Ausbildung / Deutsche Akademie des Pferdes FN-Ausbildungswettbewerb 2007 Berghausen wiederholt Vorjahreserfolg Warendorf/Pfinztal (fn-press). Die Reitanlage Pfinztal-Berghausen bei Karlsruhe hat zum zweiten Mal in Folge den Wettbewerb "Ausbildung – bei uns am schönsten" der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gewonnen. Unter rund 30 Betrieben und Vereinen aus der ganzen Bundesrepublik hatte sich der rührige Pfinztaler Verein erneut mit einem Ausbildungskonzept zum Thema "Erwachsene Neueinsteiger" hervorgetan. "Das Niveau und auch die Aussagekraft der Bewerbungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen", freute sich Jurymitglied Waltraud Weingarten von der FN-Abteilung Ausbildung über die Resonanz. "Allerdings wünschten wir uns schon, dass sich noch mehr Vereine und Betriebe beteiligen würden. Der Wunsch nach Ausbildung wird überall groß geschrieben und ich kann mir vorstellen, dass viel mehr Ställe über gute und nachahmenswerte Konzepte verfügen." "Die Zielgruppe wurde von den Teilnehmern genau analysiert und die Konzepte auf die Bedürfnisse der ‚Ü30er’ zugeschnitten", diese Meinung vertrat auch Thomas Ungruhe, dessen Abteilung Breitensport sich seit Jahren mit dem Thema "Erwachsene" befasst. Der Siegerverein Berghausen überzeugte die Juroren durch ein eigens entwickeltes Ausbildungskonzept "Best Agers". In drei Ausbildungsstufen, werden erwachsene Reitanfänger individuell und abwechslungsreich auf den ersten Ausritt im Gelände vorbereitet. Besonders gefiel der Jury ein für die Bewerbung zusammengeschnittener Film, der den Ausbildungsweg der eindruckvoll dokumentierte. Als Preis für den Sieg gibt es wie bereits im letzten Jahr ein "Besser Reiten – Seminar" mit Christoph Hess, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung. Auf dem zweiten Platz landete der Reit- und Fahrverein Wilhelmsburg-Kirchdorf. Der kleine norddeutsche Verein punktete nach dem Motto "Klasse statt Masse". Sein Modell, die erwachsenen Neueinsteiger zu motivieren, basiert auf einem Wochenend-Intensiv-Kurs. "Ein solches Konzept kommt gerade der meist berufstätige Zielgruppe entgegen", lobte Thomas Ungruhe. Platz drei ging an den Elbdörfer- und Schenefelder Reiterverein. Der zirka 762 Mitglieder starke Verein überzeugte durch ein Konzept, das den erwachsenen Reitanfänger von der ersten Probeeinzelstunde bis hin zum ersten Ausritt und den Gruppenstunden intensiv begleitet. "Hier hat uns besonders gefallen, dass die Kunden ohne Leistungsdruck an den Pferdesport herangeführt werden und das Vertrauen zum Pferd im Vordergrund steht", so Ungruhe. Auch auf dem Heisterbacher Hof in Hessen werden die erwachsenen Neueinsteiger von der ersten Longenstunde umfassend betreut und beraten. Ziel ist es, dass die Reiter bald an ihrem ersten Ausritt oder der ersten Cavaletti-Stunde teilnehmen können. "Die meisten Erwachsenen träumen davon, möglichst schnell ausreiten zu können. Das geht nicht ohne das passende Schulpferd und die theoretischen Grundlagen – und beides gehört zum Konzept des Heisterbacherhofes, was uns gut gefallen hat", sagt Ungruhe. Der fünfte Platz ging an die Reitschule und Pferdepension Karin Mohr in Brandenburg, die sich gemeinsam mit dem auf der Anlage beheimateten Reit- und Fahrverein Königshof beworben hatte. Ihre Bewerbung wusste die Jury vor allem durch ein detailliertes, tabellarisches Unterrichtskonzept und fotographisch dokumentierte Unterrichtssituationen zu überzeugen. Als nachahmenswert stuften die Juroren auch den eigens entwickelten Fragebogen für die Ü30-Reitanfänger der Reitschule ein, der als Instrument zur Überprüfung der Kundenzufriedenheit eingesetzt wird und bei der Fortentwicklung des Konzeptes hilft. Die Prämierung und Preisübergabe der platzierten Betriebe und Vereine findet anlässlich der Bundeschampionate 2008 am