Anfang des 19. Jahrhunderts sind in Aserbaidschan durch verarmte Schwaben, genauer: Staatsangehörige des Königtums Württemberg (genau: zur gleichen Zeit kaufte dessen König hochedle Araber, um sein Gestüt Weil zu gründen), eine Reihe von deutschen Kolonien gegründet worden, die sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend auf den Weinbau spezialisiert hatten.
Im ersten Weltkrieg wurden viele deutsche Familien aus dem russischen Imperium nach Sibirien verbannt, darunter auch Familien aus Aserbaidschan. Die aserbaidschanische Bevölkerung soll dagegen protestiert haben. Die russische Revolution 1917 und die Bildung des unabhängigen Aserbaidschan 1918 halten die Deportationen nur vorübergehend auf.
Die Republik unterstützte nationale Minderheiten und insbesondere die Deutschen, aber der Terror unter Stalin richtete sich natürlich auch gegen diese Minderheit. 1941 wurde der Rest der deutschen Bevölkerung, der noch nicht der Geheimpolizei zum Opfer gefallen war (etwa 20.000 Personen), nach Sibirien, Kasachstan und in die zentralasiatischen Republiken der Sowjetunion deportiert.
Die Russen siedelten gezielt Armenier in den frei gewordenen, ehemals deutschen Häusern an und übertrugen auch die Verwaltung den Armeniern. (Möglicherweise wurden dadurch die heute schwelenden Konflikte zusätzlich angeheizt.) Dr. Oglu hat seit 1987 viele Aufsätze und Bücher zu diesem Thema veröffentlicht und sucht Sponsoren, um diese Arbeit fortsetzen zu können.
Baku ist seit 1984 mit Mainz durch eine internationale Städtepartnerschaft verbunden.
Quellen
Abbildungen
Verena Scholian Wie angegeben unter Berufung auf das Zitatrecht (Fair Use).
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