Fahren CHIO Aachen Deutsches Vierspännerteam auf Platz vier im Nationenpreis Aachen (fn-press). Das deutsche Vierspännerteam hat den Nationenpreis beim CHIO Aachen auf dem vierten Platz beendet. In der Besetzung Christian Plücker (Waldeck), Christoph Sandmann (Lähden) und Ludwig Weinmayr (Fischbachau) kamen die deutschen Fahrer auf insgesamt 322,36 Strafpunkte. Der Sieg im "Länderspiel" ging mit deutlichem Abstand an die Niederlande (301,54) vor Ungarn (317,21) und den USA (317,33). Seriensieger Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden war zum wiederholten Male in Aachen nicht zu schlagen und feierte seinen elften Sieg in der Kombinierten Wertung. Der dreimalige Weltmeister verwies mit 145,05 Strafpunkte den Ungarn Zoltán Lazar (153,16) und den US-Amerikaner Chester Weber (154,06) auf die weiteren Plätze. Für eine Überraschung bei den Viererzugfahrern sorgte der Lauchheimer Michael Brauchle. Der 18-Jährige gewann den Marathon, belegte Platz zwei im Hindernisfahren und kam mit 156,06 Strafpunkten auf den vierten Platz in der Kombinierten Wertung. Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) war von der Geländeleistung des Perspektivgruppenmitglieds begeistert: "Er hat im Gelände eine irre Fahrt hingelegt und hat Talent, fährt einfach drauf los, muss jedoch noch Erfahrung sammeln." Ganz knapp verpasste Michael Brauchle im Hindernisfahren seinen zweiten Sieg in der Kombinierten Wertung, da er sich in der Siegerrunde einen Fehler erlaubte. Bei seinem ersten Auftritt in der Soers zeigte sich Brauchle auch in den weiteren Prüfungen in einer tollen Form. So erreichte er im Rahmenprogramm "Jagd um Punkte" Platz sechs und war damit bester Deutscher. Sein Sieg im "Jump and Drive" zusammen mit Thomas Weinberg (Herzogenrath) rundeten den Erfolg des Auszubildenden der Metallverarbeitung ab. Zweibester deutscher Fahrer nach Dressur, Marathon und Hindernisfahren war Christoph Sandmann (158,92) auf Rang sechs. Josef- Nikolaus Zeitler (Landstetten) feierte in Aachen seinen 35. Geburtstag und kam in der Endabrechnung auf Position 13. Die rund 45.000 Besucher des Marathons der Vierspännerfahrer wurden aber auch Zeuge zweier Kutschenunfälle. Die Gespanne des Australiers Boyd Exell und des Schwedens Fredrik Persson kippten im Hindernis sieben beziehungsweise vier um und galoppierten nach Sturz der Fahrer führerlos über das Marathongelände. Leichte Verletzungen bei den Beifahrern von Exell und ein Rippenbruch bei Persson waren die noch glimpflichen Folgen. Den Pferden passierte nichts. Das Gespann Exell wurde nach über einem Kilometer rasender Fahrt mit leerer Kutsche von dem als Zuschauer anwesenden belgischen Ponyfahrer Dominik Eerdekens durch einen beherzten Stunt zum Stehen gebracht. Eederkens sprang auf die Leinen, die von den galoppierenden Pferden am Boden hinterher gezogen wurden. Temporini/dp DM Einspänner Greven-Bockholt Thorsten Zarembowicz ist neuer Deutscher Meister Greven-Bockholt (fn-press). Thorsten Zarembowicz (Dreieich) ist der neue Deutsche Meister im Einspänner-Fahren. Im westfälischen Greven Bockholt sicherte er sich mit 125,05 Strafpunkten die Goldmedaille vor Dieter Lauterbach (Herborn/126,22) mit Rheinprincess und Klaus Tebbe (Neuenkirchen/131,74) mit Weltano. Lange Zeit sah der viertplatzierte Christoph Dieker (Gescher/134,63) mit Elmor wie der sichere Sieger aus. Dieker gewann die Dressur wie auch den Marathon und ging mit fünf Punkten Vorsprung auf den bis dahin zweitplatzierten Thorsten Zarembowicz in den abschließenden Kegelparcours. Hier allerdings leistete er sich 23,50 Strafpunkte und verspielte damit seine Chancen auf eine Medaille. "Elmor war rechts nicht durchlässig und wir müssen daran arbeiten, dass er den ganzen Parcours im starken Trab fährt und nicht