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Bericht Fohlenaufzucht, Wildbahn, Senner · Gesamttext
Hauptartikel Ausgabe 272.04 der Pferdezeitung vom 13.06.04
Inhaltsmenü Berichte  Biologen als ...  Biologische Station ...  MURL  Öffentlicher ...
 Helfer und Paten  Sennerzucht  Landschaftspfleger  Schafe  Sympathieträger
 Leserresonanz
 Gesamttext 
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Keine Scheu vor fremden Menschen
Schütteres Gras auf Heideboden

    Biologen als Züchter   
    Die Eigendynamik von Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit   
von   Werner Popken

Teil 1:  Pferde in der Wildbahn


In dieser Woche setze ich meinen Bericht aus der Vorwoche fort ( Pferde in der Wildbahn). Beim Wiederlesen des ersten Teils hatte ich ein eigenartiges Gefühl; der Text fließt nicht so, wie ich das gewohnt bin. Da fiel mir der Totalausfall meiner Festplatte am Samstagmorgen wieder ein - die Anspannung war offenbar nicht ohne Folgen geblieben.

Glücklicherweise hatte die Festplatte die Arbeit nach achtzehn Stunden Ausfall unversehens wieder klaglos aufgenommen und läuft nach einer weiteren Woche immer noch einwandfrei, so daß die Nervosität inzwischen weitgehend abgeklungen ist. Mal sehen, ob ich heute wieder meinen gewohnten Tonfall finden kann.

Aus einem weiteren Grunde gestaltete sich der Text der letzten Woche etwas schwierig. Alle Gesprächspartner beklagten sich darüber, daß das gute Einvernehmen mit dem Züchter Karl-Ludwig Lackner, der das Projekt angeregt hatte, inzwischen gelitten hat.

Der Verleger und Herausgeber des Buches  Rückkehr der Senner Pferde Thomas Kiper, die Vorstandsvorsitzende des Vereins Biologische Station Senne e.V. Christel Schroeder, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Biologischen Station Senne, Aloys Sielhorst, der die Leitung der Arbeitsgemeinschaft Senner Pferde in der Biologischen Station Senne innehat und mich durch die Wildbahn führte, alle beteuerten, daß ihnen an der guten Zusammenarbeit mit Lackner sehr viel liegt.

Aus all diesen Gesprächen gewann ich den Eindruck, daß die Bestürzung genauso groß ist wie die Ratlosigkeit hinsichtlich der Gründe der Mißstimmung. In der Vergangenheit hatte ich bereits mit Karl-Ludwig Lackner telefoniert und dabei unter anderem auch die Problematik der weiteren Zukunft der Senner mit ihm diskutiert. Auch ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, was ihn dazu bewogen haben mochte, seine Aktivitäten einzuschränken.

Das Beste würde sein, Lackner selbst zu befragen; Christel Schroeder stimmte mir zu und riet mir sogar dringend, das Gespräch mit ihm zu suchen. Anfang dieser Woche hatte ich noch einmal Gelegenheit, mit Thomas Kiper zu sprechen. Ich erwähnte, daß mir etwas aufgefallen war, und Kiper fragte mich, ob ich darüber mit Frau Schroeder und Herrn Sielhorst sprechen würde. Wieder schien ein Besuch bei Lackner höchst angebracht; die Frage war nur: wann.

Dabei wurde mir klar, daß ich zunächst einmal meinen Bericht über den Besuch in der Senne abschließen müßte, um diese Eindrücke nicht mit weiteren zu vermischen. Anschließend wäre ein Gespräch mit Lackner sicher hilfreich. Die weiteren Erkenntnisse müßten dann in einem zusätzlichen Artikel verarbeitet werden.

Als mein Artikel in der letzten Woche sich dem Ende näherte, begann ich, mich in die Veröffentlichungen der Biologischen Station Senne im Internet einzulesen. Da dämmerte mir, worüber Lackner sich geärgert haben könnte. Ich jedenfalls hätte mich sehr geärgert. Diese Erkenntnis gehörte aber nicht mehr in den ersten Teil, deshalb entschloß ich mich, diesen zu beenden und meine Bemerkungen für den zweiten Teil aufzuheben.




Biologische Station Senne

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Das Logo der » Biologischen Station auf dem Grundriß der Senneregion, links das Domizil, die alte Schule in Riege, im Vordergrund Besenheide
In der Webpräsenz der Biologischen Station (» Biologische Station Senne) findet man unter dem Menüeintrag "Projekte" den Link » Wildbahn Senner Pferde, wo erklärt wird:

Im Jahr 1999 hat die Biologische Station Senne ein Beweidungsprojekt mit Senner Pferden initiiert. In der Zielsetzung dieses Projektes wurde die Nutzung von Senner Pferden zur Landschaftspflege im Naturschutz und die Förderung einer vom Aussterben bedrohten Pferderasse miteinander kombiniert.

