Angebot für Kalenderwoche 06-04
| | Eine Klassenlehrerin bedankt sich | | |
Liebe Lehrer, liebe Eltern, liebe Kinder!
Wenn Kinder auf Klassenreise gehen, ist das natürlich immer aufregend und ereignisreich. Aber nicht jede Klassenfahrt beschäftigt die Kinder so nachdrücklich wie ein Aufenthalt auf einem Reiterhotel. Das liegt natürlich an den Pferden. Tiere sind für Kinder ganz allgemein wichtig, und viele Kinder haben das Glück, sich um ein Haustier kümmern zu können.
Der Kontakt mit Tieren hat seinen eigenen pädagogischen Wert, den man kaum missen möchte, wäre er nicht mit ganz spezifischen Kosten verbunden, die in vielen Fällen untragbar sind. Da stellt sich zum Beispiel das Problem der Haltung. Auf dem Lande normalerweise kein Problem, in einer Stadt in der Regel aber sehr wohl. Mäuse, Schildkröten, Fische und Hamster sind unproblematisch - sie müssen nicht ausgeführt werden. Mit Katzen ist das schon etwas schwieriger, aber es gibt ja zum Glück Hauskatzen, die gar nicht auf Tour gehen wollen. Mit einem Hund ist das nicht möglich, da muß man schon rauskönnen und geeignete Strecken vor der Haustür haben.
Bei einem Pferd wird man gar nicht erst daran denken, es im Hause halten zu wollen, obwohl es inzwischen auch entsprechende Züchtungen von Pferden für die Haltung im Haushalt gibt und diese Minipferde sich als Begleiter von Blinden sogar besser bewährt haben sollen als Blindenhunde. Damit stellen sich für eine Familie in der Stadt ganz andere Probleme. Man wird in der Regel aufs Land zu einem Reiterhof hinausfahren müssen und schon das wird für viele Familien eine unüberwindbare Hürde sein. Damit sind aber die Träume vom Pferd keineswegs aus der Welt.
Selbstverständlich stehen wir als Reiterhof und Hotelrestaurant jederzeit zur Verfügung, wenn es darum geht, Träume in der Realität umzusetzen. Eine Individualreise kommt aber ebenfalls oft nicht in Frage. Gut, daß wir auf Klassenreise eingerichtet sind. Bis zu 90 Personen können wir aufnehmen. Damit ist es nicht nur möglich, Träume wahr werden zu lassen, sondern auch solchen Kindern Erfahrungen zu vermitteln, die zunächst gar nicht danach verlangen.
Das muß nicht heißen, daß diese Kinder nicht ebenfalls von Tieren geträumt hätten, aber vielleicht haben sie sich diese Träume schon längst abgeschminkt und als unrealistisch und unrealisierbar abgetan und desto weniger davon zu träumen gewagt, je heißer diese Träume einmal geträumt wurden. Nicht umsonst hat der Teddybär eine so überwältigende Karriere hinlegen können - der Teddy ist die bestmögliche Annäherung an ein lebendiges Kuscheltier.
Als Pädagoge kann man also beim Kind ein grundlegendes Interesse am Tier voraussetzen, ausgesprochen oder nicht. Freilich hat ein Pferd und auch ein Pony eine durchaus beeindruckende Größe, die sogar bei manchem Erwachsenen Furcht auslöst. Dabei sind Pferde normalerweise viel friedlicher und berechenbarer als Hunde. Pferde eignen sich daher als Übungsobjekt wesentlich besser - falls Sie sich schon einmal gefragt haben, warum es keinen Hundehof gibt, hier liegt vermutlich die Antwort.
Selbstverständlich gibt es auch schwierige Pferde, aber die werden Sie bei uns nicht finden. Die Begegnung zwischen den Kindern und den Pferden verläuft völlig unproblematisch. Als Pädagoge können Sie sich ganz im Hintergrund halten und Ihre Kinder aus einem völlig neuen Blickwinkel beobachten und erfahren. Pädagogische Arbeit gewinnt so eine völlig neue Dimension.
Übrigens werden Pferde, auch im Gegensatz zu Hunden, sehr intensiv in der Therapie eingesetzt, und zwar nicht nur in der Therapie mit kranken Kindern und Erwachsenen, sondern auch zur therapeutischen Zwecken mit schwierigen oder normalen Kindern. Es gibt im ganzen Lande viele Institutionen, die Pferde in der vielfältigsten Weise therapeutisch einsetzen. Darüberhinaus sind die diversen sportlichen Angebote mit Pferden natürlich ebenfalls pädagogisch äußerst wertvoll und wirksam.
Deshalb verwundert es nicht, daß immer wieder auch vom Einsatz des Pferdes im Unterricht gesprochen wird. Abgesehen von einem Internatsgymnasium gibt es aber keine Umsetzung hierzulande; vermutlich scheitert es regelmäßig an den Kosten. Bleibt der Einsatz des Pferdes auf Klassenfahrt. Das ist kein Thema - die Kosten halten sich in Grenzen, der organisatorische Aufwand ist vergleichbar mit dem einer jeden anderen Klassenfahrt, und der pädagogische Einsatz und die Verantwortung sind sogar geringer, da unser Team gewissermaßen einspringt und sich vollständig um die Kinder kümmert.
Man darf von vornherein davon ausgehen, daß diese Klassenfahrt nicht eine unter vielen sein wird, sondern den Kindern, möglicherweise ein Leben lang, im Gedächtnis bleiben wird. Sie wird in den Schulalltag ausstrahlen und könnte vielleicht auch von daher für den pädagogischen Alltag langfristig wirksam sein. Der Dankesbrief dieser Woche dient gewissermaßen als Beweis.
Sollten Sie eine solche Klassenfahrt bei uns durchführen wollen, setzen Sie sich am besten langfristig mit uns in Verbindung, da wir aufgrund unsere langjährigen Erfahrung und Reputation meistens kurzfristig keine Termine mehr frei haben.
Ihre Familie Vox
| | Aus unserem Ordner mit Dankesbriefen | | |
| Dortmund, den 1.10.00 Liebe Frau Vox,
in der Zeit vom 4.9. bis zum 8.9. haben wir bei Ihnen schöne Tage verbracht. Die Kinder waren so begeistert, daß im Laufe der Zeit diese Briefe entstanden sind. Ich schicke sie Ihnen mit einem herzlichen Dankeschön und lieben Grüßen. gez. Mechthild Kahn Klassenlehrerin |
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