
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | Meine Meinung zu dem Buch: von › Werner Popken
Schüßler-Salze? Nie gehört. Also frage ich die Wikipedia. Aber dazu später. Das Thema "Schüßler-Salze für Pferde" liegt offenbar in der Luft. Denn das vorliegende Buch aus dem März 2007 ist die erste Veröffentlichung zu diesem Thema, und gleich darauf im April 2007 erschien das zweite Buch » Schüßler-Salze für Pferde aus dem Kosmos-Verlag zu 16,95 EUR, wie ich bei Amazon herausfand.
Apropos Amazon - es wird immer verrückter. Das Kosmos-Buch ist zum Beispiel "57 mal gebraucht & neu" zu erhalten, ab 16,95 EUR. Das ist doch der gebundene Wiederverkaufspreis! Ich hatte schon gedacht, 57 enttäuschte Käufer wollten das Buch gleich wieder losschlagen, aber nichts da: Es sind alles Wiederverkäufer, die das neue Buch mit dem Etikett "Preishit" versehen. Was soll das denn heißen? Ist jedes Buch unter 20 EUR jetzt gleich ein Preishit? Wie weit will man es denn mit der Verdummung der Endverbraucher treiben?
Aber zurück zu den beiden Büchern zum Thema Schüßler-Salze für Pferde. Das vorliegende Cadmos-Buch ist bei Amazon noch nicht gesprochen worden, das andere von "Tante 'Emma'" extrem vorteilhaft. Nun weiß man ja, daß auch über Rezensionen manipuliert werden kann und daß diese Chance auch genutzt wird. Sollte die Autorin die Rezension selber geschrieben haben? Sie klingt nämlich leicht verdächtig.
| Auf dieses Buch habe ich lange gewartet - und mir währenddessen die Mittel für unsere Pferde aus Schüssler Büchern für Menschen herausgesucht, was ein wenig mühsam war. Das erste Buch über Schüssler Salze für Pferde! Es ist sehr schlüssig aufgebaut und schön geschrieben. Nach einer Einführung in die Methode und der Erklärung der Haupt- und Ergänzungsmittel geht es gleich an die umfangreich dargestellte Anwendung der Mittel, die in die unterschiedlichen Bereiche (Atemwege, Haut, Herz - Kreislauf bis Psyche ) gegliedert ist, was übersichtlich ist und bei der Mittelwahl hilft. Zusätzlich gibts hinten nch einmal eine Auflistung der gängigsten Störungen und dazugehörigen Mittel und Darreichungsform.
Ich bin froh, das Buch zu haben und kann es wirklich empfehlen, auch wenn mich zwei Dinge stören: einmal wundern mich manche Fotos. Weswegen sieht man bei der Penislähmung nur das Vorderteil eines Pferdes und nicht wenigstens einen klaren Beweis dafür, dass es sich um ein männliches Pferd handelt? Viele Fotos sehen nett aus, haben aber wenig Bezug zum Text. Und dann noch eine Kleinigkeit: ich freue mich immer, wenn Bücher für Laien nicht mit medizinischem Fachchinesisch gespickt sind. Das ist hier auch nicht so, alle Krankheiten werden schön auf deutsch benannt, mit einer Ausnahme: Equine rezidivierende Uveitis ( ERU) - fachchinesisch für periodische Augenentzündung.
Da diese beiden Punkte dem Informationsgehalt des Buches keinen Abbruch tun, gebe ich trotzdem den vollen "Fünfer". » Ist schon ständig in Benutzung!! Hilfreich und praxistauglich! | | |
Da auch kritische Anmerkungen in dieser Rezension enthalten sind, könnte man die Vermutung gleich als böse Nachrede abtun. Aber so leicht sollte man es sich nicht machen. Wenn man nämlich schon manipulieren will, dann auch gleich richtig. Und in diesem Sinne könnte die Rezension schon gezinkt sein. Merkwürdigerweise stammt die Rezension laut Amazon vom 19. Februar 2007, während ebenfalls laut Amazon das Buch erst im April 2007 herausgekommen sein soll.
