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Buch-Rezension · Das Pferdisch Prinzip
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 Das Pferdisch Prinzip 
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Pohl, Christine und Friedhelm

Das Pferdisch Prinzip
Neue Wege im Umgang mit Pferden und Menschen

145 Seiten, broschiert
2003, Warendorf · Christine & Friedhelm Pohl

19,-  EUR      Bestellen
Versandkosten 4,-  EUR


Der Verlag sagt über das Buch:

Zusammenfassung

In diesem Buch erklären Christine und Friedhelm Pohl die Entstehung der Pferdisch Philosophie und die Zusammenhänge von Stress und Selbstvertrauen in der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd. Anhand von praktischen Beispielen aus der Arbeit mit Pferden und Menschen zeigen sie die faszinierende Wirkung von Körpersprache und dem in-sich-Ruhen, im Hier und Jetzt leben. Auf dieser Basis ist es möglich, das Respekt- und Vertrauensverhältnis herzustellen, auf dem alles Weitere aufbaut. Sie beschreiben in diesem Buch, woraus das Pferdisch Prinzip besteht, wie man eine gute Kommunikation herstellt und was man, darauf aufbauend, alles mit Pferden machen kann. Dabei handelt es sich nicht nur um Bodenarbeit und das Reiten des Pferdes, sondern auch um das Pferd als Medium im therapeutischen Sinne. Dieses Buch bildet das Herzstück einer Bücherreihe, die helfen sollen, Pferde (und Menschen) besser zu verstehen und im Umgang mit Pferden viele Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und zu sich selbst zu finden.

Biografien der Autoren

Dr. Christine Pohl wurde 1966 in Osterode am Harz geboren, wo sie im dörflichen Umfeld von Kindesbeinen an auf dem Pferderücken zu finden war. Von Dressur, über Jagden, Pferderennen, Springen, Westernreiten und Kutschefahren bis hin zur Zucht haben die Pferde ihr Leben auch im Ausland begleitet. Obwohl sie immer etwas mit Pferden machen wollte, studierte sie zunächst Geodäsie in Hannover, promovierter 1996 in den Niederlanden, arbeitete mehrere Jahre als Forscherin in Madrid und lehrte bis Ende 2001 an einem Internationalen Institut in den Niederlanden.

Friedhelm Pohl wurde 1954 als Friedhelm Splett in Gelsenkirchen-Buer geboren. Nach einer Lehre zum Industriekaufmann begann er 1974 eine Ausbildung bei der Polizei, wo er als Dipl.Verw.W. zur Kriminalpolizei wechselte und später eine Ausbildung zum Verhaltenstrainer mit Schwerpunkt Kommunikation und Stressbewältigung nach einem Konzept des Max-Planck Instituts in München absolvierte. In seiner Freizeit sammelte er intensive Erfahrungen in Balance-Sportarten, wie Tauchen, Wind-Surfen und Motocross. Außerdem hat die Musik immer eine große Rolle gespielt. Seine Pferdefaszination hat 1989 angefangen. Er war lange erfolgreich im Western-Turniersport, den er aber an den Nagel hängte, als ihm klar wurde, dass je höher man kommt, der Partner Pferd immer mehr zum Sportgerät verkommt. Er gründete 1998 die Firma Mentales Training für Reiter und bot neben Pferdetraining und Reitunterricht ein breites Seminarprogramm an, das sich mit Bodenarbeit und den Pferden als Medium zum Persönlichkeitsentwicklung beschäftigte.

Christine und Friedhelm haben sich im Jahr 2000 auf einem Seminar, das von einer Internetzeitung organisiert worden war, kennengelernt. Christine hatte damals einen Platz in dem Bodenarbeitsseminar von Friedhelm Splett gewonnen.

Auf dem Seminar wurde klar, dass sie viel voneinander lernen würden. Es entstand ein reger Austausch bezüglich der Arbeit mit Pferden. Unabhängig voneinander hatten beide davon geträumt, eines Tages ein Therapiezentrum zu gründen.

Gemeinsam arbeiteten sie an einem neuen Konzept. Sie verglichen verschiedene Reitweisen und Ausrüstungen im Detail, machten vielerlei Tests mit ihren verschiedenen Pferden, die in der Dressur bzw. der Reining ausgebildet waren. Im Bereich der Bodenarbeitsseminare und dem Konzept zur Persönlichkeitsentwicklung gingen sie neue Wege.

