Dressur CHIO Aachen Deutsches Dressurteam nicht zu schlagen Aachen (fn-press). Deutschlands Dressurreiter haben beim CHIO Aachen 2008 den Nationenpreis gewonnen. In der Besetzung Isabell Werth (Rheinberg) mit Satchmo, Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte, Nadine Capellmann (Würselen) mit Elvis VA und Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler-Unicef verwies die Mannschaft um Bundestrainer Holger Schmezer (Verden) mit einem Endstand von 220,959 Punkten die Niederlande (207,708) und Dänemark (205,833) auf die Plätze. Im 36 Teilnehmer zählenden Starterfeld zeigten Isabell Werth und Satchmo die beste Grand Prix-Leistung und erhielten mit 76,917 Prozent mit Abstand die höchste Punktzahl. "Das war super, super, super und ich bin total happy. Der Ritt war das Wohlgefühl schlechthin und ich glaube, es war einer der besten Prüfungen von Satchmo", schwärmte die Siegerin. Gut unterwegs waren auch Heike Kemmer und Nadine Capellmann, die mit Platz drei (72,250) und vier (71,792) ebenso für Deutschland punkten konnten. "Ich habe mich sehr wohl gefühlt und es genossen, die Prüfung für eine Nacht anzuführen", erklärte Kemmer, die wie Rath am ersten Grand Prix-Tag ins Viereck musste. Der deutsche Equipechef Martin Richenhagen (Ostbevern) ergänzte: "Ich bin ja in meiner Freizeit auch Richter und hätte Bonaparte 75 Prozent gegeben." Nicht so gut lief es für den vierten deutschen Mannschaftsreiter Matthias Alexander Rath. Der 23-Jährige, der noch vor wenigen Wochen die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, musste in Aachen einen Rückschlag hinnehmen. Mit 66,750 Prozent und Platz 18 blieb er hinter seinen Erwartungen zurück. "Ich war nicht zufrieden und habe viele Fehler gemacht, die bei den letzten Turnieren nicht passiert sind", zeigte sich der einzige Mann im Team enttäuscht. dp CHIO Aachen Isabell Werth und Satchmo in Bestform Aachen (fn-press). Isabell Werth (Rheinberg) hat beim CHIO Aachen den Ton angegeben und alle Dressurprüfungen gewonnen. Im Rahmen der CDIO-Tour punktete sie mit einer starken Leistung im Grand Prix (76,917) nicht nur für die Mannschaft, sondern sicherte sich zudem den Sieg in dieser Prüfung. Auch im Grand Prix Special und der Kür war die Rheinbergerin mit ihrem Olympiapferd Satchmo nicht zu stoppen und holte sich zwei weitere erste Plätze. Mit 78,640 Prozent im Grand Prix Special drückte sie der Konkurrenz ihren Stempel auf und verwies die Niederländerin Adelinde Cornelissen (75,200) mit Parzival und Nadine Capellmann (Würselen/72,340) mit Elvis VA auf die weiteren Plätze. "Das war wieder Spitze und noch einen Tacken besser als im Grand Prix, einfach unglaublich", freute sich Werth über ihren Erfolg. "Isabell und Satchmo zeigten erneut eine super Leistung. Man muss zu keiner Zeit im Programm das Gefühl haben, es könnte etwas schief gehen", sagte Bundestrainer Holger Schmezer (Verden). Erwartungsfroh blickte Werth dann auch der Finalkür am letzten Wettkampftag entgegen: "Ich habe meine alte Kürmusik mit dem Potzdamer Symphonieorchester neu eingespielt und auf die Kür genau angepasst." Mit der neu gestalteten Musik begeisterte Werth in der Kür, erhielt 80,150 Prozentpunkte und konnten sich über eine Siegprämie von 30.000 Euro freuen. "Besser konnte es nicht laufen", zog die deutsche Ausnahmereiterin ihre Aachen-Bilanz. "Auch mit der Kürleistung bin ich wieder sehr zufrieden, obwohl wir kleine Abstimmungsschwierigkeiten beim Angaloppieren zu den Traversalen und bei den Einerwechseln hatten", ergänzte sie weiter. Platz zwei ging an die Niederländerin Adelinde Cornelissen (77,500) mit Parzival, Dritte wurde die Schweizerin Silvia Iklè (77,350) mit Salieri CH. Die beiden weiteren deutschen Starter, Nadine Capellmann (73,050) mit Elvis VA und Heike Kemmer (Winsen/70,500) mit Bonaparte, landeten auf den Plätzen sieben und elf. "Heike hatte heute etwas Pech mit der Fernsehkamera. So kam es zu Verspannungen bei Bonaparte, die während der gesamten Kür anhielten", lautete der Kommentar des Bundestrainers. Die Leistung von Nadine Capellmann stufte er als solide ein, hätte sich aber mehr "Frische" gewünscht. dp |