Distanzreiten Deutsche Meisterschaften Belinda Hitzler gewinnt erstmals den Titel / Anne Wegner holt DJM-Gold Kreuth (fn-press). Silber und Bronze hat Belinda Hitzler (Dillingen) schon geholt, jetzt endlich glänzt die Medaille golden. Im ostbayerischen Kreuth wurde die seit vielen Jahren auch international erfolgreiche Reiterin Mitte August neue Deutsche Meisterin der Distanzreiter. Mit ihrem Araber Shagar ritt sie die 160 Kilometer lange Strecke in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,518 Stundenkilometern (Reitzeit neun Stunden, 41 Minuten und 12 Sekunden) und erhielt den bei Distanzreitern begehrten Konditionspreis. Nur etwas über drei Minuten trennten Hitzler von einem Doppelsieg, denn die DM war als internationaler Ritt (CEI***) ausgeschrieben. Den gewann der Schweizer Urs Wenger mit Cadour d´Alsace (09:37:47/16,615). Den Vizetitel holte sich Marianne Hähnel (Falkenstein) mit Baida in Nahar (10:08:44/15,770). Die Deutsche Meisterin von 2004 setzte sich in einem Finish um ein paar Pferdelängen gegen die Schweizerin Veronika Münger mit Magdan Tihama durch (10:08:46/15,770). Auch die Jugendlichen ermittelten in Kreuth ihren Deutschen Meister. Überraschend, weil eher unbekannt, stürmte eine junge Nachwuchsreiterin aus Göttingen an die Spitze. Anne Wegner ritt die 120 Kilometer lange Championatsstrecke mit ihrer Araberstute Aicha Addschawad in sieben Stunden, sechs Minuten und 15 Sekunden (16,891). Nicht nur ritt sie die letzte Runde von 20 Kilometern in schnellen 22,47 Stundenkilometern. Ihr Pferd war auch sehr fit. Nur zwei Minuten nach Erreichen des Vetgates, wo die Tierärzte den Gesundheitszustand des Pferdes in vorgeschriebenen Pausen kontrollieren, war der Puls ihrer Stute unten. Das brachte der neuen Deutschen Jugendmeisterin am Folgetag auch noch den Konditionspreis ein. Deutsche Jugend-Vizemeisterin wurde nur kurz nach Anne Wegner die 19-jährige Veronika Grell (Berlin) mit Gitana (07:07:33/16,840), die auch die internationale Jugendwertung gewann (CEI***). Von den im CEI*** 34 gestarteten "Senioren" beendeten 15, bei den Jugendlichen 24 von 31 Teilnehmern den Ritt in der Wertung. Das Wetter meinte es gut mit den Reitern. Es war eher kühl und wechselhaft. Als eigentliches Hindernis erwies sich das harte Geläuf. Die Strecke ging überwiegend über schotterige Wege, die für den einen oder anderen Ausrutscher sorgten. Die DM-Siegerin von 2007, Claudia Al Samarraie (Rotenburg), war übrigens auch in Kreuth. Sie konnte ihren Titel allerdings nicht verteidigen. Ihr Championatspferd Ayman kam Ende Juni bei einem tragischen Trainingsunfall ums Leben. Bo |