Breitensport Bundes-Pferdefestival in Salgen Fast 70 Wettbewerbe mit dem Freizeitpartner Pferd Salgen (fn-press). Mit mehr als 700 Pferden in fast 70 verschiedenen Prüfungen präsentierte sich der Breitensport in Salgen im Unterallgäu in seiner ganzen Vielfalt. Lasso werfen, Schuhplattlern, Handpferdereiten, Mounted Games, Geschicklichkeitstest − der Art und Weise der Wettbewerbe waren keine Grenzen gesetzt, doch immer war das Pferd dabei. 2.300 Starts gab es auf dem Bundes-Pferdefestival, das nicht nur vielfältig hinsichtlich der Wettbewerbe, sondern besonders auch im Bezug auf die verschiedenen Rassen und Reitweisen war. Für Islandpferde gab es einen "Best of Dreigang", die Barockpferde zeigten eine Kür auf A-Niveau und eine Gruppe Kinder präsentierte ihre Shettys vor dem Sulky. Reiter, Fahrer, Voltigierer oder Züchter, alle kamen in Salgen zusammen. Bei dieser Breitensportveranstaltung stand der Spaß im Vordergrund, die verschiedenen Wettbewerbe vermittelten den Zuschauern einen Eindruck, wie vielseitig sich der Umgang mit dem "Freizeitpartner Pferd" gestalten lässt. Da wurden Luftballons von der Kutsche aus eingesammelt, vom Pony abgesprungen, balanciert, und wieder aufgesprungen, Geländehindernisse wurden bewältigt, Hund und Pferd gemeinsam vorgestellt und die Kleinsten zeigten, dass sie ihr Pferd führen und anbinden können. Auf neun Plätzen und in der Reithalle liefen die Wettbewerbe parallel. Auf einem der Plätze ging es auch um die Theorie. Verschiedene Fachreferenten waren nach Salgen gekommen und hielten nicht einfach Vorträge, sondern stellten anschaulich verschiedene Themen vor. Besonders viel Action gab es immer auf dem Platz, wenn Ulrike Gast (Lennestadt), Autorin des Buches "365 Ideen für den Breitensport" einige Spiele erklärte. Freiwillige Kinder, die mitmachten, waren schnell gefunden. "Ritter-Golf" war da nur eines von vielen Spielen, die die Kinder vom Pferd und von der Kutsche aus oder mit ihrem Pony an der Hand spielten. Zum Thema "Biomechanik und Physiotherapie von Pferden" zeigte Helle Kleven (Vaterstetten) im Viereck die praktische Anwendung. Auf dem Pferd Lady war mit gelber Farbe das Skelett des Tieres nachgemalt und Helle Kleven zeigte den Verlauf von Muskeln und erklärte, wie ein Pferd sich bewegt. Bei der Schau-Schleppjagd mit Meute und Jagdhornbläsern saß auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Angela Fürstin Fugger von Glött (Kirchheim), auf dem Pferd. Am Sonntag präsentierten sich im Rahmen des Schauprogramms alle Mannschaften der verschiedenen Landesverbände mit Fähnchen und Wimpeln in einer Parade dem Publikum. Die verschiedenen Landesverbände hatten Mannschaften nach Bayern geschickt und am Ende − nach der Auswertung aller Prüfungen − gewannen die Teilnehmer aus Baden-Württemberg vor Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz die Länderwertung. ew Bundes-Pferdefestival in Salgen KRV Lippstadt siegt im Deutschen Sparkassen-Quadrillen-Championat Salgen (fn-press). Zu den Höhepunkten der Bundesbreitensportveranstaltung in Salgen im Unterallgäu gehörten die Deutschen Sparkassen-Quadrillen-Championate. Der Kreisreiterverband Lippstadt siegte in beiden Prüfungen, in der Kategorie "klassisch" und in der Kategorie "Themen/Kostüm" mit dem Motto "Das Sinfonieorchester". Hier gewannen die acht Reiterinnen aus Westfalen mit ihrer Trainerin Ulrike Fromm (Erwitte) auch noch den Preis für das beste Kostüm. Die Reiterinnen vom KRV Lippstadt, die beim vorherigen Bundes-Pferdefestival in Bad Segeberg 2007 Zweite wurden, ließen in diesem Jahr der Konkurrenz keine Chance. Unter der Leitung von Ulrike Fromm präsentierten die acht Reiterinnen eine Kür mit hohem Schwierigkeitsgrad. "Sicher sitzende Reiterinnen, die schwungvoll ihre Pferde präsentierten", hieß es im Kommentar nach der Vorstellung. Nach der letzten Grußaufstellung jubelten und klatschten nicht nur die mitgereisten Lippstädter Fans lautstark. Eine 8,2 in der A-Note für die Vorstellung der Pferde und eine 9,0 in der B-Note für die Choreographie und den Schwierigkeitsgrad ergaben insgesamt die Note 8,6. Die Lippstädter Fans fielen sich in die Arme und Ulrike Fromm liefen Tränen der Erleichterung über das Gesicht. "Die Galopptour war mit sehr viel Risiko geritten und zuhause hat das längst nicht immer funktioniert, aber genau heute lief es einfach", strahlte Fromm. Besonders die sehr kleinen Figuren im Galopp hätten genau auf den Punkt geritten werden müssen. Für den KRV Lippstadt ritten Karin Büker (Lippstadt), Julia Falkner (Schwabach), Friederieke Lollies (Lippstadt), Johanna Rose (Lippstadt), Sonja Werner (Erwitte), Charlotte Untiedt (Rüthen), Simone Damm (Lippstadt) und Nicole Maaß (Soest). Unter dem Namen KRV Lippstadt haben sich Reiter aus den vier Vereinen Lippstadt, Erwitte, Geseke und Rüthen zusammengeschlossen. "Im Vergleich zum vorherigen Championat haben wir vier neue Pferde dabei und zum Teil auch neue Reiterinnen", erklärte Fromm. Auf den zweiten Platz kam das Team Bottwartal I aus Baden-Württemberg unter der Leitung von Inge Pfeiffer (Großbottwar). Diese Quadrille bestand ebenfalls aus acht Reiterinnen. Sie bekamen die Gesamtnote 8,1. Auf dem dritten Platz folgten ihre Kolleginnen vom Team Bottwartal II mit der Note 8,0. Insgesamt starteten in der Kategorie "klassisch" zehn Quadrillen. Platz vier ging an den RSV Machern aus Sachsen, Platz fünf belegte der RFV Schwabmünchen. Titelverteidiger Wesel war nicht angereist. In der Kategorie "Themen/Kostüm" hatten sich alle der insgesamt sieben Mannschaft aufwändige Kostüme einfallen lassen. So starteten die Sieger vom KRV Lippstadt unter dem Motto "Das Sinfonieorchester" und waren als Violine, Pauke, Harfe, Flügel, Posaune, Becken, Trompete oder Triangel unterwegs. Ihre Pferd trugen einen weißen Kragen mit Fliege vor Brust. Die Triangel war dabei so überdimensional groß, dass sie vom Kopf der Reiterinnen bis unter den Bauch des Pferdes ging. Mit der Gesamtnote von 9,0 gewannen sie in dieser Kategorie und nahmen den Sieg für das beste Kostüm auch mit nach Westfalen. Den zweiten Platz belegte das Team aus Bottwartal mit dem Thema "Kinowelten" und der Note 7,3. Platz drei ging ebenfalls nach Baden-Württemberg nach Tübingen-Bühl mit der Note 6,9. Zwei der vier Reiter waren als Footballer mit breiten Schulterpolstern verkleidet, die anderen beiden als Cheerleader. Den vierten Platz belegte das Friesen-Show-Team mit der