Die Senner Pferde sind durch ihre Geschichte eng mit der Sennelandschaft verbunden und haben wohl maßgeblich zur Ausprägung sennetypischer Landschaftselemente beigetragen. Durch das Projekt sind sie nun nach vielen Jahrzehnten der Abstinenz wieder in ihre alte Heimat zurückgekehrt.

Diese Einleitung verweist auf drei längere Artikel zum Thema.

Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich mich nicht wundern. So aber wunderte ich mich schon sehr. Die Formulierung "[...] hat die Biologische Station Senne ein Verwaltungsprojekt mit Senner Pferden initiiert" ist in dieser Form schlichtweg falsch. Hier schmückt sich jemand mit fremden Federn. Oder zumindest wird ein wesentlicher Beitrag unterschlagen, denn bereits hier müßte der Beitrag Karl-Ludwig Lackners in aller Kürze gebührend herausgestellt werden.

In der vorigen Woche habe ich die Rolle Karl-Ludwig Lackners für die Geschichte der Senner deutlich herausgearbeitet. Er allein hat, und so ist das in allen Quellen dargestellt, das Beweidungsprojekt initiiert, und das ist, wenn mich nicht alles täuscht, absolut unstrittig. Daß es mit der Wunschvorstellung Lackners allein nicht getan war, daß er Mitstreiter brauchte, damit aus dem Wunsch Realität wird, habe ich in meinem Artikel klar herausgestellt.

Hier setzt nun der Beitrag der Biologischen Station Senne ein, der selbstverständlich sein eigenes Gewicht besitzt. Zweifellos hat die Biologische Station sich um das Projekt verdient gemacht. Ohne die Biologische Station Senne wäre das Projekt der "Auswilderung" möglicherweise nicht zustandegekommen, jedenfalls nicht in der angestammten Landschaft, weil der größte Teil der Senne, der vielleicht dafür in Frage gekommen wäre, als Truppenübungsplatz nicht zur Verfügung steht.

Ob weitere Flächen, die entweder in Privatbesitz oder unter der Verantwortung anderer Biologischer Stationen stehen, in der Senne existieren, kann ich nicht beurteilen, halte es aber durchaus für möglich. Das Projekt Lackners wäre also unter Umständen mit einem anderen Partner ebenfalls realisierbar gewesen. Die Initiative lag auf jeden Fall bei Lackner.

Über diese Zusammenhänge kann man natürlich nirgendwo nachlesen und auch im persönlichen Gespräch kommen die Informationen eigentlich eher indirekt. So habe ich weitgehend spekulieren müssen, worin wohl die eigentlichen Hintergründe bestehen. Ich hielt es für selbstverständlich, daß die Biologische Station andere Interessen verfolgt als der Züchter. Thomas Kiper hat mir erfreulicherweise bestätigt, daß meine Vermutungen weitgehend richtig sind und einige Informationen nachgeliefert, die das Bild vervollständigen..



MURL

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Nachtpfauenauge, eine der größten heimischen Schmetterlingsarten, Foto Guido Sachse aus  Rückkehr der Senner Pferde
Nach seiner Information war es ein nordrhein-westfälischer Minister für Landwirtschaft und Forsten, möglicherweise Matthiesen, auf dessen Initiative die Strukturen entstanden, die sich offenbar langfristig bewährt haben und die Ursache für die Existenz der Biologische Station Senne und der Biologischen Station Paderborner Land und vieler weiterer Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen sind.

Anlaß für mich, ein wenig im Internet zu recherchieren. Wieder tat sich eine völlig neue Welt auf - ich lebe wohl hinter dem Mond. Seit vielen Jahren beschäftigen sich nämlich viele Menschen mit Naturschutzprojekten, haben sich regional, national, europäisch und weltweit organisiert, tauschen sich aus, veröffentlichen, tagen und schließen Verträge.

Die Ursprünge verlieren sich. Bei meiner Recherche zu den Stichworten "biologische Station Matthiesen Minister" bin ich z. B. auf den Beitrag » Nationalpark Eifel gestoßen; bis Ende 2005 soll die Verwaltung über den Truppenübungsplatz Vogelsang zurückgegeben und dort ein Nationalpark errichtet werden. Bereits im Jahre 1954 wurde im Heimatjahrbuch des Kreises Schleiden ein Beitrag unter diesem Titel veröffentlicht (a.a.O.). Dort schrieb der Münstereifeler Julius Eigner:

Auch die Menschen sollen hier geschützt werden... vor den Auswüchsen des Ferienrummels und der Überrollung der Landschaft mit Autos.

Das ist die Aussage eines echten Visionärs! Die privaten Initiativen der Naturschützer und die Anregungen des Ministers Klaus Matthiesen für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft (MURL) in Nordrhein-Westfalen haben jedenfalls Anfang der 90er Jahre zu einer einzigartigen Situation geführt. In der Zeitschrift "Naturschutz in NRW", Ausgabe 2/02 vom 26. April 2002, schreibt Josef Tumbrinck (» Biologische Stationen in NRW, » Naturschutzbund Deutschland (NABU)):

Liebe NABU-Mitglieder,

das Netz der Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen fußt seit nunmehr zehn Jahren auf dem sogenannten "Fachkonzept der Biologischen Stationen in NRW" des damaligen Umweltministers Klaus Matthiesen. Die Idee der Biologischen Stationen ist jedoch älter und ihre Wurzeln finden sich zumeist in Naturschutzverbänden oder privaten Naturschutzinitiativen. Mit seinen über 40 Stationen steht NRW heute an vorderster Stelle in Deutschland. Ein solches fast flächendeckendes System ist einzigartig.

