| | | Lancie, Zivilist und Freunde auf südlicher Weide mit einem ungekannten, reichlichen Speiseplan |  |  |  |
| Hinweis der Redaktion: Dies ist ein weiterer Teil der Auszüge aus dem zweiten Band über das Pferd Zivilist. Beide Bände liegen zwar in mehreren Sprachen vor, sind aber sämtlich vergriffen. Eine Neuauflage wird derzeit vorbereitet. Links zur Suche in antiquarischen Datenbanken finden Sie unter Quellen am Ende des Artikels. | ZIVILISTS GEBURTSTAGSPARTY Nachdem bereits die letzten beiden Geburtstagsfeten von Zivilist ausgefallen waren, bestanden seine großen und kleinen Freunde darauf, jetzt wieder eine ausrichten zu dürfen. Die einen kümmerten sich um die Spielutensilien und richteten das Gelände schön her, die anderen sorgten für das leibliche Wohl von Mensch und Tier. Heinz stellte sein Kassenhäuschen auf und verkaufte für fünf Mark Bilder von sich und seinem Esel Günther, seinem Double von Zivilist, wie er sagte, als Eintrittskarten. Das eingenommene Geld wollten wir wieder zur Erfüllung von Kinderwünschen verwenden. Mikes Band spielte Zivilists Lieblingsmusik, und sie hatten eigens eine Sängerin mit einer hellen, freundlichen Stimme engagiert. "Mike, ich wusste gar nicht, dass du Heimatmelodien und Country Songs in deinem Repertoire hast", sagte ich spitzbübisch. "Ich auch nicht! Irgendwann ist immer das erste Mal", grinste er mich vielsagend an, zog eine Trompete hinter seinem Rücken hervor und blies zum Einmarsch. Ein Pickup fuhr auf die Wiese mit einem riesigen Geschenk hinten drauf. Sechs Mann − Richard, Herbert, Walter, John, Max und Jason − mühten sich ab, es vom Wagen zu hieven, während die Kinder riefen: "Aufmachen, aufmachen, Zivilist!" Ich verkleidete mich rasch als Piratenmädchen, rieb mir Hände, Gesicht und Füße mit Erde ein und schwang mich auf meinen wartenden Zivilist, der sich klein machte, damit ich besser aufsitzen konnte. "Arriva, arriva", rief ich und er galoppierte in Richtung Geschenk los. Er stoppte kurz davor und ich sprang ab. "Komm, Zivilist, machen wir es auf und schauen nach, was drin ist." Jeder zog an einem Ende der Schleife. Wir schoben den Deckel zur Seite und sahen lauter schöne Karotten und Äpfel. Zivilist nahm gleich einen Happen und roch immer wieder zwischen den Äpfeln und Karotten. "Ist da noch was drin, Zivilist?" Zivilist ging um die Kiste herum, beroch alle Seiten, nahm noch einen Happen Karotten, ging dann ein Stück weg und graste − Stille - . "Ich hör nichts mehr, die sind doch weggegangen! Ich geh jetzt raus!" Und plötzlich klappten alle vier Seiten der Kiste gleichzeitig auseinander und zwei schwarze Männer kamen zum Vorschein, die ein riesiges Tablett mit den Äpfeln und Karotten über ihren Köpfen hielten. Alles brach in schallendes Gelächter aus. "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?" riefen die Kinder spontan.
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