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Heidi Keppel
 
 
Hufe
Teil 9
Von   Heidi Keppel


In meinem Tipp der vorigen Woche habe ich Ihnen bereits einige Homöopathika vorgestellt, die allgemein einen sehr positiven Einfluss auf das Hufwachstum und die Hornqualität haben, doch sehr oft liegt das Problem im gesamten Stoffwechsel begründet, wenn das Hufhorn weich und bröckelig ist bzw. zu Fäulnis- und Geschwürbildung neigt. Dann können vor allem jene Heilmittel helfen, die eine den Stoffwechsel anregende und damit den Körper entgiftende Wirkung besitzen.

Sulfur ist diesbezüglich eine der wichtigsten Arzneien und sollte besonders dann zum Einsatz kommen, wenn neben den Hufen auch die Haut der Pferde in Form von Ekzemen Probleme bereitet. Nicht nur der Magen-Darm-Trakt einschließlich der Leber wird durch Sulfur entgiftet, es kommt auch noch zu einer Steigerung der Abwehrkraft und ebenso werden blockierte Enzymfunktionen angeregt. Dadurch wird dieses Homöopathikum zu einem bewährten Reaktionsmittel, das häufig auch zwischen der Behandlung mit anderen Arzneien eingesetzt wird, wenn sich die erwartete Besserung nicht einstellen will.

In diesem Bereich hat sich die einmalige Gabe der Hochpotenz D30 (10 Tropfen oder Globuli bzw. 2 Tabletten) sehr bewährt, während bei längerfristigen Behandlungen von chronischen Erkrankungen eher die D12 (1-2mal täglich 10-15 Tropfen oder Globuli bzw. 2-3 Tabletten) zu empfehlen ist. Bei akuten Störungen hingegen werden meist noch niedrigere Potenzen, wie die D6 oder gar die D4, verwendet (2-3mal täglich 10-15 Tropfen oder Globuli bzw. 2-3 Tabletten).

Durch die allgemeine Entgiftung des ganzen Körpers werden auch die Schlackenstoffe in den Hufen entfernt und Fäulnisprozesse gestoppt. Gesundes und damit weitaus belastbareres Hufhorn kann entstehen, das Eindringen von Krankheitserregern kann nunmehr durch eine stabile Hornstruktur weitgehend verhindert werden. Somit kann z.B. der Strahlfäule erfolgreich entgegengewirkt werden.

Auch Hufrehe-Patienten können von einer solchen Behandlung profitieren, vor allem, wenn es sich bereits um chronische Veränderungen handelt. Bei akuter Hufrehe aufgrund starker Überfütterung mit stärke- bzw. eiweißhaltigen Futtermitteln oder nach einer Vergiftung hat sich allerdings die Verabreichung von Nux vomica noch besser bewährt. Auch diese Arznei bewirkt eine Entgiftung der Leber und reguliert sämtliche Verdauungsvorgänge. Rechtzeitig gegeben kann es fütterungsbedingte Hufreheschübe im Keim ersticken bzw. sogar verhindern, indem es die giftigen Stoffwechselprodukte rasch neutralisiert bzw. aus dem Körper (und damit auch aus den Hufen) ausleitet.

Näheres zu diesem Heilmittel und zur Behandlung bzw. Vermeidung von Hufrehe finden Sie auf meiner Messeseite unter dem Abschnitt ‚Pferdekrankheiten’. Dort werden auch noch andere Arzneien erwähnt, die bei Beschwerden im Hufbereich verwendet werden können. Auf einige von ihnen möchte ich in meinem nächsten Tipp noch etwas näher eingehen.



erschienen 30.03.2008




Siehe auch   Autoren-Messeseite




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