Fahren CAIO Vecsés/HUN Deutschland auf Platz drei im Nationenpreis Vecsés/HUN (fn-press). Das deutsche Fahrerteam hat das Nationenpreisturnier im ungarischen Vecsés auf dem dritten Platz beendet. In der Besetzung Ludwig Weinmayr (Fischbachau), Josef Nikolaus Zeitler (Starnberg) und Michael Brauchle (Lauchheim) platzierten sich die deutschen Vierspännerfahrer mit 289,9 Strafpunkten hinter dem siegenden Team aus Schweden (269,8) und dem Gastgeberland (276,5). Lediglich vier Nationen nahmen an der Länderwertung in Ungarn teil. Gewertet wurden für den Nationenpreis die Leistungen in der Kombinierten Wertung, die mit 123,46 Punkten an den Ungarn József Dobrovitz ging. Dobrovitz legte den Grundstein seines Gesamterfolges mit dem Sieg im Marathon und einem fehlerfreien Hindernisfahren. Platz zwei in der Einzelwertung sicherte sich der Australier Boyd Exell mit 128,03 Strafpunkten vor dem Schweden Fredrik Persson (134,42). Bester deutscher Fahrer war Ludwig Weinmayr mit 141,11 Strafpunkten auf Platz fünf. Nachdem der Championatskaderfahrer die Dressur auf dem siebten und den Marathon auf Rang vier beendet hatte, wurde er, nach einem vorläufigen Ausschluss im Hindernisfahren, am Ende mit zehn Strafpunkten auf dem zehnten Platz in der dritten Teilprüfung gelistet. Zum vorläufigen Ausschluss im Kegelfahren hatte das Hindernis sieben im Parcours geführt. Weinmayr habe das Hindernis sieben nicht gefahren, so die Aussage des Richtergremiums, und wurde somit vom Wettbewerb ausgeschlossen. Erst mittels Videobeweis konnte Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) den Beleg bringen, dass Weinmayr das Hindernis sieben regelgerecht passiert hatte. Gewertet wurde abschließend die Leistung, die Weinmayr bis zum siebten Hindernis erbracht hatte. So kassierte er drei Fehler für eine umgefahrene Tafel eines anderen Hindernisses zuzüglich zehn Strafsekunden, so dass er am Ende mit zehn Strafpunkten gewertet wurde. Die beiden weiteren deutschen Fahrer mussten sich an diesem Wochenende mit Rang elf (Zeitler/158,25) und zwölf (Brauchle/164,361) begnügen. dp CAIO Breda Deutsche Viererzugfahrer Dritte im Nationenpreis Breda/NED (fn-press). Die niederländischen Viererzugfahrer haben den Nationenpreis in Breda gewonnen. Der Gastgeber (263 Strafpunkte) verwies die Schweiz (295,9) und das deutsche Team (301,7) auf die weiteren Plätze. Für Deutschland gingen Christoph Sandmann (Lähden), Christian Plücker (Waldeck) und Rainer Duen (Friesoythe) an den Start. Gewertet wurden für den Nationenpreis die Ergebnisse der Kombinierten Wertung. Nach Dressur, Marathon und Hindernisfahren hatten die Niederländer auch in der Einzelwertung die Nase vorn. Der Sieg ging an Ysbrand Chardon (127,46), der seinen Landsmann Koos de Ronde (135,59) auf Rang zwei distanzierte. Während Chardon den Grundstein für den Gesamterfolg mit dem Sieg in der Dressur legte, konnte de Ronde die Geländeprüfung für sich entscheiden. Bester deutscher Fahrer war Christoph Sandmann, der mit 145,54 Strafpunkten in der Kombinierten Wertung hinter dem Belgier Gert Schrijvers (142,90) den vierten Platz belegte. Nach drei Teilprüfungen reihten sich Christian Plücker und Rainer Duen auf den Plätzen zehn (157,09) und elf (158,91) ein. "Insgesamt bin ich mit der Leistung unserer Fahrer zufrieden", zog Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) eine positive Bilanz. Während Christoph Sandmann wie schon in Lähden eine starke Leistung zeigte und in allen drei Teilprüfungen mit den Besten mithalten konnte, war der Cheftrainer auch von der Leistungsentwicklung von Christian Plücker begeistert, der in der Dressur ein Reservepferd einspannte. "Durch das neue Vorderpferd hatte das Gespann mehr Zug und Ausdruck", so Meiers Urteil. Vor allem im Gelände wusste das Mitglied der Perspektivgruppe