Wie dem auch sei - "Wer heilt, hat recht". Und was Heilung eigentlich bedeutet, weiß bis heute keiner genau. Natürlich gibt es viele Mechanismen, die wie technische oder naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten wirken. Ich erinnere mich noch an meine Verblüffung, als der kleine Schafbock, der unter derselben Krankheit litt, die bei Pferden "Weißmuskelkrankheit" heißt und eine Mangelerscheinung ist, innerhalb einer Woche seine Lähmung verlor und wieder quicklebendig herumsprang, weil er das bekam, was ihm fehlte, nämlich Selen.
Andere Zusammenhänge sind jedoch wesentlich weniger deutlich, weshalb man manchmal in Arztpraxen oder sonstwo den Spruch lesen kann: "Ein guter Arzt beruhigt den Patienten so lange, bis die Natur sich selbst geholfen hat." Mit anderen Worten: Der Arzt weiß selber nicht, warum der Patient wieder gesund geworden ist, aber das ist das einzige, was zählt. Für die Praxis ist das zweifellos richtig - nicht aber für die Erkenntnis. Wir verdanken der Erkenntnis eine ganze Menge, unter anderem unseren Wohlstand, unsere Gesundheit, unser langes Leben. Und Erkenntnisgewinnung unterliegt üblicherweise strengen Kriterien. Schließlich kann jeder behaupten, was er will, aber ob das stimmt, ist die Frage. Insbesondere bei Krankheiten und Heilungen.
Und jetzt sind wir schon beim Kern des Pudels. Die Schüßler-Salze bewegen sich in derselben Gegend wie die Homöopathie. Mit anderen Worten: Die Wissenschaft stellt lediglich fest, daß es sich um Humbug handelt. Und weil auch die Befürworter dieser Therapien nach Erfahrung handeln, gleicht sich die Diktion:
| Bei der akuten Piephacke hilft die Nummer 3, zur Kräftigung des Bindegewebes ist immer die Nummer 11 angezeigt. a.a.O., Seite 56 | | |
Der Gleichklang der Worte ist vielleicht schon deshalb kein Zufall, weil Schüßler, wie die Wikipedia unter diesem Stichwort mitteilt, der Name eines homöopathischen Arztes sei:
| Wilhelm Heinrich Schüßler (* 21. August 1821 in Bad Zwischenahn bei Oldenburg; † 30. März 1898) war der Begründer der "Biochemischen Heilweise", der Therapie mit so genannten Schüßler-Salzen.
1878 schrieb er in seiner "Abgekürzten Therapie": "Ich habe alles, durch Theorie und Praxis über die Molekularwirkung der genannten 12 Salze von mir ermittelte in ein System gebracht, und meiner Heilmethode den Namen "Biochemie" gegeben. Die Biochemie ist mit der Homöopathie nicht identisch".
Schüßler hat in Paris, in Berlin sowie in Gießen Medizin studiert sowie in Gießen promoviert; anschließend studierte er noch in Prag, wo er unter anderem Vorlesungen über die Homöopathie besuchte. Nachdem er zunächst 15 Jahre lang als homöopathischer Arzt praktizierte, entwickelte er eine Therapie, bei der Krankheiten mit potenzierten ("homöopathisch zubereiteten") anorganischen Mineralstoffen = Salzen behandelt werden, deren Mangel die entsprechende Krankheit verursachen würde.