Die Biologischen Stationen sind also systematisch entwickelt und staatlich gewollt, zumindest in Nordrhein-Westfalen. Die Biologische Station Senne ist eine von vielen, die die ihr zugedachten Aufgaben wahrnimmt. Thomas Kiper machte mich darauf aufmerksam, daß die Biologische Station Paderborner Land, in deren Obhut der Truppenübungsplatz Senne liegt, in der Trägerschaft des Vereins ALA (Arbeitsgruppe Landschaftspflege und Artenschutz e.V.) liegt. Hier wird noch die Entstehung der Biologischen Station aus einer früheren Initiative sichtbar.

Viele pflegerische Maßnahmen werden von staatlichen Stellen ausgeführt, so zum Beispiel die Pflege der Straßenränder. Im Falle der Naturschutzgebiete sollten anscheinend keine neuen Behörden geschaffen oder alte Behörden mit neuen Aufgaben betraut, sondern ein Verbund aus privatwirtschaftlich organisierten Fachleuten initiiert und in Anspruch genommen werden, dessen Leistungsfähigkeit andererseits durch entsprechende Verträge gesichert wurde.



Öffentlicher Auftrag

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Nackter Sand wird von der Vegetation langsam zurückerobert
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Silbergras kann nackten Sand besiedeln und bildet kompakte Polster, Fotos Guido Sachse aus  Rückkehr der Senner Pferde
Einen derartigen Vertrag habe ich gefunden: » Öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Kreis Mettmann über die Finanzierung des Vereins 'Biologische Station Urdenbacher Kämpe e.V.' vom 5. Dezember 1991. Darin verpflichten sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann, für Fehlbeträge in der Finanzierung der Biologischen Station Urdenbacher Kämpe e.V. aufzukommen, soweit die Haushaltslage dies zuläßt. Die Finanzierung dient vor allem der Versorgung der Angestellten:

§ 5

(1) Bei Personaleinstellungen stimmen sich die Vertragsparteien über ihr Votum in der Mitgliederversammlung ab.

(2) Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, daß der Verein aus seinen Einnahmen eine zweckgebundene und mündelsicher anzulegende Rücklage zur Deckung der etwaigen Kosten, die der Verein als Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer gegebenenfalls in Durchführung eines Sozialplans hinsichtlich der arbeits- und tarifrechtlichen Folgen zu erbringen hat, bildet.

Die Höhe der Rücklage richtet sich nach § 59 Abs. 1 Nr. 3 der Konkursordnung.

Dessen ungeachtet kann und soll der Verein Drittmittel einwerben, die auf die Finanzierungsunterstützung keinen Einfluß haben:

§ 3

(3) Werden dem Verein für bestimmte Naturschutzmaßnahmen Mittel von Dritten zweckgebunden zur Verfügung gestellt, sind die Vertragsparteien mit der zweckgebundenen Verwendung dieser Mittel ohne Anrechnung auf die Zuwendungen einverstanden.

Von Christel Schroeder erfahre ich, daß etwa die Hälfte der biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen nach dem oben dargestellten Modelle arbeiten, die anderen sind nicht derartig abgesichert. Dazu gehört auch die Biologische Station Senne, die eine reine projektorientierte Station ist. Sie arbeitet als freier Verein, der Projekte einwirbt. In den anderen Bundesländern sieht die Situation noch anders aus.

Das Projekt Wildbahn verstehe ich in diesem Sinne als zusätzliches Projekt, welches von der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen durch die Finanzierung der Begleituntersuchung unterstützt wird. Hier wurde also ein Projekt eingeworben.

Das reicht aber zur Finanzierung des Projekts bei weitem nicht aus. Deshalb wirbt der Verein um vielfältige Unterstützung. Im Buch der letzten Woche ( Rückkehr der Senner Pferde) werden im Abschnitt "Ein Projekt mit vielen Helfern" viele Sponsoren namentlich erwähnt. Aloys Sielhorst nannte bei der Ortsbegehung ebenfalls die "Sparkassenstiftung zur Förderung von Kultur und Heimatpflege im Kreis Paderborn", die zusammen mit dem Stromversorger PESAG das Material für den 2100 Meter langen Zaun bezahlt hat. Die Aufbauleistung wurde kostenlos von den ehrenamtlichen Helfern der Biologischen Station Senne erbracht.

Die PESAG AG aus Paderborn hat die Kosten für den Stromanschluß getragen; den Verbrauch trägt der Verein. Die Freiwilligen Feuerwehr aus Hövelhof füllt bei Bedarf das 3000-Liter-Faß in der Moosheide, das mit einer Selbsttränke ausgestattet ist. Damit sind die Pferde während der Weidesaison versorgt.

