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Mitteilung 11915


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November 2008
Mitteilung    11915 vom 12.11.08 Jugend Warendorf
FN-Abt. Öffentlichkeitsarbeit Uta Helkenberg 02581/6362-190   E-Mail » Internet
 

Jugend

Fachbeirat Ponyreiten

Letzte Sitzung in Warendorf / Bundeskader Ponyreiten berufen

Warendorf/Saarbrücken (fn-press). Anfang November hat sich der Fachbeirat Ponyreiten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) unter der Leitung von Sprecherin Sonja Ellerbrock (Kayhude) zu seiner letzten Sitzung in Warendorf getroffen. Mit der Änderung der Jugendordnung im Rahmen des Bundesjugendausschusses wurde der Fachbeirat als eigenständiges Gremium abgeschafft. Künftig wird der Ponysport durch je einen Vertreter der drei Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit innerhalb der Bundesjugendleitung repräsentiert. Nicht mehr zu Wahl dafür stellte sich Klaus Gosch (Tammingaburg), der dem Fachbeirat über 16 Jahre lang angehörte. Seinem Engagement ist unter anderem die Einführung der Bundes-Ponyspiele zu verdanken, die seit 1994 parallel zur Goldenen Schärpe der Ponyreiter mit bundesweiter Beteiligung ausgetragen werden. In den letzen acht Jahren vertrat Gosch darüber hinaus die Disziplin Springen im Fachbeirat. Ebenfalls auf eine weitere Kandidatur verzichtete Gunter Schöniger (Lengenfeld), dessen Ressort in den letzten beiden Jahren die Ponyvielseitigkeit gewesen war.

Als eine seiner letzten Amtshandlungen berief der Fachbeirat den D/C-Kader Ponyreiter für das kommende Jahr.

Dressur: Theresa Bausch (Aachen/RHL) mit Dornik-Double, Victoria Braun (Tönisvorst/RHL) mit Voyager, Carlotta Hassenbürger (Hagen/WEF) mit Dulcia, Florine Kienbaum (Gummersbach/RHL) mit Donnertraum und Going East, Bianca Nowag (Ostbevern/WEF) mit Der feine Lord, Sönke Rothenberger (Bad Homburg/HES) mit Deinhard B und Wimbledon, Katharina Weychert (Bad Windsheim(BAD) mit Derano Gold und Dornik B.

Springen: Lea Clausen (Mildstedt/SHO) mit Celina, Laura Klaphake (Steinfeld/WES) mit Jerome und Pepper Ann, Victoria Klatte (Lastrup/WES) mit Nightgirl, Katharina Knoop (Hoogstede/WES) mit Melbourne, Kaya Lüthi (Aach/BAW) mit Karwin, Kim Lüthi (Aach/BAW) mit Ivy du Chateau sowie Maurice Tebbel (Emsbüren/WES) mit Patty und Giovanni.

Vielseitigkeit: Nina Stegemann (Westbevern/WEF) mit Mr. Hale Bob.                       Hb

FN-Jugendausschuss

Heidi van Thiel zur Bundesjugendwartin gewählt

Saarbrücken (fn-press). Die Änderung der Jugendordnung, die Neuwahlen der Bundesjugendleitung, der Rückblick auf die vergangene Legislaturperiode und eine Vorschau auf die Zukunft − mit diesen Themen hat sich jetzt der Jugendausschuss der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bei seiner Jahrestagung in Saarbrücken befasst. Nach fünfjähriger Amtszeit stellte sich der bisherige Bundesjugendwart Rolf Schmidt (Feldatal) nicht mehr zur Wahl. Zu seiner Nachfolgerin wurde Heidi van Thiel (Essen) gewählt, die künftig einer aus zehn Personen bestehenden Bundesjugendleitung vorsitzen wird. Als Stellvertreterin wurde die bisherige Sprecherin des bisherigen FN-Fachbeirats Ponyreiten, Sonja Ellerbrock (Kayhude), berufen.

