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Buch-Rezension · Gymnastizierende Arbeit an der Hand
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Hilberger, Oliver

Gymnastizierende Arbeit an der Hand
Schritt für Schritt zu Losgelassenheit und Selbstvertrauen

17 cm x 24 cm, broschiert, farb. Abb , 160 Seiten
Brunsbeck, 2008 · Cadmos Verlag
ISBN 978-3-86127-449-0


19,90 EUR ·  Bestellen

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Wenn nichts anderes vermerkt ist, versenden wir versandkostenfrei.
Meist geht die Sendung (je nach Bestellzeitpunkt) noch am selben Tag raus.


Der Verlag sagt über das Buch:

Die Arbeit an der Hand in ihrer klassischen Form, wie sie heute noch zum Beispiel in der Wiener Hofreitschule praktiziert wird, ist im Alltag vieler Dressurreiter leider stark in den Hintergrund geraten und wird nicht selten als unnötig abgetan. Dabei wird übersehen, wie wertvoll diese Arbeit vom Boden aus als Alternative und als Ergänzung für die Arbeit unter dem Sattel ist und zwar nicht nur in hohen Lektionen, sondern auch im Bereich der Basisübungen, die von fast allen Reitern und Pferden gut erlernt werden können. Das gilt für Pferde, die aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend keinen Sattel tragen können, ebenso wie für Pferde, die sich schwer unter dem Reiter gymnastizieren lassen und Schwierigkeiten haben, ihr Gleichgewicht zu finden.

Reiter profitieren von der Arbeit an der Hand dadurch, dass sie ihre präzise Hilfengebung schulen und unabhängig von den eigenen reiterlichen Fähigkeiten ihr Pferd auf schwierigere Lektionen vorbereiten können. Für beide Partner bietet die klassische Arbeit an der Hand die Möglichkeit, Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen.

Das Buch erläutert systematisch Schritt für Schritt den Weg zur korrekten und spielerisch leichten Ausbildung des Pferdes vom Boden aus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung der Seitengänge, denen für die Gymnastizierung und Vorbereitung auf schwere Lektionen eine zentrale Rolle zukommt. Die Bilder lassen die schriftlichen Erläuterungen hervorragend nachvollziehen und stellen dank besonderer Bildtechnik auch Bewegungsabfolgen anschaulich dar.

Aus dem Inhalt:
- Die Aufgaben der Handarbeit
- Die Ausrüstung
- Basisarbeit
- Das Pferd in Bewegung
- Seitengänge
- Weiterführende Arbeit



Autor

Oliver Hilberger
, Ausbilder aus dem österreichischen Neulengbach (Wienerwald), ist inspiriert von der französischen Reitkunst und sammelte Erfahrungen in der Handarbeit bei Aufenthalten in Frankreich und Spanien. Heute bildet die Arbeit an der Hand neben der Arbeit im Sattel für Pferde unterschiedlichster Rassen einen festen Bestandteil seines Ausbildungskonzepts. Besonderen Wert legt er darauf, die sinnvolle Gymnastizierung des Pferdes für jeden ambitionierten Menschen zugänglich zu machen. Nachvollziehbare und leicht verständliche Anleitungen machen es auch dem Freizeitreiter ohne große Vorbildung möglich, sein Pferd mit der Arbeit an der Hand optimal zu fördern.

Oliver Hilberger hat bisher zahlreiche Artikel in Fachmagazinen veröffentlicht.



Rückentext

Das Praxisbuch für die Arbeit an der Hand: vom Einstieg bis zu den Seitengängen.


Für die Dressurarbeit des Pferdes ist die klassische Arbeit an der Hand ein sehr wertvolles, leider jedoch oft unterschätztes und deshalb viel zu selten angewandtes Mittel, das Abwechslung in den Trainingsalltag bringt und sowohl das Pferd als auch den Menschen vielseitig schult.

Dieses Buch erläutert Schritt für Schritt und mit anschaulichen Bildern den Weg zur korrekten und spielerisch leichten Ausbildung des Pferdes vom Boden aus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung der Seitengänge, denen für die Gymnastizierung und auch zur Vorbereitung auf schwere Lektionen eine zentrale Rolle zukommt.

Aus dem Inhalt:
  • Die Aufgaben der Handarbeit
  • Die Ausrüstung
  • Basisarbeit: Grundposition, Hilfengebung
  • Das Pferd in Bewegung: Stellung, Biegung, Vorwärts, Rückwärts
  • Seitengänge: Schulterherein, Renvers, Travers, Traversale
  • Weiterführende Arbeit




Verlag

» Cadmos





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W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
Meine Meinung zu dem Buch:
von   Werner Popken

Selten einmal erfindet jemand etwas neu, was noch dazu auch gut ist und worauf noch niemand vorher gekommen war. Diesen Anspruch hat Oliver Hilberger nicht, und das ist auch gar nicht nötig, denn es gibt so unglaublich Vieles, was bereits entdeckt, erprobt und verfeinert worden ist, das zunächst einmal verstanden und erarbeitet sein will. Möglicherweise stellt sich dann heraus, daß gar nichts Neues erfunden werden muß, weil das Alte bereits zu Wundern führt.

