Personalia Auszeichnung "Großes Verdienstkreuz mit Stern" für Hans Günter Winkler Warendorf (fn-press). Hans Günter Winkler (Warendorf) ist mit dem "Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Feierstunde in der Zentrale der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf überreichte der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Ingo Wolf der Springreiter-Legende die hohe Auszeichnung. "Er hat es wahrlich verdient. Wenn über Sportler in Deutschland gesprochen wird, dann stehen die deutschen Reiter an erster Stelle. Und es bedarf einer besonderen Anerkennung, wenn man unter diesen der Beste ist", würdigte der NRW-Innenminister die Erfolge von Hans Günter Winkler. Der 81-Jährige ist weltweit der erfolgreichste Springreiter aller Zeiten bei Olympischen Spielen. Bis zu seinem Abschied vom aktiven Springsport 1986 sammelte er fünf olympische Goldmedaillen, je eine Silber- und Bronzemedaille. Winkler gewann zwei Weltmeistertitel, war einmal Europameister und stand fünfmal auf dem obersten Treppchen bei Deutschen Meisterschaften. Bislang noch unerreicht ist seine Bilanz von 105 Nationenpreisen, bei denen er für Deutschland an den Start gegangen ist. Bereits 1974 wurde die Springreiterlegende initiativ mit dem "Großen Verdienstkreuz" geehrt. Seit den 1980er Jahren engagiert er sich in der Betreuung des Hochleistungs-Pferdesports und trug erfolgreich dazu bei, den deutschen Pferdesport dauerhaft in der Weltspitze zu etablieren. Einen intensiven Beitrag zur Förderung des Spitzensports leistet Winkler mit seiner 1992 gegründeten Sportmarketingfirma "HGW Marketing", die sich auf die Gewinnung von Sponsoren für den Springsport und auf die Organisation von nationalen und internationalen Reitturnieren spezialisiert hat. Dr. Ingo Wolf hob in seiner Laudatio vor allem Winklers Gabe hervor, Menschen zu führen und Netzwerke zu knüpfen. Für seine Verdienste nach 1974 erhielt Winkler jetzt die nächst höhere Ordensstufe, das "Große Verdienstkreuz mit Stern". dp "Hall of Fame" Herbert Blöcker und Feine Dame berufen Luhmühlen (fn-press). Zum zweiten Mal hat die internationale Vielseitigkeitsreiter-Vereinigung (Eventriders Association, ERA) im Rahmen des internationalen Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen zwei herausragende Repräsentanten des deutschen Vielseitigkeitssports in die "Hall of Fame" berufen. Nach Bundestrainer Horst Karsten und Bettina Hoys Erfolgspferd Watermill Stream, die im vergangenen Jahr diese Auszeichnung erfuhren, durfte sich jetzt ein deutsches Ausnahmepaar über den Einzug in die "Ruhmeshalle" des Vielseitigkeitssports freuen: Herbert Blöcker und seine unvergessene Holsteiner Stute Feine Dame, die Silbermedaillengewinner der Olympischen Spielen 1992 in Barcelona. In seiner Laudatio rief der ehemalige Bundestrainer Martin Plewa (Warendorf) Erinnerungen an das "Holsteiner Dreamteam" wach, die mit lang anhaltenden Standing Ovations quittiert wurden. Die Karriere Herbert Blöckers begann in den 70er Jahren, als der Holsteiner 1973 – damals 30-jährig – den Titel des Mannschafts-Europameisters und für sich selbst die Silbermedaille in Kiew holte. Daraufhin folgten Championatseinsätze und Medaillen Schlag auf Schlag. Insgesamt nahm Blöcker mit unterschiedlichen Pferden an acht Europameisterschaften, fünf Weltmeisterschaften und vier Olympischen Spielen (inklusive der "Ersatzspiele 1980 in Fontainebleau") teil, gewann dabei neun Medaillen und wurde zwei Mal Deutscher Meister und fünf Mal Vizemeister, zuletzt 1997. Seine zahlreichen Erfolge verdankte Blöcker einer ganzen Reihe von Pferden, doch am meisten in Erinnerung dürfte seinen Fans die Fuchsstute Feine Dame geblieben sein. Die 1976 bei Züchter Johann Peter Kruse in Riesby geborene Tochter des Vollblüters Diplomat xx begann ihre Karriere zunächst als "Verleihpferd" auf Sylt. Erst über Umwege gelangte sie 1982 in den Stall von Friedrich Dehn in Süderholz und erlangte mit dessen Tochter Imke ihre ersten Meriten in der Vielseitigkeit. Als Elfjährige verpachtete ihr Besitzer Hans-Jürgen Grabert die "Feine" an den Holsteiner Verband, der damit seinen langjährigen Angestellten Herbert Blöcker beritten machte. "Ihre Einstellung war top", lobte dieser die Stute in den höchsten Tönen. Bereits kurz nach ihrem Umzug nach Elmshorn nahm das Paar an der Deutschen Meisterschaft und den Europameisterschaften in Luhmühlen statt. Seinen Olympiaeinsatz, der bereits 1988 zum Greifen nah war, musste es jedoch verletzungsbedingt um vier Jahre verschieben. In Barcelona erlebten die beiden Holsteiner den Höhepunkt ihrer Karriere. Blöcker und Feine Dame, damals bereits 16-jährig, gewannen Bronze mit dem deutschen Team und holten sich außerdem die Silbermedaille in der Einzelwertung. Nach den Spielen wurde die Stute in Rente geschickt verbrachte ihre letzten Jahre in einer kleinen Herde in Süderholz, wo sie 1996 im Alter von 20 Jahren verstarb. Ihr Reiter setzte dagegen seine Karriere weiter fort, nahm 1996 in Atlanta mit Kiwi Dream ein weiteres Mal an Olympischen Spielen teil und bestritt 2002 im Alter von 59 Jahren mit Chicoletto bei den Weltreiterspielen in Jerez sein 17. Championat für Deutschland. Hb Nagel und Pollmann-Schweckhorst in den Championatskader Springen berufen Warendorf (fn-press). Der Springausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat Korrekturen am Championatskader vorgenommen. Neue Mitglieder des Championatskaders Springen sind Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina und Alois Pollmann-Schweckhorst (Steinfeld) mit Lord Luis. Dem Championatskader gehören außerdem folgende Reiter an: Christian Ahlmann (Marl) mit Cöster, Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit All inclusive NRW und Coupe de Coeur, Heinrich Hermann Engemann (Bissendorf) mit Aboyeur W, Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky und Montender sowie Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Shutterfly und Checkmate. dp |