Fahren CAI-W Leipzig Schweizer Würgler siegt bei den Vierspännern; Sandmann auf Platz vier Leipzig (fn-press). Vierspännerfahrer Christoph Sandmann (Lähden) hat beim Weltcupturnier in Leipzig Platz vier belegt und verpasste damit knapp die Siegerrunde der besten drei Gespanne. Die sechste und damit vorletzte Qualifikation vor dem Weltcupfinale in Genf vom 14. bis 18. April gewann der Schweizer Daniel Würgler in insgesamt 228,67 Sekunden. Der Schweizer erlaubte sich als einziger Fahrer in beiden Umläufen keinen Hindernisfehler. Platz zwei ging an den Niederländer Ijsbrand Chardon (235,28 Sekunden), gefolgt von Jozsef Dobrovitz (254,51) aus Ungarn als Dritter. "Im Vorjahr war ich noch Zweiter hinter Ijsbrand Chardon, in diesem Jahr haben wir die Plätze getauscht. Ich gebe zu, dass ist ein tolles Gefühl", so der glückliche Sieger. "Das ist hier ein super Turnier mit einem schweren und fairen Parcours", ergänzte er weiter. Der Niederländer Chardon ging in Leipzig mit einem neuen Gespann an den Start, das er erst vor sechs Wochen von Jozsef Dobrovitz erworben hatte. Auffällig war allerdings, dass im Viererzug lediglich drei Schimmel und ein Brauner zu finden waren. "Es ist wichtig, ein erfahrenes Pferd im Gespann zu haben, sonst wären wir hier nicht konkurrenzfähig gewesen", sagte der vierfache niederländische Weltmeister. "Im nächsten Jahr werde ich dann vier Schimmel einspannen." Ein Abwurf und damit fünf Strafsekunden verhinderten den Einzug Sandmanns in die Siegerrunde (127,62). Noch 2008 konnte sich der Lähdener in Leipzig als Weltcupsieger feiern lassen. Der vierte Platz 2010 bedeutete zugleich auch, dass Sandmann nicht am Finale in Genf teilnehmen darf und erstmals kein deutscher Fahrer beim Finale an den Start geht. "Um ganz vorne mitfahren zu können, benötigt man heutzutage ein Indoorgespann mit kleinen und schnellen Pferden. Auch ich tendiere in Zukunft zu einem Indoorgespann", sagte der zur Zeit beste deutsche Fahrer, der in der Messestadt noch mit seinem "Freiluftgespann" teilnahm. "Gerade im kommenden Jahr, in dem das Hallen-Weltcupfinale in Leipzig terminlich zu Beginn der 'Grünen Saison' liegt, benötigt man zwei unterschiedliche Gespanne." Der zweite deutsche Fahrer in Leipzig, Lokalmatador Steffen Scholz (Langenbernsdorf/160,59), landete auf Platz sieben. Vor der letzten Finalqualifikation in Bordeaux vom 5. bis 6. Februar stehen folgende Fahrer für das Finale in Genf fest: Boyd Exell (AUS/30 Punkte), Koos de Ronde (NED/24), Tomas Eriksson (SWE/20), Daniel Würgler (SUI/18) und Ijsbrand Chardon (NED/15). Der Schweizer Werner Ulrich und Jozsef Dobrovitz aus Ungarn liegen derzeit punktgleich auf Platz sechs (12 Punkte) und wetteifern in Bordeaux um den letzten Final-Startplatz. dp Jugend-Fahrsport Erstmalig Deutsche Jugend-Meisterschaften und Nachwuchschampionat Fahren Warendorf (fn-press). Für Nachwuchsfahrer bietet sich in diesem Jahr ein besonderes Saisonziel an: die ersten Deutschen Jugendmeisterschaften Fahren und das erste Bundesnachwuchschampionat. Diese beiden Veranstaltungen finden gemeinsam vom 6. bis 8. August in Viernheim in Hessen statt. "Wir freuen uns sehr, dass das alles doch so schnell geklappt hat", sagt Rudolf Temporini (Lautertal), Vertreter des Jugend-Fahrsports in der Bundesjugendleitung. Über den Winter hat er mit der Arbeitsgemeinschaft Nachwuchssport, die ein Teil des DOKR-Ausschusses Fahren ist, zusammengesessen und ein Konzept entwickelt. Genau genommen sogar zwei. Denn die Arbeitsgemeinschaft hat nicht nur die ersten Deutschen Jugendmeisterschaften Fahren für Nachwuchsfahrer unter 25 Jahren, sondern auch das erste Bundesnachwuchsschampionat Fahren für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ins Leben gerufen. "Wir erhoffen uns von den Meisterschaften, dass sie die jungen Fahrer enorm motivieren und diese so auch auf ein Saisonziel hinarbeiten können", erklärt Temporini. Die Deutschen Meisterschaften richten sich an Fahrer der Jahrgänge 1985 und jünger, die ein- oder zweispännig mit Pferden oder Ponys starten können. Sie müssen in einer Dressurprüfung, im Hindernisfahren und im Gelände der Klasse M starten. Im Rahmen der Kombinierten Wertung werden die drei Teilergebnisse zusammengerechnet, so dass am Ende Deutsche Jugend-Meister bei den Einspännern, den Zweispännern, den Pony-Einspännern und den Pony-Zweispännern feststehen. Für Nachwuchsfahrer der Jahrgänge 1994 und jünger ist das Bundesnachwuchschampionat gedacht, dass es auch bereits seit vielen Jahren in den Disziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit gibt. Die Nachwuchsfahrer können hier in den Anspannungsarten Einspänner oder Zweispänner und dann unterschieden nach Pony oder Pferd antreten. Das Bundesnachwuchschampionat besteht aus fünf Teilprüfungen. Dazu gehören Dressur, Gelände und Hindernisfahren auf dem Niveau der Klasse A. Hinzu kommen − wie auch beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit − die Teilprüfung Vormustern, bei der der Umgang mit dem Pferd beurteilt wird, und eine Theorieprüfung, bei der ein Fragebogen gelöst werden muss. Beim Nachwuchschampionat und auch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften geht es nicht nur um die Einzel-Medaillen, sondern auch um den Länderpokal. Jeder Landesverband kann eine Mannschaft, die aus drei bis vier Fahrern besteht, für die Mannschaftswertung stellen. evw |