Vielseitigkeit CIC*** / Olympiasichtung Luhmühlen Weltmeister geben erneut den Ton an Luhmühlen (fn-press). Die Vielseitigkeit ist populärer denn je. Kurz vor den Olympischen Spielen lockte das internationale Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen trotz Fußball-EM rund 28.000 Zuschauer in die Westergellerser Heide – ein Rekordergebnis für ein "Nicht-Championat". Neben der Vier-Sterne-Hauptprüfung stand vor allem das Kräftemessen der deutschen Olympiakandidaten im Rahmen der Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC***) im Mittelpunkt, in deren Anschluss der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) seine Longlist für Hongkong bekannt gab. Sie sind und bleiben die Besten. Die vier Mannschaftsweltmeister von 2006 hatten auch in der Olympia-Sichtung einmal mehr die Nase vorn. Vor allem die zweifache Deutsche, Europa- und Mannschaftweltmeisterin Bettina Hoy (45, Gatcombe/GBR) wurde ihrem Ruf als "First Lady" des deutschen Vielseitigkeitssports gerecht und ritt ihren mittlerweile 17-jährigen Schimmel Ringwood Cockatoo ("Wir sind so etwas wie ein altes Ehepaar, da kennt man sich in- und auswendig") unangefochten zum Sieg (Endstand 32,8 Minuspunkte). Knapp dahinter auf Platz zwei landete Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas mit einer noch weiter verbesserten Dressur und einer "Punktlandung" im Gelände (37,9). Einmal mehr in allen drei Teildisziplinen überzeugend waren auch Hinrich Romeike (Nübbel) und sein Holsteiner Schimmel Marius Voigt-Logistik (47,3), die damit Platz drei belegten. Wie Hoy/Cockatoo hat das Paar damit beste Aussichten auf einen zweiten Olympiastart nach Athen. Frank Ostholts WM-Pferd Air Jordan wird dagegen die Zeit der Olympischen Spiele im heimischen Stall verbringen. Die Nummer eins des Warendorfers für Hongkong ist der neunjährige Ire Mr. Medicott, der sich nach ein paar Sperenzchen in der Dressur von Prüfung zu Prüfung nach vorne arbeitete und am Ende Platz sechs belegte (51,5). Lediglich die zweifache Weltcupsiegerin Linda Algotsson mit Stand by Me (47,7/Platz vier) und Janet Wiesner (Frankenberg) mit dem ehemaligen Weltmeister der Jungen Pferde, Horsefeldes’s Libero (50,80/Platz fünf) trennten ihn in der Endabrechnung von seinen Aachener Teamkollegen. Die vier deutschen Paare werden daher auch bei der letzten Sichtung beim CHIO Aachen (1. bis 6. Juli) die deutschen Farben im Vielseitigkeits-Nationenpreis vertreten. Seinem Ziel "Hongkong" ein Stück näher gerückt sind in Luhmühlen auch Peter Thomsen (Lindewitt) und The Ghost of Hamish. Für den Holsteiner, der zwischen 1993 und 1999 sechs Championate für Deutschland bestritt, wären dies die zweiten Olympischen Spiele seiner Karriere nach. Er und sein neuseeländischer Vollblüter überzeugten in der Heide einmal mehr durch eine schnelle Geländerunde und ein sicheres Springen, in das sich lediglich ein Flüchtigkeitsfehler einschlich. Mit einem siebten Platz (54,9) kam er dem Spitzenquartett am dichtesten und gehört damit zur Spitzengruppe der Olympischen Longlist. Anders als bei sonstigen "Busch"-Championaten bilden bei Olympischen Spielen fünf Paare eine Mannschaft, wobei die besten drei Ergebnisse am Ende für das Teamergebnis herangezogen werden. Eine weitere olympische Spezialität ist eine zweite Springprüfung, in der die besten 25 des Mannschaftswettbewerbs um die Einzelmedaillen reiten. Dem Springen kommt daher in Hongkong eine besondere Bedeutung zu, so dass den Leistungen im Parcours eine besondere Aufmerksamkeit galt. Mit vier Abwürfen auf der Longlist rückte daher Beeke Kaack (Schmalensee), im vergangenen Jahr noch Elfte bei der EM in Italien, auf der