Wenn jemand diese bewährten und hochgerühmten Lektionen durchgearbeitet und genügend Erfahrung gesammelt hat, ergibt sich manchmal eine wunderbare Gelegenheit, die Wirksamkeit und Richtigkeit der gelernten Grundsätze anzuwenden und zu erproben. Dieses ist dem Autor widerfahren.

Auf Seite 157 des Buches stellt er unter dem Titel "Der Hauptdarsteller" einen reinrassigen Vollblutaraber vor, der im Alter von drei Jahren einen Senkrücken entwickelte und mit vier Jahren deswegen und wegen der dadurch verursachten Schmerzen als für die Reiterei ungeeignet keine erfreuliche Zukunft erwarten durfte, zumal da erste medizinische und gymnastizierende Maßnahmen keinen Erfolg zeitigten.

Nachdem er durch Chiropraktik und Akupunktur weitgehend schmerzfrei gestellt wurde, begann der Autor mit ihm zu arbeiten. Bald war er schmerzfrei und konnte nach einigen Monaten sogar unter dem Sattel gymnastiziert werden. Die Senkrücken blieb zwar, wurde aber durch einen starken Bewegungsapparat unterstützt. Zugleich verwandelte sich der Charakter des Pferdes. Er gewann an Selbstbewußtsein und sein Rang in der Herde stieg entsprechend.

Geduld und Zeit - zwei Komponenten, die in seiner Ausbildung unumgänglich waren und noch immer sind - ließen ihn nach und nach den Muskeltonus aufbauen, der ihn befähigt, auch in der Versammlung Fuß zu fassen.

Ab diesem Zeitpunkt ging es dann rasend schnell. Malcolm wurde mit jedem Monat selbstsicherer und ausdrucksstärker. Durch die versammelten Übungen an der Hand formte sich seine Oberlinie, seine Muskulatur wurde stärker und stärker, er genoß das Lebensgefühl als selbstbewußtes Pferd an der Hand wie auch unter dem Sattel. Aus dem introvertierten kleinen Araber wurde ein wunderbares, sicheres Pferd, das auch trotz seines Senkrückens in der Hohen Schule seinen Platz gefunden hat.

a.a.O., Seite 159

Der Erfolg der Arbeit mit diesem Pferd hat den Autor motiviert, dieses Buch zu schreiben, damit möglichst viele andere Pferde ebenfalls die Segnungen dieser Methoden erfahren können und Gesundheit und Selbstbewußtsein entwickeln.

In der Einleitung stellt der Autor fest, daß es die Militärreiterei war, die die Arbeit an der Hand verdrängt hat.

Leistungsdruck und Konventionen lassen die Handarbeit heutzutage in einem schlechten Licht erscheinen. Sie wird als Sammelstelle derer abgetan, die nicht reiten können. Ein Pferd wird nur ein solches erkannt, wenn es einen Sattel auf dem Rücken trägt. Fakt ist: Kein Pferd wird mit einem Reiter auf dem Rücken geboren, und kein Mensch kommt als perfekte Reiter zur Welt. Allein deshalb stellt die Handarbeit eine wertvolle Alternative und Ergänzung zum Reiten dar.

Das Repertoire der klassischen Reitkunst hält zwar viele Lektionen und Übungen bereit, doch diese sind für einen Großteil der Reiter meist gar nicht oder erst nach einigen Jahren zugänglich. Viele Pferde können außerdem wegen Krankheit oder aus Altersgründen nicht oder nur eingeschränkt geritten werden und sollen trotzdem schonend gearbeitet werden. Die konventionelle Longenarbeit gerät hierbei sehr schnell an ihre Grenzen, während man mit der Handarbeit gezielt einzelne Muskelgruppen kräftigen und so einen bedeutenden Beitrag zu einer schnelleren Genesung des Pferdes leisten kann.