Note 6,7. Platz fünf ging an die Pferdefreunde Wertachau mit der Note 6,5. ew Bundes-Pferdefestival in Salgen Tinker-Stute Shining ist Champion der Freizeitpferde Salgen (fn-press). Erstmalig gab es im Rahmen des Bundes-Pferdefestivals das Championat des Freizeitpferdes als Pilotprojekt. Junge Pferde im Alter von vier bis sieben Jahren wurden in vier verschiedenen Kategorien auf ihre Tauglichkeit als Freizeitpferde überprüft. Am Ende siegte die fünfjährige Tinker-Stute Shining aus Bayern (Vater: Tir-Na-Nog, Mutter: Sliah-Na Mban), die eine Woche zuvor bereits das Prädikat "Staatsprämienstute" erhalten hatte. Eine Dressuraufgabe, einen Fremdreitertest, einen Gruppen-Geländeritt und einen Gehorsams-Trail mussten die Pferde absolvieren. Shining und ihre Reiterin Heike Lauger (Georgensgmünd), die auch gleichzeitig die Züchterin ist, siegten am Ende mit einer Gesamtnote von 7,9. Auf den zweiten Platz kam die vierjährige Welsh Cob-Stute Epona Fiona (von Epona Pimur, Muttervater: Menai Welsh Patriot, Züchter: Bernhard Tschoepke, Schönborn) mit Ines Steidle (Neu-Bamberg) mit einer Note von 6,8. Der dritte Platz ging ebenfalls an einen Welsh Cob, an die fünfjährige Stute Timeless v. Bimberg Ivanhoe − Gerrig Brenin Balthasar (Züchter: Heiko Meinen, Apen) und der Reiterin Gabriele Mitnacht (Würzburg). Insgesamt starteten acht Pferde in dieser Prüfung. "Die Tinker-Stute ist schon im vergangenen Jahr durch ihre hervorragende Leistungsprüfung mit einer Note von 8,25 aufgefallen", sagte Claudia Sirzisko (Poing), Zuchtleiterin des Bayerischen Zuchtverbandes für Kleinpferde und Spezialrassen. Nach einer ordentlichen Vorführung in der Dressur, steigerte sich die Tinker-Stute von Teilprüfung zu Teilprüfung. Beim Fremdreitertest durch Karin Bardenbacher aus Knül in Hessen zeigte sie große Kooperationsbereitschaft. "Sie ist sehr leichtrittig trotz ihres doch eher massigen Aussehens", sagte Bardenbacher nach dem Test. Im Gelände ging Shining durch das Wasser und bewältigte auch sonst alle Hindernisse. Auch die erst vierjährige Epona Fiona zeigte besonders im Gelände sehr viel Mut. Bei der abschließenden Gehorsamsprüfung mussten die Pferde über eine schmale Holzbrücke, durch einen Vorhang aus Flatterbändern, über eine Plane und weitere Aufgaben bewältigen. Ohne Probleme löste Shining auch hier die gestellten Aufgaben. "Ein Freizeitpferd sollte von jedem zu händeln sein, deswegen ist das Championat vom Grundprinzip schon eine tolle Idee", sagte Shinings Reiterin Heike Lauger. "Aber die Anforderungen sind schon recht hoch für junge Pferde, besonders der Trail-Parcours hatte es in sich", sagte Lauger, die ganz begeistert von ihrer Stute war. "Sie hatte das alles noch nie zuvor gemacht." "So ein Wettbewerb zeigt, welche Pferde wirklich als Freizeitpferd geeignet sind, viel mehr Züchter sollten dieses Championat nutzen, um die Tauglichkeit ihrer Pferde beweisen zu können", sagte Hans-Heinrich Stien (St. Peter-Ording), der als Organisator vom Vorstand der Abteilung Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), aus Schleswig-Holstein nach Bayern gekommen war. "Man hat gesehen, dass nicht eine Rasse dominiert, alle Rassen können mitmachen", ergänzte er. ew |