Longlist nach hinten. Die Sichtung in Luhmühlen hatte für sie und ihren Holsteiner Sinjang noch viel versprechend begonnen. Mit "der besten Dressur ihres Lebens" – 34,3 Minuspunkte – hatte die 30-Jährige am ersten Tag für eine Überraschung gesorgt und damit dicht auf Bettina Hoy und Ingrid Klimke aufgeschlossen. Doch schon eine Verweigerung und damit verbundene Zeitfehler im Gelände – der eigentlichen Paradedisziplin des Paares – ließen etwaige Hongkong-Träume wieder in die Ferne rücken (84,10/Platz 25). "Ich habe jetzt gesehen, was ich in der Dressur leisten kann. Jetzt muss ich nur in den beiden anderen Disziplinen wieder zur alten Form finden", sah die Holsteinerin nach kurzer Enttäuschung wieder positiv in die Zukunft. Wie alle übrigen Olympiakandidaten wird auch sie bei der letzten Sichtung im Rahmen des CHIO an den Start gehen. Drei Paare wurden vom Vielseitigkeits-Ausschuss gleichrangig als Olympia-Reserve nominiert. Anna Warnecke (Osnabrück) mit Twinkle Bee, die dank eines gewohnt sicheren Geländeritts Platz neun belegte (58,4). Andreas Dibowski (Egestorf) mit Euroridings Butts Leon (58,9) sowie Dirk Schrade (Warendorf) mit Huskey, der in den Augen der Verantwortlichen mit einem exzellenten Springen seinen "Herunterfaller" im Gelände wieder ausgleichen konnte, in der Gesamtwertung des CIC*** allerdings nur Platz 33 (122,8) belegte. Ebenfalls auf der Reservistenliste steht außerdem Frank Ostholts zweites Pferd Little Paint, mit dem er in der Vier-Sterne-Prüfung den zweiten Platz hinter dem Briten William Fox-Pitt mit Macchiato belegte. Hb Andreas Dibowski übernimmt Führung im Derby Dynamic Cup Luhmühlen (fn-press). Nach drei von sechs Stationen im Derby Dynamic Cup, einer Serie für Nachwuchsreiter bis 25 Jahre und Pferde bis neun Jahre auf dem Weg zum "dritten" Stern, hat Andreas Dibowski (Egestorf) mit der achtjährigen Hannoveraner Stute FRH Fantasia v. Federweißer-Quasi Roi xx die Führung übernommen. Volle 100 Punkte gehen auf das Konto des Paares, von denen es die Hälfte einem zwölften Platzes im CIC*** Luhmühlen schuldet. "Dibo" konnte die seit 2004 existierende Serie bereits zweimal, 2005 und 2006, gewinnen, beide Male im Sattel seiner heutigen Olympiahoffnung Euroridings Butts Leon. An zweiter Stelle im aktuellen DDC-Ranking liegt mit 90 Punkten Kai Rüder (Blieschendorf) mit dem neunjährigen französischen Hengst Leprince de Bois v. Yarlands Summer Song. Beste Nachwuchsreiterin ist derzeit Anna Junkmann (25, Warendorf). Sie sammelte mit Cancun bislang 55 Punkte und rangiert damit auf Platz drei. Hb HSBC FEI Classics TM Frank Ostholt wird Zweiter im CCI**** Luhmühlen Luhmühlen (fn-press). Zum zweiten Mal nach 2003 heißt der Sieger der Luhmühlener Hauptprüfung William Fox-Pitt. Hatte der britische Topreiter damals mit Tom Cruise die Nase vorn, holte er sich nun im Sattel von Macchiato den Sieg. Dafür winkten nicht nur 33.000 Euro Geldpreis, sondern auch 15 Punkte in den HSBC FEI Classics TM, einer hochdotierten Serie, die fünf der insgesamt sechs Vielseitigkeitsprüfungen auf höchstem internationalem Niveau weltweit umfasst. Die Erinnerung an Luhmühlen 2003 wurde aber nicht nur durch den Sieger wach. Genau wie vor fünf Jahren folgte auch jetzt Frank Ostholt (Warendorf) auf Platz zwei, auf den allerdings kein Meistertitel wie 2003, doch dafür ein Preisgeld von 23.000 Euro wartete. Dabei hatte die Prüfung für ihn und seinen Little Paint durchwachsen begonnen. Von Platz zehn starteten die beiden nach der Dressur ins Gelände, wo sie mit einer fehlerfreien Runde bereits sechs Plätze gutmachten. Eine abschließende Nullrunde im Parcours tat ihr übriges. Während Ostholt sein Ergebnis