| | Verband und Veranstalter intensivieren Kampf gegen Doping | | | Warendorf (fn-press). Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat in Zusammenarbeit mit den führenden Turnierveranstaltern in Deutschland, eine Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen Doping im Pferdesport vereinbart. Anlass der Verschärfung waren die jüngsten Fälle unerlaubter Medikationen beziehungsweise Dopingfälle bei den Olympischen Spielen in Hongkong. Vier Springpferde wurden auf die im Wettkampf verbotene Substanz Capsaicin positiv getestet. Unter ihnen auch der deutsche Schimmelwallach Cöster, geritten von Christian Ahlmann (Marl). Im Rahmen eines Treffens in Hamburg haben sich der deutsche Dachverband der Reiter und die Turnierveranstalter auf folgende Maßnahmen geeinigt: Ab sofort wird die Anzahl der Dopingproben bei den führenden Veranstaltungen in hoch dotierten Prüfungen angehoben. Zudem erhöhen die Veranstalter die Anzahl an Pferdekontrollen während des Turniers. Bereits bei den anstehenden Turnieren in Münster, Paderborn und Hannover sollen diese Maßnahmen eingesetzt werden. "Nirgendwo in der Welt sind die Dopingvorkehrungen so scharf wie in Deutschland, allerdings ist unser Netz noch nicht engmaschig genug", sagte der FN-Generalsekretär, Dr. Hanfried Haring, der den Anti-Doping-Pakt begrüßte. Auch das FN-Präsidium verabschiedet in seiner nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss, der weitere Maßnahmen im Kampf gegen Doping zur Folge hat. "Diese Bestimmungen greifen solange, bis die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) zusätzliche Schritte gegen Doping beschlossen hat", so Haring weiter. Bereits jetzt hat die FEI die Umsetzung eines Verfahrens angekündigt, um gerade Manipulationen an Pferdbeinen besser nachweisen zu können. Mittels Thermografie, also einer Wärmekamera, möchte die FEI dem Missbrauch verbotener Substanzen sowie unerlaubter Einwirkungen am Pferdebein aufdecken. Voraussichtlich soll die Thermografie bereits Anfang kommenden Jahres eingesetzt werden. |
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