Beide haben ihre bisherigen Leben komplett umgekrempelt, um die neuen Erkenntnisse in der Praxis zu leben. Sie haben sich von ihren Partnern scheiden lassen und ihre Anstellungen gekündigt, um gemeinsam eine Therapie- und Ausbildungszentrum für Pferde und Menschen zu gründen.

Daraus ist heute Pferdisch geworden. Mit Jungpferdetraining, Seminaren zur Bodenarbeit, Stressbewältigung, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung und Therapeuten-, Reit-, Reitlehrer- und Trainerausbildung bieten sie Menschen und Pferden die Möglichkeit, ihr Potenzial zu entfalten, zu gesunden und kooperativ mit anderen Kreaturen den Sinn des Lebens neu zu entdecken.





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W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
Meine Meinung zu dem Buch:
von   Werner Popken

Die Autoren haben sich selbst eingeführt, aufmerksame Leser werden Friedhelm Splett auch als brillanten Autor kennen (siehe z.B. Unter Gauchos). Zuletzt hat er seine und Christines Pläne beschrieben, nämlich in Montana, USA, ihr Glück zu finden (Von der Dominanz zur Demut).

Gut für uns: Die beiden sind hier geblieben und haben ihr Glück anscheinend auf eigene Faust gefunden. Das Vorwort lässt keinen Zweifel (Seite 11):

Veränderungen machen uns gewöhnlich Angst, da wir unser sicheres Umfeld verlassen und nicht wissen, was wir dafür bekommen werden. Es ist aber so, dass Neues erst entstehen kann, wenn das Alte losgelassen wird, d. h. wir frei sind für Neues.

Wir sind den Weg bereits gegangen. Wir haben unsere Ängste überwunden und losgelassen. Gefunden haben wir Zufriedenheit und absolute innere Ruhe, sowie das Bewusstsein, dass wir immer versorgt sein werden und nun endlich unser eigenes Potenzial ausschöpfen können. Wir haben damit die Basis gefunden, um aus dieser Kraftquelle heraus andere Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihren Heilungsprozess zu unterstützen.

Das ist wunderbar! Nennt man das Glück? Ich denke schon. In dem schon erwähnten Artikel spielt Christa Phillips eine entscheidende Rolle, die unmittelbar mit Gott spricht, der seinerseits ausschließlich Großbuchstaben verwendet. Das hat mich irritiert, weil im Zeitalter der virtuellen Kommunikation so etwas "Brüllen" genannt wird.

Ich denke, wir haben Glück, dass die beiden nicht nach Amerika gegangen sind, um im Heilzentrum von Christa Phillips zu wirken, sondern statt dessen ihr eigenes Heilzentrum hier bei uns in Westfalen gegründet haben. So können wir in den Genuss der Einsichten und Fähigkeiten der beiden kommen - andernfalls wären sie uns vermutlich verlorengegangen.

Der nächste Satz allerdings stimmt mich etwas nachdenklich:

Viele Weggefährten, die uns ein Stück begleitet haben, zogen es zunächst vor, wieder in ihre sicheren, selbstgewählten Gefängnisse zurückzukehren. Aber das ist das Schöne: Jeder von uns hat jederzeit die freie Wahl. Alles wiederholt sich ohnehin, bis es gelöst ist...

Das klingt für mich besserwisserisch und missionarisch. Ich habe an Friedhelm immer die Begeisterung und die Begeisterungsfähigkeit bewundert, abgesehen von seinen offensichtlichen Fähigkeiten. Es reicht ja nicht, etwas zu wissen und zu können, man muss es auch weitergeben, und das verlangt ganz andere Fähigkeiten, die manch einer nicht hat.

Friedhelm kann diese Begeisterung auch schriftlich wecken. Seine Schilderung des Besuchs in Argentinien erregte in mir den Wunsch, mehr zu erfahren. Ich glaubte, Friedhelm könne seine Erfahrungen und Einsichten am besten in einem Buch vermitteln.