Die beiden beteiligten unteren Landschaftsbehörden hatten die Genehmigung zur Beweidung zunächst nur während der warmen Jahreszeit erteilt. Man wollte abwarten, wie Pflanzen und Tiere mit der Pferdebeweidung zurechtkommen. Also mußten die Pferde im Winter anderweitig untergebracht werden; ein organisatorisches und finanzielles Problem, das gelöst werden mußte.



Helfer und Paten

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Senner Zuchtstute Karina, Besitzer Biologische Station Senne, auf dem Hof des Förderers Hufendieck
Bürgermeister und Rat der Gemeinde Augustdorf unterstützen das Projekt. Auf deren Gemeindegebiet lag das ehemalige Gestüt Lopshorn, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört worden war. In der Augustdorfer Heidestraße wurden Beweidungsflächen und eine kleine Feldscheune für das Winterfutter gefunden und angepachtet.

Der Zaun dort konnte mit Hilfe der Bundeswehr, Standort Augustdorf, des Gewerbeinitiativkreises Augustdorf e.V. und der Sparkasse Augustdorf errichtet werden. Weitere Unterstützung kommt durch die Gemeinde Hövelhof und die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

Zu den besonders wichtigen Helfern gehören natürlich Karl-Ludwig Lackner und Matthias Vogt, der Koordinator für Pferderassen in der » GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen). Die tierärztliche Betreuung übernimmt Dr. Heiner Vorbohle, Tierarzt in Schloß Holte-Stukenbrock, ebenfalls ehrenamtlich. Er ist ein ausgewiesener Pferdefachmann. Seine Tierklinik betreut neben Kleintieren schwerpunktmäßig Pferde. In seiner Freizeit unterhält er einen Bioland-Betrieb mit extensiv gehaltenen Galloway-Rindern.

Die Einrichtung und Unterhaltung des Beweidungsprojekts wird nicht bezuschußt. Daher hat der Verein zur Bestreitung der Kosten eine alte Idee wiederbelebt, nämlich die der Patenschaften. Mit jedem beliebigen Betrag kann man Pate werden, wenn man regelmäßig zahlt. Natürlich kann man jederzeit wieder aussteigen. Sie sind hiermit herzlich eingeladen, Pate zu werden!

Die Paten helfen, die Ausgaben für Flächenpacht, Versicherungen, Winterfutter, Eintragungen ins Pferdestammbuch, Medikamente, Reparaturen usw. zu decken. Als Gegenleistung werden die Paten regelmäßig informiert und zu wichtigen Terminen eingeladen. Sollte einmal ein Sennerpferd zum Verkauf stehen, erhält der Pate ein Vorkaufsrecht.

Darüber hinaus wird das Projekt durch Einzelspender gefördert, wobei nicht nur die finanzielle Hilfe geschätzt wird, sondern auch die Förderung der Idee in der Öffentlichkeit. Insofern darf ich mich durch die Veröffentlichung meiner Artikel wohl ebenfalls zu den Förderern zählen. Der Landesverband Lippe als Rechtsnachfolger des früheren Freistaates und zuvor Fürstentums Lippe z. B. unterstützt die Wiederansiedlung mit einem jährlichen Betrag. Der Lippische Heimatbund aus dem Jahre 1908 engagiert sich ebenfalls mit Rat, Tat und Geld.

Ganz wesentlich ist natürlich die Kooperation mit dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold. Karl-Ludwig Lackner steht schon seit 1978 mit dem Museum in Verbindung, das jedes Jahr vom 1. April bis zum 31. Oktober geöffnet ist und um die 200.000 Besucher zählen kann. In all diesen Jahren haben bereits 70 Senner den Sommer im Freilichtmuseum verbracht. 1996 und 2002 versammelten sich jeweils fast die Hälfte aller Vertreter der Senner im Museum, dessen Fasanerie ab 1850 Gestütsaußenstelle war.

Im Jahre 2001 hat das Museum zwei Stuten von Karl-Ludwig Lackner gekauft, mit denen es in Zusammenarbeit mit Lackner züchtet. Am 22. November 2002 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold und der Biologischen Station Senne zur gemeinsamen Erhaltung der Sennerrasse getroffen; der Schwerpunkt des Museums soll in der Zucht, der der Station in der Aufzucht der Jungpferde liegen.

Die Biologische Station Senne hat allerdings mit Ihrer Zuchtstute Karina insgesamt schon drei Fohlen bekommen: Die beiden Hengstfohlen Fidelio und Ganymed sowie das Stutfohlen Ismene. Dennoch spielt die Zucht bei der Biologischen Station Senne eine untergeordnete Rolle.



Sennerzucht

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Karina mit Nachzucht
Denn mit der Station und dem Museum hatte doch die Senner Zucht zwei weitere aktive Partner gefunden, an sich eine begrüßenswerte Entwicklung - wenn auch das Ergebnis, nämlich Hengstfohlen, zunächst enttäuschen muß. Denn durch die enge Verwandtschaft der wenigen verbliebenen Mitglieder der Rasse können sich die Hengste nicht um das Überleben der Rasse verdient machen; es kommt auf die Stuten an.