Die von Schüßler erfundene "Biochemie" ist nicht zu verwechseln mit der westlichen Wissenschaftsdisziplin Biochemie. » Wilhelm Heinrich Schüßler | | |
Dort wird übrigens auch der Link zur Originalarbeit Schüßlers gegeben, die online unter dem Originaltitel » Eine Abgekürzte Therapie verfügbar ist. Aha: es handelt sich also um einen Schüler, der das unübertreffliche und durch nichts zu verbessernde und unveränderliche Patentsystem seines Lehrers noch entscheidend verbessert hat. Au weia. Diese Entwicklungsgeschichte läßt nichts Gutes erwarten. Ein Geniestreich wird durch einen zweiten getoppt. Unter dem Stichwort "Schüßler-Salze" lesen wir:
| Schüßler-Salze sind eine alternativmedizinische Therapieform, deren angenommener Wirkmechanismus mit dem allgemein anerkannten Wissensstand von Medizin und Physiologie nicht in Einklang zu bringen ist. Die Wirksamkeit der Schüßler-Salze ist nicht nachgewiesen. [...]
Der homöopathische Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) veröffentlichte in der "Allgemeinen Homöopathischen Zeitung" im Jahre 1873 einen Artikel mit der Bezeichnung "Eine abgekürzte Homöopathische Therapie", in dem er eine Therapieform namens "Biochemische Heilweise" vorstellte. Seine Abkürzung bestand darin, dass er statt der ca. 1000 Mittel in der Homöopathie nur 12 Salze, "Schüßler-Salze" genannt, zur Therapie von fast allen Krankheiten für ausreichend hielt.
Schüßler, dessen medizinische Fachkenntnisse 1857 von einer Prüfungskommission als "mangelhaft bis ungenügend" beurteilt wurden, dem man somit die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Arzt" verweigerte und der diese später einzig aufgrund einer Petition einflussreicher Freunde erlangte, ging davon aus, dass Krankheiten auf der Grundlage gestörter biochemischer Prozesse entstehen. Er nahm an, dass Krankheiten zu einem großen Teil auf der Grundlage eines "gestörten Mineralhaushaltes" entstehen, wobei das Fehlen eines bestimmten Minerals den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigt.
Schüßler erklärte, dass sein Heilverfahren "kein homöopathisches" sei, weil es nicht auf dem von Samuel Hahnemann propagierten Simile-Prinzip (Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden) beruhe, sondern auf physiologisch-chemische Vorgänge im menschlichen Organismus zurückzuführen sei. Die Mittel werden aber nach homöopathischer Regel verdünnt: durch Schütteln, Reiben oder Zerkleinern, und haben entsprechende Verdünnungsbezeichnungen (D1 = 1:10, bzw. die meisten biochemischen Tabletten sind D6 = 1:1.000.000 oder D12 = 1:1.000.000.000.000 verdünnt). Die niedrigen Dosen sollen vom Körper leichter resorbiert werden können.
Die "Biochemie nach Schüßler" ist hauptsächlich durch Heilpraktiker als Therapieform erhalten geblieben. Sie wird in Fachschulen gelehrt und viele Heilpraktiker arbeiten täglich in der Praxis mit diesen Mitteln. Vor der gesetzlichen Festschreibung der Berufsbezeichnung Heilpraktiker (1939) wurde Schüßlers Lehre wesentlich durch Laienbewegungen verbreitet. Einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Heilweise nach Schüßler leistete Kurt Hickethier, der zwei Kurhäuser zur Behandlung seiner Patienten errichtete. [...]
Wilhelm Heinrich Schüßler distanzierte sich mit seiner Heilweise strikt von der Homöopathie. Es gab zu seinen Lebzeiten viele Auseinandersetzungen mit Homöopathen, die seine Heilweise schon allein wegen ihrer Einfachheit nicht akzeptierten und verächtlich von Düngemitteln sprachen. In seiner abgekürzten Therapie schreibt Schüßler selbst: "Die Grundlage meiner Forschung waren Histologie, die darauf bezügliche Chemie, die anorganischen Bestandteile der Gewebe und die physiologischen Wirkungen oder Funktionen dieser Bestandteile." Bei seiner Forschung fand er damals zwölf verschiedene Verbindungen, die im menschlichen Körper vorkommen, die so genannten Schüßler-Salze.
