"Deutsche mit Karabaghfimmel" Verhandlungen und Abenteuer in Aserbaidschan von Verena Scholian |
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Vorbemerkung Von Werner Stürenburg
Mit dieser Ausgabe hat die Pferdezeitung eine neue Abteilung: Wiki. Das muß ich vermutlich ein wenig erläutern.
Die meisten von uns dürften inzwischen überwiegend positive Erfahrungen mit irgend einer neuen Form von Kommunikationstechnik gemacht haben, etwa Newsgroups, Mailinglisten, IRC, ICQ oder Foren, alles Mittel, von denen wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal geträumt haben. Nun also auch noch ein Wiki - was ist denn das?
Am besten schauen Sie sich das Wiki einmal an, dann wird Ihnen alles schnell klar. Ich rechne damit, daß viele von Ihnen interessante Beiträge zu unserem Pferde-Wiki liefern werden. Diese möchte ich dann regelmäßig in der laufenden Ausgabe vorstellen.
Die Beiträge dieser Woche stammen alle von mir - irgendwie muß die Sache ja in Gang kommen. Meine Beiträge dienen dazu, Ihnen zu helfen, selber produktiv zu werden. Ich bin sicher, Sie werden schnell sehen, was Sie mit diesem aufregenden neuen Werkzeug anfangen können. Viel Vergnügen! Nun also zurück zum zweiten Teil des Berichts von Verena Scholian!
Noch immer hofften wir, dass ein Tag für das regierungseigene Gestüt in Lambaran eingeplant werden könnte, jedoch wurde dies von Tag zu Tag immer zweifelhafter.
Ein Anruf von Yashar am Donnerstag morgen klärte uns darüber auf, dass die Planung für den Vormittag zunichte sei, er habe noch einige (es waren zig!!!) Anrufe zu erledigen, um den Nachmittag zu organisieren. Wir hatten viel Verständnis dafür, zumal Yashar ja sicher außer uns auch noch andere Verpflichtungen hatte. Also nahmen wir uns Bakus Innenstadt vor.
Auch wenn uns zunächst die ganze Atmosphäre sehr exotisch vorkam, genau genommen waren aber wir diejenigen, die sofort durch unser outfit und unser Verhalten auffielen.
Besonders auffallend waren die Extreme in Baku� uralte unrenovierte Wohnblocks (Plattenbauten) mit Satellitenschüsseln an jedem Balkon, nebenan aber moderne Gebäude mit Marmorfassaden und Leuchtreklame, das gleiche bei den PKWs: uralte Schigulis und Ladas neben 600er Mercedes, A8er Audis und 7er BMWs, alte messing Samoware im Schaufenster neben Internetcafés.
Wächter und Bodyguards vor allen größeren Gebäuden mit öffentlichen Einrichtungen... von Regierung bis Versicherung - Extreme pur!
Abends machte uns Yashar nochmals Hoffnung, dass eine Besichtigung des regierungseigenen Gestüts vielleicht doch in greifbare Nähe gerückt sei. Da dieses jedoch in unmittelbarer Nähe zu einem Militärgelände sei, bedürfe es der Zustimmung der Regierung, dorthin zu gelangen.
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