Der Neuwahl ging eine Änderung der Jugendordnung voran. Als wesentliche Neuerung sah diese die Abschaffung des bislang eigenständigen Ponyfachbeirats und dessen Integration in die Bundesjugendleitung vor. Die Belange des Ponysports in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit werden in der kommenden Legislaturperiode durch Sonja Ellerbrock, Jan Huster-Klatte (Lastrup) und Franz-Josef Münker (Meerbusch) vertreten. Mit überwältigender Mehrheit wurde außerdem der Berufung zweier gleichberechtigter Bundesjugendsprecher in der Bundesjugendleitung zugestimmt und in der Jugendordnung verankert. Aus dem Kreis der Landesjugendsprecher wurden für diese Positionen Juliane Schulz (Berlin) für vier Jahre und Heinke Schäffer (Hamburg) für zwei Jahre gewählt und von den Delegierten der Landesverbände bestätigt. "Durch die zeitversetzte Wahl soll gewährleistet sein, dass künftig immer ein erfahrener Jugendsprecher mit einem jüngeren Jugendsprecher zusammenarbeitet," so die Begründung.

In seiner Abschlussrede erinnerte der scheidende Bundesjugendwart Rolf Schmidt an die zurückliegende Legislaturperiode, die zunächst mit einer Klausurtagung des damals neu gewählten Bundesjugendleitung begonnen hatte. "Frei von der Alltagsarbeit haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir die Jugendarbeit im Verband gestalten wollen. Wir haben die Aufgaben in der Jugendleitung verteilt, uns Ziele gesteckt und dann regelmäßig überprüft, wie weit wir gekommen sind", sagte Schmidt. Vor eine besondere Herausforderung stellte das neu gewählte Gremium damals das Thema Allgemeine Jugendarbeit. "Als wir angefangen haben, wussten wir gar nicht so recht, was sich dahinter verbirgt", so Schmidt schmunzelnd. Dass es inzwischen eine intensive Zusammenarbeit mit der Deutschen Sportjugend (dsj) gibt, ein eigener Arbeitskreis für eine Weiterentwicklung der Allgemeinen Jugendarbeit über die rein sportlichen Aktivitäten des Verbandes hinaus sorgt und die Jugendsprecher zu einem erfolgreichen und schlagkräftigen "Juniorteam" zusammengewachsen sind, ist vor allem der Verdienst von Beate Schubert-Steen (Hamburg). Sie hatte vier Jahre zuvor mit Übernahme dieses Ressorts Neuland betreten und machte dieses zu einem florierenden Bestandteil der Jugendarbeit innerhalb der FN. Aus persönlichen Gründen verzichtete die 55-jährige Landesjugendwartin Hamburgs allerdings auf eine erneute Kandidatur. Ihren Aufgabenbereich wird künftig der hessische Pferdewirtschaftsmeister Knut Danzberg (Nidda) übernehmen.

Aber auch in den sportlichen Disziplinen wurden in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht. Allen voran im Voltigieren, in dem sich in den vergangenen Jahren Tiefgreifendes verändert hat. So grenzen sich im Turniersport mittlerweile der Leistungssport und der Jugendleistungssport voneinander ab. Dies geht soweit, dass es eine eigene Europameisterschaft für Junioren im Gruppen- und Einzelvoltigieren gibt. Zu erwähnen ist sicherlich auch die Reduzierung der Anzahl der Gruppenmitglieder und eine Angleichung der Klassenbezeichnungen analog zu den olympischen Pferdesportdisziplinen.

"Es war meist leichter, im Leistungssport Entscheidungen zu fällen als im Basisbereich", sagte Rolf Schmidt. "Beispiele wie die Einführung der Goldenen Schärpe für Pferde oder auch die Veränderungen bei den Bundesponyspielen haben dazu beigetragen, dass neue Kinder und Jugendliche den Weg zu unserem Sport gefunden haben. Und das ist wichtig", sagte Schmidt und leitete damit zu einer weiteren Herausforderung über, der sich die Bundesjugendleitung in den vergangenen vier Jahren immer wieder gestellt hat. Der Gewinnung von Nachwuchsreitern, sei es über die Schule oder neue Wege im Vereinssport. Aus dem Wunsch nach mehr "Jungs ans Pferd" ist inzwischen das Projekt "Investition in die Zukunft" geworden, das sich einer positive Mitgliederentwicklung im gesamten Pferdesport verschrieben hat und in Saarbrücken gemeinsam von Maria Schierhölter-Otte und Thomas Ungruhe, den Leitern der FN-Abteilungen Jugend beziehungsweise Vereine und Betriebe vorgestellt wurde.                                                                                             Hb

FN-Jugendausschuss

Neues aus den Disziplinen

Saarbrücken (fn-press). Ein Blick zurück auf die vergangene Saison und die Planung des kommenden Sportjahres − auch diese Punkte stehen regelmäßig auf der Tagesordnung der Jugendausschuss-Sitzung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), zu der in diesem Jahr der Pferdesportverband Saar nach Saarbrücken eingeladen hatte.

