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Heidi Keppel
 
 
Hufe
Teil 7
Von   Heidi Keppel


Wie bereits vorige Woche angesprochen, hat die ganze Ernährung der Pferde einen sehr maßgeblichen Einfluss auf die Hufhornqualität. Durch gezielte Verfütterung spezieller Wirkstoffe kann zusätzlich das Hornwachstum gefördert und die Hornstruktur verbessert werden, was vor allem in der Wachstumsphase, aber auch bei großer Beanspruchung bzw. zur Aufbesserung von nicht sehr hochwertigem Grundfutter zu empfehlen ist.

In erster Linie spielt dabei Biotin (Vitamin H) eine bedeutende Rolle. Dieses wasserlösliche Vitamin, das bei gesunder Ernährung mit hochwertigem Raufutter an sich von den Darmbakterien in ausreichender Menge gebildet wird, sorgt für die Bildung von gesundem Hufhorn, das sich sowohl durch enorme Festigkeit als auch durch Elastizität auszeichnet. Es kann nicht nur im Bedarfsfall bei schlechter Hufqualität (hier sind bisweilen auch kurzfristige, über den Normalbedarf hinausgehende Gaben sinnvoll), sondern auch vorbeugend zugefüttert werden, doch man sollte diese Vorsichtsmaßnahme nicht übertreiben und unbedingt bei den vom Hersteller bzw. vom Tierarzt empfohlenen Mengen bleiben.

Da bei vielen Hufproblemen schwache Sehnen und Bänder ebenfalls mitbeteiligt sein können, gilt es auch diese zu stärken, was ganz hervorragend mit dem Futterzusatz Gelatine gelingt. Diese hochwertige Eiweißquelle liefert alle nötigen Nährstoffe für einen gesunden Aufbau von Knochen, Sehnen und Bändern, wodurch in Folge auch die Belastbarkeit der Hufe maßgeblich gesteigert werden kann. Eine regelmäßige Verfütterung (2-3mal wöchentlich) ist aber dabei einzelnen überhöhten Dosen unbedingt vorzuziehen.

Auch Leinöl wird eine positive Wirkung auf das Hornwachstum nachgesagt. Zweifelsohne fördern die in ihm enthaltenen essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren den Zellstoffwechsel optimal, doch sollte man bei Ölen immer auch eine gewisse Vorsicht walten lassen. Auf eine langsame Gewöhnung sollte größter Wert gelegt werden, damit sich der Darm auf diesen ungewöhnlichen Futterzusatz umstellen kann und es nicht zu Verdauungsstörungen kommt. Außerdem sollte man die Zufütterung immer nur auf geringe Mengen beschränken, um die Leber mit der Fettverdauung nicht zu überanstrengen.

Ein weiterer, neuerdings vermehrt auf dem Markt auffindbarer Wirkstoff ist Kieselgur, welche auf alle Bindegewebsstrukturen im Körper einen stabilisierenden Einfluss hat. Die Festigkeit von Knochen, Knorpeln, Sehnen, Bändern und selbstverständlich auch von Hufen wird hiervon bestmöglich gefördert. Kieselgur besteht hauptsächlich aus den Siliziumdioxidschalen fossiler Kieselalgen und wird als Bestandteil vieler Gesteine und Pflanzen auch von den Wildpferden aufgenommen, was eigentlich für deren Wirksamkeit sprechen sollte.

Ich bevorzuge allerdings die diesbezüglichen Qualitäten der Kieselsäure, welche ich in Form des homöopathischen Mittels ‚Silicea’ nutze. Nähere Informationen dazu finden Sie in meinem nächsten Tipp.



erschienen 16.03.2008




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