Daraus ist damals nichts geworden, aber jetzt endlich liegt ein Buch vor, das in seinem letzten Artikel gewissermaßen bedeutet worden ist. Friedhelm und Christine sind persönlich engagiert, sie sind auf einer Reise und sie nehmen uns mit. Das ist sehr ungewöhnlich.

Als wir mit der Aufarbeitung der Konflikte zwischen uns und unseren Eltern beschäftigt waren, als wir die Familienstrukturen bearbeiteten, trafen wir viele Menschen, die zwischen Zorn und Schuldgefühlen, zwischen Ablehnung und Abhängigkeit zu den Eltern standen und maßlos darunter litten. Menschen, die es sich nicht zutrauten, endlich erwachsen zu werden, sich aus der Klammer - ja dem Würgegriff der elterlichen Fürsorge herauszuwinden, um den Eltern schließlich zu spiegeln, dass sie es irgendwann versäumt hatten, ihre Kinder loszulassen, um ihnen die Gelegenheit zu geben, sich zu eigenverantwortlichen und selbstbewussten Menschen zu entwickeln.

Als wir sehr mit Angst, speziell Versorgungsangst beschäftigt waren, kamen Menschen mit Versorgungsangst zu uns, bis wir zuletzt erkennen mussten, dass wir es sind, die sich versorgen müssen. Niemand im Außen kann uns versorgen, so dass wir satt werden, d. h. zufrieden und glücklich sind. (Seite 86)

Hier geht es offenbar um das Thema "Spiegelung", zwei Beispiele werden gegeben. Aber gleich im selben Absatz wird das nächste Thema angeschnitten: Zufriedenheit.

Die Versorgung im Außen lässt einen Sog entstehen, so dass wir immer mehr brauchen, um auch nur kurzfristig annähernd zufrieden zu sein. Jeder wird dieses Gefühl kennengelernt haben. Ein Frustkauf gibt kurze Zeit Ruhe, um dann nur ein größeres Gefühl der Lehre entstehen zu lassen.

Das ist ein neuer Gedanke, den man erst einmal sacken lassen muss. Was ist "Versorgung im Außen"? Hier ist offenbar keine Person gemeint. Im Satz zuvor aber war von einem "Niemand" die Rede, also einer Person. Ich bin verwirrt. Wie geht es weiter?

Es ist überhaupt so, dass wir das ernten, was wir selber irgendwann zuvor ausgesät haben. Säen wir Zorn und Hass, werden wir das gleiche zurückbekommen. Säen wir dagegen Liebe, werden wir Liebe ernten.

Nun ja, das steht schon in der Bibel, aber niemand glaubt das so recht und richtet sich danach. Anscheinend lässt sich dieser Zusammenhang nicht unmittelbar nachweisen. Andere Kulturen haben den Begriff des Karma ins Spiel gebracht, um diese Gesetzmäßigkeiten plausibel zu machen. Mit anderen Worten: ich muss nicht unbedingt in diesem Leben die Ursache für das gelegt haben, was ich zur Zeit auszulöffeln habe. Das wissen die Autoren auch, denn sie fahren fort:

Da das Aussäen und das Ernten immer zeitversetzt erfolgen, sind die Zusammenhänge nicht ohne weiteres zu erkennen, aber sie sind vorhanden, davon sind wir überzeugt.

Gut, das überzeugt aber noch keinen Leser. Der muss das glauben. Die Autoren greifen denn auch immer wieder zum Mittel der Suggestion; ein paar Sätze weiter zum Beispiel (Seite 87):

Jeder hat doch schon festgestellt, dass er immer genau die Bücher und Informationen bekommt, die Menschen trifft, die ihm Impulse geben, immer ein kleines Stückchen weiterzukommen.

Tatsächlich? Ist das so? Ist dieses "Weiterkommen" ein Fortschritt? Oder handelt es sich um eine Spiralbewegung, oder gar eine Kreisbewegung? Geht die Reise vielleicht sogar rückwärts?

Die Autoren halten sich nicht lange mit differenzierten Betrachtungen auf, sondern verkünden wohlfeile Wahrheiten, wenn nötig, etwas abrupt:

Ach ja, und die Schuld. Dieses Thema darf hier nicht fehlen. Die Schuld ist vor langer Zeit erfunden worden, um den weltlichen und religiösen Herrschern ein Mittel in die Hand zu geben, ihre Untertanen schön klein zu halten.

