Angebot für Kalenderwoche 07-25

| | | Rechtsanwalt Eduard Graf von Westphalen | | | | |
| Tipp der Woche
Heute: Wichtig für den Pferdekäufer | | |
Rein statistisch werden Tag für Tag in Deutschland 400 Pferde ver- und gekauft. Rein statistisch sind von diesen 400 Pferden 15% mit Hilfe von Medikamenten präpariert. Anders ausgedrückt: Tag für Tag werden 60 Pferde mit Medikamenten voll gepumpt, um die Wahrheit zu unterdrücken, dass diese Pferde irgendwelchen gesundheitlichen Probleme haben. Tag für Tag beauftragen aber gleichzeitig Pferdekäufer den Tierarzt ihres Vertrauens mit Ankaufsuntersuchung an, um sich über den Gesundheitszustand ihres zukünftigen Traumpferdes Gewissheit zu verschaffen. Nur, und das ist das Absurde all ihrer Bemühungen, sie erhalten keine Gewissheit, weder durch eine große, noch durch eine kleine Ankaufsuntersuchung, weder mit 10 Röntgenaufnahmen, noch mit 20 Röntgenaufnahmen, weder mit tierärztlicher Honoraren von Euro 250, noch mit solchen von Euro 500. Nur wenn der Käufer alle ihm heute zu Gebote stehenden Hilfsmittel einsetzt, wird er sich vor den gängigsten Methoden der Manipulation und des Betruges beim Pferdekauf schützen können.
Seit wenigen Monaten bietet die Firma » Synlab-Vet, Augsburg eine Medikamentenkontrolle an, die dem Käufer tatsächlich Gewissheit darüber verschafft, ob und mit welchen Medikamenten ein Pferd präpariert worden ist. Noch im vergangenen Jahr war es in Fachkreisen gängige Übung, die Entnahme von Blut und das spätere Einfrieren zu empfehlen. Nachdem aber einzelne Kühlschränke von Tierärzten ihren Geist aufgegeben hatte und damit das eingefrorene Blut verdorben war, setzte sich die Erkenntnis durch, dass diese Methode doch wohl nicht geeignet sein dürfte, um Medikamentenmissbrauch beim Verkauf von Pferden nachzuweisen. Ganz abgesehen davon, dass bereits aus prozessualen Gründen heraus wegen Fehlens einer A.-und B.-Probe dieser Art der Medikamentenkontrolle in der Regel unbrauchbar ist. Es ist daher jedem Käufer mit allem Nachdruck nur zu empfehlen, seinen Tierarzt ausdrücklich anzuweisen, eine solche Kontrolle durchzuführen und das entnommene Blut von der Firma Synlab-Vet, Augsburg analysieren zu lassen. Da dem Tierarzt innerhalb von 24 Stunden das Ergebnis vorliegt, da auch die Kosten einer solchen Prüfung im Verhältnis zum Verkaufspreis relativ unbedeutend sind, sollte kein Pferdekäufer zukünftig darauf verzichten, eine derartige Medikamentenkontrolle durchführen zu lassen.
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