zwischen Galopp und Trab wechselt", analysierte Cheftrainer Ewald Meier (Meißenheim) das Hindernisfahren. Silbermedaillengewinner Dieter Lauterbach gehörte im Kegelparcours, den kein Fahrer ohne Fehler beendete, zu den Besten. Während der Herborner nach den ersten beiden Teilprüfungen noch auch auf dem dritten Platz gelegen hatte, schob er sich mit einem starken Hindernisfahren (drei Strafpunkte) auf den zweiten Platz vor. Die Gunst der Stunde nutze auch Klaus Tebbe, der sich nach Diekers Fehler im Hindernisfahren nur sechs Strafpunkte erlaubte und somit auf dem Bronzerang landete. Nach dem internationalen Fahrturnier in Dillenburg und dem nationalen Fahrturnier in Herford war die Deutsche Meisterschaft die dritte Sichtungsetappe für die Weltmeisterschaften im polnischen Jarantow für die Einspännerfahrer. Sichtungscharakter für die anstehenden Weltmeisterschaften im niederländischen Beesd hatte das Fahrturnier in Greven-Bockholt auch für die Viererzugfahrer. In Abwesenheit der deutschen Championatskaderfahrer, die eine Woche später beim CHIO in Aachen an den Start gingen, gewann Max Dangel (Vechta) mit 157,79 Strafpunkten die Kombinierte Wertung und war mit nur zwei Strafpunkten auch der beste Fahrer im Hindernisfahren. Über Platz zwei freute sich Steffen Scholz (Langenbernsdorf/164,07), der mit seinen schweren Warmblütern die Dressur für sich entscheiden konnte, Platz drei ging an Dirk Gerkens (166,08). "Während der Marathon überwiegend durch Einheitswege geprägt war, entsprach der Kegelparcours dem Anspruch eines Nationenpreises", so die Einschätzung des Bundestrainers. Die Pony-Einspänner hatten zwar keine Deutschen Meisterschaften, trafen sich aber in Greven zum Bundesvergleich. Nach Dressur, Marathon und Hindernisfahren siegte David Rammes (Emsdetten) mit Luigi und 132,54 Strafpunkten. Platz zwei ging an Herbert Rietzler (Rettenberg/133,34) mit Filou vor Theo Bopp (Mainz) mit Lobely (135,53). dp WM der Fahrer mit Behinderung Vier Medaillen für deutsche Fahrer Greven (fn-press). Zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen waren die Ausbeute der deutschen Teilnehmer bei den Weltmeisterschaften der Einspännerfahrer mit Behinderung im westfälischen Greven bei Münster. Die Fahrer gingen dabei differenziert nach dem Grad ihrer Behinderung in zwei Klassen (Grade I und II) an den Start. Silber in Grade I (der Klasse mit der schwersten Behinderung) erzielte Heiner Lehrter (Mettingen) mit Cholin S. Hinter dem neuen Weltmeister Jacques Poppen (Niederlande) mit Nienke (116,66 Strafpunkte) kam der 46-jährige Contergan-Geschädigte, der auch im Regelsport erfolgreich ist, auf 141,83 Strafpunkte. Bronze ging an die US-Amerikanerin Diane Kastama mit Jasper (145,04 Strafpunkte). Auf Platz vier und knapp an einer Medaille vorbei beendete Markus Beerhues (Langenberg) mit Bandit B die Weltmeisterschaften mit dem Endergebnis von 148,57 Strafpunkten. Bester deutscher Teilnehmer in der Klasse Grade II war Hubert Markett (Rees) mit Jesko. Der 47-Jährige sicherte sich sowohl die Geländeprüfung als auch das abschließende Kegelfahren und beendete die WM mit total 122,11 Strafpunkten auf dem Silberrang. Besser war lediglich Meghan Benge (USA) mit Jack (117,89 Strafpunkte). Bronze ging hier an seinen Teamkameraden Josef Sauerwald (Havixbeck) mit Don´t Confess (126,42 Strafpunkte). Drittbester deutscher Teilnehmer in dieser Klasse war Bernhard Bücker (Emsdetten) mit Kurbaums Flop. Mit insgesamt 138,83 Strafpunkten belegte er Platz sechs. Die vierte deutsche Medaille bei der WM gelang in der Teamwertung. Hinter den Niederlanden (239,06 Strafpunkte) und den USA (245,99 Strafpunkte) errang die von Bundestrainer Ulrich Hengemühl (Greven) betreute Mannschaft die Bronzemedaille (258,05 Strafpunkte). T.H. |