Fahren zu überzeugen und belegte hinter Sandmann den fünften Platz. "Im Vergleich zu Lähden, wo Christian noch verhalten im Marathon gefahren ist und dadurch zu langsam war, präsentierte er sich in Breda deutlich verbessert", so Meier. Die deutsche Hymne wurde in Breda für Tobias Bücker (Emsdetten) gespielt, der den Vierspännerwettbewerb der Ponyfahrer gewann. Bereits in der Dressur setzte sich Bücker deutlich von der Konkurrenz ab und hatte am Ende 138,11 Strafpunkte auf seinem Konto. Ebenfalls auf dem Siegerpodest stand Martin Thiemann (Saerbeck/149,49), der mit Platz zwei im Marathon zu überzeugen wusste und am Ende Dritter in der Gesamtwertung wurde. Zwischen den beiden deutschen Pony-Vierspännerfahrern platzierte sich der Niederländer Aart van de Kamp jun. (145,53). dp WM-Sichtung Einspänner Herford Erneuter Sieg für Christoph Dieker Herford (fn-press). Für Christoph Dieker (Gescher) rückt die Einspänner-Weltmeisterschaft im polnischen Jarantow vom 27. bis 31. August in greifbare Nähe. Der Student, der mit seinem Pferd Elmor bereits das internationale Fahrturnier in Dillenburg gewinnen konnte, war er auch bei der zweiten WM-Sichtung in Herford nicht zu schlagen. Mit 120,154 Strafpunkten siegte er in der Kombinierten Wertung vor Mareike Harm (Negernbötel/122,082) mit Morning Star und Thorsten Zarembowicz (Dreieich/122,858) mit Jonathan. Gewohnt stark präsentierten sich Dieker und Elmor in der Dressur und wussten mit einer ausdrucksstarken Präsentation zu überzeugen. Dennoch reichte es für das Gespann in der ersten Teilprüfung nur zum zweiten Platz. "Christoph hat den Sieg in den beiden Zehn-Meter-Volten am Ende der Dressur verschenkt. Hier ging Elmor verspannt, verlor an Schwung und trat nicht mehr wie gewünscht unter den Schwerpunkt", analysierte Bundestrainer Eckardt Meyer (Hermannsburg) die Fehler. Besser unterwegs und während der gesamten Dressur "losgelassen" zeigte sich Morning Star mit Mareike Harm an den Leinen. "Das war eine sehr korrekte, taktreine und gleichmäßige Vorführung", lobte der Bundestrainer die Dressursiegerin. Thorsten Zarembowicz verschaffte sich hier mit Jonathan ebenfalls eine gute Ausgangssituation im Hinblick auf die Gesamtwertung. Jonathan hatte zwar in einigen Phasen Probleme mit der Anlehnung, landete aber mit seinem Fahrer auf dem zwischenzeitlichen dritten Platz. Das Gelände wurde nicht zuletzt durch den starken Niederschlag am Vortag anspruchsvoll. Bereits in der Schrittphase hatten einige Gespanne mit dem tieferen Boden zu kämpfen. Die sieben Hindernisse waren mit vielen Alternativen ausgestattet. "Zwei Hindernisse waren durch lange Wege, andere durch enge Wege geprägt", so Meyer. Die besten Linien durch die Hindernisse fanden Christoph Dieker und Elmor, die den Marathon gewannen. "Trotz der Größe von Elmor (Stockmaß: 1,80 Meter), zeigte er sich in den engen Hindernissen sehr wendig", betonte der Bundestrainer die Stärken des Pferdes im Marathon. Dicht hinter Dieker platzierte sich im Gelände Dieter Lauterbach (Herborn) mit Rheinprincess, Zarembowicz folgte erneut auf dem dritten Rang. Mit einem beruhigenden Vorsprung ging Dieker in den abschließenden Kegelparcours. Hier "stürmte" er zu schnell los und fing sich gleich auf der ersten Schlangenlinie zwei Ballabwürfe ein. Am Ende hatte er im Hindernisfahren zehn Strafpunkte auf seinem Konto. "Ich hatte nach dem Marathon 12,5 Punkte Vorsprung und habe es wahrscheinlich etwas zu locker angehen lassen. Ich bin etwas zu frech gefahren", erklärte der Sieger der Kombinierten Wertung seine Ballabwürfe. Vier Strafpunkte kassierte Dieter Lauterbach und erreichte damit nach drei Teilprüfungen Platz vier. Im Hindernisfahren, in dem lediglich zwei Fahrer ohne Fehler blieben, verbuchten Mareike Harm 6,5 und Thorsten Zarembowicz drei Strafpunkte. dp |