Samstag in Warendorf statt. Hb Deutsche Akademie des Pferdes Termine im September Warendorf (fn-press). Die Deutsche Akademie des Pferdes mit Sitz in Warendorf bietet eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Fachveranstaltungen im September an: Dienstag, 9. September, in Blekendorf: Fahr-Seminar mit Dieter Lauterbach Ein Fahr-Seminar veranstaltet am Dienstag, 9. September, die Deutsche Akademie des Pferdes auf dem Gelände des Lehr- und Versuchszentums Futterkamp in Blekendorf/ Schleswig-Holstein. Dieter Lauterbach, Leiter der Hessischen Landesreit- und Fahrschule Dillenburg, erläutert Fahrsportlern Theorie und Praxis des Fahrens. Er geht zum einen auf typische Schwierigkeiten ein, mit denen sich jeder Fahrer schon mal auseinandersetzen musste: Taktverlust, mangelnde Losgelassenheit und Anlehnung des Pferdes sowie Probleme bei der Lektion "Leinen aus der Hand kauen lassen". Darüber hinaus erklärt er, wie Richter die Leistungen des Fahrers sehen. Im praktischen Teil erleben Teilnehmer Pferde im Ein- und Zweispänner mit unterschiedlichem Ausbildungsstand und unterschiedlichen Problemen. Die Teilnahme kann Inhabern von Ausbilderlizenzen als Fortbildung mit vier Lerneinheiten anerkannt werden Das Seminar beginnt um 17 Uhr. Die Seminargebühr beträgt jeweils 20 Euro pro Person, für Persönliche Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) 15 Euro. Montag, 22 September, in Langenfeld sowie Dienstag, 23. September, in Ansbach: "Klassische Reiterei und Leichtigkeit – ein Widerspruch?" "Klassische Reiterei und Leichtigkeit – ein Widerspruch?" Dieser Frage geht der Tierarzt Dr. Robert Stodulka am Montag, 22 September, in der rheinischen Landesreit- und Fahrschule in Langenfeld und am Dienstag, 23. September, im Landesleistungszentrum für Reiten und Fahren in Ansbach nach. In einem einleitenden Vortrag erläutert der Lehrbeauftragte an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Dozent an der Wiener Hofreitschule die biomechanischen Zusammenhänge bei der Gymnastizierung des Pferdes. Die "medizinische Reitlehre" erklärt, woran der Reiter erkennen kann, dass Anlehnung und Beizäumung korrekt sind. Anhand verschiedener Vorführungen unter dem Sattel steuert Stodulka das Ziel der klassischen Reitkunst an: das stets willig und zufrieden mitarbeitende Pferd. Die Teilnahme kann Inhabern von Ausbilderlizenzen als Fortbildung mit vier Lerneinheiten anerkannt werden. Die Seminare beginnen um jeweils um 17 Uhr. Die Seminargebühr beträgt jeweils 25 Euro pro Person, für Persönliche Mitglieder 20 Euro (Tageskasse 30 Euro, PM 25 Euro). Dienstag, 30. September, in Darmstadt: "Besser Sitzen" Gutes Sitzen ist praktizierter Tierschutz. Mit dieser Kernaussage legen die beiden Referenten Christoph Hess, Leiter der Abteilung Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), und Eckart Meyners, Sportdozent an der Universität Lüneburg, den Schwerpunkt auf die Zusammenhänge von Körperkonstruktion und Muskelaufbau des Reiters. Bei einem Seminar am Dienstag, 30. September, im Damstädter Reiterverein, Reiterhof Kranichstein, zeigen sie auf, welche Konsequenzen der falsche Sitz für den Bewegungsablauf des Pferdes hat. Eckart Meyners gibt in der Praxis umsetzbare Tipps, zur Verbesserung des Sitzes, und Korrektur von Sitzfehlern. Christoph Hess erläutert die aus dem Sitz resultierende richtige oder falsche Einwirkung der Reiter. Die Teilnahme kann Inhabern von Ausbilderlizenzen als Fortbildung mit vier Lerneinheiten anerkannt werden. Das Seminar, beginnt um 17 Uhr. Die Seminargebühr beträgt 20 Euro pro Person, für Persönliche Mitglieder 15 Euro (Tageskasse 25 Euro, PM 20 Euro). Nähere Information und Anmeldung: Deutsche Akademie des Pferdes, Claudia Gehlich, Freiherr-von-Langen-Str. 13-15, 48231 Warendorf, Telefon: 02581/6362-179, E-mail: › cgehlich@fn-dokr.de). |