Angebot für Kalenderwoche 06-11

| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | |
| Was darf Werbung kosten? Über das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag | | |
Gute Frage! Werbung soll ja was einbringen. Man wirbt nicht, um Geld zu verlieren. Da aber ohne Werbung die Geschäfte meistens nicht besonders gut laufen, muß man sich um den Kunden bemühen. Diese Bemühung soll und muß Früchte tragen.
Es ist also der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag zu betrachten. Nehmen wir an, wir geben einen Euro für Werbung aus und machen drei Euro Umsatz. Bei zwei Euro Kosten bleibt ein Euro übrig, den wir bereits für die Werbung ausgegeben haben. In diesem Fall hätten wir lieber Däumchen drehen sollen.
Geben wir hingegen 100 EUR für Werbung aus und machen 1000 EUR Umsatz, so bleiben bei den soeben angenommenen zwei Drittel Kosten immerhin 234 EUR übrig, für die es sich vielleicht gelohnt hat, aufzustehen.
Was will ich damit sagen? Werbung heißt auch, lieber eher zu klotzen als zu kleckern. Nicht umsonst ist die Rede vom Marktschreier. Da bläht sich jemand auf, da macht sich jemand groß, da macht jemand mächtig was her, damit er auffällt und nicht übersehen wird. Er muß die Aufmerksamkeit des Publikums überhaupt erst erringen, bevor er eine Chance bekommt.
Es hat aber natürlich auch keinen Sinn, dort groß rumzutönen, wo niemand zuhört. Man muß schon auftreten, wo das Publikum zu finden ist. Das richtige Publikum, versteht sich. Ist das Internet ein Ort, wo es sich lohnt, Wirbel zu erzeugen? Aber ja! Im Internet tummeln sich die cleveren Leute, Leute von heute, anspruchsvoll, kurzentschlossen, qualitätsbewußt, intelligent - das Internet ist heißes Pflaster.
Was kostet Werbung im Internet? Das kommt darauf an. Beim Spiegel ist Werbung vergleichsweise teuer. Bei Google kann man klein einsteigen, die Kosten können aber schnell mächtig aus dem Ruder laufen. Bei der Pferdezeitung kann man klein anfangen und dann intelligent einsteigen. Oder gleich Nägel mit Köpfen machen.
Wußten Sie, daß Messeseiten Hunderttausende von Malen im Monat beworben werden, ohne daß Zusatzkosten anfallen? Der Preis für eine Werbeeinheit ist somit gar nicht auszurechnen. Gut für die Aufwands-/Ertragsrechnung. Da kann man gar nicht schief liegen. Beim Spiegel muß man dafür schon richtiges Geld hinlegen. Ok, wir sind nicht der Spiegel. Wir sind die Pferdezeitung.
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