Nach Schüßlers Ansicht verursacht ein pathogener Reiz die Verstärkung der Funktion einer Zelle, da die Zelle bemüht ist, den Reiz abzustoßen. Aufgrund dieser Tätigkeit verliert sie einen Teil ihrer mineralischen Funktionsmittel. Diese Zellen sind dann pathogen verändert, was das Wesen einer Krankheit ist.
Durch die Zufuhr dieser nun fehlenden Mineralstoffe will Schüßler die Krankheiten bekämpfen. Dazu ist die Potenzierung seiner Salze notwendig, um Mängel innerhalb einer Zelle aufzufüllen. Nach seiner Ansicht gelangen die hoch verdünnten "feinstofflichen" Mineralstoffe, also die einzelnen Moleküle, direkt in das Zellinnere. Die Mängel außerhalb der Zellen sind durch eine nährstoff- und basenreiche Ernährung aufzufüllen, da ein gewisses Gleichgewicht zwischen Zellinnerem und Extrazellulärraum notwendig ist. » Schüßler-Salze | | |
Solche deutlichen Worte findet man in diesem Buch natürlich nicht. Schon die Kapitelüberschrift "Wer war dieser Schüßler eigentlich?" wird im ersten Satz als "despektierlich" bezeichnet. Sie ist also lediglich als journalistischer Trick zu bezeichnen. Selbstverständlich wird der Urheber und seine Methode mit allergrößter Hochachtung behandelt und dargestellt.
| Es zeugt von wachem Blick und ist keine Schande, daß er im Wege stehende Formalien geschickt zu umschiffen verstand, immer aber legal.
Sein Handicap war das fehlende Abitur. Aber nicht überall war es die zwingende Voraussetzung zum Studium, insbesondere bei Ausländern drückte manche Universität ein Auge zu. Also begann er sein Studium 1852 in Paris. Von dort wechselte er 1853 nach Berlin, dort allerdings wäre das Abitur Voraussetzung gewesen. Es bleibt offen, ob er als Gasthörer immatrikuliert war oder ob das Vorstudium in Paris den Zugang ermöglichte. 1854 ging Schüßler nach Gießen, wo er 1855 zum Doktor der Medizin promovierte.
Leider sind die Gießener Universitätsarchive durch Kriegseinwirkungen verlorengegangen. Eine Doktorarbeit existiert nicht, hat es wohl auch nie gegeben. Man konnte damals eine Prüfung absolvieren und den Doktorhut in Empfang nehmen, mit dem Versprechen, die Arbeit nachzuliefern, insbesondere wenn gute Gründe drängten. Und wieder hat der Oldenburger, in Gießen als Ausländer eingeschrieben, ein wenig getrickst. Obwohl die vorgeschriebenen vier Jahre Studium nicht erreicht waren, begründete er sein Gesuch auf Zulassung zur Promotion mit einer in Aussicht gestellten Stellung als Militärarzt im Krimkrieg, der damals Europa erschütterte. [...]
Seine Gegner setzten in die Welt, man habe alle Augen zugedrückt, weil er ohnehin versprochen habe, sich "nur" als homöopathische Arzt niederzulassen. Seine Anhänger lobten und loben ihn in den Himmel. Beides ist falsch, über die Benotung durch die Prüfer gibt es Protokolle.