aus den vorangegangenen Prüfungen halten konnte (Enstand 51,4), fielen andere durch Springfehler in der Platzierung zurück. Allen voran der bis dahin mit deutlichem Abstand führende Andrew Hoy (Australien) mit Master Monarch (58,3), der mit insgesamt 19 Strafpunkten im Parcours nicht nur Fox-Pitt und Ostholt, sondern auch seinem Landsmann Stuart Tinney mit Vettori (52,2) den Vortritt lassen musste. Insgesamt nahmen vier Australier an der Vier-Sterne-Prüfung teil, allerdings verzichtete die nach Dressur führende Lucinda Fredericks mit der Burghley- und Badminton-Gewinnerin Headley Britannia auf einen Start ins Gelände. Als Grund nannte sie die Bodenverhältnisse, die ihrer Stute, die gerade erst per Embryotransfer zweifache "Mutter" geworden ist, "nicht lägen". Mit einem fehlerfreien Springen beendete auch Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau H ihre Vier-Sterne-Premiere. Mit einem zweiten Platz nach Dressur startete die Olympiareservistin von 2004 aus der vordersten Reihe ins Gelände, wo allerdings ein Vorbeiläufer an Hindernis 25 ihre Siegchancen zunichte machte. Mit 74,6 Punkten wurde sie Siebte vor einem weiteren Vier-Sterne-Debütanten, Kai-Steffen Meier mit Karascada M. Der gebürtige Hesse, der seit einiger Zeit in der Nähe Luhmühlens in Hanstedt beheimatet ist, beendete die Prüfung auf der in Familie gezogenen Trakehnerstute mit einem Ergebnis von 75,1 Minuspunkten auf Platz acht. Ebenfalls in den Top Ten beendete der vierte deutsche Reiter, Dirk Schrade (Warendorf). Im vergangenen Jahr mit Huskey Zweiter, musste sich der gebürtige Schwabe mit Admiral von Schneider auf Grund einer Verweigerung im Gelände und Fehler im Parcours mit Platz zehn (86,5) zufrieden geben. Entschädigt wurde der 30-Jährige durch den Sieg in der Jeep Big Four Trophy (FN), die den besten Reiter der deutschen Topturniere 2007/2008 auszeichnete. Hb Jeep Big Four Trophy (FN) Dirk Schrade gewinnt erneut Luhmühlen (fn-press). Wer ist der erfolgreichste Reiter auf den deutschen Top-Turnieren, in Schenefeld, Kreuth, Marbach und Luhmühlen? Beim Finale im Rahmen der internationalen Vielseitigkeitsveranstaltung in der Heide wurde diese Frage beantwortet: Der Sieger der mit 10.000 Euro dotierten Serie 2007/2008 heißt, wie schon im vergangenen Jahr, Dirk Schrade (Warendorf). Der Warendorfer war auf drei Turnieren vorne platziert – die DM in Schenefeld wurde im vergangenen Jahr abgesagt – und sammelte so 69 Punkte. Knapp dahinter konnte sich Simone Deitermann (Saerbeck) platzieren, die das CIC*** Kreuth 2007 mit Free Easy NRW vor Schrade mit Huskey gewinnen konnte und ihr Vier-Sterne-Debüt in Luhmühlen auf Platz sieben beendete. Sie kam auf einen Endstand von 60 Punkten. Mit seinem Sieg in Marbach und einem zweiten Platz beim CCI**** Luhmühlen kam Frank Ostholt (Warendorf) mit Ergebnissen aus nur zwei Turnieren auf 52 Punkte und belegt damit Platz drei. Bester ausländischer Reiter auf deutschem Boden war der Australier Andrew Hoy. Mit insgesamt 42 Punkten rangiert er auf Platz vier. Hb Luhmühlen bewirbt sich um EM 2011 Luhmühlen (fn-press). Der Vielseitigkeits-Standort Luhmühlen bewirbt sich um die Austragung der Europameisterschaften im Jahr 2011. Nach Wunsch des Veranstalters soll die Westergellerser Heide ein Jahr vor den Olympischen Spielen in London zum fünften Mal Gastgeber der europäischen Titelkämpfe sein. Zuletzt wurde die nach 1975, 1979, 1987 im Jahr 1999 ein Europa-Championat in Luhmühlen ausgetragen, außerdem fand hier 1982 die Weltmeisterschaft statt. Die Entscheidung, ob Luhmühlen den Zuschlag erhält, wird vom Weltreiterverband (FEI) im November erwartet. Hb Weltrangliste Vielseitigkeit