In seinem Beitrag " Der Wiederaufbau der Sennerzucht seit den 1970er Jahren" im Buch  "... so frei, so stark ..." aus dem Jahre 2002 beklagt sich Karl-Ludwig Lackner ganz klar über mangelnde züchterische Unterstützung:

Marius hinterließ mit Indra die Stute Mirka, die ich 6-jährig als Reitpferd verkaufte. Heute ist sie 26 Jahre alt und lebt noch immer der ihren damaligen Käufern, die ich trotz des eindringlichen Hinweises auf Ihre wertvolle Abstammung nicht dazu bewegen konnte, die Stute decken zu lassen.

Im Buch  Rückkehr der Senner Pferde aus dem Jahr 2003 stellt Lackner in seinem Beitrag "Niedergang und Wiederaufstieg von 1945 bis heute" schließlich befriedigt fest:

Temperamentvoll, dabei diszipliniert

Um sich einen Einblick von der Schönheit der Senner und ihrer Leistungsfähigkeit zu machen, bot der Tag der Jagd im September 2002 beste Gelegenheit. Im Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold waren an diesen denkwürdigen Tag 13 Senner unter dem Sattel zu sehen. Von der 19-jährigen Zuchtstute bis zu zwei gerade angerittenen 4-jährigen Remonten präsentierten sich alle Pferde temperamentvoll, aber diszipliniert hinter der Lipperlandmeute. Hier bewiesen sie einmal mehr ihren jahrhundertealten guten Ruf als Jagd- bzw. Vielseitigkeitspferde. Ihre Existenzberechtigung ist ohne Frage.

Ausweitung der Zucht

Mit einer einzigen Ausnahme stammten diese 13 Senner alle aus der Zucht der Familie Lackner. Das macht deutlich, wie existenziell wichtig für den Erhalt der Senner die Verteilung der Zucht auf mehrere Schultern ist.

Die Biologische Station Senne hat mit dem Ankauf der Stute Karina den Anfang für eine kontinuierliche Zucht gemacht. Diese wunderschöne Stute erwartet schon ihr drittes Fohlen. Mit der Einrichtung und der Betreuung der Wildbahn in der Moosheide wurde eine weitere wichtige Voraussetzung geschaffen, durch eine artgerechte Haltung gesunde und widerstandsfähige Pferde aufziehen zu können, wie sie heute von den Reitern verlangt werden.

Das Westfälische Freilichtmuseum, traditionsreiche Stätte des früheren Sennergestüts, übernahm im Jahre 2001 zwei Stuten aus der Zucht der Familie Lackner, um für den künftigen Erhalt dieser Rasse zu sorgen: die bewährte alte Senner Stute Nadine von Kallistos x, die erfolgreich Springprüfungen bis zur Klasse M absolviert hat, und die 5-jährige typvolle Dorinah von dem Vollblüter Rio Grande xx.

Also alles auf dem besten Wege? Offenbar nicht oder nicht mehr, denn Lackner scheint sich inzwischen von den beiden anderen Partnern zu distanzieren und wird in der Vereinbarung zwischen Museum und Station gar nicht erwähnt. Das ist mit Sicherheit sehr bedauerlich, denn Lackner hat nicht nur für das Überleben der Senner gesorgt, er ist der beste Kenner der Sennerzucht. Sein Rat dürfte unschätzbar sein, seine Mitarbeit unverzichtbar. Wie mag das zu erklären sein?



Landschaftspfleger

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Oberlauf des Furlbachs, Foto Guido Sachse aus  Rückkehr der Senner Pferde
Die Einleitung zum Wildbahnprojekt auf der Internetpräsenz der Biologischen Station Senne (» Wildbahn Senner Pferde) hatte nach meinem Dafürhalten bereits einen falschen Zungenschlag. Die drei weiterführenden Beiträge lauten:


Alle drei Beiträge sind hochinteressant und sehr lesenswert. Die Biologen der Station sowie die Vereinsmitglieder insgesamt haben sich, soweit ich das erkennen kann, nicht mit Pferden beschäftigt, bis Lackner kam. Und mir scheint, daß ihr Interesse gilt auch nach wie vor in erster Linie der Landschaft, den Pflanzen und anderen Tieren gilt. Die Pferde sind für die Biologen lediglich als Landschaftspfleger interessant.

Nach der Lektüre der verschiedenen Artikel und Broschüren kann ich das gut nachvollziehen (» Zur Geschichte der Senner Pferde, » Zur Geschichte der Senner Pferde, Das Furlbachtal). Insbesondere die Welt des Kleinen ist ungeheuer faszinierend. Wer weiß schon etwas über die Fülle von Pflanzen, Käfern, Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, wer nimmt sie überhaupt wahr?