Auch mit dem so menschlichen Durchschnittsexamen wurde Schüßler offenkundig ein guter und erfolgreicher Arzt. Sein Testament weist den einstigen Armenviertler als vermögenden Mann aus, und in einer Fachzeitung schreibt er selbst, daß er ca. 12.000 Konsultationen im Jahr habe. Davon träumt mancher Kassenarzt heute nur noch. a.a.O., Seite 13 | | |
Tja dann. Schüßler war also jemand, der es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nahm und seinen Vorteil suchte, wo er ihn fand. Aber charakterliche Mängel müssen ja nicht unbedingt über den medizinischen Erfolg oder Mißerfolg entscheiden. Wenn man allerdings den medizinischen Erfolg mit dem finanziellen beweist, komme ich ins Grübeln. Oder verstehe ich da etwas falsch? Ich erinnere mich an die Konsultation bei einem Heilpraktiker, der die Begleitpersonen auch gleich noch mitbehandelte, obwohl diese das gar nicht wollte, und dafür dann ein Sonderhonorar verlangte. Die Begleitperson war nicht krank und die Behandlung hat weder geschadet noch genützt, aber der eigentliche Patient war todkrank, und der Heilpraktiker tappte vollkommen im Düstern und verschrieb die üblichen homöopathischen Kügelchen. Freilich hatte es auch der Hausarzt versäumt, einfachste Untersuchungen durchzuführen. Erst der Wechsel des Hausarztes führte zur Aufdeckung der Krankheit. Hätte man sich auf den Heilpraktiker verlassen, wäre die Person heute schon längst tot.
Dieser Heilpraktiker arbeitete vielleicht nicht mit Schüßler-Salzen, wohl aber mit der Homöopathie. Diese "Medikamente" müssen natürlich privat bezahlt werden und sind ziemlich teuer. Die Wikipedia führt eingangs aus:
| Die den heutigen wissenschaftlichen Anforderungen genügenden Studien zeigen in der Gesamtbetrachtung, dass die untersuchten homöopathischen Behandlungen keine über den Placebo-Effekt hinausgehende medizinische Wirksamkeit haben. Zudem kann für ein Ähnlichkeitsprinzip als generelles Wirkprinzip kein plausibler Wirkungsmechanismus angegeben werden. Dasselbe gilt für die mechanischen Prozeduren (Verreiben, Verschütteln), die im Potenzierungsverfahren angewandt werden. Für eine Wirkung extrem kleiner Substanzgaben gibt es keine Anhaltspunkte. Sogenannte Hochpotenzen enthalten rechnerisch überhaupt keinen Wirkstoff mehr. Die von vielen Homöopathen angenommene selektive Steigerung erwünschter Wirkungen durch das Potenzierungsverfahren widerspricht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Aus diesen und weiteren Gründen wird die Homöopathie häufig als Paramedizin oder Pseudowissenschaft bezeichnet. » Homöopathie | | |
Wer sich genauer dafür interessiert, möge den gesamten Artikel lesen. Dort erfährt man, daß schon 1830 behauptet wurde, die erfolgreiche Behandlung von Tieren mit homöopathischen Methoden beweise, daß es sich nicht um einen Placebo-Effekt handeln könne. Wer das für ein Beweis hält, weiß nicht, was ein Beweis ist. Zweifellos finden Heilungen statt, aber warum sie stattfinden, das liegt nach wie vor im Dunkeln:
| Die Bestätigung der Wirkung des Placebo-Effekts lenkt jedoch das wissenschaftliche Interesse auf die Wirksamkeit "subjektiver" Heilung. Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei Auftreten eines Placebo-Effekts substanzielle, messbare Änderungen im Zentralnervensystem nachweisbar sind.[8] Diese Effekte gezielt zur Behandlung zu nutzen erscheint als lohnende Strategie. Auch gilt als Vorteil der alternativen Heilmethoden, dass ein spezielles Vertrauensklima zwischen Therapeut und Patient aufgebaut würde, das Heilerfolge begünstigen kann. The Lancet beurteilt die Ergebnisse zusammenfassend: "Ärzte müssen jetzt mutig und ehrlich sein – mit ihren Patienten in Bezug auf die fehlende Wirkung von Homöopathie als auch mit sich selbst bezüglich des Versagens der modernen Medizin, die Bedürfnisse der Patienten nach einer persönlich ausgerichteten Versorgung zu erfüllen." » Homöopathie | | |
Im Klartext heißt das: Wenn Sie meinen, daß Homöopathie oder Schüßler-Salze helfen könnten und Sie probieren das aus und eine Heilung tritt ein, dann mag es unerheblich sein, ob diese der Homöopathie oder den Schüßler-Salzen geschuldet ist. Hauptsache gesund. Und deshalb empfehle ich dieses Buch all jenen, die meinen, damit selig werden zu können. Er spricht nichts dagegen. Der Preis ist klein, das Buch sorgfältig gemacht, die zahlreichen Abbildungen haben meistens mit dem Inhalt nichts zu tun, erfreuen das Auge aber trotzdem, und wenn Sie dann doch zu dem Schluß kommen, daß das Buch Ihnen nicht weiterhilft, können Sie es immer noch verschenken. Ich bin sicher, Sie finden im Handumdrehen einen dankbaren Abnehmer. Absonderliche Verfahrensweisen haben unter anderem auch im Gesundheitswesen immer Konjunktur.