In ihren Ausführungen ließen die Bundestrainer der verschiedenen Disziplinen das zurückliegende Jahr noch einmal Revue passieren, stellten Sichtungswege und Pläne für das Jahr 2009 vor und sprachen Empfehlungen für die Jugendarbeit in den Landesverbänden aus. Vielen ihrer Trainerkollegen aus dem Herzen sprach dabei Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern), die sich im Zusammenhang mit dem Bundesnachwuchschampionat der Ponydressurreiter für eine sorgfältigere Grundausbildung des Reiternachwuchses aussprach. "Wenig erfreulich war es, dass die Kinder zum Teil einfach schlecht vorbereitet nach Warendorf zum Auswahllehrgang kamen. Das hat mit Talent nichts zu tun", sagte Endres. "Überhaupt: Wir suchen immer nach Talenten und verschwenden darauf viel Energie, statt aus den Reitern mehr zu machen, die wir haben. Talente aber werden nicht auf L-Niveau geboren, auch wenn das für uns schön bequem wäre. Wir müssen weiter unten gucken. Um erfolgreich zu sein, braucht es mehr als nur Talent. Ebenso wichtig sind Fleiß, Ehrgeiz, Disziplin, Biss und vor allem eine gute Ausbildung."

Über eine neue Altersklasse berichtete Springtrainer Lars Meyer zu Bexten (Herford). So finden vom 24. bis 26. Juli im belgischen Moorsele die dritten Springreiter-Europameisterschaften in der Altersklasse "Children" − Kinder zwischen zwölf und 14 Jahren auf Pferden − statt, die erstmals mit einer deutschen Mannschaft beschickt werden sollen. Die Suche nach potenziellen EM-Teilnehmern beginnt bereits mit den Sichtungsturnieren für das Bundesnachwuchschampionat der Springreiter, darüber hinaus können die Landesverbände geeignete Kandidaten zu den Osterlehrgängen entsenden. Als offizielle Sichtungsprüfungen für das Europachampionat wurden bisher die Turniere in Freudenberg/Westfalen (18. bis 21. Juni) und Neubeeren/Berlin-Brandenburg (25. bis 28. Juni) angesetzt. Die EM-Teilnehmer werden dann in einen neu zu gründenden Kader aufgenommen und bereiten sich in Warendorf in einem Lehrgang auf ihren Einsatz in Belgien vor. "Nachdem wir die Entwicklung zwei Jahre lang beobachtet haben, haben sich die Bundes- und Landestrainer dafür ausgesprochen, auch in diese Altersklasse einzusteigen. Es besteht sonst schnell die Gefahr, dass wir den Anschluss verlieren", erläuterte Meyer zu Bexten. So stellten im vergangenen Jahr bereits zwölf Nationen ein Team.

Über eine neue nationale Prüfung berichtete Bundestrainer Fritz Lutter (Warendorf). So wird es auch für "seine" Pony-Vielseitigkeitsreiter im kommenden Jahr erstmals einen Preis der Besten geben, der gemeinsam mit den übrigen Disziplinen und Altersklassen vom 15. bis 17. Mai in Warendorf stattfinden soll. Des Weiteren einigte sich der Jugendausschuss darauf, ab dem kommenden Jahr auch bei der Goldenen Schärpe eine Einzelwertung zuzulassen. Bisher hatte es bei dieser Veranstaltung offiziell nur eine Mannschaftswertung gegeben. Um mehr Kinder und Jugendliche für die Vielseitigkeit zu gewinnen, hat der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) eine Nachwuchsoffensive gestartet. Dazu gehört auch die gezielte Ansprache von Nachwuchsreitern mit Erfolgen in Dressur und Springen bis Klasse L. In diesen Zusammenhang passte auch der Antrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteins, künftig für das Bundesnachwuchschampionat in Warendorf alle Reiter mit den Leistungsklassen V4 bis V6 zuzulassen, unabhängig von den Leistungsklassen in anderen Disziplinen.

