Zucht Bundesjungzüchterwettbewerb in Elmshorn Tanita Schinkel ist Deutschlands beste Jungzüchterin Elmshorn (fn-press). Die besten Jungzüchter Deutschlands 2008 kommen aus Holstein. So hatte das Team des gastgebenden Zuchtverbandes um Mannschaftsführer Paul Schmacher nicht nur in der Gesamtwertung die Nase vorn, sondern stellte mit Tanita Schinkel und Mandes Verhaagh auch die Titelträgerin und den Zweitplazierten in der Einzelwertung des Bundeswettbewerbs der Jungzüchter in Elmshorn. Platz zwei ging an den Vorjahressieger, das Westfälische Pferdestammbuch, Dritter wurden der Nachwuchs des Verbands hannoverscher Warmblutzüchter. 150 Aktive aus 14 Pferdezuchtverbänden waren aus ganz Deutschland zum 12. Bundesjungzüchterwettbewerb angereist. Erstmals trug der Holsteiner Verband den Wettbewerb in Theorie, Pferdebeurteilung und der Präsentation eines zugelosten Pferdes aus. Überragende Teilnehmerin der zweitägigen Veranstaltung war die 17-jährige Barmstedterin Tanita Schinkel. Sie dominierte die Alterklasse 1 (14 bis 18 Jahre), da sie in jeder Einzeldisziplin des Wettbewerbs platziert war. Gemeinsam mit dem Neuendorfer Mandes Verhaagh vom Jungzüchter-Club Pinneberg siegte sie in der Theorie, belegte in der Beurteilung den zweiten Platz hinter ihrem Teamkollegen und kam im Vormustern gemeinsam mit Ricarda Schlüter vom Westfälischen Pferdestammbuch auf den dritten Platz. Komplettiert wurde Schinkels hervorragendes Abschneiden durch einen siebten Platz in der Beurteilung des Freispringens. Das ergab in der Gesamtwertung 356 von maximal 400 möglichen Punkten. Schinkel gewann damit nicht nur in ihrer Altersklasse, sondern setzte sich auch im Vergleich mit den älteren Jungzüchtern in der Gesamt-Einzelwertung vor Verhaagh und Schlüter durch. Schirmherr Dr. Christian von Boetticher überreichte der Gesamtsiegerin persönlich den Ehrenpreis der Landesregierung Schleswig-Holstein. Beste Vertreterin der Altersklasse 2 (19 bis 25 Jahre) war Kathrin Krohn von den Holsteiner Jungzüchtern (339 Punkte). Die 24-jährige aus Kaiser-Wilhelm-Koog hatte den ersten Platz im Mustern belegt und den Triumph der Holsteiner in der Theorie mit ihrem dritten Platz hinter Greta Lüschow (Huje) und Neel-Heinrich Schoof (Hedwigenkoog) vervollständigt. Ein 13. Platz in der Beurteilung und der gemeinsame 15. Platz im Freispringen mit Schoof und Aneka Keßen vom Pferdestammbuch Schleswig-Holstein /Hamburg verschafften ihr den Sieg in der Gesamtwertung der AK2 mit 339 Punkten und damit einen fünften Platz in der Gesamt-Einzelwertung. Bei der Siegerehrung überreichte der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und ehemalige Vorsitzende des Holsteiner Zuchtverbandes, Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg), die Wanderpokale an die Holsteiner Einzelsieger und die Holsteiner Mannschaft. Dabei hob er die Bedeutung der Jungzüchterarbeit für alle Zuchtverbände hervor: "Engagierte und erfolgreiche Jungzüchter sind die Zukunft der Zuchtverbände". Sein Nachfolger als Vorsitzender des Verbandes des Holsteiner Pferdes, Jan Lüneburg, zeigte sich ebenfalls beeindruckt von den Leistungen beim Bundeswettbewerb und freute sich über das starke Abschneiden der Holsteiner Jungzüchter auf hohem Niveau. Gastgeber des nächsten Bundeswettbewerbs im kommenden Jahr ist das Rheinische Pferdestammbuch. A.-S. Behrmann/Hb |