Schuldgefühle bestimmen unser ganzes Leben. Wenn wir einmal schauen, wie unterschiedlich die Schuld, die Moral, die Gesetze an verschiedenen Orten der Welt aussehen, wie sie interpretiert werden, und wie unterschiedlich diese Regeln auf verschiedene Personengruppen angewendet werden, dann ist das Schuldkonstrukt schon allein deshalb fragwürdig.

Wie viele Religionen haben Gott missbraucht, nur um ihre eigene weltliche Macht zu manifestieren? Wie viel Scheinheiligkeit müssen wir noch ertragen, bis wir uns von dieser Geißel endlich lösen können?

Wir sind mittlerweile davon überzeugt, dass es in diesem Universum keine Schuld gibt, nur Aktion und Reaktion. Und die Wertung darüber ist immer abhängig vom jeweiligen Standpunkt und der Interessenslage des Beobachters.

Was haben denn nun Gott und die Religionen mit Schuld zu tun? Fehlt da nicht einfach ein Satz? Nun aber kommt endlich ein Pferd ins Spiel (Seite 88):

Wenn zum Beispiel jemand in unserer Gegenwart schlecht mit seinem Pferd umgeht, so können wir getrost davon ausgehen, dass er es einfach noch nicht besser weiß, ansonsten würde er es nicht tun. Er ist deswegen nicht schlechter als wir, denn wir sind auch nicht allwissend auf die Welt gekommen. Durch Ablehnung schaffen wir Fronten, Kluften, Hass oder Distanz. Können wir liebevoll auf einen solchen Menschen zugehen, wird er viel eher unsere Intention spüren und sich helfen lassen.

Das ist die Umsetzung des Pferdisch Prinzips.

Hm. Hier gehen wieder einige Gedanken - wenn nicht durcheinander, so doch ineinander. Es geht zu schnell, so kann man nicht argumentieren.

Es geht einfach nicht an, die Schuld als solche zu leugnen, und das mit der unwissenden Behandlung eines Pferdes zu begründen. Ein Beispiel: Gestern ging die Nachricht durch die Medien, daß eine junge Frau an ihren Kopfverletzungen gestorben ist. Der mutmaßliche Täter behauptet, daß sie sich diese selbst zugezogen habe. Er habe sie nur geschubst, sie sei unglücklich gefallen. Natürlich hat er keine Schuld. Glaubt das jemand?

Haben wir nicht gerade etwas von Saat und Ernte gelesen? Ging es da nicht um Gut und Böse? Wie unterscheidet man zwischen Gut und Böse? Ist vielleicht das Schuldbewusstsein, das Gewissen, das spezielle Instrument, das uns niemand einpflanzt (wie denn wohl auch), sondern das uns eigen ist und uns hilft, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden?

Es geht aber um Therapie, nicht um Philosophie, nicht um Religion. Und die Therapie nutzt das Pferd. Ein Beispiel (Seite 132):

Als das klappt, lasse ich die beiden vor mir her durch den Zirkel auf die andere Hand wechseln, alles während wir konzentriert zählen. Dabei ist wichtig, dass ich als zentraler Punkt, den Esther immer ansehen soll, eine ganz bestimmte Position zum Pferd einnehme, die permanent wechselt. Ansonsten würde das Prinzip nicht funktionieren. So überträgt sich ständig Esthers unbewusste Körpersprache auf das Pferd, worauf dieses spontan reagiert.
Was erreiche ich mit dem Verfahren?

Esther ist von dem Pferd abgelenkt, sie konzentriert sich auf das Zählen und auf mich. Dadurch entspannt sich die Psyche und auch die Muskulatur des Mädchens.
Dadurch bedingt kann sich auch das Pferd mental und muskulär entspannen.
Das wiederum bewirkt, dass die natürlichen Hilfen, die Esther solide erlernt hat, beim Pferd wieder Wirkung zeigen.
Dadurch hat Esther schließlich auch wieder Vertrauen zu Mandy.
Was aber das Wichtigste ist: Dadurch bekommt Esther wieder Vertrauen zu sich selbst.