Aber auch die Besonderheiten der Landschaft sind aufregend. Ein Beispiel: Bei den Sennebächen sind Bifurkationen häufig; ein Bach gabelt sich. Gewöhnlich finden die beiden Arme wieder zueinander. Das Land zwischen den Armen nennt man üblicherweise eine Insel.

In Hövelhof gabelt sich der Krollbach. Die beiden Arme vereinigen sich jedoch nicht wieder. Der rechte Arm mündet später in die Ems, die bei Emden in die Nordsee fließt. Der linke Arm hingegen mündet in den Haustenbach, dieser in die Lippe, die wiederum in den Rhein fließt, der dann schließlich in den Niederlanden die Nordsee erreicht (Naturkundlicher Lehrpfad im Naturschutzgebiet Moosheide, Seite 43: "Garten Eden" für Brachvogel und Kiebitz).



Schafe

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Broschüre Senne-Parcours Hövelhof, Coverfoto Coburger Fuchsschafe
Die Beiträge der Biologen im Buch Senne-Parcours Hövelhof sind hochinteressant, beschäftigen sich aber entweder gar nicht mit den Pferden (Die westfälische Heidelandschaft, Seite 34, Verhalten im Naturschutzgebiet, Seite 86) oder sehen die Pferde nur als Landschaftspfleger (Wildbahn Moosheide, Seite 51).

Das entspricht der beruflichen Ausrichtung und dem Hauptauftrag der Biologischen Station, nämlich der Landschaftsentwicklung und dem Artenschutz. Pferde sind sozusagen die besseren Heidschnucken. Die letzteren werden schon lange in Heideprojekten eingesetzt.

Die Schafe sorgen dafür, daß sich aus der Heide kein Wald entwickelt. Die Heidelandschaft ist nämlich keineswegs, wie ich angenommen hatte, naturgegeben, sondern das Ergebnis einer systematischen Mißwirtschaft. Durch die Plaggenwirtschaft wurde die ohnehin spärliche Vegetationsschicht entfernt, auf dem sandigen Boden siedelten sich Pionierpflanzen an, schließlich das Heidekraut. Wenn man nicht weiterhin die Natur "quälen" würde, wäre die Heide bald verbuscht und verwaldet. Das hätte wiederum zur Konsequenz, daß eine Fülle von Pflanzen und Tieren verschwinden müßte, weil diese keinen Lebensraum mehr hätten.

Die Biologische Station Paderborner Land besitzt eine Herde von inzwischen 1000 Schafen, die mittlerweile von einer Schäfermeisterin betreut werden. Die Landschaftspflege mit Schafen ist üblich und hat die erwünschte Wirkung. Die Lüneburger Heide wäre ohne die Heidschnucken ebenfalls bald verwaldet. Die Biologische Station Senne hat keine eigene Schafherde. Dafür zieht die Wanderschafherde der Schäferei Bethel unter der fachlichen Betreuung der Biologischen Station Senne mit ihren Coburger Fuchsschafen mehrmals im Jahr aus dem Teutoburger Wald in die Senne und wieder zurück.

Es liegt auf der Hand, daß die Pferde in der Heidelandschaft wesentlich größeren Schaden anrichten als die Schafe. Aber das ist in diesem Falle hochwillkommen! Denn die Pferde vollbringen mit Leichtigkeit etwas, was die Schafe überhaupt nicht oder nur kaum erreichen können: die Freilegung des Sandbodens. Ich hatte entsprechende Illustrationen der letzten Ausgabe bereits beigefügt. Nicht nur, daß oft die Hufspuren deutlich sichtbar sind, die Pferde legen großflächige Wälzplätze an, und damit stehen Flächen zur Verfügung, die spezialisierte Pflanzen und Tiere brauchen, die sonst keinen Platz finden würden.

Durch die wissenschaftliche Begleituntersuchung hat sich herausgestellt, daß die Artenvielfalt sowohl bei den Pflanzen als auch bei den Tieren stark zugenommen hat. Insbesondere unterscheidet sich die Entwicklung sehr stark von der, die durch Schafbeweidung beeinflußt wird. In dieser Hinsicht ist das Projekt ein voller Erfolg.

Die Biologische Station Senne und ihre Mitarbeiter haben vorzügliche Arbeit geleistet. Um eine solche Untersuchung überhaupt durchführen zu können, bedarf es eines erheblichen Aufwandes. Im Jahr vor dem ersten Auftrieb, 1999, wurde eine Reihe von Flächen festgelegt und das Vorkommen von Pflanzen und Tieren sorgfältig katalogisiert. Im Jahre 2003 wurden Tiere und Pflanzen erneut gezählt und mit der ersten Zählung verglichen.

Dieses erste Ergebnis wird sicherlich durch weitere Untersuchungen in den nächsten Jahren ergänzt werden, stimmt aber sehr optimistisch. Pferde können in der Senne mit großem Gewinn als Landschaftspfleger eingesetzt werden. Nachteile sind nicht zu beobachten. Möglicherweise wird bald auch die Winterweide getestet werden. Die Biologische Station Senne hat keine Eile. Sorgfalt geht vor.



