
| | | Heidi Keppel | | | | | Hufe Teil 8 Von › Heidi Keppel
Wie ich bereits in meinem letzten Tipp angedeutet habe, kann auch die Homöopathie so einiges zur gesunden Hufentwicklung beitragen, wobei diesbezüglich allen voran Silicea, die potenzierte Kieselsäure, eine großartige Wirkung zeigt. Diese Arznei wird als Konstitutionsmittel besonders schwächlichen Tieren gegeben, aber im Prinzip können alle Pferde mit Hufproblemen davon profitieren.
Egal, ob die Hornsubstanz allein krankhafte Veränderungen zeigt, wie etwa bei Strahlfäule, Hornspalten oder zu weichem, bröckeligem Hufhorn, oder ob es sich um eine Stoffwechselkrankheit mit besonderer Manifestation im Hufbereich handelt, wie bei der gefürchteten und weit verbreiteten Hufrehe, Silicea kann so gut wie immer helfen. Es kräftigt das Hufhorn und macht es zugleich elastisch und widerstandsfähig, sodass es in Folge meist auch höchsten Belastungen standhalten kann.
Auch bei Stellungsfehlern und Sehnen- bzw. Bindegewebsschwäche wirkt dieses Mittel stärkend und normalisierend, sodass es als Begleittherapie auch bei Hufrollenentzündung und anderen entzündlichen oder degenerativen Erkrankungen im Huf- und gesamten Beinbereich empfohlen werden kann. Natürlich können seine positiven Eigenschaften auch nach Operationen oder Brüchen, sowie bei der Nachbehandlung von diversen Eiterungen und Fistelbildungen in Anspruch genommen werden.
Meist verwendet man hierzu Silicea D30 (anfangs 1mal täglich 10 Tropfen oder Globuli bzw. 2 Tabletten, nach 1 Woche nur noch 1-2mal wöchentlich dieselbe Dosis) oder Silicea D12 (kontinuierlich 1-2mal täglich 10-15 Tropfen oder Globuli bzw. 2-3 Tabletten) über einige Wochen oder gar Monate, je nach Stärke und Hartnäckigkeit der Erkrankung. Eine individuell abgestimmte Dosierungsempfehlung sollten Sie sich allerdings von Ihrem homöopathisch geschulten Tierarzt oder Tierheilpraktiker holen, denn auch wenn Silicea nur sehr selten negative Reaktionen nachsichzieht, sollten homöopathische Behandlungen stets unter der Aufsicht kompetenter Fachleute stattfinden.
Natürlich gilt dies auch für alle anderen Konstitutionsmittel, die auf den Hufbereich positive Auswirkungen haben können, wie etwa Calcium carbonicum, Calcium phosphoricum und Calcium fluoratum. Auch deren Gabe sollte von einem geschulten Therapeuten auf den jeweiligen Pferdetyp abgestimmt werden, damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann. Wer sich allerdings vorab etwas genauer über diese Arzneien informieren will, findet diesbezügliche Details auch auf meiner Messeseite unter dem Abschnitt ‚Alternative Heilmethoden’.
Weitere homöopathische Mittel, die bei Pferden mit Hufproblemen zum Einsatz kommen können, werde ich Ihnen dann in meinem nächsten Tipp vorstellen.
erschienen 23.03.2008
Siehe auch › Autoren-Messeseite
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