Zu Ihrer Information noch einige Einzelheiten zum Buch. Nach dem einleitenden Kapitel über den Urheber der Therapien ein zweites Kapitel über dessen Lehrer und Vorgänger und Erfinder der Homöopathie und deren Verfahren. Im dritten Kapitel werden die zwölf Funktionsmittel beschrieben, gefolgt von den Ergänzungsmitteln und den biochemischen Salben.
Es folgt ein Abschnitt über den Säuren-Basen-Haushalt und dann werden die häufigsten Erkrankungen und ihre Behandlung beschrieben, gegliedert in
- Bewegungsapparat
Arthrose, Chip, Epiphysenfugen, Frakturen, Hufrehe, Hufrollenentzündung, Kniescheibenluxation und -fixation, Kreuzverschlag, Muskelverspannungen, Piephacke, Sehnenschäden, Widerrist- und Rückenprobleme - Verdauungstrakt
Durchfall, Gastritis, Kolik, Schlundverstopfung, Würmer, Zahnprobleme - Atemwege
Allergischer Husten, Bronchitis, Dämpfigkeit, Kehlkopfpfeifen, Nasen- und Lungenbluten - Huf, Haut und Haar
Hautparasiten, Hufprobleme, Mauke, Sommerexzem und allergische Hauterkrankungen, Strahlfäule - Nerven und Psyche
Ataxie, Nervosität, Unarten - Herz und Kreislauf
Gefäßprobleme, Herzfehler und Herzmuskelschwäche - Nieren und Harnwege
Harnverhalten, Harnwegsentzündung - Fruchtbarkeit
Ausbleiben der Rosse, Nachgeburtsverhalten, Unfruchtbarkeit des Hengstes, Wehenschwäche Der Anhang umfaßt Anmerkungen über den biochemischen Bund und den Autor:
| Hans-Heinrich Jörgensen ist Heilpraktiker seit 1962 und hat vor gut 30 Jahren für die Humanmedizin ein Multimineralgemisch entwickelt, das in die Gruppe der marktführenden Präparate geklettert ist (Neukönigsförder Mineraltabletten NE) und oft auch bei Tieren Verwendung findet. Er hat viele Jahre der wissenschaftlichen Aufbereitungskommission für Mineralstoffe und Vitamine beim Bundesgesundheitsamt angehört. Heute ist er Erster Vizepräsident und Fachbeirat des Biochemischen Bundes Deutschlands e.V.
Sein Hobby - wenn man noch von Hobby sprechen kann: Er züchtet und trainiert in Großenkneten südlich von Oldenburg mit zwei Jockeys und zwei Auszubildenden 20 Galopprennpferde und gehört dem Prüfungsausschuß für Pferdewirtschaftsmeister (Schwerpunkt Rennreiten) bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen an.
Kontakt per E-Mail: › bio@nam.de a.a.O., Seite 79 | | |
erschienen 06.05.07 | |