Fahren DM Vierspänner Weinmayr und Bücker sind neue Deutsche Meister Grumbach (fn-press). Die Vierspänner-Fahrer haben einen neuen und einen alten Deutschen Meister. In Grumbach-Wilsdruff bei Dresden holte sich Ludwig Weinmayr (Fischbachau) zum zweiten Mal den Titel bei den Großpferden mit 141,580 Punkten. Bei den Pony-Vierspännern gelang Tobias Bücker (Emsdetten/136,042 Punkte) die Titelverteidigung. Der dreifache Mannschaftsweltmeister holte damit sein viertes DM-Gold. Als Mitfavorit im Vorfeld gehandelt, legte Ludwig Weinmayr den Grundstein für seinen Erfolg in seiner Paradedisziplin, dem Gelände. Mit dem Titelgewinn krönte Weinmayr eine überaus erfolgreiche Saison und er präsentierte sich bestens vorbereitet für die im September in den Niederlanden anstehenden Weltmeisterschaften. Schließlich hatte er für die DM seine WM-Pferde angespannt. Deutscher Vizemeister bei den Großpferden wurde Josef-Nikolaus Zeitler (Starnberg-Landstetten/153,318), der sich nach schwächerer Dressur mit dem zweiten Platz im Gelände weit nach vorne arbeitete und damit Georg von Stein (Modautal/157,074) auf den Bronzeplatz verwies. Mit diesem dritten Platz wiederholte der junge Mann aus Hessen seinen überraschenden Erfolg vom letzten Jahr in Greven. Den undankbaren vierten Platz nahm Michael Brauchle (Lauchheim/158,240) ein. Er hatte überwiegend fremde Pferde in seinem Viererzug an den Start gebracht, um sein eigentliches Paradegespann für die Weltmeisterschaften zu schonen. Der hohe Favorit und Titelverteidiger Christoph Sandmann (Lähden) hatte zwar die Dressur gewonnen, verzichtete dann aber auf weitere Starts. In keiner der Teilprüfungen stand Tobias Bücker an der Spitze des Feldes. Dennoch wurde der alte auch der neue Deutsche Meister der Pony Vierspänner. Der mehrfache Weltmeister gehörte aber nach seinem zweiten Platz in der Dressur immer zur Spitzengruppe. Sein Vorsprung auf den Zweitplazierten Steffen Brauchle (Luchheim/157,074) betrug am Ende rund 1,9 Punkte. Steffen Brauchle holte sich den Sieg im Hindernisfahren und kam in der Dressur auf Platz drei. Knapp dahinter in der Gesamtwertung landete Abel Unmüßig (Hinterzarten), der damit die Bronzemedaille gewann (139,986). Bei den Ponys gab es überaus knappe Abstände im Endergebnis der Spitzengruppe. Zwischen Tobias Bücker und dem an sechster Stelle platzierten Diethelm Kneifel (Wunstorf) betrug am Ende die Differenz gerade mal rund fünf Punkte. Ein Indiz für die Leistungsdichte des deutschen Pony-Vierspännersportes. Die Entscheidung fiel bei diesen Deutschen Meisterschaften im Gelände. Tagelange Regenfälle hatten das Geläuf erheblich aufgeweicht. Der Veranstalter sah sich gezwungen, die übliche Reihenfolge Dressur, Gelände und Hindernisfahren zu ändern. Das Kegelfahren wurde auf den Samstag vorgezogen und die Marathonfahrt auf den Sonntag verschoben. Eine Entscheidung, die sich als richtig herausstellte. Weiter wurde die A-Strecke verkürzt und teilweise neue Streckenführungen gewählt. So fanden denn die Aktiven am Sonntag im Gelände akzeptable Bedingungen vor. Dennoch verzichteten sieben Fahrer auf den Start im Gelände beziehungsweise Hindernisfahren. "Das Wetter war abartig. Man muss den Veranstalter wirklich loben. Er hat hier alles getan, was möglich war," sagte Vierspänner-Bundestrainer Ewald Meyer (Meißenheim) nach dem Championat. Der Länderpokal der Pferde, gestiftet vom westfälischen Reiterverein Münster, ging überlegen an Bayern, das in der Besetzung Weinmayr und Zeitler deutlich vor Baden-Württemberg und Sachsen rangierte. Bo/Rudolf Temporini Donau-Alpen-Pokal der Zweispänner Heimsieg für die Schweiz Niederwil/SUI (fn-press). Einen Heimsieg hat das Schweizer Zweispännerteam in Niederwil im Kanton Aargau eingefahren. Während die Eidgenossen den Donau-Alpen-Pokal von Beginn an dominierten, reichte es für das deutsche Trio nur zum sechsten Platz. "Das Ergebnis ist insofern keine Überraschung, da wir nicht mit unseren