Sympathieträger

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Ein Hengstfohlen kam bei den Wildpferden in Leer auf die Welt, aus Im Jahre 2004: Die biologische Station Senne, Zeitungsfoto
Darüber hinaus mobilisieren die Pferde in der Bevölkerung und in den Medien natürlich ganz andere Sympathien als Schafe, Vögel, Käfer oder Pflanzen. Ein Artikel über den "Verkannten Grashüpfer" macht sich einfach nicht so gut, obwohl er vielleicht ebenso sensationell ist.

Ich persönlich habe die Artikel über die Landschaft, die Pflanzen, die Insekten und die Vögel mit großem Interesse gelesen und mir die Fotos mit Vergnügen angeschaut. Ich bewundere die Biologen, die über Flora und Fauna so viel wissen und sich so große Mühe geben, noch mehr darüber in Erfahrung zu bringen.

Für die Biologische Station Senne war die Einrichtung des Beweidungsprojektes eine Herausforderung, da sie bislang keine Erfahrung mit Pferden hatte. Mit der Unterstützung des Tierarztes und mehrerer Landwirte, die Mitglieder der Biologischen Station sind, gelingt jedoch die Betreuung der Pferde in der Wildbahn.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, daß die Liebe der Biologen den Käfern gehört, während die Pferde mehr Mittel zum Zweck sind. Das Projekt Wildbahn wurde gewissermaßen instrumentalisiert, für die Belange der Station eingespannt, und hat sich sogar in Bezug auf die Ziele der Station bewährt - desto besser, aber die Pferde bleiben gewissermaßen ein Fremdkörper.

Notgedrungen werden aus Naturschützern Züchter, aus Einsicht in die Konsequenzen. Man gewinnt die Pferde durchaus lieb, aber wird man dadurch zum Pferdeliebhaber? Dann müßte man vermutlich nicht betonen, daß man sich immer wieder um die Pferde kümmern muß. Für einen Pferdebesitzer ist das nicht der Rede wert. Selbstverständlich schaut man auch gern am Wochenende nach seinen Lieblingen und erfreut sich an ihnen. Von angestellten Biologen kann man das nicht ohne weiteres verlangen.

Außerdem: Wenn Pferde die besseren Landschaftspfleger sind, ist das noch keineswegs ein Argument für die Senner. Zwar haben die Senner jahrhundertelang in der Senne gelebt, aber vor den ersten schriftlichen Aufzeichnungen gab es schließlich auch schon Pferde dort, und die kann man noch nicht als Senner bezeichnen.

Daß Pferde sich für den Landschaftsschutz und die Landschaftspflege eignen, hat man auch anderswo herausgefunden. So hat man auf Naturschutzflächen am Rande von Leer in Ostfriesland ebenfalls "Auerochsen und Wildpferde" ganzjährig als Landschaftspfleger eingesetzt, wobei letztere sich als Koniks entpuppen. Selbstverständlich wird das niedersächsische Projekt von Biologen betreut, vom NABU ( Rückkehr der Senner Pferde).

Nicht weit entfernt, in den Lippeauen bei Soest, setzt man ebenfalls mit großem Erfolg Koniks und Heckrinder ("Auerochsen") zur Landschaftspflege ein (Ostfriesischer Kurier: Junges Leben bei wilden Pferden, Ostfriesischer Kurier: Junges Leben bei wilden Pferden). Diese Koniks hat man von befreundeten Biologen aus Holland bekommen (» Großsäuger in der Landschaftspflege), die, so erfahre ich von Aloys Sielhorst und dem Diplom-Biologen Frank Ahnfeldt, in dieser Hinsicht viel rigoroser sind. Dort dürfen Tiere auch in der freien Natur verenden und als Kadaver herumliegen, die dann genauso entsorgt werden wie tote Bäume hierzulande in Nationalparks, nämlich durch Pilze, Maden, Käfer und andere Tiere.

Unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschutzes könnte man genausogut oder noch besser mit Koniks argumentieren. Koniks sind als Robustrasse vermutlich pflegeleichter. Sie können als urwüchsiger gelten und damit ebenfalls punkten - sie gleichen mit Sicherheit den Pferden in der Senne vor 1000 Jahren wesentlich mehr als die heutigen Senner. Und man muß sich nicht jeden Tag vergewissern, ob es ihnen gut geht.

Das ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit und des Arbeitsrechts. Denn im Sinne des modernen Naturschutzes würde man idealerweise nicht nur die Pflanzen und ausgewählte Tiere, sondern alle, auch die Pferde, sich selbst überlassen.

Da die Senner als besonders wertvoll gelten und so extrem gefährdet sind, eignen sie sich für diese Art der Haltung eben nicht so gut, man muß schon auf sie aufpassen. Auf der anderen Seite kann man mit den Sennern natürlich eine wesentlich bessere emotionale Wirkung erzielen als mit den primitiven Koniks. Die Koniks wären ebenfalls die besseren Heidschnucken, würden aber nicht so viel historischen Ballast mit sich bringen und nicht die Art der emotionalen Bindung, die gerade das Reizvolle an den Sennern ist.

