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| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | |
| Was weiß Google über Sie? Über die Präsenz in Suchmaschinen | | |
Das Internet ist eine große Auskunftsmaschine. Wer damit umgehen kann, erschließt sich mehr Informationen in kürzere Zeit als mit jeder anderen Technologie. Deshalb ist heute praktisch jedes Unternehmen im Internet vertreten und bietet dort seine Informationen an.
Das ist gut für Sie, reicht aber nicht aus. Denn diese Informationen können ja nur dann den Informationssuchenden erreichen, wenn dieser Ihre Internetpräsenz auch findet. Das ist gar nicht so einfach.
Denn wenn Sie zum Beispiel in einer Fachzeitschrift werben und dort Ihre Internet-Adresse veröffentlichen, steht diese Informationen gewissermaßen an der falschen Stelle. Denn wer das Magazin liest, sitzt nicht am Computer, und wenn dieser dann am Computer sitzt, erinnert er sich vermutlich nicht genau an die Internet-Adresse.
Also befragt er eine Suchmaschine - selbstverständlich. Und dort soll Ihr Unternehmen natürlich gefunden werden. Aber nicht nur, wenn jemand gezielt nach Ihrem Unternehmen sucht, sondern auch bei der Suche nach Begriffen, für die sich Ihr Unternehmen zuständig fühlt. Das alles ist Ihnen sicher nicht neu.
Haben Sie sich aber schon einmal gefragt, was Suchmaschinen über Ihre Internetpräsenz wissen? Denn wenn diese über Sie Auskunft geben sollen, müssen sie erst einmal Kenntnis davon haben. Es geht hier nicht darum, daß die Suchmaschinen Ihre Internetpräsenz überhaupt entdeckt haben müssen. Das ist die Voraussetzung. Es geht um die Frage: Was kann die Suchmaschine dann über Ihre Internetpräsenz herausfinden?
Diese Frage ist keineswegs akademisch. Neulich hat mir jemand erklärt, daß die Geschäfte in seiner Branche inzwischen so schlecht geworden sind, daß niemand mehr die kostspielige Werbung schalten kann, die früher üblich war. Also beschränkt er sich auf ganz kleine Anzeigen mit seiner Internet-Adresse; die Internetpräsenz soll und muß es richten. Tut sie das? Kann sie das? Mal sehen.
Ich habe Google gefragt, was dort über diese Internetpräsenz bekannt ist. Die Antwort war einfach: Genau eine Seite. Nämlich die Eingangsseite. Und auf der betreffenden Eingangsseite stehen genau zwei Sätze. Google kennt also genau diese beiden Sätze über dieses Unternehmen. Mehr nicht. Fatal.
Dieses Unternehmen war bis vor kurzem in der Online-Messe der Pferdezeitung vertreten. Wenn man nun fragt, was Google über dieses Unternehmen in Bezug auf die Pferdezeitung kennt, sieht das Bild ganz anders aus: sage und schreibe über 26.000 unterschiedliche Seiten mit Bezug auf dieses Unternehmen sind Google bekannt. Allen voran natürlich die einzelnen Seiten der Originalpräsenz, wie sie zunächst in der Pferdemesse gespiegelt wird.
Denn das ist ja das Prinzip der Messe: Die Informationen dort zeigen, wo die Interessenten sind. Und die Pferdezeitung macht die Tore weit auf für Suchmaschinen. Was hier präsentiert wird, wird auch gefunden. Aber dann noch alle möglichen anderen Seiten der Pferdezeitung, auf denen für diese Messeseite Werbung gemacht worden ist gerade in dem Moment, als Google vorbeikam - und Google kommt oft vorbei, weil die Inhalte der Pferdezeitung einer starken Entwicklung unterliegen.
Die Teilnahme an der Online-Messe der Pferdezeitung rechtfertigt sich aus dieser Sicht von selbst. Bleibt die Frage, welche Fehler im Design der Internetpräsenz des Kunden gemacht worden sind, so daß Google die Originalseite gar nicht betreten konnte. Für mich war die Antwort einfach. Ein ganz klarer Kunstfehler.
Für den Inhaber des Unternehmens ist diese Erkenntnis etwas bitter, denn der Webdesigner ist sein Sohn, und der sollte eigentlich sein Handwerk gelernt haben. Aber es kam noch schlimmer. Bei genauer Betrachtung wurden dort so gravierende Fehler gemacht, daß ich als Fachmann nur den Kopf schütteln kann. Aber das geht mich natürlich gar nichts an. Und deshalb rede ich auch nicht darüber. Es ist nicht mein Problem.
Zurück zu Ihnen: Wissen Sie, wie Sie herausbekommen können, was Google über Sie weiß?
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