Topfahrern hier am Start waren", sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg). "Zwar wird der Donau-Alpen-Pokal immer als eine Art Europameisterschaft angesehen, aber er ist eben kein offizielles Championat und die Teilnahme den Fahrern freigestellt." So hatten die beiden Mannschaftsweltmeister Rudolf Huber und Klaus Tebbe aus Zeit- und Kostengründen bereits im Vorfeld abgewinkt und kurzfristig musste der Bundestrainer auch auf deren Mannschaftskollegen, den dreifachen Deutschen und Vizeweltmeister Sebastian Warneck (Nunsdorf) verzichten. Der Jurastudent hatte sich vor der Abreise wegen einer kurzfristig anberaumten mündlichen Prüfung abgemeldet. So ging als einziges Kadermitglied die Ravensburgerin Karin Schitterle in Niederwil an den Start und erzielte mit einem 16. Platz - 56,06 Minuspunkte in der Dressur, 75,56 in der Marathonfahrt und 12,16 im Kegelfahren - das beste Ergebnis für die deutsche Mannschaft. "Karin hat hier ihn allen drei Teilprüfungen die zu erwartenden Leistungen gebracht", sagte Eckhardt Meyer. Nur drei Plätze dahinter auf Platz 19 konnte sich Sascha Jäger aus Biblis einordnen (61,70/73,92/13,5). "Auch Sascha hat seine Sache ordentlich gemacht. Nur einmal hat er auf der Marathonfahrt in Hindernis sechs den Faden verloren und musste eine ‚Ehrenrunde’ drehen, die natürlich Zeit und damit Punkte kostete", berichtete Meyer. Komplettiert wurde die deutsche Mannschaft durch Norbert Stahl aus dem unweit vom Austragungsort entfernten badischen Lottstetten. Stahl präsentierte in Niederwil ein neues Gespann, das er erst seit zwei Wochen in Arbeit hat und lieferte damit das Streichergebnis (65,02/84,76/27,78/Platz 37). "Alles in allem konnte wir hier einfach nicht mehr erwarten", fasste der Bundestrainer das Ergebnis des Donau-Alpen-Pokal aus deutscher Sicht zusammen. Für den Veranstalter Niederwil war der Donau-Alpen-Pokal das erste internationale Fahrturnier nach einer längeren Pause, für das er mit großem Aufwand komplett neue Hindernisse errichtet hatte. Doch sowohl das "Brandenburger Tor" als auch der "Eiffelturm" – "alles muss nach dem Turnierwochenende wieder abgebaut werden", wusste Meyer zu berichten. Dafür durften sich die Gastgeber jedoch über einen Sieg ihrer Schweizer Mannschaft (Endstand 240,87) vor Frankreich (255,46) und Rumänien (272,67) freuen. Aus dem zum Greifen nahen Schweizer Doppelerfolg wurde allerdings nichts. Im abschließenden Kegelfahren machte der Franzose Francois Dutilloy diesen Hoffnungen einen Strich durch die Rechnung. Er schob sich vom achten auf den ersten Platz nach vorne (Endstand 119,74 Minuspunkte) und verwies den bis dahin führenden Schweizer Beat Schenk (120,76) auf Platz zwei. Dritter wurde der Tscheche Jiri Nesvacil jun. (123,27). Hb Moritzburger Bundeschampionate 2008 Moritzburg (fn-press). Um den Titel des Bundeschampions 2008 wetteifern am 22. und 23. August die besten deutschen Nachwuchsfahrpferde der Kategorien Schweres Warmblut und Deutsches Fahrpony. Vergeben werden die Titel im malerischen Ambiente des Landgestüts Moritzburg in Sachsen. Zu der siebten Auflage dieses Fahrsport-Highlights werden 29 Fahrer-Pferd-Paare erwartet, wobei 24 Schwere Warmblüter und fünf Fahrponys der Rasse Deutsches Reitpony in ihrer Klasse gegeneinander antreten. Darunter auch die in Sachsen gezogene Bundeschampionesse des Deutschen Fahrponys 2007, Debby v. Sir Charles-Troll, aus der Zucht und aus dem Besitz von Ulrich Müller (Steinpleis/Sachsen). Das Bundeschampionat beginnt am Freitag, 22. August, um 15 Uhr mit der ersten Finalqualifikation der Fahrponys. Am Samstag, 23. August, geht es um 10 Uhr mit der Finalqualifikation Schweres Warmblut los. Es folgt um 13 Uhr das Finale für die Fahrponys. Bei den Schweren Warmblütern fällt ab 14,15 Uhr die Entscheidung. Bo Weitere Informationen: Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen, Telefon 035207/89630, Internet » www.pferde-sachsen-thueringen.de . |