Und noch etwas: Der Winter stellt Reiter in unseren Breiten hinsichtlich der Arbeit unter dem Sattel oft auf eine harte Probe. Die Böden sind schneebedeckt oder gefroren, und nicht immer steht einer Reithalle zur Verfügung. Doch auch bei guten äußeren Bedingungen verfallen manche Reiter bei der Arbeit mit dem Pferd in eine Monotonie, die irgendwann in unmotiviertes und freudloses Arbeiten oder Ausreiten mündet. Für alle diese Probleme bieten sich mit der Handarbeit eine sinnvolle Lösung.

a.a.O., Seite 11

Dieses Buch ist, wie beim Cadmos-Verlag gewohnt, sorgfältig gearbeitet, enthält reichlich illustrierende Fotos und Zeichnungen und sogar Fotomontagen, die in diesem Zusammenhang neu und ungewöhnlich sind. Das Inhaltsverzeichnis gibt einen sehr guten Überblick:

  • Einleitung
    • Die Verwandlung des eigenen Pferdes
  • Gymnastizierung: Die Hauptaufgabe der Handarbeit
    • Das Spiel mit der Balance
    • Losgelassenheit
    • Muskelaufbau
    • Gleichgewicht
    • Körperbewußtsein
    • Selbstvertrauen
    • Was lernt der Mensch?
  • Die Ausrüstung
    • Der Kappzaum
    • Die Trense
    • Die Gerte
    • Das Lob
  • Basisarbeit
    • Die Grundpositionen
    • Die Trensenführung
    • Die Gertenhaltung
    • Die Hilfengebung
    • Erste Basisübungen auf Trense
      • Aufrichtende Wirkung
      • Senkende Wirkung
      • Biegende Wirkung
    • Erste Basisübungen an Kappzaum
  • Das Pferd in Bewegung
    • Die bevorzugte Seite
    • Weniger ist mehr
    • Klare Regeln beim Führen und Treiben
    • Der Schritt als Basisgangart
    • Das Antreten
    • Die Haltparade
      • Hilfengebung auf Kappzaum
      • Problem: Das Pferd bleibt nicht stehen
    • Das RückwärtsrIchten
    • Routine und Erfahrung
    • Die Hufschlagfiguren im Porträt
      • Ganze Bahn
      • Zirkel
      • Volte
      • Einfache und doppelte Schlangenlinie
      • Schlangenlinien durch die Bahn mit drei Bögen
      • Halbe Bahn und Karree
      • Durch die Länge der Bahn
      • Verschiedene Möglichkeiten des Handwechsels
    • Stellung, Biegung, Vorwärts
      • Auf dem Zirkel
      • Häufige Fehler des Menschen
      • Die Hilfengebung auf Kappzaum
      • Untertreten auf der Volte
  • Das Schulterherein
    • Die Schlüssellektion
    • Gleichmäßige Biegung?
    • Vorbereitung
    • Ausführung
      • Schulterherein auf vier Hufspuren
    • Das Konterschulterherein
    • Übungsabfolge zur Weiterentwicklung
    • Im Trab
      • Antraben und Durchparieren
  • Der Renvers
    • Vorbereitung
      • Schritt 1: Die Vorhandwendung
      • Schritt 2: Die Erweiterung
      • Schritt 3: Der Renvers auf der Volte
    • Der Renvers geradeaus
  • Der Travers
    • Ausführung
    • Vom Travers auf der Volte zur Schrittpirouette
    • Travers aus dem Schulterherein
  • Die Traversale
    • Das innere Bild
    • Vorbereitung und Ausführung
    • Die Traversale auf Kappzaum
  • Kombinierte Seitengänge
    • Vielfältige Variationen
      • Schlangenlinien durch die Bahn mit Seitengängen
      • Einfache und doppelte Schlangenlinie mit Seitengängen
      • Die Ach mit Seitengängen
      • Schulterherein und Traversale
      • In kombinierte Seitengängen durch den Zirkel wechseln
      • Das Dreieck
      • Die Acht im Quadrat
    • In Seitengängen durch das ganze Viereck
      • Die kombinierten Passaden
  • Weiterführende Arbeit
    • Ausstrahlung und Freude
    • Übergänge
      • Das Antraben im Seitengang
      • Das Parieren im Seitengang
    • Die Schaukel
      • 1. Der gezählte Schritt
      • 2. Das versammelte Halten
      • 3. Rückwärtsrichten
      • Die Ziele
  • Ausblick
    • Wohin geht der Weg?
    • Mit Leidenschaft zu ungeahnten Höhen

Mir scheint, dieses Buch gehört, wie man so schön sagt, in jede hippologische Bibliothek.


erschienen 17.08.08




Hilberger, Oliver

Gymnastizierende Arbeit an der Hand
Schritt für Schritt zu Losgelassenheit und Selbstvertrauen

17 cm x 24 cm, broschiert, farb. Abb , 160 Seiten
Brunsbeck, 2008 · Cadmos Verlag
ISBN 978-3-86127-449-0


19,90 EUR ·  Bestellen

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