| | Ankunft bei Wernicke in Wenddoche | | | |
| Am Sonntag, dem 12.9.2004, fahren wir mittags ins erste Quartier.
Den » Reitstall Wernicke in Wenddoche erreichen wir nach einer guten Stunde Fahrt bei leicht eingetrübtem Wetter. Der Stall ist sehr idyllisch mitten im Wald gelegen und bietet auch für größere Gruppen gute Einstellmöglichkeiten.
In Wenddoche ist man auf Springunterricht und Springkurse spezialisiert, es gibt hier auch mehrere gute Schulpferde für Teilnehmer ohne eigenes Pferd.
Eine Box für Rashim steht bereit, leider gibt es bei der Anmeldung im Hotel etwas Durcheinander, da ich anscheinend erst für den nächsten Tag erwartet werde. Allerdings habe ich eine schriftliche Buchungsbestätigung und es sind genug Zimmer frei. Nach einigen Minuten stehe ich dann in meinem schönen Zimmer mit Blick auf Weiden und Wald.
Merke: Eine schriftliche Buchungsbestätigung sollte man unbedingt einholen, auch wenn Absprachen am Telefon noch so verbindlich klingen! Es gerät immer mal etwas in Vergessenheit und dann hat man im Notfall eine Möglichkeit, auf der Unterkunft zu bestehen.
Rashim findet sich im neuen Stall schnell zurecht, gegen Abend reite ich ihn noch eine halbe Stunde auf dem Platz, um ihn etwas locker zu machen nach der Hängerfahrt. Nur vorwärts-abwärts, zu mehr ist mein inzwischen voller Bauch nicht in der Lage.
Mein Mann Roberto fährt abends mit dem Hänger zurück nach Berlin, und ab jetzt bin ich eine Woche auf mich gestellt.
Ich plaudere abends noch mit Frau Wernicke und studiere dann meine erste Etappe. Sie ist sehr kurz, nur 15 km, zum Eingewöhnen. Aber auch im Nachhinein finde ich das richtig. So musste ich nicht so früh los, konnte unterwegs lange Pause machen und hätte auch für den Fall, dass ich mich verreite, genug Zeit gehabt. Kartenmaterial und Ausschilderung musste ich ja erstmal auf Tauglichkeit testen.
1. Etappe, Wenddoche - Groß Briesen
Am Montag Morgen räume ich mein Gepäck zusammen und übergebe es dem Hotel für den Transfer zum nächsten Stall. Anschließend mache ich mich auf zu meinem Pferd. Im Gespräch mit dem Reitlehrer erfahre ich noch einiges von seinen Schwierigkeiten, seine Springkurse publik zu machen.
Ich bin erstaunt, denn die Anlage ist, abgesehen von der ohnehin traumhaften Lage, auch gut ausgestattet. Es gibt eine 60 x 20 m Halle, zwei Springplätze und etliche Gastboxen. Aber natürlich gibt es viele Angebote und es ist immer schwer, die Qualität der Kurse nur anhand der Ankündigung einzuschätzen.
Nach dem Putzen und Satteln überprüfe ich den Sitz aller Satteltaschen und ihren Inhalt sehr genau.
Endlich unterwegs! Es ist sonnig, aber nicht heiß, und der Wald ist gesprenkelt von goldenen Lichtflecken. Das erste Reitwegeschild finde ich schnell und folge ihm. Ich fühle mich prima.
Leider muss ich nach zehn Minuten feststellen, dass ich das Allerwichtigste vergessen habe: die Karte für den heutigen Tagesabschnitt!
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