Das kann ich nachvollziehen. Das ist wertvolle Arbeit, von der kann man leben. In der Vorstellung der Autoren wurde der Bezug zur Musik erwähnt, und seinen Artikel beginnt Friedhelm auf sehr ungewöhnliche Weise wie folgt:

Ich liege auf meiner Meditationsmatte, eine Klangschale auf dem Bauch, leicht und rhythmisch schlage ich die Schale an. Die Vibrationen durchdringen meinen Körper. Eine wohlige Schwere breitet sich in mir aus.

Ich vibriere von den Haarspitzen bis zu den Füßen. Ein gutes Gefühl, durchlässig zu sein. Eine solche Verfassung habe ich mir gewünscht, um diesen Artikel anzufangen. Ich denke an das, was mir wichtig geworden ist zu sagen.

So ungefähr muss man sich wohl die Klangtherapie vorstellen, die Friedhelm anbietet. Ohne Worte, ohne Reflexion, ohne Theorie, ganz Wirkung.

Friedhelm und Christine sind flexibel. Sie stellen sich auf die Menschen ein, die mit ihren Schwierigkeiten zu ihnen kommen, und sie reagieren darauf aufgrund der Erfahrungen, die sie mit ihren eigenen Schwierigkeiten gemacht haben. Ich glaube ihnen gern, daß sie großen Erfolg haben.

Wer erfahren will, ob die beiden etwas für ihn oder sie tun können, sollte sich dieses Buch besorgen und sorgfältig durchlesen. Friedhelm und Christine zeigen sich darin so deutlich, wie man es selten oder nie erlebt. Ob nun die Philosophie ausgereift ist oder die religiösen Gedanken überzeugen, ist unerheblich, solange die Therapie nachweislich wirkt.

Und selbst wenn es "nur" herkömmlicher Unterricht ist mit großartigen Ergebnissen: Wer wollte da nicht profitieren? Es muss ja nicht immer gleich Therapie sein.

Auf der anderen Seite begrüße ich dieses Buch als das erste, das ich kennenlerne, das wirklich ernst macht mit dem abgedroschenen Thema "Persönlichkeitsentwicklung". Friedhelm und Christine greifen den Stier bei den Hörnern und sind entschlossen, nicht eher loszulassen, bis er gezähmt ist. Ich bin gespannt auf die nächsten Bücher und Neuigkeiten. Es bleibt bestimmt aufregend.

Aber ich fürchte, die meisten Menschen sind gar nicht daran interessiert, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Die anderen jedoch können von Glück sagen, daß die Pohls ihre Dienste hierzulande zur Verfügung stellen. Therapie, Unterricht - das bleibt ein zeitintensives Unternehmen. Allzu viele Leute können ohnehin nicht in den Genuss kommen. Die anderen müssen sich mit dem Buch begnügen. Ich freue mich, daß es zu haben ist.

Im Zusammenhang mit der Diskussion der letzten Wochen möchte ich noch das Kapitel "Steuern wie von Zauberhand und Tempokontrolle ohne Zügeleinwirkung" erwähnen. Für diejenigen Leser, die mehr an Pferdethemen interessiert sind, empfehle ich den Tipp dieser Woche (Gegendruck). Dort zitierte ich zum Thema "Zügeleinwirkung" und "Schenkeldruck". Das ist aber nur ein kurzer Auszug aus der Fülle interessanter Gedanken und Einsichten, die hoffentlich die Pferdeszene reichhaltig befruchten.


erschienen 03.08.03




Siehe auch die folgenden Rezensionen:
Ausgabe 369, Pohl, Christine und Friedhelm:  Das Pferdisch Prinzip - Bodenarbeit, Respekt - Vertrauen - Balance
Ausgabe 421, Pohl, Christine und Friedhelm:  Ausbildung & Korrektur, Das Pferdisch Prinzip, Kommunikation statt Konditionierung
Ausgabe 422, Pohl, Christine und Friedhelm:  Das Pferdisch Prinzip, Neue Wege im Umgang mit Pferden und Menschen


· Siehe auch  Tipp 227



Pohl, Christine und Friedhelm

Das Pferdisch Prinzip
Neue Wege im Umgang mit Pferden und Menschen

145 Seiten, broschiert
2003, Warendorf · Christine & Friedhelm Pohl

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