Das sind nun meine Eindrücke nach relativ kurzer Beschäftigung mit den Projekt Wildbahn. Wenn Karl-Ludwig Lackner ebenfalls den Eindruck gewinnen mußte, daß die Biologische Station seine Vision mit völlig anderen Augen sieht, andere Ziele damit verfolgt, die nicht die seinen sind, wundert es mich nicht, daß seine Begeisterung für das Projekt und dessen Träger nachgelassen hat. Sein Herzblut gehört jedenfalls den Sennern. Er will diese Pferde in der Senne sehen, damit es den Pferden gut geht. Die Landschaft, Flora und Fauna der Senne sind ihm vermutlich weniger wichtig.



Quellen


  1.  Pferde in der Wildbahn, Hauptartikel Ausgabe 271
  2.  Rückkehr der Senner Pferde, Rezension Ausgabe 271
  3. » Biologische Station Senne
  4. » Wildbahn Senner Pferde
  5. » Nationalpark Eifel
  6. » Biologische Stationen in NRW
  7. » Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  8. » Öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Kreis Mettmann über die Finanzierung des Vereins 'Biologische Station Urdenbacher Kämpe e.V.' vom 5. Dezember 1991
  9. » GEH
  10.  "... so frei, so stark ...", Rezension Ausgabe 174
  11. » Zur Geschichte der Senner Pferde
  12. » Pferde als Landschaftspfleger
  13. » Das Wildbahnprojekt
  14. Das Furlbachtal, Natur- und Grundwasserschutz Hand in Hand. Ein Wanderführer
    Biologische Station Senne, Stadtwerke Bielefeld
  15. Naturkundlicher Lehrpfad im Naturschutzgebiet Moosheide
    Kreis Gütersloh, Kreis Paderborn, Biologische Station Senne e.V.
  16. Senne-Parcours Hövelhof, Wegweiser zu Natur und Kultur der Senne in zwölf Stationen, mit großem Kartenteil
    Biologische Station Senne e.V.
  17. Im Jahre 2004: Die biologische Station Senne, Biologische Station Senne e.V.
  18. Ostfriesischer Kurier: Junges Leben bei wilden Pferden, Pflegeflächen in Leer auf dem Weg zu Vogelparadiesen, 23.4.2004
  19. » Großsäuger in der Landschaftspflege, Mitteilungen aus der NNA, 1/2004
  20. » Naturentwicklung mit großen Pflanzenfressern
  21. » Wilde Pferde finden neue Heimat in der Lippeaue
  22.  Pferde in der Wildbahn, Die Senner und ihre Zukunft, Hauptartikel Ausgabe  271 · Teil 1



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©  Gerd Hebrang
Guido Sachse, aus  Rückkehr der Senner Pferde



Leserresonanz

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2 Leserresonanzen zu dieser Ausgabe


Leserbrief  1292 zu Ausgabe  272
17.06.04



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Sehr geehrter Herr Popken,

mit äußerst grossem Interesse habe ich Ihren sehr aufschlußreichen Artikel (insbesondere über die Irritation zwischen Herrn Lackner und der Station) über das Wildbahnprojekt "Senner Pferde" und die Biologische Station Senne e.V. gelesen. Bei diesem Projekt bin ich Patin.

Ich möchte die Pferdezeitung abonnieren. Unten meine Daten.

Mit freundlichem Gruß

Elske Ober


Leserbrief  1294 zu Ausgabe  272
19.06.04



Leserbrief zu Ausgabe 272

Sehr geehrter Herr Dr. Popke!

Ihr Artikel wird sicherlich vielen Paten der Biostation die Augen öffnen, dass deren Gelder zum überwiegenden Teil zur Finanzierung der Station missbraucht, und nicht zur Erhaltung der Senner gebraucht wird. Ein kleines Beispiel zu den Geschäftsgebaren möchte ich beitragen:

Der gemeinnützige Verein wirbt bei Sparkassenstiftung Paderborn, Gelsenwasser AG und Euronatur eine beträchtliche Geldsumme zum Druck des Buches "Rückkehr Der Senner" ein. Alle Mitautoren des Buches haben auf ihr Honorar verzichtet; so auch ich, da ich geglaubt hatte, dass der Verdienst an dem Buch den Sennern zu gute kommt.

Das eingeworbene Geld wird dem Kiperverlag zum Druck des Buches zur Verfügung gestellt, und dieser läßt einen Aufkleber auf dem Buch anbringen: 1,5 € für die Senner. Bei einem Verkaufspreis von nahezu 20 € frage ich den Leser: wer steckt sich den Verdienst in die Tasche?

Karl-Ludwig Lackner




Bericht Fohlenaufzucht, Wildbahn, Senner · Gesamttext
Hauptartikel Ausgabe 272.04 der Pferdezeitung vom 13.06.04
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www.pferdezeitung.com/Berichte/272/Gesamttext · 22.11.2004 · 06:29
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
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