Lausanne/SUI (fn-press). Kleinere Bewegungen hat es auf der Weltrangliste Vielseitigkeit gegeben, die nun von William Fox-Pitt angeführt wird. Der Brite löste mit einem Punktestand von 491 den Weltranglisten-Ersten des Jahres 2007, Andrew Nicholson (Neuseeland), an der Spitze ab, der bis Ende April seine Spitzenposition halten konnte. Deutscher "Spitzenreiter" bleibt Dirk Schrade (Warendorf), der aber mit insgesamt 337 Punkten vom zwölften auf den 13. Platz rutschte. Drei Plätze zurück fiel auch der Warendorfer Mannschaftsweltmeister Frank Ostholt (Platz 18/309 Punkte). Als drittbeste Deutsche rangiert Ingrid Klimke (Münster) auf Platz 36 (245 Punkte). Die aktuelle Weltrangliste errechnet sich aufgrund der maximal sechs höchsten Erfolge im Zeitraum zwischen 1. Juni 2007 und 30. Mai 2008. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet auf den Seiten des Weltreiterverbandes (Fédération Equestre Internationale, FEI) unter » www.horsesport.org. Hb Goldene Schärpe Pferde Doppelerfolg für Westfalen Überherrn (fn-press). Sieger der "Goldenen Schärpe für Pferde" im saarländischen Überherrn ist die Mannschaft Westfalen I. Von Beginn an dominierte das Quintett von Landestrainerin Jutta Briel (Gevelsberg) den aus den fünf Teilprüfungen Theorie, Vormustern sowie Dressur, Springen und Geländeritt bestehenden Mannschaftswettbewerb und siegte am Ende mit 27 Punkten Vorsprung vor den Teams Hannover I und Vorjahressieger Weser-Ems. Insgesamt bewarben sich 73 Paare aus zehn Landesverbänden um die "Goldene Schärpe", die es nach dem Vorbild der traditionellen Goldenen Schärpe für Ponyreiter seit 2004 offiziell auch für Nachwuchsreiter zu Pferde gibt. Ausgetragen wurde die Goldene Schärpe mit Unterstützung der IGV Rheinland-Pfalz-Saar und des Pferdesportclubs Linslerhof auf dem gleichnamigen historischen Gutshof in Überherrn bei Saarlouis. Zum Team Westfalen I zählte wie schon im Vorjahr Jasmina Schwarte (14, Emsdetten) mit Bijou, neu dazu kamen Tatjana Korte (13, Wetter) mit Utopia, Ina Koppe (15, Münster) mit D’Artagnan, Lisa-Marie Förster (12, Ahlen) mit Sunny Girl sowie Frederike Weitkamp (13, Warendorf-Milte). Letztere saß im Sattel des von Ingrid Klimke (Münster) zur Verfügung gestellten Vollblüters Sleep Late, der in Überherrn unter seinem bekannten Stallnamen "Blue" den Auftakt einer möglichen "Seniorenkarriere" erlebte. Die Westfalen waren im Saarland aber nicht nur als Mannschaft, sondern auch in der Einzelwertung nicht zu schlagen. Siegerin in der Einzelwertung wurde Lisa-Marie Förster mit der siebenjährigen Houston-Tochter Sunny Girl aus der Zucht von Martin Plewa (Warendorf). Nach einem Sieg in der Dressur (Wertnote 8,6) hatte sie auch im Gelände die Nase vor. Die Richter bestätigten der Zwölfjährigen "viel Übersicht, stets kontrolliertes Reiten und einen geschmeidigen Sitz" und vergaben auch dafür die Höchstnote in dieser Prüfung, eine 9,0. Nur wenig mehr als Marina Papenkort (15, Ahlen) vom Team Westfalen II, die mit Enchilada eine Wertnote von 8,9 erzielte und am Ende Platz zwei in der Gesamteinzelwertung belegte. Komplettiert wurde der westfälische Erfolg durch Ina Koppe, die mit D’Artagnan nicht nur Stil, sondern auch starke Nerven im Parcours bewies. Dafür gab es die Spitzennote 9,0 und am Ende den dritten Platz in der Gesamtwertung. Vierte wurde Sina Kreutzmann (16, Dachtmissen) vom Team Hannover I mit Lucifero, Platz fünf ging an Pamina Füting (15, München/Bayern) mit Dornröschen. Hb Goldene Schärpe der Ponyreiter 2008 Sieg für Schleswig-Holstein Löningen (fn-press). Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein hat die "Goldene Schärpe 2008" der Pony-Vielseitigkeitsreiter gewonnen. Mit einem Gesamtergebnis von 466,0 Punkten verwiesen Rebecca-Juana Gerken (12, Rümpel) mit Chagall, Carina-Lisa Wacks (11, Falkendorf) mit Schmark's Capriole, Nadja Sönnichsen (14. Großenwiehe) mit Hannes, Merle-Theres Neeth (13, Lehmkuhlen) mit Carino und Leonie Kuhlmann (12, Groß Kummerfeld) mit Giorgio die Teams aus Westfalen/RV Rhede-Krommert (462,4) und Weser-Ems II vom gastgebenden Landesverband auf die Plätze. 20 Mannschaften aus einem Dutzend Landesverbänden traten Anfang Juni in Löningen-Ehren zum Leistungsvergleich in Theorie, Vormustern sowie Dressur, Springen und Geländeritt an. Die besten Noten in der Dressur, die wegen der großen Starterzahl in zwei Abteilungen geteilt wurde, erzielten Frederic Meyer (13, Bremervörde) vom Landesverband Hannover mit Elin's Nagano (8,2) sowie Carina Lupp (16, Ibbenbüren) vom Reiterverein Saerbeck/Westfalen mit Defilee de mode (8,6) für ihre Teams. Mit einer 8,3 schlug das beste Springergebnis, erritten von Merle-Theres Neeth, für die siegreiche Mannschaft Schleswig-Holstein zu Buche. Die überzeugendste Leistung im "Busch" zeigte Victoria Wegehaupt (13, Westerstede) vom Team Weser-Ems I. Für ihren Ritt mit Hollywood gab es von den Richtern die Wertnote 8,8. In den parallel ausgetragenen Bundesponyspielen holte sich die westfälische Mannschaft vom RV Rhede-Krommert den Sieg. Zweite wurde das Team Hessen, als beste Mannschaft aus Weser-Ems landeten die Reiter des HPC Esens auf dem dritten Platz. Hb Am kommenden Wochenende: Bundeswettkampf in Westerstede Westerstede (fn-press). Vom 27. bis 29. Juni findet auf der Reitanlage in Fikensolt/Westerstede der traditionelle Bundeswettkampf der Vielseitigkeitsreiter statt. Die Veranstaltung gehört zu den Klassikern unter den Vielseitigkeitsturnieren und geht auf das Jahr 1924 zurück. Auch der RC Ammerland war schon einmal Ausrichter dieses Wettbewerbs: vor genau 30 Jahren. Intention des inzwischen als internationale Ein-Stern-Prüfung ausgetragenen Bundeswettkampfes (CCI*) ist es, Jahreshöhepunkt und "Sprungbrett" für deutsche Nachwuchsreiter und Amateure zu sein. Daher sind zwei Jahren Angehörige des Bundeskaders ebenso vom Start ausgeschlossen, wie auch alle Reiter, die im aktuellen oder den letzten beiden Jahren ein Qualifikationsergebnis CIC*** oder höher erritten haben. Für sie wie für alle ausländischen Reiter bietet sich der Start in der "offen" ausgeschriebenen Abteilung des CCI* an. Der Bundeswettkampf beginnt am Freitag, 27. Juni, mit der Dressurprüfung. Am Samstag findet ab 10 Uhr die Geländeprüfung rund um den Möhlenbült statt mit anschließender Busch-Party auf dem Turniergelände. Die endgültige Entscheidung fällt am Sonntag im Springen. Weitere Informationen unter » www.ammerlaender-reitclub.de . Hb Sicherheit im Vielseitigkeitssport: Ab August führt jeder Sturz zum Ausschluss Lausanne/SUI (fn-press). Ab 1. August 2008 – und damit auch bei den Olympischen Spielen in Hongkong – gelten verschärfte Regeln im internationalen Vielseitigkeitssport. Ab dann führt jeder Sturz zum sofortigen Ausschluss – sowohl im Gelände, als auch im Parcours. Bisher galt dies nur bei einen Sturz des Pferdes, während der Reiter erst bei einem zweiten Herunterfallen aus der Prüfung genommen wurde. Mit der Regeländerung folgen das Internationale Olympische Komitee und das FEI-Bureau einem Vorschlag des Vielseitigkeitsausschusses und des Sicherheits-Subkomitees des Weltreiterverbandes (FEI). Der Grund für die Regeländerung liegt in der Schwierigkeit für den Richter vor Ort, das tatsächliche Ausmaß und die gesundheitlichen Folgen eines Sturzes auf die Schnelle richtig einzuschätzen. FEI/Hb |