucken. Trotzdem intensivierte die DDR die F�rderung des Spitzensports und steigerte 1976 in Innsbruck und Montreal ihre Medaillenausbeute nochmals. Nach einer inoffiziellen L�nderwertung, der von den Funktion�ren zunehmend Bedeutung beigemessen wurde, gelang es in Montreal sogar, die USA zu �bertreffen. Da� diese Medaillenhascherei und Zahlenspielerei ganz und gar nicht im Sinne des Begr�nders der Olympischen Idee lag, st�rte wenig. Vielleicht tr�umte mancher DDR-Funktion�r sogar davon, 1980 in Moskau auch noch die UdSSR zu �berfl�geln. Zu den Spielen in Moskau traten die westlichen Hauptrivalen wegen des Krieges in Afghanistan nicht an, so da� die DDR ihre erneuten Erfolge nicht als "Sieg �ber das kapitalistische Gesellschaftssystem" feiern konnte. Vier Jahre sp�ter boykottierte die UdSSR mit der Mehrzahl der sozialistischen L�nder die Spiele in Los Angeles. Wie eng in der DDR die Spitzensportler an die Partei und den Staat gebunden waren, bewiesen deren ver�ffentlichte Meinungs�u�erungen. Obwohl durch die Politik um den Lohn jahrelangen harten Trainings gebracht, bekundeten sie durchweg Zustimmung f�r den Boykott der Olympischen Spiele in den USA (vgl. Ullrich 1986, S. 157 ff.). � Die DDR und Olympia, � Literatur | | | Immerhin hatte die DDR in M�nchen die Bundesrepublik im Medaillenspiegel ganz eindeutig �berfl�gelt (� Olympische Sommerspiele 1972).
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