Als Gastreferent berichtete Rudolf Temporini (Lautertal) über die Entwicklungen im Jugendfahrsport. "Wir sind ein Baby, was den Nachwuchssport und seine Strukturen im Vergleich zu den anderen Pferdesportdisziplinen angeht", kennzeichnete Temporini die aktuelle Situation im Jugendfahrsport. Er betonte aber, dass der Wegfall der unteren Altersgrenze ein wichtiger Schritt gewesen sei, um junge Fahrer an den Sport heranzuführen. Zur Zeit seien es etwa 500 Jugendliche, die als Turnierfahrer bundesweit unterwegs sind. Im Gegensatz zu den anderen Pferdesportdisziplinen, wo Jungen "Mangelware" seien, könnte sich der Fahrsport über fehlenden männlichen Nachwuchs nicht beklagen. "Vor allem der Marathon scheint der Denkweise der Jungen zu entsprechen", so Temporini. Der Fahrsportexperte zögerte aber nicht, die Probleme in dieser komplexen Disziplin zu benennen: "Ein Problem ist unter anderem, dass die Fahrausbildung selten in Vereinen stattfindet, sondern fast ausschließlich in Fahrausbildungsställen vollzogen wird." In diesem Zusammenhang verwies er auf die hohen Zutrittsbarrieren, die insbesondere in den hohen Kosten und der Logistik begründet liegen. Als Ziel fasste er für die Zukunft Ländervergleichswettkämpfe für jugendliche Fahrer ins Auge, am liebsten eine deutsche Jugendmeisterschaft.                                                                                                                                    Hb/dp

FN-Schulsporttagung in Hessen

Hessisches Modell regt zur Nachahmung an

Bruchköbel (fn-press). Das hessische Talentförderungsprogramm für Schüler stand im Mittelpunkt der Schulsporttagung 2008 der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). 61 Lehrer, Pädagogen und Schulsportbeauftragte aus ganz Deutschland verfolgten in Bruchköbel die Vorstellung des bundesweit einmaligen Landesprogrammes "Talentsuche − Talentförderung" des hessischen Kultusministeriums in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und dem hessischen Reit- und Fahrverband, mit dem Nachwuchssportler, darunter auch Reiter, ab der fünften Klasse unter der Leitung von Lehrer-Trainern an den Leistungssport herangeführt werden sollen.

"Das Programm wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen und hat schon erstaunliche Fortschritte gemacht", sagte Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend. So können die Schüler von Lehrerin und Projektleiterin Annette Reichelt (Schöneck) bereits beachtliche Erfolge aufweisen. Wie es zu diesem Projekt kam, schilderte Felix Weilbächer, Schulamtsdirektor und Schulsportrat vom Staatlichen Schulamt in Hanau. Standort des Projekts ist die Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bruchköbel, der Reitunterricht findet − wie auch der praktische Teil der Schulsporttagung − auf der Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Rossdorf statt. Hier demonstrierten die Mitglieder der Talentfördergruppe auch ihr Können unter der Leitung von Annette Reichelt und Pferdewirtschaftsmeister Rolf Petruschke (Hohenahr), ehemaliger Ausbildungsleiter am Landgestüt Dillenburg. "Ein nachahmenswertes Projekt" − so der Tenor der Teilnehmer.

In einem zweiten Teil der Tagung verriet Claudia Elsner (Recklinghausen), Mitglied im FN-Arbeitskreis Schulsport, was sich in der 2010 neu erscheinenden Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) im Bereich Schulsport ändern wird. So wird der separate Ausbildungsgang zum Trainer C Schulsport wegfallen und durch ein eigenes Modul zum Trainer C Basissport für die Zielgruppe "Lehrer". In der abschließenden Aussprache unter der Leitung von Georg Schäfer (Alsfeld), ging es vor allem um Erfahrungen aus der Praxis. Hier stellten sowohl die Aktiven aus der Talentfördergruppe, als auch verschiedene Vereine und Betriebe ihre Schulsportkooperationsmodelle vor.      Hb


 

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